Christian Kracht

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Schriftsteller und Journalisten Christian Kracht. Zu seinem Vater, dem Journalisten und Verlagsmanager, siehe Christian Kracht (senior).
Christian Kracht (2007)

Christian Kracht (* 29. Dezember 1966 in Saanen) ist ein Schweizer Schriftsteller, Drehbuchautor und Journalist.

Leben[Bearbeiten]

Christian Krachts Vater, der Verlagsmanager Christian Kracht, war mehrere Jahre Generalbevollmächtigter und erster stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender des Axel-Springer-Konzerns. Kracht wuchs in der Schweiz, den USA, Kanada und Südfrankreich auf. Er besuchte mehrere internationale Internate, unter anderem die Schule Schloss Salem und die kanadische Lakefield College School in Lakefield, Ontario. Kracht absolvierte im Jahr 1989 das Sarah Lawrence College in Bronxville, New York, USA. Nach seinem Abschluss war er zunächst als Volontär und ab 1991 als Redakteur für das Magazin Tempo tätig.

Mitte der 1990er Jahre ging Kracht nach Neu-Delhi. Als Nachfolger von Tiziano Terzani arbeitete er als Indien-Korrespondent für den Spiegel. Danach lebte er für mehrere Jahre in der ehemaligen jugoslawischen Botschaft in Bangkok. Von dort aus bereiste er verschiedene andere asiatische Länder. Seine Reiseberichte wurden zunächst in der Welt am Sonntag veröffentlicht und im Jahr 2000 unter dem Titel Der gelbe Bleistift bei Kiepenheuer & Witsch publiziert.

Von Herbst 2004 bis Juni 2006 gab Christian Kracht in Kathmandu, wegen der politischen Unruhen in Nepal später in San Francisco, in Zusammenarbeit mit dem Schriftsteller Eckhart Nickel mit insgesamt acht Auflagen das Magazin Der Freund heraus. Das Magazin wurde im März 2006 mit dem „bronzenen Nagel“ des Art Directors Club für Deutschland (ADC) in der Kategorie „Zeitschriftengestaltung“ und dem LeadAward in Gold in der Kategorie „Cover des Jahres“ ausgezeichnet.

Von Mitte November 2006 bis Ende Oktober 2007 war Kracht fester Kolumnist der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Seine jeden zweiten Samstag erschienene Kolumne trug den Titel „Brief aus…“ (manchmal auch „Gespräch mit…“). Laut Kracht sei es Absicht gewesen, sich ein Jahr lang in der Kolumne mit der „Selbstreferenzialität“ zu beschäftigen.[1]

Während dieser Zeit veröffentlichte Kracht in der FAZ u. a., auch zusammen mit dem US–amerikanischen Geschäftsmann David Woodard, eine Reportage über Aleister Crowleys Wohnsitz in Cefalù.[2]

Ende Februar 2007 erschien, als Ergebnis einer Kilimandscharo-Besteigung[3] in Zusammenarbeit mit Ingo Niermann, das Werk Metan, in dem unser Planet Erde von einer unsichtbaren Zivilisationsform bewohnt und beherrscht wird. Die beiden Autoren Kracht und Niermann treten mit dieser Zivilisationsform in Kontakt und werden Zeugen bis dahin nicht für denkbar gehaltener und nicht einmal gedachter Erscheinungen. Ablehnend[4] bis verwundert gaben sich die ersten Rezensionen: „Was die beiden Dichter in der Folge dieser Reise da jedenfalls über die Erneuerung des Menschengeschlechts aus dem Geist des Furzes zusammenschwadronieren, ist wirklich beunruhigend. Oder auch einfach: großer Quatsch.“[5] Ein anderer Rezensent erkannte in der vermeintlichen Verschwörungstheorie jedoch „eine Parodie des alarmistischen, menschheitsbelehrenden Groß-Sachbuches“ und befand: „Wenn man allerdings dieses Buch für einen Scherz hält, dann ist es vielleicht gar kein schlechter.“[6]

Christian Kracht lebt mit seiner Frau, der Regisseurin Frauke Finsterwalder, in Florenz und Afrika.

