Carrozzeria Ghia

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Ghia 450 - nur 56 Stück gebaut

Die Carrozzeria Ghia SpA ['gia] (nicht ['dʒia]) ist ein italienisches Designbüro und auf den Entwurf von Designstudien und Prototypen von Kraftwagen spezialisiert. Das Unternehmen wurde 1921 von Giacinto Ghia in Turin gegründet.

Ghia machte sich einen Namen als Karosserier von extravaganten Fahrzeugen, deren Plattform von Alfa Romeo, Fiat und Lancia stammte. Nach dem Zweiten Weltkrieg suchte man sich die US-amerikanischen Großserienhersteller als Zielgruppe, da der eigene Markt für kostspielige Studien nicht aufnahmefähig genug war. Man arrangierte sich mit Ford, entwarf die Studien für den Lincoln Futura, den Chrysler Norseman und den dann in Großserie gefertigten Karmann-Ghia auf technischer Basis des VW-Käfers.

Ghia fertigte stets nur Einzelstücke oder Kleinstserien wie den Ghia 450. In den 1960er-Jahren übernahm Alejandro de Tomaso die Geschicke des Unternehmens. Während dieser Phase entstand der De Tomaso Pantera. Nachdem De Tomaso seine Anteile 1970 an Ford veräußert hatte, kennzeichnete der renommierte Name „Ghia“ die Top-Ausstattungen von Ford-Modellen.

Heute beschäftigt sich Ghia mit der Entwicklung von Designstudien für Ford.