Barnstedt

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Barnstedt
Barnstedt
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Barnstedt hervorgehoben
53.137510.37333333333349Koordinaten: 53° 8′ N, 10° 22′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Lüneburg
Samtgemeinde: Ilmenau
Höhe: 49 m ü. NN
Fläche: 19,71 km²
Einwohner: 797 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 40 Einwohner je km²
Postleitzahl: 21406
Vorwahl: 04134
Kfz-Kennzeichen: LG
Gemeindeschlüssel: 03 3 55 006
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Bürgermeister: Hans-Georg Brümmerhoff

Barnstedt ist eine Gemeinde im Landkreis Lüneburg in Niedersachsen. Sie ist die kleinste der vier Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Ilmenau.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

[Bearbeiten] Geografische Lage

Quellenangaben
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Eine immer noch treffende Beschreibung findet sich in der Barnstedter Schulchronik. Sie wurde um 1900 vom Dorfschullehrer Wilhelm Knigge aufgezeichnet:

"Barnstedt liegt in einem Thale, nach Norden, Süden und Westen ist der Boden viel höher. An zu großer Trockenheit leidet das Dorf nicht, an einigen Stellen im Orte ist es sogar recht feucht. Wenn ein starkes Regenwetter losbricht, so ist manche Straße mit einem rauschenden Bache zu vergleichen. Zur Regenzeit herrscht immer ein großer Schmutz auf den Straßen. Die Umgegend ist hügelreich. Höhere Berge sind nicht vorhanden. Westlich vom Orte in geringer Entfernung befindet sich der Goldberg, wo aber kein Gold, sondern der schönste weiße und gelbe Sand gefunden wird. Er wird nach und nach abgetragen. Im Norden ist der Mühlenberg, auf dem die Windmühle steht. Östlich vom Orte erhebt sich der Butterberg und weiter entfernt in einem kleinen Gehölze an der Landstraße nach Ebstorf der Kuchenberg, der in der Tat etwas Ähnlichkeit mit einem Eierkuchen besitzt. Wenn man den Weg nach dem Süsing wandelt, so muss man den Krähenberg übersteigen und wenn man den Richtweg nach Glüsingen geht, an dem steilen Spitzberg empor klettern."

[Bearbeiten] Ausdehnung des Gemeindegebiets

Die Gemeindefläche beträgt ca. 20 km². Mehr als die Hälfte dieser Fläche wird landwirtschaftlich genutzt.

[Bearbeiten] Geschichte

[Bearbeiten] Eingemeindungen

Im Zuge der Gemeindereform wurde 1974 das Nachbardorf Kolkhagen nach Barnstedt eingemeindet.

Eingangstür der Gutkapelle Barnstedt

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

Sehenswert in Barnstedt ist das vermutlich auf das 8.Jahrhundert zurückgehende Raubrittergut Barnstedt, das seit 1165 im Besitz der Familie von Estorff ist. Ältester Bestandteil des Ritterguts, das im Laufe der Geschichte mehrere Male durch Brände zerstört wurde, ist die 1593 erbaute Gutskapelle. Diese wird heute nicht nur für Gottesdienste, sondern auch für Konzerte und Lesungen genutzt.

[Bearbeiten] Geschichte der Gutskapelle Barnstedt

Seit dem 12. Jahrhundert ist die Familie von Estorff auf dem Rittergut Barnstedt ansässig. 1576 beschlossen die Gebrüder Heinrich, Carl und Luleff von Estorff eine Kapelle in Barnstedt zu errichten. 1593 erfüllte Ludolph von Estorff den Wunsch seines Vaters und erbaute diese Kapelle. 1731 ließ Eleonore de Farcy de St. Laurent, Ehefrau des Ludolph-Otto von Estorff zu Barnstedt die Kapelle an diesen Ort versetzen, versah sie mit einem Turm und einer Glocke aus dem Jahre 1368. Der Kanzelaltar stammt ebenfalls aus dieser Zeit. 1893 wurde die baufällig gewordene Kapelle von Albrecht von Estorff durch eine gründliche Renovierung wieder hergerichtet. Der Nordeingang wird auf die Westseite verlegt und mit einem Vorbau versehen. 1966 wurden die übermalten Bilder des Kanzelaltars aus der Zeit von 1731 wieder freigelegt, ebenso die Balkenbemalungen. 1985 erfolgte durch den Landkreis Lüneburg eine Grundrenovierung. Dabei wurde ein alter Fliesenfußboden wieder freigelegt. Das bisher versteckt gewesene Fachwerk der Giebelfront wurde wieder sichtbar gemacht. Die Deckenfläche erhielt ihre alte Fassung zurück. Auf den Eichendeckenbohlen wurde die „Grisaille“-Ausmalung ergänzt. Ziel der Renovierung war, den ursprünglichen Charakter der Kapelle wieder herzustellen.

[Bearbeiten] Weblinks

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