Romane[Bearbeiten]

1995 veröffentlichte Kracht seinen Debütroman unter dem Titel Faserland. Er beschäftigt sich darin mit der zeitgenössischen Konsumkultur, dem Niedergang der sogenannten harmonischen bürgerlichen Gesellschaft der Nachkriegszeit und individuellen und nationalen Identitätskrisen.[7]

Für seinen im September 2001 erschienenen Roman 1979 erhielt Kracht internationale Anerkennung. Er schildert die Fragilität eines als dekadent beschriebenen westlich-großbürgerlichen Wertesystems und seine Ohnmacht gegenüber den östlich-totalitären Modellen Islamismus und Maoismus. Der Roman erschien in unmittelbarer zeitlicher Nähe zu den Anschlägen vom 11. September 2001, was ihm zusätzliche Beachtung verschaffte.

Unter dem Titel Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten wurde im September 2008 der dritte Roman von Christian Kracht veröffentlicht. Er gehört zum Genre der Alternativweltgeschichten und handelt von einer „Schweizer Sowjet Republik (SSR)“, die sich im Dauerkrieg u. a. mit einem Großteil Resteuropas befindet. Es handelt sich um eine Dystopie, um eine Geschichte von der Endzeit aller Zivilisation.

Mit Imperium erschien im Februar 2012 der vierte Roman Krachts. Imperium erzählt die Geschichte des Aussteigers August Engelhardt aus Nürnberg neu. Engelhardt reiste Anfang des 20. Jahrhunderts in die damalige Kolonie Deutsch-Neuguinea, um dort eine Kokosplantage zu kaufen und zu betreiben. Sein erklärtes Ziel: sich als bekennender Vegetarier ausschließlich von der Kokosnuss zu ernähren. Auf dieser historisch belegten Gestalt basierend, erzählt Kracht eine Mischung aus Südseeballade, Sehnsuchtsphantasie und Aussteigergeschichte. August Engelhardt sah sich selbst als Weltretter, wollte eine neue Religion stiften, ein eigenes Reich gründen und mit einer kruden Kokosnuss-Philosophie die ganze Welt retten. Imperium erzählt vom Aufbruch, von Hoffnungen, Enttäuschungen und dem grandiosen Scheitern. Der Leser folgt einer Spirale des Wahnsinns, die Verwerfungen des 20. Jahrhunderts vorwegnimmt. Der Held geht am Ende unter. Er wird vom Vegetarier zum Kannibalen, vom Weltenretter zum Antisemiten und vom gesunden Asketen zum körperlichen Wrack.

Rezeption und Wirkung[Bearbeiten]

Von seinen in zahlreiche Sprachen übersetzten Büchern sagt der Autor, sie seien nur „light entertainment“.[8] Jedoch verbirgt sich hinter dieser Aussage Krachts eigener Anspruch: „Das höchste Erreichbare in der Kultur ist nach der Architektur die Komödie. Ich begreife meine Werke humoristisch“.[9]

Krachts erster Roman Faserland (1995), wird von einigen Kritikern als ein richtungweisendes Schlüsselwerk deutschsprachiger Popliteratur ab Mitte der 1990er Jahre bezeichnet, andere zogen Parallelen zum Werk Bret Easton Ellis’ oder sahen in Krachts Text gar ein Plagiat.[10]

Kracht selbst stand der Bezeichnung Popliteratur distanziert gegenüber. So hatte er den Abdruck seiner Texte in einer Anthologie zum Thema in seinem Verlag Kiepenheuer & Witsch abgelehnt.[11]

Faserland wird auch in die Tradition des deutschen Bildungsromans gestellt, wofür u. a. die Vielzahl der intertextuellen Bezüge herangezogen wird. Insbesondere sein Ende macht das literarische Spiel mit Thomas Manns Tod in Venedig, mit der Charon-Mythologie, mit Goethes Faust I und Auf dem See sowie mit Klopstocks Freundschaftsode Der Zürchersee augenfällig.

