Alexander Graf von Schönburg-Glauchau

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Alexander Graf von Schönburg-Glauchau (* 15. August 1969 in Mogadischu, Somalia) ist ein deutscher Journalist und Schriftsteller sowie Chef des gräflichen Zweigs des früher standesherrlichen Hauses Schönburg.

Leben[Bearbeiten]

Alexander von Schönburg (den Zusatz -Glauchau verwendet er für seine Veröffentlichungen kaum) ist der Sohn von Joachim Graf von Schönburg-Glauchau und Beatrix Gräfin Széchenyi de Sárvár-Felsővidék. Seine Geschwister sind Gloria von Thurn und Taxis, Maya Flick und Carl Alban von Schönburg sowie Anabel Maya-Felicitas aus der zweiten Ehe des Vaters mit Ursula Zwicker. Seit dem Rücktritt seines älteren Bruders Carl Alban als Familienhaupt 1995 ist er „Chef“ des bis 1919 gräflichen Zweigs des bis 1740 souveränen Adelsgeschlechts von Schönburg. Als solcher führt er nach „adeligem Kodex“ den Titel „regierender Graf“ und das „Prädikat Erlaucht“. Beides hat keine rechtliche Relevanz.

Tätigkeit als Journalist und Schriftsteller[Bearbeiten]

Einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde Alexander von Schönburg 1999 als Mitglied des sog. „popkulturellen Quintetts“ (mit Christian Kracht, Eckhart Nickel, Benjamin von Stuckrad-Barre und Joachim Bessing). Daneben war er als freier Journalist tätig (u.a. für Esquire, Die Zeit und Die Weltwoche). Einen Bestseller landete er 2005 mit Die Kunst des stilvollen Verarmens, in dem er laut Verlagsanzeige die Erkenntnisse aus „500 Jahre[n] Familienerfahrung in sozialem Abstieg“ verwertete.[1]

Alexander von Schönburg war außerdem seit 2005 Chefredakteur des Magazins Park Avenue. Im Jahr 2006 gab er nach Angaben des Verlags diesen Posten auf eigenen Wunsch auf und wurde durch Andreas Petzold ersetzt.[2]

Anschließend war Schönburg Kolumnist der deutschen Ausgabe von Vanity Fair sowie der Bild-Zeitung und der Weltwoche. Seit 2009 ist Alexander von Schönburg Ressortleiter der „Letzten Seite“ der Bild-Zeitung.

Familie[Bearbeiten]

Heirat und Kinder[Bearbeiten]

Am 30. April 1999 (kirchl. Heusenstamm 29. Mai 1999) heiratete Alexander Graf von Schönburg-Glauchau in Berlin Irina Verena Prinzessin von Hessen-Kassel-Rumpenheim. Sie haben eine Tochter und zwei Söhne.

Verwandtschaft[Bearbeiten]

Durch seine Frau, deren Großmutter Prinzessin Sophia von Griechenland war, ist Schönburg ein Großneffe von Prinzgemahl Philipp von Großbritannien und somit auch von Queen Elisabeth II. Durch den gemeinsamen Vorfahren John Churchill, 1. Duke of Marlborough ist er zudem ein Cousin 8. Grades der verstorbenen Lady Di. Über Marlborough und dessen Vorfahren König Eduard I. von England lässt sich seine Ahnenreihe auch bis auf Wilhelm den Eroberer zurückverfolgen.

Ahnentafel[Bearbeiten]

Vorfahren von Alexander Graf von Schönburg-Glauchau
Ururgroßeltern

Graf
Karl von Schönburg-Forderglauchau
(1832-1898)
∞ 1864
Gräfin
Adelheid von Rechteren-Limpurg
(1845-1873)

Graf
Bohuslaw Chotek von Chotkowa und Wognin
(1829-1896)
∞ 1859
Gräfin
Wilhelmine Kinski von Wchinitz und Tettau
(1838-1885)

