Antifeminismus

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Hauptquartier der Gegner des Frauenwahlrechts in den USA, den „Antisuffragists“ (um 1911)

Antifeminismus bezeichnet im Allgemeinen eine Gegenbewegung und -ideologie zum Feminismus. Er unterscheidet sich von den Begriffen Misogynie und Frauenfeindlichkeit: Misogynie ist die Vorstellung einer ontologischen Minderwertigkeit der Frau, und Frauenfeindlichkeit ist die bewusste Handlung und politische Praxis, die Diskriminierung der Frauen in die Tat umzusetzen.[1] Da die Phänomene Antifeminismus, Misogynie und Frauenfeindlichkeit in der gesellschaftlichen und politischen Praxis jedoch miteinander verbunden sein können, werden sie in der Literatur zum Teil synonym verwendet.[2]

Der Begriff wurde im Deutschen Kaiserreich um die Wende zum 20. Jahrhundert von der Frauenrechtlerin Hedwig Dohm in ihrem Buch Die Antifeministen geprägt, wobei sie diesen in Anlehnung an den zu diesem Zeitpunkt bereits etablierten Begriff Antisemitismus kreierte.[3]

Die ablehnende Haltung gegenüber dem Feminismus richtet sich gegen eine Theorie zugunsten der Gleichstellung der Geschlechter in Gesellschaft und Politik; aber auch gegen eine organisierte Bewegung zur Durchsetzung dieser Gleichstellung sowie gegen das Geltendmachen der Ansprüche der Frauen als soziale Gruppe und der von ihnen erarbeiteten Theorien.[4] Darüber hinaus kann sich Antifeminismus gegen die Notwendigkeit sozialer Veränderungen zur Vergrößerung der Macht von Frauen in der Gesellschaft richten.[4]

Entstehung des Begriffs[Bearbeiten]

1882 hat die Französin Hubertine Auclert, eine Frauenrechtlerin, zum ersten Mal den Begriff Feminismus genutzt, um sich selbst politisch zu beschreiben. Schnell wurde der Begriff insbesondere auf internationalen Tagungen und Kongressen verbreitet. In Deutschland jedoch fand er nur wenig Verwendung unter den politisch aktiven Frauen, denn kurz nach dem deutsch-französischen Krieg 1870/71 wollte man sich vom französischen Nachbarn auch sprachlich abgrenzen. Zugleich war dies wahrscheinlich auch der Grund dafür, dass sich dieser Begriff im Laufe der Zeit dennoch durchsetzte. Die Gegner der Frauenbewegung nutzten ihn, um die nach Emanzipation strebenden Frauen abzuwerten (Feministinnen als etwas Negatives). Diese Gegner wurden ihrerseits bald als Antifeministinnen bzw. Antifeministen bezeichnet.[5]

Die deutsche Schriftstellerin und Frauenrechtlerin Hedwig Dohm verwendete den Begriff 1902 als Titel für ihr Alterswerk Die Antifeministen. Es besteht im Wesentlichen aus einer Sammlung von Aufsätzen, die sie in verschiedenen Journalen bereits veröffentlicht hatte. Das Werk ist eine humorvoll geschriebene ideologiekritische Analyse der Antifeministen und ihrer Motive.

„Die Frauenfrage in der Gegenwart ist eine akute geworden. Auf der einen Seite werden die Ansprüche immer radikaler, auf der anderen die Abwehr immer energischer. Letzteres ist erklärlich. Je dringender die Gefahr der Fraueninvasion in das Reich der Männer sich gestaltet, je geharnischter treten ihr die Bedrohten entgegen.“

Hedwig Dohm[6]

Historische Entwicklung in Deutschland[Bearbeiten]

Deutsches Kaiserreich[Bearbeiten]

Im Deutschen Kaiserreich (1871–1918) kam es zu einem Aufstieg von Massenverbänden und -parteien und einer wachsenden Bedeutung der Presse. Dadurch gewann die öffentliche Meinung an Gewicht (Näheres hier). Das Privatrecht wurde vereinheitlicht (vor 1871 war es zersplittert). Nach langer Vorbereitung trat am 1. Januar 1900 das BGB in Kraft. Im Gegensatz zu dem freiheitlich geprägten Schuldrecht, Sachenrecht und Erbrecht folgte das Familienrecht weitgehend der überkommenen patriarchalischen Tradition, die sich vor allem in der Verwaltung und Nutznießung des Vermögens der Ehefrau durch den Ehemann (§ 1363 BGB a. F.), dem Entscheidungsrecht des Ehemanns in ehelichen Angelegenheiten (§ 1354 BGB a. F.) und der Wahrnehmung der elterlichen Sorge durch den Vater (§ 1627 BGB a. F.) niederschlug.