Krachts Bücher enthalten außerdem Anspielungen auf Thomas Manns Der Zauberberg, Jean Baudrillards Der symbolische Tausch und der Tod, das Werk Ernst Jüngers und David Lynchs, die sanft-ironischen Reiseberichte Robert Byrons und Hergés Die Abenteuer von Tim und Struppi. Im Stil der von Hergé entwickelten ligne claire sind auch die Illustrationen von Dominik Monheim in der 1998 bei Kiepenheuer & Witsch in Köln erschienenen Erstausgabe der Ferien für immer gehalten, einem gemeinsam mit Eckhart Nickel verfassten Brevier über „die angenehmsten Orte der Welt“.

1999 stellt Kracht fest: „Ich hab keine Ahnung, was das sein soll: Popliteratur.“[12] In einem Interview zur Veröffentlichung von Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten sagte Kracht: „Aber ich fühle mich […] zu alt, um Konsumgüter und Markennamen in meinen Büchern zu erwähnen. […] Zuerst dachte ich, eine leichte Verneigung vor dem medialen Konstrukt der Popliteratur hineinschreiben zu wollen, ein letztes Aufbäumen durch die Erwähnung der Parisienne-Zigarette, aber was soll’s? Ich habe es zum Glück herausgestrichen – nichts sollte mehr daran erinnern, dass man mir einst vorwarf, bereits auf der allerersten Seite von Faserland tauchten zehn bis zwölf Markennamen auf.“[13]

Die Umschlaggestaltung seiner Bücher lässt jedoch auf weit verzweigtere Verbindungen zu Pop schließen, als von Kracht behauptet wird. Der Umschlag des Romans 1979 wurde z. B. vom britischen Grafiker Peter Saville gestaltet, Gründer von Factory Records und einflussreicher Gestalter der Albencover diverser Musikgruppen wie Joy Division, New Order und Suede. Die Hörbuch-Version von 1979 wurde vom britischen Grafiker Mike Alway, Chef des legendären El-Plattenlabels (Momus, The Monochrome Set) und Cherry Red Records gestaltet. Des Weiteren sind auf zwei seiner Bücher Gemälde des zeitgenössischen norwegischen Malers Odd Nerdrum abgebildet, der behauptet, seine Bilder sollen nicht als Kunst verstanden werden, sondern als Kitsch. Dennoch werteten die Kritiker Krachts Roman 1979 als Abgesang auf die Popliteratur. Man sah Kracht auf dem Weg „in Richtung echten Ernst“.[14]

Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten, erschienen 2008, ist die literarische Erfindung eines alternativen Verlaufs der Weltgeschichte seit dem 1. Weltkrieg. Auf die Frage, ob sein dritter Roman auch sein letzter sei, antwortete Kracht: „Faserland, 1979 und nun der neue bilden sicherlich eine Art Triptychon, das mir nun beendet erscheint. Problematisch ist sicherlich das Schicksal des Künstlers, der nicht aufhören kann und dann nie wieder seine Blütezeit erreicht.“[13]

„Einen Satz über Christian Krachts Roman Imperium zu sagen, ist, als wollte man Goethes Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten in einen Orangenkern eingravieren. Vielleicht in eine Kokosnuß? Der Kokovore auf seiner Südseeinsel würde sie irgendwann verzehren, und die Schrift wäre dann weg. Aber im Hintergrund würden sich dann immer noch schattenhafte Schicksalsgebirge auffalten: die deutsche Geschichte hinter den Aussteigern, die sie gemacht haben, indem sie ihr entkommen sind, als der böse Schicksalszug einen Augenblick angehalten hat. Ein Abenteuerroman. Kein Zweifel. Daß es das noch gibt“, sagte Elfriede Jelinek[15] über Christian Krachts vierten Roman, der Anfang 2012 ebenfalls im Verlag Kiepenheuer & Witsch publiziert wurde.

In seiner Dankesrede für den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis 2012 bezeichnet Kracht die Autoren J. D. Salinger, Bret Easton Ellis, Paul Bowles, Ernst Jünger, Thomas Pynchon und Joseph Conrad als Einflüsse.

