Bach (Tirol)

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Bach
Wappen von Bach
Bach (Tirol) (Österreich)
Bach (Tirol)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Reutte
Kfz-Kennzeichen: RE
Fläche: 56,86 km²
Koordinaten: 47° 16′ N, 10° 24′ O47.26666666666710.41070Koordinaten: 47° 16′ 0″ N, 10° 24′ 0″ O
Höhe: 1070 m ü. A.
Einwohner: 656 (1. Jän. 2014)
Postleitzahl: 6653
Vorwahl: 05634
Gemeindekennziffer: 7 08 01
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Oberbach 90
6653 Bach
Website: www.bach.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Egon Brandhofer
Lage der Gemeinde Bach im Bezirk Reutte
Bach Berwang Biberwier Bichlbach Breitenwang Ehenbichl Ehrwald Elbigenalp Elmen Forchach Grän Gramais Häselgehr Heiterwang Hinterhornbach Höfen Holzgau Jungholz Kaisers Lechaschau Lermoos Musau Namlos Nesselwängle Pfafflar Pflach Pinswang Reutte Schattwald Stanzach Steeg Vorderhornbach Tannheim Vils Wängle Weißenbach am Lech Zöblen TirolLage der Gemeinde Bach (Tirol) im Bezirk Reutte (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Bach ist eine Gemeinde mit 656 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Bezirk Reutte, Tirol (Österreich) und gehört zum Gerichtsbezirk Reutte.

Geografie[Bearbeiten]

Bach liegt im oberen Lechtal, es fließen vier Gewässer durch das Gemeindegebiet, zwei größere Gewässer, das sind der Fluss Lech (Naturpark Tiroler Lech) und der Alperschonbach und zwei kleinere Gewässer: der Modertalbach und der Sulzlbach. Die Seehöhe beträgt 1070 Meter.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Bach besteht aus einer einzigen, gleichnamigen Katastralgemeinde.

Die Besiedlung wird gebildet durch mehrere Weiler und Hofgruppen und besteht aus den Ortsteilen: Kraichen, Sulzlbach, Schönau, Stockach, Winkl, Unterbach, Oberbach, Benglerwald, Seesumpf, Klapf und Bichl.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die Nachbargemeinden sind: Elbigenalp, Gramais, Häselgehr, Holzgau, Kaisers und Zams.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort Bach wurde 1427 erstmals urkundlich erwähnt. Freskenverzierte Häuser erinnern an die früheren Saisonarbeiter im Lechtal, die ins Ausland zogen. Wie im Lechtal oftmals üblich wurde das Gemeindegebiet von Bach erst sehr spät besiedelt. Um neues Land und neue Höfe zu erhalten, beauftragten Grundherrn Bauern, Land zu roden und dieses dann in einem besonderem Lehensverhältnis zu erhalten.

Bach unterstand dem Gericht Ehrenberg und wurde dort um 1500 der Anwaltschaft Mitter-Lechtal zugeordnet. Im Gericht Ehrenberg wurden um 1649 die politischen Gemeinden als Pfarren bezeichnet, wobei Bach Teil der Pfarre Elbigenalp war. Bis 1854 wurde Bach immer als Stockach bezeichnet, erst in der folgenden Zeit wurde der Gemeindename Bach gebräuchlich.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Silber ein rechter blauer Wellenschrägbalken mit drei silbernen nach oben springenden und rechtsgewendeten Fischen.[1]

Das am 30. Oktober 1973 verliehene Gemeindewappen symbolisiert als redendes Wappen den Ortsnamen.

Tourismus und Wirtschaft[Bearbeiten]

Bach ist eine zweisaisonale Tourismusgemeinde. Der Ort ist Ausgangspunkt für viele Bergwanderungen (z. B. in das Madautal, das Sulztal und über einen Lift zur 2226 m hohen Jöchelspitze). Im Sommer kann man von Bach zahlreiche Almen und Hütten bewandern (z. B. Madau, Sulzlalm, Baumgartalm, Sonnalm, Frederic-Simmshütte, Memminger Hütte, Ansbacher Hütte, Württemberger Haus). Weiters führen einige Themen- und Fernwanderwege durch Bach:

  • Der Europäische Fernwanderweg E5 zweigt bei Bach in das Madautal ab.
  • Seit Juli 2012 führt der Fernwanderweg - Lechweg durch Bach.
  • Der Lechtaler Panoramaweg führt von der Bergstation der Jöchelspitzbahn bis zur Bernhardseckhütte.
  • Botanischer Lehrpfad führt von der Bergstation der Lechtaler Bergbahnen zum nahe gelegenen Lachenkopf und direkt zum Lechtaler Heuberg-Museum.

Im Winter gibt es zahlreiche Loipen und eine Nordic WISBI-Trainingsstrecke. Dies ist eine Trainingspiste mit permanenter Zeitnehmung. Zwei zusätzliche Loipen (1,5 und 5 km) stehen in den Wiesen zwischen Bach und Stockach mit einer Zeitnehmung zur Verfügung. Natürlich lebt die Gemeinde auch vom Skigebiet Jöchelspitze oder dem nahe gelegenen Skigebiet in Warth.

In Bach gibt es viele Hotels, Lebensmittelgeschäfte, Gasthäuser und Unternehmen. Es pendeln aber auch viele Bewohner zu ihren Arbeitsstätten aus der Gemeinde, in die umliegenden Orte oder nach Reutte.

Bilder aus Bach[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Pfarrkirche mit der Lechbrücke (2012)
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Bach
  • Pfarrkirche Unsere liebe Frau Mariä Reinigung: Die Kirche wurde von 1790 bis 1792 erbaut und steht wie fast alle Lechtaler Kirchen auf einem Felsen sicher über den Fluten des Lech. 1992/93 wurde eine Innenrenovierung durchgeführt und der ursprüngliche barocke Zustand wieder hergestellt. Nebenan befinden sich der Friedhof mit Friedhofskapelle und einem Kriegerdenkmal.
  • Die Lechbrücke bei der Kirche als Schrägseilbrücke wurde nach dem Hochwasser 2005 im Jahre 2009 neu errichtet.[2] Dabei wurde der Pfarrhof abgetragen.
  • Seesumpfkapelle
  • Antoniuskapelle
  • Ortskapelle Schönau
  • Expositurkirche Hl. Josef in Oberstockach
  • Klotzkapelle und Friedhof
  • Heuberg-Museum auf der Jöchelspitze
  • Modertal Wasserfall Seesumpf

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesgesetzblatt für Tirol Nr. 84/1973 (Digitalisat)
  2. Lechbrücke Bach. Swietelsky, 12. März 2009, abgerufen am 30. März 2013.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bach (Tirol) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien