Anniston (Alabama)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Anniston
Spitzname: The Model City
County Courthouse in Anniston
County Courthouse in Anniston
Lage von Anniston in Alabama
Calhoun County Alabama Incorporated and Unincorporated areas Anniston Highlighted.svg
Basisdaten
Gründung: 1872
Staat: Vereinigte Staaten
Bundesstaat: Alabama
County:

Calhoun County

Koordinaten: 33° 40′ N, 85° 50′ W33.659722222222-85.828333333333220Koordinaten: 33° 40′ N, 85° 50′ W
Zeitzone: Central (UTC−6/−5)
Einwohner:
– Metropolregion:
23.106 (Stand: 2010[1])
112.240 (Stand: 2005)
Bevölkerungsdichte: 198,3 Einwohner je km²
Fläche: 116,54 km² (ca. 45 mi²)
Höhe: 220 m
FIPS:

01-01852

GNIS-ID: 159066
Webpräsenz: www.annistonal.gov
Bürgermeister: Gene Robinson

Anniston[2] ist eine Stadt im Calhoun County im US-Bundesstaat Alabama, und Sitz (County Seat) der Countyverwaltung.

Anniston ist ein Standort der Eisen-, Stahl- und Baumwolle-Verarbeitung.

Anniston hat einen Flughafen mit dem IATA-Kürzel "ANB".

Geschichte[Bearbeiten]

1865 wurde eine Siedlung am Ort des heutigen Anniston während des Bürgerkrieges durch konföderierte Truppen zerstört und 1872 wieder aufgebaut. Die offizielle Geschichtsschreibung des Ortes beginnt im Jahr 1879 als die Woodstock Iron Works den Ort als Siedlung für Ihre Arbeiter erbaut. Der Name leitete sich ursprünglich vom Namen der Frau des Besitzers der Gießerei ab. "Annie's Town". Anniston begann Anfang des Zwanzigsten Jahrhunderts rasant zu wachsen und entwickelte sich zur "Modellstadt des Südens" (ein Zitat des Journalisten Henry W. Grady) für das Miteinander industrieller Entwicklung, Arbeit und Lebens.

1917 wurde von der US-Armee der Stützpunkt Fort McCellan und ein Depot für Munition eingerichtet.

Ab 1929 wurde hier auch industriell Polychlorierte Biphenyle (PCB) für die Elektroindustrie hergestellt, bis die Toxizität der Substanz und der Grad der Umweltverschmutzung vor der Bevölkerung nicht länger geheim gehalten werden konnte und in den 1960er Jahren in einer landesweiten Debatte bekannt wurde.

Am 14. Mai 1961 wurde ein Bus der Bürgerrechtsbewegung Freedom Riders, welche gegen die Segregationsgesetze im Süden der USA protestierten, durch Bürger Annistons angezündet und die Insassen verprügelt.

Nach mehr als 10 Jahren Gutachten und Gerichtsverfahren zur Umweltverschmutzung in Anniston und Umgebung durch PCB und anderer Chemikalien, legte der verantwortliche Chemiekonzern Monsanto 1977 die Produktionsanlagen endgültig still. Heute gilt Anniston als ein historisches Mahnmal für verantwortungslose Industrialisierung ohne Rücksicht auf Mensch und Natur.

Seit 2003 ist die US-Armee und die von ihnen beauftragten Unternehmen zur Vernichtung der in Anniston gelagerten Vorräte an Nervengas (Sarin, Senfgas und VX) der größte Arbeitgeber in der Region.

Bildung[Bearbeiten]

In der Stadt gibt es eine Reihe von Schulen. Darunter die Anniston High School, die Anniston Middle School und fünft Grundschulen (Cobb Elementary, Constantine Elementary, Golden Springs Elementary, Randolph Park Elementary, Tenth Street Elementary). Darüber hinaus existieren mehrere private bzw. christliche Schulen und ein Community College, das Gadsden State Community College [3].

Verkehr[Bearbeiten]

Vom Bahnhof kann man mit dem Zug nach New York, Philadelphia, Baltimore, Washington, Charlotte, Atlanta, Birmingham und New Orleans fahren.

Bevölkerungswachstum
Census Einwohner ± in %
1880 942
1890 9998 1.000 %
1900 9695 -3 %
1910 12.794 30 %
1920 17.734 40 %
1930 22.345 30 %
1940 25.523 10 %
1950 31.066 20 %
1960 33.320 7 %
1970 31.533 -5 %
1980 29.135 -8 %
1990 26.623 -9 %
2000 24.276 -9 %
2010 23.106 -5 %
2010[4]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Missouri Census Data Center Abgerufen am 12. Oktober 2012
  2. Auszug aus der Encyclopedia of Alabama. Abgerufen am 12. Februar 2011 (englisch)
  3. City of Anniston, AL. Abgerufen am 15. April 2012 (englisch).
  4. Missouri Census Data Center Abgerufen am 12. Oktober 2012

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Anniston, Alabama – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]