Berlin-Biesdorf

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Biesdorf
Ortsteil von Berlin
Berlin Marzahn Hellersdorf Kaulsdorf Mahlsdorf Biesdorf BrandenburgBiesdorf auf der Karte von Marzahn-Hellersdorf
Über dieses Bild
Koordinaten 52° 30′ 33″ N, 13° 33′ 19″ O52.50916666666713.555277777778Koordinaten: 52° 30′ 33″ N, 13° 33′ 19″ O
Fläche 12,44 km²
Einwohner 25.483 (30. Jun. 2014)
Bevölkerungsdichte 2048 Einwohner/km²
Eingemeindung 1. Okt. 1920
Postleitzahl 12683
Ortsteilnummer 1002
Gliederung
Verwaltungsbezirk Marzahn-Hellersdorf
Ortslagen
  • Biesdorf-Nord
  • Biesdorf-Süd

Biesdorf ist ein Berliner Ortsteil im Bezirk Marzahn-Hellersdorf, der 1920 im Rahmen der Bildung von Groß-Berlin Teil des Berliner Stadtgebietes wurde. Zusammen mit Kaulsdorf und Mahlsdorf befindet sich hier Deutschlands größtes zusammenhängendes Gebiet mit Ein- und Zweifamilienhäusern.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Anfänge[Bearbeiten]

Wie umfangreiche archäologische Untersuchungen aus den Jahren 1999 und 2000 belegen, kam es bereits um 9000 v. Chr. zu Siedlungen im heutigen Biesdorf. Seit etwa 1000 v. Chr. war das Gebiet dauerhaft besiedelt.

Biesdorf selbst wurde (wie viele andere Orte in der Umgebung) 1375 im Landbuch Karls IV erstmals urkundlich erwähnt, mit 62 Hufen, davon vier Pfarrhufen und eine Kirchhufe. Grundherr von Bysterstorff bzw. Bisterstorff war Hennig von der Gröben aus dem märkischen Adelsgeschlecht von der Gröben. Im Jahr 1472 wurden Werner und Bertram von Pfuel mit dem gesamten Dorf Biesdorf belehnt;[2] bei ihnen lag auch das Kirchenpatronat. Mit der Reformation in der Mark Brandenburg wurde Biesdorf 1539 Mutterkirche von Kaulsdorf, später auch von Mahlsdorf, in den ersten Jahrzehnten nach 1539 auch von Marzahn. Erster Pfarrer war Thomas Meier.

Der Dreißigjährige Krieg sorgte in Biesdorf für Zerstörungen und Bevölkerungsschwund: Gab es 1624, also sechs Jahre nach Kriegsbeginn, noch 19 Bauern und 13 Kossäten, so waren es (nach dem Landreiterbericht) 1652 nur noch vier Bauern und sechs Kossäten. 1653 und 1666 erwarb Kurfürst Friedrich Wilhelm Biesdorf in zwei Schritten. Das Dorf wurde dem kurfürstlichen Amt Köpenick unterstellt und verblieb bis 1872 im Besitz des Kurfürsten bzw. Königs. 1806 fand in der Biesdorfer Feldmark eine von Napoleon abgenommene Parade der französischen Truppen unter Marschall Davout statt.

Von 1865 bis 1933 war mit einer kurzen Unterbrechung der Biesdorfer Pfarrer Superintendent für den Kirchenkreis Berlin-Land und Berlin-Land I. Das Schloss Biesdorf wurde 1868 von Heino Schmieden als spätklassizistische Turmvilla errichtet. Erstmals fand 1874 im Dorf Biesdorf eine Gemeindevertreterwahl statt. Das Dorf gehörte zum neu gebildeten Amtsbezirk Biesdorf, das Gut blieb bis 1920 rechtlich selbstständig. Von 1872 bis 1920 waren die Dorfgemeinde und das Gut Teil des Kreises Niederbarnim. 1885 wurde der Bahnhof Biesdorf an der Königlichen Ostbahn (Berlin-Eydtkuhnen) eröffnet. 1891 wurde Biesdorf an den Berliner Vororttarif angeschlossen.