Der frühe Antifeminismus war nach Ute Planert eine unmittelbare Reaktion auf Emanzipationsansprüche von Frauen und eine aktive Opposition gegen die Frauenbewegung sowie gegen die von ihr vertretenen Forderungen.[7]

In Anlehnung an Planerts Studie Antifeminismus im Kaiserreich stellte die Historikerin Christiane Streubel 2006 heraus, dass im Deutschen Kaiserreich der Antifeminismus insbesondere durch die Alldeutschen (z.B. Ernst zu Reventlow), Rassenhygieniker (Max von Gruber, Carl von Behr-Pinnow), konservative Vertreter des Luthertums sowie Funktionäre von Berufsverbänden wirkungsvoll in der Öffentlichkeit verbreitet wurde. Auf Anerkennung stießen die von ihnen vertretenen antifeministischen Positionen vor allem deshalb, weil ein großer Teil der Bevölkerung in Deutschland mit dem Wandel der Geschlechterverhältnisse, der sich immer deutlicher abzeichnete (Möglichkeit des Universitätsstudiums für Frauen, wachsende Bedeutung der Berufstätigkeit von Frauen, Forderung nach neuen politischen Rechten), nicht einverstanden war und die althergebrachte politisch-bürgerliche Ordnung restabilisiert wissen wollte.[8]

Als ideen- und wirkungsgeschichtlich bedeutsam wird Friedrich Nietzsche angesehen.[9] In dem Werk des umstrittenen Philosophen finden sich ebenfalls einige Äußerungen, die in der Literatur als antifeministisch charakterisiert werden. [10] Die Interpretationen und kontroversen Standpunkte sind in dieser Diskussion vielfältig: so wurde beispielsweise angenommen, dass Nietzsche das Weibliche bei sich selbst verdrängt habe; andere sahen in seinen „misogynen Ausfällen“ eher eine Provokation, „hinter der sich eigentlich eine die patriarchalische Gesellschaftsordnung erschütternde Vision“ verberge.[11] Der Religionswissenschaftler und Vorsitzende der Nietzsche-Gesellschaft, Hans Gerald Hödl (* 1959), vertrat die Ansicht, insbesondere Nietzsches Werk Jenseits von Gut und Böse habe „auf der oberflächlichsten Ebene“ antifeministische Klischees bedient.[12]

Klischees, die sich im Umfeld des Antifeminismus verbreiteten, wurden auch in der frauenfeindlichen Literatur wiederholt. Zum Beispiel publizierte Otto Weininger (1880–1903) kurz vor seinem Suizid das Buch Geschlecht und Charakter.[13]

Antifeminismus gab es auch unter Frauen. Eine Antifeministin, die im Deutschen Kaiserreich besonderen Erfolg hatte, war Marie Diers (1867–1949), deren antiemanzipatorischer Roman Fräulein Doktor aus dem Jahre 1908 in hohen Auflagen publiziert wurde. Die postulierten Gegenpositionen fanden dabei besonderen Widerhall bei Frauen, die ehrenamtlich in der protestantischen Diakonie oder kommunalen Wohlfahrtspflege sowie als Volks- und Mädchenschullehrerin, Krankenschwester und Handwerksmeisterinnen arbeiteten. Den zuletzt genannten Berufsgruppen gehörte die Mehrzahl der Frauen an, die dem „Bund zur Bekämpfung der Frauenemanzipation“ beitraten,[8] den, wie Claudia Bruns darstellt, Antifeministen 1912 nicht zufällig am Vorabend des Ersten Weltkriegs gründeten, in den viele Rekruten auch deshalb begeistert gezogen seien, weil sie sich davon eine unhinterfragte Wiederherstellung männlich-hegemonialer Werte versprachen.[14][15] „Von der fortbestehenden faktischen Diskriminierung der Frauen wenig irritiert, imaginierten viele Männer einen Machtantritt der Frauen.“[16] Angriffspunkte des Bundes zur Bekämpfung der Frauenemanzipation waren vor allem die Frauenarbeit, das Frauenstudium, die gemeinsame Bildung von Jungen und Mädchen (Koedukation) sowie das Frauenwahlrecht.[17] Während des Ersten Weltkriegs erlangte die Frauenbewegung indessen Erfolge, obwohl die Gegner der Frauenbewegung ihre Kampagnen populistisch betrieben und vermehrt mit antisemitischen Anspielungen koppelten. Der Krieg wirkte als Katalysator der weiblichen Politisierung. In den letzten Kriegsjahren lehnten sich selbst ausgewiesene Antifeministen, wie Ernst zu Reventlow, nicht mehr gegen ein zukünftig einzusetzendes Frauenwahlrecht auf. [18]

