Ganslernhang

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ganslernhang
Ganslernhang beim Hahnenkammrennen 2010
Hahnenkammrennen 2010
Ort: Kitzbühel, OsterreichÖsterreich Österreich
Berg: Hahnenkamm
Slalom
Start: 1002 m ü. A.
Ziel: 811 m ü. A.
Höhenunterschied: 193 Meter
Streckenlänge: 590 Meter
Höchstgefälle: 72 %
Durchschnittsgefälle: 35 %

Der Ganslernhang (oder kurz Ganslern) ist eine Skipiste in Kitzbühel in Österreich, auf welcher der Slalom der Hahnenkammrennen ausgetragen wird. Der Hang weist zahlreiche Geländeübergänge auf und ist schräg abfallend, wodurch er zu den anspruchsvollsten Slalompisten im alpinen Skiweltcup zählt. Er befindet sich neben dem Zielschuss der Streif, verfügt aber über ein eigenes Zielstadion. Der Name des Ganslernhanges stammt von einem Gehöft, das bis 1993 dort stand und seine Bezeichnung vom vorbeifließenden Gänsbach hat.

Zum ersten Mal wurde der Hahnenkammslalom 1937 auf dem Ganslern gefahren.[1] Bereits vor Einführung des Weltcups 1967 gehörte er zu den jährlichen Fixpunkten des Rennkalenders der FIS. In den Jahren 1964, 1988 und 1993 musste der Slalom abgesagt werden. 1998 gab es – wie schon 1971 – einen zusätzlichen Slalom in Kitzbühel, aufgrund der Schneelage wurden die beiden Rennen in diesem Jahr aber auf einer geänderten Strecke durchgeführt: Sie führte über den sogenannten Vorderganslern und den Zielschuss der Abfahrt in deren Zielstadion. 2007 und 2008 wurde aufgrund der größeren Zuschauerkapazität ebenfalls diese Route gewählt. 2009 kehrte man wieder auf den traditionellen Ganslernhang zurück. Auch im Jahr 1954 wurde der Slalom auf Vorderganslern durchgeführt.[1]

Rekordsieger auf dem Ganslernhang ist Ingemar Stenmark, der hier fünf Slaloms gewinnen konnte.

Sieger[Bearbeiten]

Slalom[Bearbeiten]

  • 5 mal

Ingemar Stenmark (1976, 1977, 1981, 1982, 1983)

  • 4 mal

Jean-Noël Augert (1971 x 2, 1972, 1973) − 4 x Hahnenkammslalom, 1 Zusatzrennen (1971)

  • 3 mal

Andreas Molterer (1953, 1958, 1959), Jean-Claude Killy (1965, 1966, 1967), Marc Girardelli (1984, 1985, 1991)

  • 2 mal

Christian Pravda (1947, 1951), Toni Spiss (1954, 1955), Patrick Russel (1969, 1970), Alberto Tomba (1992, 1995), Thomas Stangassinger (1994, 1998), Thomas Sykora (1996, 1998) − 1 x Hahnenkammslalom, 1 Zusatzrennen (1998), Kalle Palander (2003, 2004), Jens Byggmark (2007 x 2) − Hahnenkammslalom + Zusatzrennen, Jean-Baptiste Grange (2008, 2011) Felix Neureuther (2010, 2014)

  • 1 mal

Willi Walch (1937), Antonín Šponar (1946), Thaddäus Schwabl (1948), Egon Schöpf (1949), Sepp Folger (1950), Toni Sailer (1956), Josl Rieder (1957), Adrien Duvillard (1960), Gerhard Nenning (1961), Chuck Ferries (1962), Ludwig Leitner (1963), Dumeng Giovanoli (1968), Hansi Hinterseer (1974), Piero Gros (1975), Klaus Heidegger (1978), Christian Neureuther (1979), Andreas Wenzel (1980), Paul Frommelt (1986), Bojan Križaj (1987), Armin Bittner (1989), Rudolf Nierlich (1990), Mario Reiter (1997), Jure Košir (1999), Mario Matt (2000), Benjamin Raich (2001), Rainer Schönfelder (2002), Manfred Pranger (2005), Jean-Pierre Vidal (2006), Julien Lizeroux (2009), Cristian Deville (2012), Marcel Hirscher (2013)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Überblick alle Hahnenkamm-Rennen ab 1931 (PDF; 28 kB)

47.44248112.3792511000Koordinaten: 47° 26′ 33″ N, 12° 22′ 45″ O