Kontroversen[Bearbeiten]

Kracht, der sich als Kosmopolit betrachtet, ist eine der umstrittensten Figuren der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Die Bedeutung seiner Interviewaussagen ist selten eindeutig. So sind auch Krachts oft als provokant empfundene Einlassungen zum Zeitgeschehen mitunter cum grano salis zu nehmen bzw. in ihrem Zusammenhang zu verstehen. Dies gilt etwa für das Interview kurz nach den Anschlägen von 11. September 2001, in dem er die Taliban als „camp“ bezeichnete. Die moralische Wertung trat hier hinter der medienästhetischen zurück. Ähnlich mag es sich auch mit Krachts Vorwort zum Bildband Die totale Erinnerung (2006) verhalten, in dem von Nordkorea v.a. als einer riesigen Inszenierung, als einem zu Propagandazwecken vermittelten Simulacrum die Rede ist,[16] wobei die vermeintliche Nichtbeachtung tatsächlichen Leids manche Kommentatoren verärgert hat.[17]

Zu einer kleineren Kontroverse kam es im September 2007 anlässlich eines Interviews, welches Kracht der Neofolk-Zeitschrift Zwielicht[18] gab, woraufhin in der Süddeutschen Zeitung der Vorwurf einer Annäherung an Positionen der Neuen Rechten und des Satanismus erhoben wurde.[19] In der FAZ erschien daraufhin eine Glosse, in der die Vorwürfe als Unsinn bezeichnet wurden.[20]

In einer Rezension des Romans Imperium schreibt Georg Diez im Magazin Der Spiegel, Christian Kracht sei der Céline seiner Generation. Das Werk sei „durchdrungen von einer rassistischen Weltsicht“. An Krachts Beispiel „könne man sehen, wie antimodernes, demokratiefeindliches, totalitäres Denken seinen Weg findet hinein in den Mainstream.“[21] Jan Küveler widerspricht in Die Welt: „Nun muss man in Diez indes einen Wegbereiter der Ironiefreiheit erkennen. Denn die meisten Zitate, die Diez für sein denunziatorisches Pamphlet böswillig aus dem Zusammenhang reißt, sind allenfalls Beweis für Krachts Humor.“[22] Ebenfalls in der Welt war Richard Kämmerlings positive Würdigung zu lesen.[23] Felicitas von Lovenberg spricht in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung von dem „Versuch, eine literarische Neuerscheinung durch eine ganz und gar unliterarische Lesart zu vernichten.“[24][25] Auch Julia Encke in der FAZ wendet sich gegen pauschale Kritik. Am deutlichsten wird Lothar Schröder für die Rheinische Post: „Dieser Vorwurf ist intellektuell beschämend. Er ist irrwitzig und obendrein ungerecht einem Buch gegenüber, das seit Kehlmanns Vermessung der Welt zu den besten, geistreichsten und eloquentesten deutschen Romanen zählt.“[26] In der Zeit antwortet Thomas Assheuer darauf: „Viele Kritiker halten Christian Krachts Roman ‚Imperium‘ für schöne Spielerei. Das ist ein Irrtum. […] Es gibt viele Möglichkeiten, der modernen Gesellschaft den Spiegel vorzuhalten, aber Kracht hat die schärfste Variante gewählt, nämlich den gnostischen Dualismus.“[27]

International wird bei Kracht vor allem die Freude an der „Provokation“ (Nora Fitzgerald) gesehen.[28]

Bühnenfassungen[Bearbeiten]

2004 bis 2008 lief eine Bühnenversion von 1979 an verschiedenen deutschsprachigen Theaterhäusern unter der Regie von Matthias Hartmann – am Schauspielhaus Zürich, am Schauspielhaus Bochum und am Niedersächsischen Staatstheater in Hannover. Seit 2009 läuft eine Bühnenversion am Burgtheater Wien.

