Adecco

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Dieser Artikel behandelt die Schweizer Adecco S.A. Für die deutsche Tochter siehe Adecco Personaldienstleistungen.
Adecco S.A.
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Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN CH0012138605
Gründung 1996
Sitz Chéserex[1], Schweiz
Leitung Patrick De Maeseneire
(CEO)
Rolf Dörig
(VR-Präsident)
Mitarbeiter über 31.000 FTE (Dezember 2013)
Umsatz 19,5 Mrd. Euro (2013)
Branche Personaldienstleistungen
Website www.adecco.com
Adecco-Hauptsitz in Glattbrugg, Zürich

Die Adecco S.A. ist der weltweit grösste Anbieter für Personaldienstleistungen und weltweit einer der grössten Arbeitgeber. Das Unternehmen vermittelt Arbeitsplätze zwischen Arbeitgebern und Bewerbern. Das in der Schweiz ansässige Unternehmen gehört zu den Fortune-Global-500-Unternehmen. Adecco ist in über 60 Ländern tätig. 1996 ging das Unternehmen aus der Fusion der Schweizer Adia Interim und der französischen Ecco hervor.

Das Unternehmen hat seinen statutarischen Holdingsitz in Chéserex im Kanton Waadt, der operative Hauptsitz befindet sich in Glattbrugg.[1][2]

Unternehmensgeschichte[Bearbeiten]

  • 1996: Fusion der Schweizer Adia Interim (gegründet 1957 durch Henri-Ferdinand Lavanchy) und der französischen Ecco (gegründet 1964) zur Adecco. Die beiden Stellenvermittlungsunternehmen ergänzen sich in ihrer weltweiten Präsenz ideal: wo Ecco stark vertreten ist, ist Adia eher schwach und umgekehrt. Das einzige Land, in dem beide sehr stark sind, ist Frankreich. In der Regel stehen dort die Niederlassungen beider Unternehmen jeweils an derselben Strassenecke. Die Fusion hier umzusetzen, würde faktisch die Schliessung der Hälfte aller Niederlassungen bedeuten. Deshalb wird in Frankreich die Fusion nicht vollzogen: Ecco operiert fortan als Adecco, Adia bleibt bestehen, ebenso ihr Konkurrenzverhältnis. Frankreich ist und bleibt der stärkste Markt für den Konzern: 2004 generieren Adecco und Adia Frankreich allein rund 36 % des Konzernumsatzes weltweit.
  • 1997: Übernahme der TAD, eines amerikanischen Personaldienstleisters, der auf technische Berufe spezialisiert ist.
  • 1999 (April): Übernahme der Delphi, eines auf IT-Berufe spezialisierten Personaldienstleisters, zum Kaufpreis von ca. CHF 395 Millionen.
  • 1999 (Mai): Übernahme der Career Staff, eines kleineren Konkurrenten im Bereich der allgemeinen Stellenvermittlung, zum Kaufpreis von ca. CHF 128 Millionen.
  • 2000: Fusion mit dem Mitbewerber Olsten. Offiziell eine Fusion, jedoch eher eine Übernahme von Olsten durch Adecco zum Kaufpreis von rund USD 1,55 Milliarden. Die Marke Olsten verschwindet und geht in Adecco auf.
  • 2002: Übernahme von jobpilot, einem führenden internationalen Internet-Personalvermittler. Zwei Jahre später wird jobpilot wieder verkauft. Monster Worldwide erwirbt 2004 jobpilot für EUR 88 Millionen.
  • 2002: Ankauf von Anteilen der diakonischen Berufsförderungswerke
  • 2002: Grundlegende Neustrukturierung: Aus dem geographisch organisierten Zeitarbeitsvermittler wird ein in globalen Divisionen strukturierter Personaldienstleister. Fortan operiert die Adecco-Gruppe im Wesentlichen unter drei Marken, die die drei Divisionen repräsentieren: Adecco (klassische Zeitarbeitervermittlung), Ajilon (Vermittlung von Spezialisten) und Lee Hecht Harrison (Outplacement).
  • 2004: Die Geschäftszahlen für 2003 können wegen Konsolidierungsproblemen der US-Gesellschaft erst ein halbes Jahr später bekannt gegeben werden. Als Folge bricht der Börsenkurs um 35 % ein und verursacht eine Buchprüfung mit Kosten von rund 100 Millionen Euro.
  • 2006: Öffentliche Übernahme der Deutschen Industrie Service AG, eines führenden deutschen Personaldienstleisters mit Schwerpunkt in den Bereichen Kaufleute und Techniker, insbesondere Fach- und Führungskräfte. Deren CEO (Dieter Scheiff) und CFO (Dominik de Daniel) werden im Sommer 2006 CEO und CFO der Adecco Gruppe.
  • 2007: Das deutsche Zeitarbeitsvermittllungsunternehmen Tuja Zeitarbeit wird von Adecco für 800 Mio. Euro gekauft.
  • 2007: Anschliessend an die jährliche Generalversammlung der Aktionäre wird Jürgen Dormann Verwaltungsratspräsident. Rolf Dörig wird stv. Verwaltungsratspräsident. Klaus J. Jacobs, der Mitgründer von Adecco, gibt sein Mandat zurück.
  • 1. Januar 2009: Rolf Dörig löst Jürgen Dormann an der Spitze des Verwaltungsrats ab.
  • 20. Oktober 2009: Adecco gibt die Übernahme der US-amerikanischen MPS Group, Inc. bekannt. Die Transaktion ist nach Zustimmung der MPS-Group-Aktionäre und der Aufsichtsbehörden im ersten Quartal 2010 abgeschlossen.
  • Ende 2010 geht Adecco ein joint venture mit der Chinesischen Personalvermittlungsfirma Fesco ein. Die neue Firma FESCO Adecco nimmt den operativen Betrieb mit über 100'000 Zeitarbeitern am 1. Januar 2011 auf.

Unternehmensdaten[Bearbeiten]

  • Netto-Dienstleistungsumsatz (2011): EUR 20,5 Milliarden
  • Markenwert (2006): CHF 1,55 Milliarden (Quelle: Interbrand)
  • Mitarbeiter weltweit (2011): ca. 33'000 Mitarbeiter weltweit (auf Vollzeitstellen umgerechnet).
  • Kundenkontakte: täglich mit bis zu 100'000 Kunden im Geschäft
  • Zeitarbeitskräfte: bis zu 700'000 Zeitarbeitskräfte täglich unter Vertrag

Die Adecco S.A. hat ihren Sitz in der Schweiz und ist an der SIX Swiss Exchange kotiert. Grösster Aktionär ist die Zürcher Jacobs Holding AG, die ihren Anteil in den letzten Jahren laufend reduziert hat und noch 18,62 % (Stand Juni 2010) Prozent an Adecco hält.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Adecco – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Eintrag der «Adecco S.A.» im Handelsregister des Kantons Waadt
  2. „Chéserex ist reichste Gemeinde“, Schweizer Fernsehen, 1. September 2008.