„Das antifeministische Ressentiment gehörte zum guten Ton im nationalkonservativen und völkischen politischen Spektrum der Gesellschaft. Sein zentrales Motto lautete 'Dem Mann der Staat, der Frau die Familie'.“

Claudia Bruns[19]

Antifeminismus und Antisemitismus[Bearbeiten]

Die mächtigste nationalistische und antisemitische Organisation vor und während des Ersten Weltkriegs war der von bildungsbürgerlichen Honoratioren dominierte Alldeutsche Verband (ADV), der die Alldeutschen Blätter herausgab. Er war der führende Propagandist neuer Mittelstandsideologien. Nach 1918 war er wesentlich daran beteiligt, den Konservatismus in einen radikalen, rassistisch verstandenen Nationalismus umzuformen. In seiner Studie über den ADV hebt der Historiker Rainer Hering den antifeministischen Charakter der alldeutschen Ideologie hervor. Nationalismus, Antisemitismus, Antifeminismus und Antislawismus sind eine enge Verbindung eingegangen. Ziel war die Rückgewinnung der Vormachtstellung des Bürgertums und der männlichen Machtposition in Familie und Gesellschaft. Heinrich Claß, der langjährige Vorsitzende des ADV, lehnte die Frauenbewegung ab, weil sie nach seiner Meinung von Jüdinnen geführt und von der sozialdemokratischen Presse unterstützt werde.[8][20]

Der britische Historiker Peter G. J. Pulzer sieht eine starke Verbindung zwischen Antisemitismus und Antifeminismus: „... die meisten Antisemiten waren Antifeministen, und die meisten Antifeministen waren, wenn nicht aktiv antisemitisch, so doch zumindest [...] stark nationalistisch.“ Er zitiert den Antisemiten Eugen Dühring, der über den Feminismus schrieb: „... mag dieser missgeformte Augenblickszustand [...] vorzugsweise den Hebräerinnen zur Last geschrieben werden.“[21] Auch Georg von Schönerer, ein Schüler Dührings, war der Überzeugung, dass Frauen für „Kinder, Küche und Kirche“ bestimmt seien. Das von ihm gegründete Alldeutsche Tageblatt schrieb schon 1907:

„Die wirklich bürgerlichen Frauen, die Frauen des Mittelstands, aber auch die des denkenden Arbeiters stehen dem Frauenstimmrecht ablehnend gegenüber, da sie sich doch einen großen Teil ihrer Weiblichkeit erhalten haben. Meistens sind es unbeschäftige Frauen, die sich mit der Frauenstimmrechtstrottelei befassen, Frauen, die ihren Beruf als Frauen verfehlt haben oder ihn nicht kennen wollen - und Jüdinnen. Sie finden die Unterstützung aller alten Weiber des männlichen Geschlechts und aller 'Feministen', das heißt solcher Männer, die keine Männer sind.“

Alldeutsches Tageblatt 1907[22]

Shulamit Volkov identifiziert den Antifeminismus als Bestandteil des antisemitischen Codes, den sie bei der Mehrheit der Deutschen in der Vorkriegszeit verbreitet sah. Sie weist auf Ute Planert hin, die – mit vielen Beispielen belegt – gezeigt hatte, dass Antifeminismus und Antisemitismus nicht nur programmatisch-strukturelle Ähnlichkeiten hatten, sondern auch organisatorisch und personell eng miteinander verflochten waren. Frauen und Juden, so Volkov, wurden als minderwertig und gefährlich betrachtet, als „Feinde der menschlichen Kultur, als Störenfriede der bestehenden Ordnung.“ In den Kreisen der Antisemiten war „entartet“ eine gängige Bezeichnung für die Frauenbewegung.