Am 17. Februar 1887 erwarb Werner von Siemens das 600 Hektar große Gut Biesdorf einschließlich Schloss und übertrug es 1889 seinem Sohn Wilhelm. Dieser ließ den Schlosspark zwischen 1891 und 1898 auf 14 Hektar erweitern und durch den Gartenarchitekten Albert Brodersen als Landschaftspark erweitern. Im Schlosspark Biesdorf fanden die ersten Versuche mit elektrisch betriebenen Straßenbahnen statt. Die erfolgreichen Tests führten schließlich zur Präsentation dieser Bahn auf der Gewerbeausstellung 1879 in Treptow und am 16. Mai 1881 zur Eröffnung ersten elektrischen Straßenbahnlinie der Welt vom Bahnhof Lichterfelde Ost (Anhalter Bahn) zur Preußischen Kadettenanstalt in Groß-Lichterfelde.[3][4][5]

Im Jahr 1893 eröffnete nach dreijähriger Bauzeit die Anstalt für Epileptische Wuhlgarten, das heutige Wilhelm-Griesinger-Krankenhaus.

Seit der Wende zum 20. Jahrhundert begann in Biesdorf eine verstärkte Siedlungstätigkeit, ab 1904 erhielt der Ort Wasser- und Gasanschluss, erst 1914 kam die Stromversorgung hinzu. Zu dieser Zeit wurde die Villen-Kolonie Biesdorf-Süd angelegt. Bis 1933 entstanden unter anderem die Siedlungen Neu-Biesdorf, Biesdorf-Nord, Kolonie Daheim und Biesenhorst. Zwischen 1907 und 1909 wurde in Biesdorf die erste drehbare Luftschiffhalle zu Lande nach Plänen von Karl Janisch errichtet. Am 23. Januar 1911 fand die erste 40-minütige Probefahrt des Siemens-Schuckert-Luftschiffes (SSL) statt. Biesenhorst wurde im Norden begrenzt durch die nach 1945 planierten Fuchsberge – ein beliebtes Wintersportgebiet für die Berliner. Im Westen grenzten die Pionierkaserne und die Gebäude des früheren Flugplatzes an die Kolonie. Um 1940 wurde die Hälfte der Kolonie zugunsten des Eisenbahnbaus geräumt und die Bewohner in die Stadt umgesiedelt.

Biesdorf als Teil Berlins 1920–1933[Bearbeiten]

Biesdorf wurde 1920 nach Groß-Berlin eingemeindet und Teil des Bezirks Lichtenberg. Im Ortsteil wurde eine Amtstelle eingerichtet, die ab 1923 auch für Marzahn zuständig war. Am 21./22. Dezember 1927 kaufte die Stadt Berlin für sechs Millionen Mark Gut, Schloss und Park Biesdorf. Ab Pfingsten 1928 war der rund 14 Hektar große Park der Öffentlichkeit zugänglich. In den unteren Räumen des Schlosses entstanden Diensträume der Polizei, 1929 wurde die Ortsamtsstelle Biesdorf im Schloss eingerichtet. Am 6. November 1928 wurde Biesdorf an das elektrische S-Bahnnetz angeschlossen.

Biesdorf im Nationalsozialismus[Bearbeiten]

Nach der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten 1933 wurde der Biesdorfer Arzt Arno Philippsthal eines der ersten jüdischen Opfer in Berlin. Er wurde am 21. März 1933 festgenommen und starb am 3. April 1933 an den Folgen der Misshandlungen. Im selben Jahr zog auch die Ortsgruppe der NSDAP und NSV ins Schloss Biesdorf ein. Ab 1934 wurden infolge des „Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ auch in der Anstalt für Epileptische Wuhlgarten Zwangssterilisierungen vorgenommen. Mindestens 689 Patienten wurden im Rahmen des sogenannten „Euthanasieprogramms“, der Aktion T4, in Tötungsanstalten deportiert.

