Schönburg (Adelsgeschlecht)

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Stammwappen der Grafen von Schönburg

Schönburg (auch Schumburg; tschechisch: ze Šumburka) ist der Name eines alten sächsisch-thüringischen edelfreien Adelsgeschlechts, das zeitweilig auch in Böhmen ansässig wurde. Die Familie zählt zum historischen Hochadel.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Schönburg an der Saale

Das mit Ulricus de Schunenberg (Sconenberg) im Jahr 1130 erstmals auf der Schönburg an der Saale urkundlich erwähnte Geschlecht[1] besaß um 1182 ein reichsunmittelbares Gebiet in der Gegend von Geringswalde, das sie 1590 an Kursachsen abtraten.

Wohl schon im letzten Viertel des 12. Jahrhunderts verlagerten die Herren von Schönburg ihren Herrschaftsschwerpunkt von der Saale in den Raum um die Zwickauer Mulde und wechselten vermutlich unter Hermann I. (1212–24/25 belegt) in die Reichsministerialität über. Wie andere edelfreie und ministerialische Familien konnten sie im Reichsland Pleißen vor allem durch Rodung eine Landesherrschaft aufbauen. Um 1170 gründeten sie die Burg Glauchau. Die sichere Stammreihe beginnt mit Hermannus de Sconeburg, der 1212 bis 1224 urkundlich auftrat. Hermann II. stiftete 1233 das Benediktinerinnenkloster Geringswalde, das bis zur Reformation als Grablege der Familie diente.

Jahrhundertelang bestimmten die Herren von Schönburg die Geschichte in Südwestsachsen. Zu ihren Besitzungen, den Schönburgischen Herrschaften, gehörten unter anderem: Glauchau (Eigenbesitz seit 1256), Lichtenstein (seit 1286), Waldenburg (seit 1378) und die Grafschaft Hartenstein (seit 1406). Während sie Hartenstein vom Kurfürstentum Sachsen als Reichsafterlehen bekamen, trugen die Schönburger ihre drei frühen Reichslehen Glauchau, Lichtenstein und Waldenburg den böhmischen Königen des Hauses Luxemburg, die auch die deutschen Kaiser stellten, als Reichsafterlehen auf, um sie vor kursächsischem Einfluß zu bewahren. Dazu kamen im 16. Jahrhundert die kursächsischen Lehnsherrschaften Penig und Wechselburg (seit 1543) sowie Rochsburg (seit 1548), die im Tausch gegen die Herrschaften Lohmen, Wehlen und Hohnstein an die Schönburger fielen. Die gesamten Güter hatten zeitweise einen Umfang von 16 Quadratmeilen mit 14 Städten und 61.000 Einwohnern. Der größte Teil waren somit Reichsafterlehen, der übrige Besitz kursächsische Lehen.

Schon im späten Mittelalter wurden die Schönburgischen Herrschaften verschiedentlich geteilt (u. a. zwischen der Glauchauer, ab ca. 1300 der Crimmitschauer sowie der böhmischen Pürsteiner Linie). Im Gegensatz dazu sahen die brüderlichen Teilungen von 1524 und 1556 nur eine Nutzungsteilung vor, während die Belehnungen stets zur gesamten Hand erfolgten und an der gemeinsamen Regierung in Glauchau festgehalten wurde. Die Familie zerfiel fortan in die Hauptlinien Glauchau (bis 1610), Waldenburg (später auch als Obere - ab 1790 fürstliche - Linie bezeichnet und geteilt in die Äste Waldenburg und Hartenstein) sowie Penig (die 1610 Glauchau erbte), letztere auch als Untere (gräfliche) Linie bekannt. Die Zweige blieben als „Gesamthaus“ verbunden, was in Familienverträgen von 1556 und 1566 näher geregelt wurde. Die Regierung des Gesamthauses wechselte jährlich zwischen den drei Linien. Da keine Primogeniturordnung erlassen wurde, kam es in der Frühen Neuzeit zeitweilig zur Bildung weiterer Zweige.

Die Herren von Schönburg zählten zu den Reichsständen des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation, und zu den Landständen der sächsischen Kurfürsten sowie der Könige von Böhmen. Die Reichsstandschaft übten die Grafen von Schönburg als Mitglieder des wetterauischen Grafenkollegiums aus.