„Ausgesprochene Gegner der Frauenbewegung waren fast ausnahmslos auch radikale Antisemiten.“

Shulamit Volkov[23]

Weimarer Republik[Bearbeiten]

Während der Weimarer Republik begann sich der organisatorische Kern des wilhelminischen Antifeminismus aufzulösen, obwohl antifeministische Haltungen nach wie vor auf breiter Basis in der Gesellschaft wirksam waren.[24] In der SPD wurde nach 1919 zwar der Aufbau einer Frauenorganisation innerhalb der Gesamtpartei betrieben. Allerdings blieb dieses Vorhaben auf die Gründung eines Reichsfrauenbüros beschränkt; führende Funktionärinnen lehnten eine eigene autonome Organisation aufgrund ihres „proletarischen Antifeminismus“ ab.[25]

Die NSDAP war die einzige Partei, die sich von vornherein auf ein Verbot des Zugangs von Frauen in führende Parteigremien festlegte.[26] Der 1921 von der NSDAP beschlossene Grundsatz, Frauen von der Parteileitung auszuschließen, wurde in der Folge auf untergeordnete politische und organisatorische Gliederungen ausgedehnt. Laut Gordon A. Craig habe die NSDAP ihre antifeministische Position vom italienischen Faschismus übernommen und diesen in der Folge „konsequent und wirksam praktiziert“.[27]

1931, kurz vor der Machtübernahme der Nationalsozialisten, verlangte der Publizist Heinrich Berl (1896–1953) in einem „antifeministischen Manifest“, dass sich eine Männerbewegung konstituieren müsse. „[...] der Feminismus ist die Schuld des Mannes [...] immer wenn der Mann versagt, wird der Feminismus zu einer öffentlichen Erscheinung“. [28] Der „allgemeine Feminismus“ führe zur „décadence der Kultur“. Die Männerbewegung habe „den Auftrag, all das wieder zur Ruhe zu bringen, was sich heute bewegt und insofern erst die eigentliche und wesentliche Bewegung zu schaffen, die immer des Mannes war und sein wird.“ Sein Manifest blieb ein Einzelphänomen; die geforderte Bewegung blieb aus.[29]

Nationalsozialismus[Bearbeiten]

In der Zeit des Nationalsozialismus zeichnete sich eine partiell widersprüchliche Haltung zum Feminismus ab. Mit der „Machtergreifung“ im Jahre 1933 verloren Frauen sogleich einige bürgerliche Rechte, wie etwa das passive Wahlrecht und die Zulassung zur Habilitation an Universitäten und Hochschulen. Die Auflösung des Bundes Deutscher Frauenvereine und die Gründung des Deutschen Frauenwerks bedeuteten das Ende einer eigenständigen Frauenbewegung.[30] Adolf Hitler band seine Vorstellung der Frauenfrage besonders eng an seinen Antisemitismus. 1934 sagte er: „Das Wort von der Frauenemanzipation ist ein nur vom jüdischen Intellekt erfundenes Wort, und der Inhalt ist von demselben Geist geprägt.[31] Ein Mann, der in der NS-Bewegung an Bedeutung gewann, war der „Parteiphilosoph“ und „Parteipädagoge“ Alfred Baeumler. Baeumler vertrat eine vergleichbare Auffassung wie Hitler und Ernst Krieck; 1934 konstatierte er: „Der Staat hat die Familie und Sippe, das Weib als Mutter zur Voraussetzung, aber er ist Werk und Sache des Mannes.[32]