Verschiedene Bühnenfassungen von Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten von verschiedenen Regisseuren - darunter Armin Petras - sind derzeit am Staatstheater Stuttgart, am Theater Basel, am Stadttheater Bern[29] und am Maxim Gorki Theater in Berlin zu sehen.[30] [31]

Eine Bühnenversion des Romans Faserland wurde im April 2012 am Schauspiel Hannover uraufgeführt.[32]

Drehbücher[Bearbeiten]

Kracht schrieb zusammen mit Frauke Finsterwalder das Drehbuch zum Spielfilm Finsterworld und erhielt dafür sowohl den Preis der Deutschen Filmkritik, als auch die Nominierung für das beste Drehbuch des Deutscher Filmpreis 2014.[33]

Werke[Bearbeiten]

Romane

Weitere Werke

Übersetzungen

Krachts Werke wurden ins Dänische, Englische, Französische, Russische, Italienische, Polnische, Koreanische, Niederländische, Estnische, Litauische, Lettische, Norwegische[35], Spanische, Japanische, Vietnamesische, Ungarische, Arabische, Hebräische, Kroatische, Schwedische, Tschechische, Ukrainische, Türkische, Rumänische und Bulgarische[36] übersetzt.

Hörbücher[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Norman Ächtler: Die Abtreibung der Popliteratur: Kracht, Krieg, Kulturkritik. In: Carsten Gansel / Heinrich Kaulen (Hg.): Kriegsdiskurse in Literatur und Medien nach 1989, Göttingen: V & R Unipress / Vandenhoeck & Ruprecht 2011, ISBN 978-3899718119
  • Klaus Bartels: Fluchtpunkt Katmandu. Globaler Nomadismus bei Christian Kracht. In: Hans Richard Brittnacher / Magnus Klaue (Hg.): Unterwegs. Zur Poetik des Vagabundentums im 20. Jahrhundert, Böhlau Verlag 2008, ISBN 3412200859
  • Moritz Baßler: "Der Freund". Zur Poetik und Semiotik des Dandyismus am Beginn des 21. Jahrhunderts. In: Alexandra Tacke / Björn Weyand (Hg.): Depressive Dandys. Spielformen der Dekadenz in der Pop-Moderne, Köln/Weimar/Wien: Böhlau 2009, ISBN 978-3-412-20279-8
  • Moritz Baßler: Have a nice apocalypse! Parahistorisches Erzählen bei Christian Kracht. In: Reto Sorg / Stefan Bodo Würffel (Hg.): Utopie und Apokalypse in der Moderne, München: Wilhelm Fink Verlag 2010, ISBN 978-3770550593
  • Lothar Bluhm: Zwischen Auslöschung und Salvierung. Intertextuelle Ambivalenzen im Romanausgang von Christian Krachts 'Faserland'. In: Lothar Bluhm / Achim Hölter (Hg.): Produktive Rezeption. Beiträge zur Literatur und Kunst im 19., 20. und 21. Jahrhundert, Trier: WVT Wissenschaftlicher Verlag Trier 2010. S. 91-104, ISBN 978-3-86821-278-5
  • Thomas Borgstedt: Pop-Männer. Provokation und Pose bei Christian Kracht und Michel Houellebecq. In: Claudia Benthien / Inge Stephan (Hg.): Männlichkeit als Maskerade. Kulturelle Inszenierungen vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Köln: Böhlau 2003, S. 221-247, ISBN 3-412-10003-X
  • Sven Glawion, Immanuel Nover: Das leere Zentrum. Christian Krachts 'Literatur des Verschwindens'. In: Alexandra Tacke, Björn Weyand (Hrsg.): Depressive Dandys. Spielformen der Dekadenz in der Pop-Moderne, Köln/Weimar/Wien: Böhlau Verlag 2009, ISBN 978-3-412-20279-8