Unter Ernst I. (1480–89) und Ernst II. († 1534) wurden sowohl das Städtewesen als auch der Bergbau gefördert; die Bergstädte Hohenstein, Scheibenberg und Oberwiesenthal sind ihre Gründung. Nach dem Tod Ernsts II. 1534 führte die Vormundschaftsregierung ab 1542 die Reformation in den Schönburgischen Herrschaften ein. Da die Grafschaft Hartenstein im Gegensatz zu den anderen Herrschaften kursächsisches Reichsafterlehen war, wurde die Reformation dort bereits 1539/40 eingeführt und somit drei Jahre früher als in den damals böhmischen Reichafterlehnsherrschaften Glauchau, Lichtenstein und Waldenburg. Georg II. Herr von Schönburg-Waldenburg (1558–1611) und Wolfgang II. Herr von Schönburg-Penig (1532–1581) unterzeichneten die Konkordienformel von 1577 und das Konkordienbuch von 1580.[2] Der Besitz des in der Reformation aufgehobenen Klosters Geringswalde, wo 1566-68 eine Schönburgische Landesschule bestand, ging 1590 an Kursachsen über.

Seit dem 17. Jahrhundert kam es zu wachsender Schuldenlast, Erbteilungen und innerfamiliären Spannungen. Mehrfache kursächsische Übergriffe auf die Schönburgischen Herrschaften, u. a. 1617, nach der Ermordung Otto Wilhelms durch seinen Bruder Wolf Ernst (1582–1622) auf Schloß Hinterglauchau, waren die Folge. Unter Georg Ernst (1601–64) begannen 1652 mit Frondienstverweigerungen Bauernunruhen, die bis 1684 immer wieder aufflammten. Christian Ernst (1655–1718) gründete 1679/80 die Stadt Ernstthal. Am 7. August 1700 wurde das Gesamthaus Schönburg von Kaiser Leopold I. in den Reichsgrafenstand mit der Anrede Hoch- und Wohlgeboren erhoben.

Lage der Schönburgischen Herrschaften im Zwickau-Altenburger Land

Es gelang den Herren und Grafen von Schönburg, als einem von nur wenigen sächsischen Herrengeschlechtern, bis ins 18. Jahrhundert eine verfassungsrechtliche Sonderstellung gegenüber dem Kurfürstentum Sachsen und damit eine eingeschränkte Souveränität mit eigenen staatlichen Strukturen zu bewahren. In einem Rezess mit dem sächsischen Kurfürsten verzichteten sie am 4. Mai 1740, nach langwierigen Verhandlungen mit dem Minister Heinrich Graf von Brühl, auf die meisten aus der Reichsunmittelbarkeit resultierenden Autonomierechte. In den folgenden Jahrzehnten wurden die Schönburgischen Herrschaften schrittweise in den Kurstaat integriert. Glauchau, Lichtenstein/Sa., Waldenburg (Sachsen), Hartenstein und Stein gingen nach dem Rezess von 1740 als Schönburgische Rezessherrschaften allmählich im sächsischen Staat auf, während Remse, Penig, Rochsburg und Wechselburg schon immer kursächsische Lehen und Ämter waren. 1768 versuchte das Gesamthaus Schönburg, den Rezeß rückgängig zu machen. Es entzündete sich ein Konflikt, der im Rahmen des Bayerischen Erbfolgekrieges zu militärischen Aktionen führte („Glauchauer Krieg“); jedoch erlangte Kursachsen im Frieden von Teschen 1779 vom Reich die oberlehensherrlichen Rechte über die Schönburgischen Rezeßherrschaften und setzte sich damit endgültig als alleiniger Landesherr durch.