Ähnlich wie im Ersten Weltkrieg schienen sich im Zweiten Weltkrieg erneut Chancen für die Berufstätigkeit von Frauen anzukündigen. Gunilla-Friederike Budde diagnostizierte mit Blick auf die „Krisenchancen“ von Studentinnen und das Werben um akademisch ambitionierte, hochqualifizierte Frauen: „Im Großen und Ganzen erschien der nationalsozialistische ‚Antifeminismus‘ als flexibel und anpassungsbereit gegenüber den Zwängen einer modernen Volkswirtschaft, besonders gegenüber den Erfordernissen erst der Kriegsvorbereitung, dann der Kriegsökonomie.[33] Elke Frietsch und Christina Herkommer sprachen sich gegen eine „universalisierende Rede von der Frauenfeindlichkeit des Nationalsozialismus“ aus. Ihrer Auffassung nach sollte eher von Antifeminismus und „essentialistischen Geschlechterbildern“ des Nationalsozialismus gesprochen werden; zumal nach wie vor Forschungsbedarf bestehe, auf welche Weise sich der Nationalsozialismus gegenüber deutschen Frauen antifeministisch und – besonders während des Krieges – ausländischen Frauen diffamierend zeigte. Die Autorinnen merkten zudem an, dass der Nationalsozialismus das Bild verkehrt habe, indem von politischen Gegnern behauptet wurde, sie seien „selbst frauenfeindlich und hätten einen minderen kulturellen Stand“.[34]

Literatur[Bearbeiten]

