Alex Cord

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Alex Cord (* 3. Mai 1933 in Floral Park, Long Island, New York als Alex Viespi) ist ein US-amerikanischer Schauspieler und Autor.

Leben[Bearbeiten]

Alex Cord wurde als Sohn von Alexander Viespi und Marie Paladino geboren. Bereits im Alter von zwei Jahren entdeckte er seine Leidenschaft für Pferde und das Reiten. Im Alter von 12 Jahren erkrankte er an Kinderlähmung und er musste lange Zeit im Krankenhaus in einer Eisernen Lunge verbringen. Auf einer Ranch in Wyoming, auf der erfolgreich seine Krankheit therapiert wurde, beschloss er, Jockey oder professioneller Dressurreiter zu werden.

1950 verließ Cord im Alter von 16 Jahren die Sewanhaka Highschool und begann sich durch das Reiten von Bullen (Bull Riding) und wilden Pferden (Bareback Riding) auf Rodeo-Turnieren seinen Lebensunterhalt zu verdienen, da er als Jockey für den Pferderennsport bereits zu groß war.

Nachdem er sich bei einem Rodeo-Turnier im New Yorker Madison Square Garden schwere Verletzungen zugezogen hatte, musste er erneut eine lange Zeit im Krankenhaus verbringen. Während seiner Rekonvaleszenz entdeckte er die Literatur und beschloss seinen Schulabschluss an der Abendschule nachzuholen; später studierte er Literatur an der New York University, wo er das erste Mal mit der Schauspielerei in Berührung kam. Während dieser Zeit verdiente er sein Geld unter anderem als Fliesenleger und in einer Bank.

Alex Cord hat zwei Kinder aus früheren Beziehungen. Tochter Toni Aluisa stammt aus der Ehe mit der Schauspielerin Joanna Pettet (1968-1989) und Sohn Damien Zachary aus der Ehe mit Mary Ann Hutchinson; sein Sohn starb 1995 an einer Heroin-Überdosis im Alter von nur 26 Jahren. Cord ist außerdem Patenonkel von Michael Vincent Flaherty, Sohn des Schauspielers, Produzenten und Politikers Vince Flaherty.

Seit 2002 ist Cord mit Susannah Moller verheiratet. Beide betreiben eine Pferde-Ranch in Norden von Texas.

Karriere[Bearbeiten]

Durch sein während des Studiums aufgeflammtes Interesse an der Schauspielerei, absolvierte Cord eine Schauspielausbildung beim Actors Studio und begann seine berufliche Laufbahn bei den The Compass Players in St. Louis, Missouri. Es folgten Rollen bei dem von der Stratford Shakespeare Academy ausgerichteten American Shakespeare Festival in Stratford, Connecticut, wo er unter anderem den Laertes in einer Adaption von Hamlet spielte. Später begleitete er die National Shakespeare Academy durch die Vereinigten Staaten.

Ein britischer Produzent sah Cord in der Rolle des Laertes und lud ihn nach London ein, wo er in vier Bühnenstücken (Doris Lessings Play With a Tiger, The Rose Tattoo, William Shakespeares Ein Sommernachtstraum und Der Regenschirm) spielte. Für seine Darstellung in Play With a Tiger wurde er vom London Critics' Circle für den "Best Actor Award" nominiert.

Seine erste größere Filmrolle hatte er 1962 im Film Der Chapman-Report, bei dem George Cukor Regie führte.

In den späten 1960er und 1970er Jahren war er verstärkt in europäischen Produktionen zu sehen; hierzu gehören der Italowestern Mehr tot als lebendig (engl. A Minute to Pray, A Second To Die) aus dem Jahr 1968 und das britische Kriegsdrama The Last Grenade mit Stanley Baker und Richard Attenborough aus dem Jahr 1970. Während dieser Zeit spielte er an der Seite von Sam Jaffe den Mörder in Edgar Allan Poes Kurzgeschichte Das verräterische Herz (1971).

Zurück in den Vereinigten Staaten wandte sich Cord verstärkt dem Fernsehen zu und hatte Rollen in zahlreichen Fernsehserien, die seine Karriere festigten. 1973 spielte er die Figur des Dylan Hunt im Pilotfilm zu Gene Roddenberrys Science-Fiction-Fernsehserie Genesis II, die allerdings mangels Erfolgs nicht fortgesetzt wurde. Erst wesentlich später wurde die Serie unter dem Namen Andromeda und anderer Besetzung zu einem Erfolg im Fernsehen.

In dem epischen Western Grayeagle aus dem Jahr 1977 spielte Cord die Hauptrolle.