Otto Karl Friedrich Graf von Schönburg wurde von Kaiser Leopold II. am Tag seiner Krönung, am 9. Oktober 1790, in den Fürstenstand erhoben. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss 1803 waren die Mitglieder des Geschlechts sogenannte „Standesherren“, also Familien mit ehemals souveräner Herrschergewalt, die ihre souveränen Rechte weitgehend eingebüßt hatten, jedoch den noch regierenden Häusern ebenbürtig blieben. Im Jahr 1818 stellte das Haus Schönburg bei der deutschen Bundesversammlung den Antrag auf Bestimmung seiner bei dem Deutschen Bund auszuübenden Rechte, insbesondere hinsichtlich der Stimmberechtigung. Die Bundesversammlung gewährte 1828 jedoch nur die persönlichen und Familienrechte der im Jahr 1806 mediatisierten reichsständischen Familien. Das Gesamthaus hatte seit 1831 zwei Sitze in der Ersten Kammer der Ständeversammlung des Königreichs Sachsen. Nach dem Übergang des Königreichs Sachsen zur konstitutionellen Monarchie mit der Verfassung vom 4. September 1831 wurde zwischen der sächsischen Regierung und dem Haus Schönburg ein Erläuterungsrezeß abgeschlossen, der den Rezeß von 1740 modifizierte und 1836 unter den Schutz des Deutschen Bundes gestellt wurde. Er schrieb zwar ein begrenztes Eigenleben der Schönburgischen Herrschaften fest, beschleunigte aber den Prozeß der Eingliederung in den sächsischen Staat. Dies geschah schließlich vollständig zum 1. Dezember 1878, als die sächsische Regierung auf der Grundlage eines weiteren Rezesses die volle Justiz- und Verwaltungshoheit über die Schönburgischen Rezeßherrschaften übernahm. Danach waren die Fürsten und Grafen von Schönburg nicht mehr Träger staatlicher Hoheitsrechte. Sie behielten jedoch ihren umfangreichen Grundbesitz mit Schlössern, gewerblichen Unternehmen und Kunstvermögen. Die Linien Hartenstein und Glauchau konvertierten im 19. Jahrhundert zum Katholizismus, während die Waldenburger protestantisch blieb. Das Haus Schönburg prägte über viele Jahrhunderte Kultur und Wirtschaft in Teilen Südwestsachsens und Nordböhmens. Im Zuge der Bodenreform vom September 1945 wurde die Familie entschädigungslos enteignet und vertrieben.

Besitzungen[Bearbeiten]

Bernsdorf Callenberg Crimmitschau Crinitzberg Dennheritz Fraureuth Gersdorf Glauchau Hartenstein Hartmannsdorf Hirschfeld Hohenstein-Ernstthal Kirchberg Langenbernsdorf Langenweißbach Lichtenstein Lichtentanne Limbach-Oberfrohna Meerane Mülsen Neukirchen/Pleiße Niederfrohna Oberlungwitz Oberwiera Reinsdorf Remse Schönberg St. Egidien Waldenburg Werdau Wildenfels Wilkau-Haßlau Zwickau Sachsen Thüringen Vogtlandkreis Erzgebirgskreis Chemnitz Landkreis MittelsachsenMunicipalities in Z.svg
Über dieses Bild

Die sächsischen Besitztümer des Hauses Schönburg sind wie ein langgestreckter Nord-Süd-Halbbogen entlang der Zwickauer Mulde, östlich von Zwickau und westlich von Chemnitz, aufgereiht. Es sind, von Nord nach Süd: die Herrschaften Wechselburg und Penig (beide im Landkreis Mittelsachsen), sodann im heutigen Landkreis Zwickau die als schönburgische Rezessherrschaften bekannten Gebiete: Schönburg-Waldenburg, Schönburg-Glauchau, Schönburg-Lichtenstein, östlich davon die von der Familie gegründeten Bergorte Hohenstein-Ernstthal, sodann die Herrschaft Stein und die Grafschaft Hartenstein, deren südlichster Teil (das Amt Crottendorf im Erzgebirgskreis mit den ebenfalls von den Schönburgern angelegten Silberbergwerken von Oberwiesenthal und Scheibenberg) 1559 an Kursachsen verkauft wurde.

Das Haus Schönburg kam um 1170 in den Besitz der Gegend um Glauchau. Von dort aus bildeten sie die reichsunmittelbaren Herrschaften Glauchau (seit 1256), Lichtenstein (seit 1286) und Waldenburg (seit 1378). Durch die Verlehnung dieser Gebiete an den böhmischen König, welche formell bis 1779 fortbestand, war eine staatliche Souveränität gegenüber dem Kurfürstentum Sachsen gewährleistet. Im Jahre 1406 kam die ebenfalls reichsunmittelbare Grafschaft Hartenstein (jedoch ohne die Herrschaft Wildenfels) durch Verpfändung vom meißnischen Burggrafen Heinrich I. von Hartenstein an das Haus Schönburg, allerdings bereits ab 1439 als kursächsisches Afterlehen. Im Jahr 1524 wurde das „Gesamthaus“ Schönburg mit dem Regierungssitz Glauchau eingerichtet, um bei künftigen Teilungen den Zerfall der Schönburgischen Herrschaften zu verhindern und um eine einheitliche Vertretung nach außen zu gewährleisten. Nach der Säkularisierung ging auch der Besitz des Klosters Remse, zwischen Waldenburg und Glauchau gelegen, durch Kauf im Jahre 1543 in den Besitz der Herren von Schönburg über.