  • Hedwig Dohm: Die Antifeministen. Ein Buch der Verteidigung. Ferd. Dümmlers Verlagsbuchhandlung, Berlin 1902. Originaltext digitalisiert, Projekt Gutenberg bei Spiegel Online. Neuauflage Verlag tredition, Hamburg 2011, ISBN 978-3-8424-1509-6.
  • Ute Planert: Antifeminismus im Kaiserreich. Diskurs, soziale Formation und politische Mentalität, Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 1998, ISBN 3-525-35787-7
  • Shulamit Volkov: Antisemitismus und Antifeminismus: Soziale Norm oder Kultureller Code, in: dies.: Das jüdische Projekt der Moderne, Becksche Reihe, H.C. Beck, München 2001, ISBN 978-3-406-45961-0, S. 62f.
  • Kenneth Clatterbaugh: „Anti-Feminism“. In: Michael Flood, Judith Kegan Gardiner, Bob Pease, Keith Pringle (Hrsg.): International Encyclopedia of Men and Masculinities, Routledge 2007, ISBN 978-0-415-33343-6, S. 21 ff.
  • Rolf Pohl: Männer – das benachteiligte Geschlecht? Weiblichkeitsabwehr und Antifeminismus im Diskurs über die Krise der Männlichkeit. In: Mechthild Bereswill, Anke Neuber (Hrsg.): In der Krise? Männlichkeiten im 21. Jahrhundert. Verlag Westfälisches Dampfboot, Münster 2010, ISBN 978-3-89691-231-2.
  • Hinrich Rosenbrock: Die antifeministische Männerrechtsbewegung. Denkweisen, Netzwerke und Online-Mobilisierung. Herausgegeben von der Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin 2012, ISBN 978-3-86928-073-8.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ute Planert: Antifeminismus im Kaiserreich. Diskurs, soziale Formation und politische Mentalität. Göttingen 1998, S. 12.
  2. Bernd Maelicke (Hrsg.): Lexikon der Sozialwirtschaft. Baden-Baden 2007, ISBN 978-3-8329-2511-6; Heinz Schreckenberg: Erziehung, Lebenswelt und Kriegseinsatz der deutschen Jugend unter Hitler.. Münster/ Hamburg/ London 2001, ISBN 3-8258-4433-1, S. 197; Irmgard Maya Fassmann: Jüdinnen in der deutschen Frauenbewegung 1865-1919. Hildesheim/ Zürich/ New York 1996, ISBN 3-487-09666-8, S. 115.
  3. Bertha Pappenheim (Hrsg.): Die Memoiren der Glückel von Hameln. Weinheim / Basel / Beltz 2005, ISBN 3-407-22169-X, S. VIII.; Hermann Paul: Deutsches Wörterbuch. 9., vollständig neu bearbeitete Auflage. von Helmut Henne und Georg Objartel unter Mitarbeit von Heidrun Kämper-Jensen, Tübingen 1992, ISBN 3-484-10679-4, S. 269.
  4. a b Gerda Lerner: Die Entstehung des Patriarchats. Aus dem Englischen von Walmot Möller-Falkenberg. Frankfurt a.M. 1997, ISBN 3-593-34529-3, S. 291.
  5. Christiane Streubel: Radikale Nationalistinnen. Agitation und Programmatik rechter Frauen in der Weimarer Republik. (Dissertation) Campus Verlag (Reihe Geschichte und Geschlechter, Band 55), Frankfurt 2006, ISBN 3-593-38210-5, S. 63 ff.
  6. Hedwig Dohm: Die Antifeministen. Ein Buch der Verteidigung. Ferd. Dümmlers Verlagsbuchhandlung, Berlin 1902, S. 3.
  7. Ute Planert: Antifeminismus im Kaiserreich. Indikator einer Gesellschaft in Bewegung. In: AfS, Bd 38 (1998), S. 94; vgl. Christopher Dowe: Auch Bildungsbürger: Katholische Studierende und Akademiker im Kaiserreich. Göttingen 2006, ISBN 3-525-35152-6, S. 118. (Zugl.: Tübingen, Univ., Diss., 2003.)
  8. a b c Christiane Streubel: Radikale Nationalistinnen. Agitation und Programmatik rechter Frauen in der Weimarer Republik. Frankfurt a.M./ New York 2006, ISBN 3-593-38210-5, S. 29 und 88 f. (Zugl.: Diss.)
  9. Marcus Llanque, Herfried Münkler (Hrsg.): Politische Theorie und Ideengeschichte. Lehr- und Textbuch. Berlin 2007, ISBN 978-3-05-002954-2, S. 299; Marcus Llanque: Politische Ideengeschichte - ein Gewebe politischer Diskurse. München/ Wien/ Oldenbourg 2008, ISBN 978-3-486-58471-4, S. 4.
  10. Norbert Kapferer: Nietzsches philosophischer Antifeminismus. In: Barbara Schaeffer-Hegel, Brigitte Wartmann (Hrsg.): Mythos Frau. Projektionen und Inszenierungen im Patriarchat. Berlin 1984, S. 79–90; Stephanie Catani: Das fiktive Geschlecht. Weiblichkeit in anthropologischen Entwürfen und literarischen Texten zwischen 1885 und 1925. Würzburg 2005, ISBN 3-8260-3099-0, S. 60. (Zugl.: Univ., Diss., 2004.)
  11. Stephanie Catani: Das fiktive Geschlecht. Weiblichkeit in anthropologischen Entwürfen und literarischen Texten zwischen 1885 und 1925. Würzburg 2005, S. 60.
  12. Hans Gerald Hödl: Nietzsches lebenslanges Projekt der Aufklärung. In: Renate Reschke (Hrsg.): Nietzsche - Radikalaufklärer oder radikaler Gegenaufklärer? Berlin 2004, ISBN 3-05-004013-0, S. 189.