Graf
Adam Baworów-Baworowski

Gräfin
Franziska von Hardegg auf Glatz und im Machlande

Graf
Victor Paul Chorinsky Freiherr von Ledske (1883-1901)
∞ 1863
Gräfin
Anna von Trautmansdorff-Weinsberg (* 1843)

Graf
István Széchenyi (* 1791)
∞ 1836
Gräfin
Crescência von Seilern und Aspang
(1799-1875)

Gregoriu Christopoulos

Eufrosyne Caravas

Fürst
Pavel Gallitzin (1822-1871)

Prinzessin
Ekaterina Trubetskoy (1831-1918)

Fürst
Nikolai Petrovich Mestschersky

Gräfin
Maria Alexandrowna Panin

Urgroßeltern

Graf Joachim von Schönburg-Glauchau (1873-1943)
∞ 1898
Gräfin Oktavia Chotek von Chotkowa und Wognin (1873-1946)

Graf Rudolf Baworow-Baworowski (1865-1931)
∞ 1850
Gräfin Fanny Anna Chorinsky, Freiin von Ledske (1876-1963)

Graf Edmund Széchényi von Sárvár-Felsövidék (1839-1922)
∞ 1891
Eulalia Christopulos (1854-1918)

Prinz Paul Gallitzin (1856-1916)
∞ 1887
Prinzessin Alexandra Nikolajewna Meshcherskaya (1864-1941)

Großeltern

Graf Karl von Schönburg-Glauchau (1899-1945)
∞ 1927
Gräfin Maria Anna Baworowska (1902-1988)

Graf Valentin Széchényi von Sárvár-Felsövidék (1893-1954)
∞ 1921
Prinzessin Maria Gallitzin (1895-1976)

Eltern

Joachim Graf von Schönburg-Glauchau (1929–1998)
∞ 1957
Gräfin Beatrix Maria Countess Széchényi de Sárvár-Felsövidék [3] (* 30. Januar 1930)

Alexander Graf von Schönburg-Glauchau (* 1969)

Werke[Bearbeiten]

  • Das Beste vom Besten. Ein Almanach der feinen Lebensart (mit Reinhard Haas und Axel Thorer). Econ, Düsseldorf 1989, ISBN 3-430-13733-0.
  • No. 1. Die besten Seiten des Lebens von A–Z (mit Reinhard Haas und Axel Thorer). Econ, Düsseldorf ISBN 3-612-26037-5.
  • In Bruckners Reich. Erzählung. In: Christian Kracht (Hrsg.): Mesopotamia. Ernste Geschichten am Ende des Jahrtausends. DVA, Stuttgart 1999, ISBN 3-421-05191-7.
  • Tristesse Royale: Das popkulturelle Quintett mit Joachim Bessing, Christian Kracht, Eckhart Nickel, Alexander v. Schönburg und Benjamin v. Stuckrad-Barre, hrsg. von Joachim Bessing. Ullstein, Berlin 1999, ISBN 3-548-31226-8.
  • Karriere. Theaterstück. Hannover, 2001.
  • Der fröhliche Nichtraucher. Wie man gut gelaunt mit dem Rauchen aufhört. Rowohlt Taschenbuch, Reinbek 2003, ISBN 3-499-61660-2.
  • Die Kunst des stilvollen Verarmens. Wie man ohne Geld reich wird. Rowohlt Berlin, Berlin 2005, ISBN 3-87134-520-2.
  • Lexikon der überflüssigen Dinge. Rowohlt Berlin, Berlin 2006, ISBN 3-87134-543-1.
  • Alles was Sie schon immer über Könige wissen wollten aber nie zu fragen wagten. Rowohlt Berlin, Berlin 2008, ISBN 3-87134-604-7.
  • „In Bester Gesellschaft“. Rowohlt Berlin 2008, ISBN 978-3-499-62472-8.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Kunst des stilvollen Verarmens Werbetext des Rowohlt Verlags
  2. Andreas Petzold übernimmt Chefredaktion von PARK AVENUE Pressemitteilung des Verlagshauses Gruner + Jahr vom 22. August 2006
  3. Online Gotha der Familie Széchényi