1681 wurde die Herrschaft Glauchau in die Teilherrschaften Forderglauchau und Hinterglauchau geteilt. Von 1683 bis 1763 war Forderglauchau wiederum in einen Penigschen und einen Wechselburger Anteil aufgeteilt. Mit dem Tod Otto Ludwigs von Schönburg im Jahr 1701 beziehungsweise dem Erbvertrag seiner vier erbberechtigten Söhne wurde 1702 die Herrschaft Stein aus einem Teil der Grafschaft Hartenstein gebildet.

Ihre markanten Bauwerke in diesen Gebiete sind Schloss Forder- und Hinterglauchau, Schloss Hartenstein, Schloss Waldenburg und die Burg Stein in Hartenstein.

Zum Besitz der Waldenburger Linie gehörten seit dem 19. Jahrhundert auch einige Gutsherrschaften in anderen mitteldeutschen Gebieten: seit 1839 Schloss Droyßig (im Burgenlandkreis), ferner Schloss Guteborn (schlesische Oberlausitz), Schloss Gusow (Mark), Schloss Gauernitz (Landkreis Meißen), ab 1852 Schloss Belgershain (Landkreis Leipzig) und ab 1856 Schloss Hermsdorf (Landkreis Bautzen).

In Böhmen besaß das Adelsgeschlecht Schönburg zeitweise u. a. die Besitzungen Šumburk (Neuschönburg, Anfang 15. Jh.), Eidlitz, Hagensdorf, Hassenstein, Pürstein, Kaaden, Schatzlar und Trautenau (Ende 15./Anfang 16. Jh.).

Linien[Bearbeiten]

Das Gesamthaus teilte sich im 16. Jahrhundert in eine Obere (seit 1700 gräfliche und seit 1790 fürstliche) sowie eine Untere (seit 1700 gräfliche) Linie. Bis heute existiert die fürstliche Linie in den Ästen Schönburg-Waldenburg und Schönburg-Hartenstein und die gräfliche als Linie Schönburg-Glauchau.

Fürstliche Linie[Bearbeiten]

Stammvater der Oberen Linie ist Hugo, Herr von Schönburg zu Glauchau und Waldenburg (1529-1585). 1700 erfolgte die Erhebung des Gesamthauses in den Reichsgrafenstand. Graf Otto Karl Friedrich (1758-1800) wurde am 9.10.1790 in den Reichsfürstenstand erhoben, das Linienoberhaupt führte den Titel Fürst, die Nachgeborenen die Titel Prinz bzw. Prinzessin mit der Anrede Durchlaucht. 1813 erfolgte eine Besitzteilung zwischen zwei Söhnen:

1. Ast: Schönburg-Waldenburg[Bearbeiten]

Fürst Otto Viktor (1785-1859) begründete den Ast Schönburg-Waldenburg, der sich wiederum in die drei Zweige Droyßig (1942 im Mannsstamm erloschen), Guteborn (schlesische Oberlausitz) mit Gusow (Mark) sowie Gauernitz (bei Meißen) teilte. Heutiges Linienoberhaupt (aus dem Zweig Guteborn/Gusow) ist Ulrich Fürst von Schönburg (* 1940).

2. Ast: Schönburg-Hartenstein[Bearbeiten]

Fürst Heinrich Eduard (1787-1872), katholisch seit 1822, begründete den Ast Schönburg-Hartenstein, ansässig in Hartenstein, Stein und Lichtenstein. Die Hartensteiner stellten mit den Fürsten Alexander (1826–1896) und Alois (1858–1944) bedeutende österreichische Staatsmänner und Feldherren und waren ab 1838 für kurze Zeit auch in der Herrschaft Hohenwang (Steiermark) sowie ab 1843 im mährischen Gundrum ansässig. Heutiges Oberhaupt ist Alexander Fürst von Schönburg-Hartenstein (* 1930), sein ältester Sohn ist Erbprinz Johannes (* 1951); dessen jüngerer Bruder Alfred Prinz von Schönburg-Hartenstein (* 1953) ist seit 2008 Präsident der Vereinigung der Deutschen Adelsverbände und seit 1996 durch Rückkauf Eigentümer der Burg Stein in Hartenstein sowie seit 1999 auch des Schlosses Lichtenstein.