  13. Nike Wagner: Gralsplatz Wien. In: Michael Ley, Julius H. Schoeps (Hrsg.): Der Nationalsozialismus als politische Religion. Bodenheim bei Mainz 1997, ISBN 3-8257-0032-1, S. 223; George L. Mosse: Das Bild des Mannes. Zur Konstruktion der modernen Männlichkeit, Frankfurt a.M. 1997, ISBN 3-7632-4729-7, S. 139.
  14. Claudia Bruns: Politik des Eros. Der Männerbund in Wissenschaft, Politik und Jugendkultur (1880 - 1934). Böhlau Verlag, 2008 (Dissertation 2004), ISBN 978-3-412-14806-5, S. 53
  15. Thomas Gesterkamp: Für Männer, aber nicht gegen Frauen – Essay, Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 40/2012)
  16. Claudia Bruns: Politik des Eros. Der Männerbund in Wissenschaft (1880–1934). Böhlau Verlag, 2008, ISBN 978-3-412-14806-5, S. 53.
  17. Christiane Streubel: Radikale Nationalistinnen. Agitation und Programmatik rechter Frauen in der Weimarer Republik. Frankfurt a.M./ New York 2006, S. 90.
  18. Wolfgang Hardtwig (Hrsg.): Ordnungen in der Krise. Zur politischen Kulturgeschichte Deutschlands 1900–1933. Oldenbourg, München 2007, ISBN 978-3-486-58177-5, S. 203. (Quelle: Ernst zu Reventlow: Die gleichberechtigte Frau. In: Reichswart. Heft 2/1921, 22. Januar 1921, S. 1–3.)
  19. Claudia Bruns: Politik des Eros. Der Männerbund in Wissenschaft, Politik und Jugendkultur (1880 - 1934). Böhlau Verlag, 2008 (Dissertation 2004), ISBN 978-3-412-14806-5, S. 53.
  20. Rainer Hering: Konstruierte Nation. Der Alldeutsche Verband 1890 bis 1939. Christians Verlag, Hamburg 2003, ISBN 3-7672-1429-6.
  21.  Eugen Dühring, Emil Döll (Hrsg.): Dühringwahrheiten in Stellen aus den Schriften des Reformators, Forschers und Denkers. Theod. Thomas, Leipzig 1908, Feminismus und Feminaille. Wahre und falsche Emancipatricen, S. 145, DNB 572926189 (Digitalisat, abgerufen am 19. März 2013).
  22. Peter G. J. Pulzer: Die Entstehung des politischen Antisemitismus in Deutschland und Österreich 1867 bis 1914, Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 2004, ISBN 3-525-36954-9, S. 240
  23. Shulamit Volkov: Antisemitismus und Antifeminismus. Soziale Norm oder kultureller Code. In: dies.: Das jüdische Projekt der Moderne, Beck Verlag, München 2011, ISBN 978-3-406-45961-0, S. 75f.
  24. Ute Planert: Antifeminismus im Kaiserreich. Diskurs, soziale Formation und politische Mentalität. Göttingen 1998, S. 248.
  25. Birgit Sack: Zwischen religiöser Bindung und moderner Gesellschaft. Katholische Frauenbewegung und politische Kultur in der Weimarer Republik (1918/19-1933). Münster/ New York/ München/ Berlin 1998, ISBN 3-89325-593-1, S. 60.
  26. Wolfgang Hardtwig (Hrsg.): Ordnungen in der Krise. Zur politischen Kulturgeschichte Deutschlands 1900-1933. München/ Oldenbourg 2007, S. 204.
  27. Gordon A. Craig (1913-2005): Deutsche Geschichte 1866-1945. Vom Norddeutschen Bund bis zum Ende des Dritten Reiches. München 1993, ISBN 3-406-07815-X, S. 551.
  28. Heinrich Berl (1931): Die Männerbewegung. Ein antifeministisches Manifest. Karlsruhe, Kairos Verlag. Zitiert in: Franco Ruault: Tödliche Maskeraden: Julius Streicher und die „Lösung der Judenfrage“, Peter Lang Verlag, Frankfurt 2009, ISBN 978-3-631-55174-5, S. 170.
  29. Heinrich Berl: Die Männerbewegung – ein antifeministisches Manifest. Karlsruhe 1931, S. 42f.; zitiert in: Andreas Kemper: (R)echte Kerle. Zur Kumpanei der Männerrechtsbewegung. Unrast, Münster 2011, S. 46.
  30. Rosemarie Nave-Herz: Die Geschichte der Frauenbewegung in Deutschland. Lizenzausgabe für die Bundeszentrale für politische Bildung. 4., völlig überarb. und erw. Neuaufl. Bonn 1993, ISBN 3-89331-183-1, S. 52–54.
  31. Zitiert in: Cornelia Pechota Vuilleumier: „O Vater, laß uns ziehn!“. Literarische Vater-Töchter um 1900. Olms, Hildesheim/ Zürich/ New York 2005, ISBN 3-487-12873-X, S. 182. (Quelle: Adolf Hitler: Die völkische Sendung der Frau. In: N.S. Frauenbuch. München 1934, S. 10.)
  32. Zitiert in: Alexandra Offermanns: „Die wußten was uns gefällt“. Ästhetische Manipulation und Verführung im Nationalsozialismus, illustriert am BDM-Werk 'Glaube und Schönheit'. Münster 2004, ISBN 3-8258-7832-5, S. 125. (Zugl.: Wuppertal, Univ., Diss., 2003.)
  33. Gunilla-Friederike Budde: Frauen der Intelligenz. Akademikerinnen in der DDR 1945 bis 1975. Göttingen 2003, ISBN 3-525-35143-7, S. 75. (Zugl.: Berlin, Freie Univ., Habil.-Schr., 2002.)
  34. Elke Frietsch, Christina Herkommer: Nationalsozialismus und Geschlecht. Eine Einführung. In: dies. (Hrsg.): Nationalsozialismus und Geschlecht, Bielefeld 2009, ISBN 978-3-89942-854-4, S. 9–44, hier: S. 24. Online (PDF; 674 kB)