Anschutz Entertainment Group

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Anschutz Entertainment Group
Rechtsform unbekannt
Sitz Los Angeles, USA
Branche Entertainment
Website www.aegworldwide.com

Die Anschutz Entertainment Group (AEG), eine Tochtergesellschaft der Anschutz Corporation, ist eines der weltweit führenden Unternehmen im Bereich Life Entertainment und Sport. Sie besitzt und betreibt einige der weltgrößten Arenen, Theater sowie diverse Unternehmen, vermarktet und produziert Entertainment-Veranstaltungen.

Arenen[Bearbeiten]

Das Staples Center in Los Angeles ist im Besitz der Anschutz Entertainment Group und wird von ihr betrieben. Im Staples Center finden rund um das Jahr prestigeträchtige Veranstaltungen statt. Es ist ein Veranstaltungsort für die jährliche Grammy-Verleihung, die WTA Tour Championships sowie für eine Vielzahl von weiteren wichtigen Sportveranstaltungen und Konzertereignissen. Am 7. Juli 2009 fand hier auch die offizielle Trauerfeier für den verstorbenen Michael Jackson statt.

Das Home Depot Center in Los Angeles und The O₂ in London sind ebenfalls im Besitz der Anschutz Entertainment Group. In Deutschland baute das Unternehmen die O2 World Berlin, welche unter anderem die Spielstätte der Eisbären Berlin und des Basketballvereins Alba Berlin ist, zudem ist die O2 World Hamburg seit 2007 im Besitz des Unternehmens. Zur Beihilfe des Bauprojektes ist die Anschutz Entertainment Group Mitglied des umstrittenen Investorenprojektes Mediaspree, welches die wirtschaftliche Nutzung des Spreeufers im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg unterstützt.

Im Juli 2012 übernahm das Unternehmen in Zusammenarbeit mit CTS Eventim die Betreibergesellschaft der Lanxess Arena in Köln für geschätzte 5 Mio. Euro.[1]

AEG sports[Bearbeiten]

Als weiteren Bestandteil des internationalen Portfolios besitzt die Anschutz Entertainment Group in den USA und in Europa eine Vielzahl an Sportmannschaften. Dazu gehören Basketball-, Eishockey- und Fußballteams, wie z.B. das NHL-Team Los Angeles Kings. Auch die beiden DEL-Teams Hamburg Freezers (zu 70 %) und Eisbären Berlin (zu 100 %) gehören zur AEG, sowie das schwedische Team Hammarby IF (zu 49 %). Ende 2006 sorgte AEG weltweit für Aufsehen, als ihr Fußballclub Los Angeles Galaxy die Verpflichtung von Weltstar David Beckham bekannt gab.

Mitarbeiter[Bearbeiten]

Die AEG beschäftigt in 45 Unternehmen weltweit mehr als 3.000 Mitarbeiter und hat ihren internationalen Unternehmenssitz in Los Angeles.

Kritik[Bearbeiten]

Der Unternehmenschef Philip Anschutz geriet mehrfach in die Kritik der Medien, da er politische Gruppierungen aus dem evangelikal-konservativen Milieu finanziell unterstützt, die unter anderem Homosexuelle diskriminieren.[2]

Im Sommer 2009 plante AEG eine Comeback-Konzertreihe mit 50 Auftritten von Michael Jackson. Nachdem Jackson am 25. Juni 2009 verstarb wurde von Jacksons Familie der Vorwurf gegen AEG Live erhoben, der Konzertpromoter habe von Jackson etwas verlangt, das der 50-Jährige nicht mehr leisten konnte.[3] Am 15. September 2010 hat die Mutter von Michael Jackson, Katherine Jackson Klage gegen AEG Live eingereicht. Dem Veranstalter wird darin vorgeworfen, die Gesundheit und Sicherheit des Stars aus Profitsucht vernachlässigt zu haben.[4]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatKölnische Rundschau: Lanxess Arena wird verkauft. Abgerufen am 18. Juli 2012.
  2. Mediaspree-Gegner rufen zu Protest gegen O₂ World auf Die Welt vom 23. Juli 2008
  3. Schwere Vorwürfe an Tourveranstalter: Berichte über zweite Autopsie orf.at vom 28. Juni 2009
  4. Jacksons letzte Bühnenproben. spiegel.online. 16. September 2010