Gräfliche Linie Schönburg-Glauchau[Bearbeiten]

Die Untere Linie wurde von Wolf II., Herr von Schönburg zu Glauchau und Waldenburg (1532-1581) begründet, der seit 1566 Herr zu Penig, Wechselburg und Rochsburg war. Nach dem Erlöschen der ältesten Linie 1610 fiel dieser Linie auch die Herrschaft Glauchau zu; alle vier Besitzungen blieben bis 1945 im Eigentum des gräflichen Hauses, wenn auch zeitweise in verschiedenen Zweigen. Zum Besitz der Glauchauer Linie, seit 1869 katholisch, gehörte ferner seit dem 19. Jahrhundert Schloss Netzschkau. Allen Mitgliedern der gräflichen Linie wurde 1878 von König Albert von Sachsen das PrädikatErlaucht“ zuerkannt. Linienchef ist seit dem Tode seines Vaters, des Politikers Joachim Graf von Schönburg-Glauchau (1929–1998) dessen Sohn, der Schriftsteller Alexander Graf von Schönburg-Glauchau (* 1969).

Wappen[Bearbeiten]

Das Stammwappen ist von Rot und Silber dreimal schrägrechts geteilt. Auf dem Helm ist ein Flug, der wie der Schild bezeichnet ist. Die Helmdecke ist rot-silbern.

Die Wappenteilung wurde jedoch sehr frei verwendet. Selbst innerhalb der einzelnen Linien existierten unterschiedliche Fassungen. Auch drei rote Schrägrechtsbalken kommen vor.[3]

Wappensage[Bearbeiten]

In der letzten Schlacht, die Karl der Große gegen den sächsischen Herzog Wittekind kämpfte, wurde er sehr bedrängt. Die meisten seiner Begleiter waren bereits gefallen, nur er allein widerstand dem Andrang der Feinde. Plötzlich traf ein mit starker Hand geschleudertes Felsstück seinen Schild. Der Schild zersprang und Karl hatte nur noch sein Schwert zur Verteidigung. Da erhob sich einer seiner gefallenen Gefährten und reichte ihm seinen Schild. Kaum hatte er sich damit gedeckt, nahte Hilfe und die Schlacht konnte gewonnen werden. Er konnte seinen Retter noch lebend ausfindig machen und erkannte ihn als einen Schönburg. Der führte bis dahin nur einen einfachen Silberschild ohne Kleinod. Karl berührte mit Ring-, Mittel- und Zeigefinger seiner rechten Hand die blutende Wunde und strich zweimal über das silberfarbene Schild, so dass es zwei rote Streifen zierten. Er sprach: „Schonburg, dies sei fortan dein Zeichen, dein Blut das Wappenkleinod deines Hauses.“

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Alexander Fürst von Schönburg-Hartenstein (1826–1896), von Adolph Johannes Fischer gemalt

Siehe auch[Bearbeiten]

Namensähnliche Familien[Bearbeiten]

  • Schönberg (teilweise auch Schomberg), ein in Sachsen verbreitetes Adelsgeschlecht, das vermutlich mit den von Schönburg einen gemeinsamen Ursprung hat
  • Schönburg auf Wesel (auch: Schönberg/Schomberg), rheinländisches Adelsgeschlecht

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schönburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Codex diplomaticus Saxoniae regiae I, 2, Nr. 83 (S. 65, Z. 26f.) und Otto Dobenecker: Regesta histor. Thuring. 1, Nr. 1249, bzw. 2, Nr. 166, 210 und 320
  2. Vgl. BSLK, S. 16 und S. 765.
  3. vgl. dazu u.a. Müller, Konrad: Schönburg. Die Geschichte des Hauses bis zur Reformation, Leipzig 1931, S. 66–74. sowie Götze, Robby Joachim: Glauchau in drei Jahrhunderten Bd.1, Glauchau 2001.