  • Christian Heger: Tim, Struppi und die Barbourjacke. Über Christian Kracht und den postmodernen Ennui. In: Im Schattenreich der Fiktionen: Studien zur phantastischen Motivgeschichte und zur unwirtlichen (Medien-)Moderne, München: AVM Verlag 2010, ISBN 978-3-86306-636-9
  • Stefan Hermes: Tristesse globale. Intra- und interkulturelle Fremdheit in den Romanen Christian Krachts. In: Grabienski/ Till Huber/Thon (Hg.): Poetik der Oberfläche. Die deutschsprachige Popliteratur der 1990er Jahre, Berlin: de Gruyter 2011, ISBN 978-3-11-023764-1
  • Brigitte Krüger: Intensitätsräume. Die Kartierung des Raumes im utopischen Diskurs der Postmoderne: Christian Krachts „Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten“. In: Gertrud Lehnert (Hg.): Raum und Gefühl. Der Spatial Turn und die neue Emotionsforschung, Bielefeld: Transcript-Verlag 2011, ISBN 978-3-8376-1404-6
  • Richard Langston: Escape from Germany: Disappearing Bodies and Postmodern Space in Christian Kracht's Prose. In: The German Quarterly, Volume 79, Issue 1, pages 50–70, January 2006, Duke University, Department of Germanic Languages and Literature, Durham, North Carolina, USA
  • Iris Meinen: Wertherland. Krachts Faserland in der Tradition des Werther. In: Helga Arend (Hg.): „Und wer bist du, der mich betrachtet?“ Populäre Literatur und Kultur als ästhetische Phänomene, Bielefeld: Aisthesis Verlag 2010, ISBN 978-3-89528-814-2
  • André Menke: Failed seriousness: Bezüge zur Camp-Sensibilität in Christian Krachts „Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten“. In: Ders.: Die Popliteratur nach ihrem Ende. Zur Prosa Meineckes, Schamonis, Krachts in den 2000er Jahren, Berlin: Posth-Verlag 2010, ISBN 978-3-9810814-5-9
  • Immanuel Nover: Referenzbegehren. Sprache und Gewalt bei Bret Easton Ellis und Christian Kracht. Köln/Weimar/Wien: Böhlau Verlag 2012, ISBN 978-3-412-20947-6
  • Christian Rink: Christian Kracht und die 'totale Erinnerung.' Zur Vermittlung des 'Erinnerungsdiskurses' als Aufgabe der Interkulturellen Literaturwissenschaft. In: Christoph Parry / Edgar Platen (Hg.): Grenzen der Fiktionalität und der Erinnerung. Autobiographisches Schreiben in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur, Band 2, München: Iudicium Verlag 2007, ISBN 978-3-89129-191-7
  • Arnim Seelig: Irony and Narrative Subtext in the Novel 1979 by Christian Kracht. In: Jill E. Twark (Hg.): Strategies of Humor in Post-Unification German Literature, Newcastle upon Tyne: Cambridge Scholars Publishing 2011, ISBN 978-1443827034
  • Björn Weyand: Die unendliche Zirkulation: Christian Krachts Roman "1979" (2001) und die politische Ökonomie der Zeichen in der Popmoderne. In: Ders.: Poetik der Marke. Konsumkultur und literarische Verfahren 1900-2000. Berlin: de Gruyter 2013, ISBN 978-3110301175, S. 287-345.
  • Frédéric Beigbeder: 'Fin de party' de Christian Kracht (2001). In: Premier bilan après l'apocalypse. Essay, Paris: Grasset 2011, ISBN 978-2-246-77711-3

