Alejandro de Tomaso

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Alejandro de Tomaso
Automobil-/Formel-1-Weltmeisterschaft
Nation: ArgentinienArgentinien Argentinien
Erster Start: Großer Preis von Argentinien 1957
Letzter Start: Großer Preis der USA 1959
Konstrukteure
1957 Scuderia Centro Sud • 1959 OSCA
Statistik
WM-Bilanz:
Starts Siege Poles SR
2
WM-Punkte:
Podestplätze:
Führungsrunden: — über 0 km
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Alejandro de Tomaso (* 10. Juli 1928 in Buenos Aires, Argentinien; † 21. Mai 2003 in Modena, Italien) war ein argentinischer Rennfahrer und Gründer des Sportwagenherstellers De Tomaso Modena S.p.A..

Leben[Bearbeiten]

Nach der Auswanderung nach Italien 1955 versuchte Alejandro de Tomaso sein Glück als Rennfahrer und fuhr 1957 und 1959 je ein Rennen zur Formel-1-Weltmeisterschaft. 1959 gründete er in Modena seine eigene Automobilfabrik und baute von Anfang an exklusive Modelle.

Schon 1970 war de Tomaso mit einem Wagen in der Formel 1 vertreten. Nachdem aber der einzige Fahrer des Teams, Piers Courage, am 21. Juni 1970 beim Großer Preis der Niederlande in Zandvoort tödlich verunglückte, als der Wagen in Brand geriet, wurden die Formel-1-Aktivitäten eingestellt.

In diesem Rennen fuhr Piers Courage in einem De-Tomaso-Ford, eingesetzt von Frank Williams; den Großen Preis gewann Courages bester Freund Jochen Rindt, der erst nach dem Rennen von dem tödlichen Unfall erfuhr und auf eine Siegesfeier verzichtete.

1975 erwarb de Tomaso den Hersteller Maserati, den er aber 1993 an Fiat abtrat, um sein letztes Projekt, den Bau des Guara zu finanzieren.

Alejandro de Tomaso war eine schillernde Persönlichkeit in der Geschichte der Sportwagenhersteller. Seine Ideen und Erfahrungen als erfolgreicher Rennfahrer ließ er in die Planung und Entwicklung seiner Hochleistungssportwagen einfließen. Mit seinen Firmen Maserati, De Tomaso und Innocenti brachte er viele erfolgreiche Sportwagen auf den Markt, welche in Europa wie auch in den USA große Erfolge feierten.

De Tomaso war maßgeblich an der Entwicklung des Maserati Biturbo beteiligt. Dieser Wagen brachte die Marke wieder zu neuem Glanz und Maserati zu der höchsten Produktivität aller Zeiten. Der „Biturbo“ und seine nachfolgenden Modelle wie auch die anderen Entwicklungen sind heute Sportwagenklassiker und haben ein große Anhängerschaft von Enthusiasten rund um die Welt.

Große Sportwagennamen wie Mangusta, Pantera und Longchamp sind die Verdienste von de Tomaso und ebenfalls sind Modelle von Maserati wie der Quattroporte, der Khamsin sowie Biturbo und Shamal Sportwagen, die rund um den Globus Sportwagenfans begeistern.

Er war verheiratet mit der US-amerikanischen Rennfahrerin Isabelle Haskell, die er kennenlernte, als sie Teile für ihren Maserati kaufte.

Le-Mans-Ergebnisse[Bearbeiten]

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1958 ItalienItalien Automobili O.S.C.A OSCA Sport 750TN Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Colin Davis Rang 11 und Klassensieg
1959 ArgentinienArgentinien Alejandro de Tomaso DB HBR5 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Colin Davis Ausfall Getriebeschaden