Einem breiten Publikum wurde Cord in den 1980er Jahren bekannt, als er in der Fernsehserie Airwolf den stets weiß gekleideten CIA-Agenten Michael „Archangel“ Coldsmith Briggs III an der Seite von Jan-Michael Vincent und Ernest Borgnine verkörperte.

Cord ist außerdem einer der wenigen Darsteller, die sowohl in der Original- als auch in der Neufassung der Fernsehserie Kobra, übernehmen Sie in Rollen zu sehen war.

Neben der Schauspielerei widmete sich Cord auch dem Schreiben. Neben drei Drehbüchern schrieb er die Bücher Sandsong und Eine Feder im Regen (engl. A Feather in the Rain), in dem er den Drogentod seines Sohnes verarbeitete. Sein drittes Buch, Days of the Harbinger, erschien 2013.[1]

Literatur[Bearbeiten]

  • Alex Cord: Sandsong; Warner Books, 1976 (ASIN: B000R321IY)
  • Alex Cord: A Feather in the Rain; Five Star Publications, 1995 (ISBN 1-58985-011-4)

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • London Critics Award
  • 1966 Golden Laurel New Faces (Nominierung)
  • 2001 Golden Boot Award

Filmografie[Bearbeiten]

  • 1961: Am Fuß der blauen Berge (Laramie - Der Mann aus den Bergen)
  • 1961: Frontier Circus
  • 1962: Cain's Hundred
  • 1962: Der Chapman-Report (The Chapman Report)
  • 1962: - 1963 Gnadenlose Stadt
  • 1963: Armstrong Circle Theatre
  • 1963: Alcoa Premiere
  • 1963: The Nurses
  • 1963: - 1964 Route 66
  • 1964: East Side/ West Side
  • 1965: Geächtet
  • 1965: Synanon
  • 1966: San Fernando
  • 1967: Bob Hope Presents the Chrysler Theatre
  • 1967: Erpressung durch Scorpio (The Scorpio Letters)
  • 1967: Die Leute von der Shiloh Ranch
  • 1967: Mehr tot als lebendig (Un minuto per pregare, un istante per morire)
  • 1968: Auftrag Mord
  • 1969: Stiletto
  • 1970: The Last Grenade
  • 1971: The Tell-Tale Heart
  • 1971: Night Gallery
  • 1972: Insight
  • 1972: Das Geheimnis des gelben Grabes (L'etrusco uccide ancora)
  • 1972: Rauchende Colts
  • 1972: Kobra, übernehmen Sie
  • 1973: Genesis II (Dylan Hunt)
  • 1973: FBI
  • 1973: - 1976 Police Story
  • 1974: Chosen Survivors
  • 1974: Frei geboren
  • 1975: Matt Helm
  • 1975: Inn of the Damned
  • 1976: Joe Forrester
  • 1976: The Quest
  • 1976: Make-Up und Pistolen
  • 1976: Der Sechs-Millionen-Dollar-Mann
  • 1977: Horizont in Flammen (Blutiges Inferno)
  • 1977: Sidewinder 1
  • 1977: Hallmark Hall of Fame
  • 1977: Grauadler
  • 1978: W.E.B.
  • 1979: Beggarman, Thief
  • 1979-1981: Love Boat
  • 1980-1984: Fantasy Island
  • 1981: Best of Friends
  • 1981: Goliath - Sensation nach 40 Jahren
  • 1982: Cassie & Co.
  • 1984: Jungle Warriors - Euer Weg führt durch die Hölle
  • 1984: Hotel
  • 1984-1986: Airwolf (Michael Coldsmith Briggs III / Michael Archangel)
  • 1986: Mord ist ihr Hobby
  • 1987: The Law and Harry McGraw
  • 1988: Das dreckige Dutzend (Teil 4)
  • 1988: Uninvited
  • 1988: Simon & Simon
  • 1988: Der Krieg der Welten
  • 1988: Monsters
  • 1989: Jake und McCabe – Durch dick und dünn
  • 1989: Freddy's Nightmares
  • 1989: In geheimer Mission
  • 1990: Ryder
  • 1990: Für dich töte ich
  • 1991 Joey Takes a Cab
  • 1992: Blöd und blöder
  • 1992: Wurzeln des Bösen
  • 1992: CIA Code Name: Alexa
  • 1993: Karate Tiger 7
  • 1995: Hologram Man
  • 1995: Kung Fu - Im Zeichen des Drachen
  • 1995: High Sierra Search and Rescue
  • 1995: Walker, Texas Ranger
  • 1996: High Tide - Ein cooles Duo
  • 2001: Air Rage – Terror in 30.000 Feet (auch: Hijackers - Auf Leben und Tod)
  • 2009: Fire from Below - Die Flammen werden dich finden

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gainesville Register: Alex Cord continues to nurture writing skills, 1. August 2013