Monografien[Bearbeiten]

  • Matthias N. Lorenz (Hg.): Christian Kracht. Werkverzeichnis und kommentierte Bibliografie der Forschung. Bielefeld: Aisthesis Verlag 2014, ISBN 978-3-8498-1062-7 (Bibliographie zur deutschen Literaturgeschichte Bd. 21), 324 S.
  • Stefan Bronner: Vom taumelnden Ich zum wahren Übermenschen: Das abgründige Subjekt in Christian Krachts Romanen "Faserland", "1979" und "Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten". Tübingen: A. Francke Verlag 2012, ISBN 978-3772084614
  • Johannes Birgfeld / Claude D. Conter (Hg.): Christian Kracht. Zu Leben und Werk. Köln: Kiepenheuer und Witsch 2007, ISBN 346204138X.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Siehe Kracht, „Brief aus der Vergangenheit, letzter Teil“, FAZ vom 20. Oktober 2007.
  2. Christian Kracht und David Woodard, Cefalù oder der Geist der Goldenen Dämmerung (PDF; 367 kB), FAZ vom 24. März 2007
  3. Siehe hierzu auch die Bildreportage von Kracht und Niermann, „Kilimanjaro“, in Qvest, Nr. 23 (Dez. 06/Jan. 07), S. 59-71.
  4. So Harald Peters in der Welt am Sonntag vom 4. März 2007, „Über kleine und größere Stinker“
  5. Volker Weidermann in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 4. März 2007, S. 30
  6. Christoph Bartmann, „Eine große Weltatemtheorie“, Süddeutsche Zeitung vom 16. April 2007, S. 16.
  7. Heike Schmoll: Abschreckend. (Rezension). In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 2. August 2013, S. 7.
  8. Interview mit Volker Weidermann und Edo Reents, „Ich möchte ein Bilderverbot haben“, in Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 30. September 2001
  9. Interview von Daniel Arnet, „Kim Jong Kracht“, in Facts vom 21. September 2006
  10. Ina Hartwig: Standpunkt, verschleiert. Frankfurter Rundschau, 23. Dezember 2003, abgerufen am 18. Dezember 2012.
  11. Siehe Kerstin Gleba und Eckhard Schumacher (Hg.), Pop seit 1964, Köln: Kiepenheuer & Witsch, 2007, S. 398.
  12. Interview, zusammen mit Benjamin von Stuckrad-Barre, in der Zeit, „Wir tragen Größe 46“, Nr. 37/1999
  13. a b „Ich denke immer an den Krieg“, Interview mit der Zeitschrift Neon, Oktober 2008
  14. So Stefan Zweifel, „Trash Total“, in Facts vom 7. April 2005
  15. Rezensionen "Imperium" bei Kiepenheuer & Witsch
  16. Siehe hierzu Björn Weyand Der gelenkte Blick Der Freitag, am 18. April 2008
  17. Daniel Herbstreit Die Liebe zum Beton in Der Tagesspiegel vom 14. September 2006
  18. „Nietzsche und Wagner im Dschungel. David Woodard und Christian Kracht in Nueva Germania“. Zwielicht 2/2007. PDF
  19. Markus Tillmann, „Unheilige Allianzen; Christian Kracht, David Woodard und die Neue Rechte“, Süddeutsche Zeitung vom 13. September 2007, S. 16.
  20. FAZ vom 14. September 2007, hier nachzulesen.
  21. Georg Diez: Die Methode Kracht in: Der SPIEGEL 7/2012 (13. Februar 2012)
  22. Jan Küveler Kritiker schreit Nazi-Mordio gegen Christian Kracht. Die Welt, 13. Februar 2012
  23. Richard Kämmerlings Der einzig wahre Gott ist die Kokosnuss. Die Welt, 13. Februar 2012
  24. Felicitas von Lovenberg Kein Skandal um Christian Kracht Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15. Februar 2012
  25. Felicitas von Lovenberg Ein kultischer Verehrer von Kokosnuss und Sonnenschein. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10. Februar 2012
  26. Lothar Schröder "Imperium" – der große Roman von Christian Kracht. Rheinische Post, 16. Februar 2012
  27. Thomas Assheuer Ironie? Lachhaft. Die Zeit, September 2012
  28. Nora Fitzgerald: For Young German Writers, All is Ich. nytimes.com vom 24. Juli 2003, abgerufen am 6. Mai 2012
  29. [1] Stadttheater Bern, 12. Juni 2014
  30. Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten Staatstheater Stuttgart, 2. Juli 2010
  31. Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten Theater Basel, 8. Mai 2010
  32. Faserland, Staatstheater Hannover, abgerufen am 11. Mai 2012
  33. Alle Nominierungen auf einen Blick
  34. Alamode Film Österreich
  35. http://www.pelikanen.no/bok/imperium
  36. [2]
  37. Kanton Bern ehrt umstrittenen Autor Kracht Südostschweiz Kultur, abgerufen am 11. Juni 2012
  38. Wilhelm-Raabe-Literaturpreis 2012 für Christian Kracht Bücher.at, abgerufen am 4. Oktober 2012
  39. Preis der deutschen Filmkritik 2013. In: „vdfk.de“. Verband der deutschen Filmkritik e. V., 10. Februar 2014, abgerufen am 16. März 2014 (deutsch): „Den Preis für das beste Drehbuch durften sich Frauke Finsterwalder und Christian Kracht für ihre Arbeit an ‚Finsterworld‘ (R: Frauke Finsterwalder) teilen.“