Zwischen 1940 und 1942 wurden in Biesdorf die „Gemeinschaftslager“ Nr. 12–14 und 56 des Generalbauinspektors für die Reichshauptstadt als Fremd- und Zwangsarbeiterlager errichtet. Beim Bau des neuen Verschiebebahnhofs, der nie fertig wurde, waren zuerst französische, danach sowjetische Kriegsgefangene eingesetzt (Biesenhorst-Fuchsberge). Auch bei den örtlichen Bauern mussten Zwangsarbeiter die im Kriegseinsatz befindlichen Arbeitskräfte ersetzen. Im Mai 1942 mietete die AEG den Saalanbau einer Biesdorfer Gaststätte, der bisher u. a. von den Katholiken in Biesdorf-Nord und Marzahn für Gottesdienste genutzt wurde, um dort Zwangsarbeiter unterzubringen. Am 30. März 1943 wurden bei einem schweren Luftangriff 13 Menschen getötet. Bei einem weiteren Bombenangriff in der Nacht zum 24. Dezember 1944 gab es nördlich der Fuchsberge weitere Todesopfer. Am 5. April 1945 fielen Bomben südlich der Fuchsberge ohne Personenschäden.

Gisela Reissenberger und ihre Mutter Elsa Ledetsch versteckten 1943/1944 in ihren Häusern fünf jüdische Bürger. Sie wurden dafür 1988 von der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem als „Gerechte unter den Völkern“ geehrt. Am 22. April 1945 erreichte die Rote Armee Biesdorf, das insbesondere durch Volkssturm und versprengte Teile einer dänischen Waffen-SS-Einheit verteidigt wurde. Am Tag zuvor wurden die zweite Etage und die Inneneinrichtung des Biesdorfer Schlosses des damaligen Sitz der NSDAP-Ortsgruppe – vermutlich durch Brandstiftung eines dänischen Waffen-SS-Kommandos – zerstört, möglicherweise um im Schloss untergebrachte Gegenstände (Gerüchte sprechen von – aus der NSDAP-Parteileitung Berlin oder der Gestapo ausgelagerten – Akten, Falschgeld oder gefälschten Pässen) nicht in russische Hände fallen zu lassen. Zum Teil sollen Gegenstände in der näheren Umgebung in Schützengräben und Unterständen vergraben worden sein.

Nach der Einnahme Biesdorfs durch die Rote Armee (22./23. April 1945[6] wurde Fritz Dzyck von der Besatzungsmacht als Bürgermeister eingesetzt.

Biesdorf seit dem Zweiten Weltkrieg[Bearbeiten]

Ende Mai /Anfang Juni 1945 wurden 36 Häuser in Biesdorf für leitende Mitarbeiter von Behörden und Kultureinrichtungen beschlagnahmt, im Oktober 1946 wurden mehrere Grundstücke zurückgegeben. Auch der erste Oberbürgermeister des Nachkriegs-Berlin, der am 17. Mai 1945 von den Sowjets eingesetzte Arthur Werner, bezog hier seine Dienstwohnung.

Im gleichen Zeitraum wurden Teile der Paradiessiedlung (Dillinger Weg, Frankenholzer Weg, Püttlinger Straße) für die Rote Armee beschlagnahmt und durch eine Holzmauer von den verbliebenen Teilen abgetrennt. Die Rote Armee bezog dort und im ehemaligen Zwangsarbeiterlager (Frankenholzer Weg) Quartier. Erst in den 1950er Jahren verließ die Rote Armee die Häuser in der Paradiessiedlung. Das Gelände des ehemaligen Zwangsarbeiterlagers übernahm später die NVA und stationierte dort unter Bruch des Vier-Mächte-Abkommens eine Einrichtung des Ministerium für Nationale Verteidigung der DDR, das Erich-Weinert-Ensemble (EWE). Dieses hochprofessionelle Ensemble bestand aus Chor, Sinfonischem Orchester, Tanzorchester /Big Band, Ballett, Kabarett, Gesangssolisten und Schauspielern, Dramaturgen, Dirigenten, Regisseuren, Choreografen sowie technischen und organisatorischen Mitarbeitern eines Theater-Ensemble-Betriebes (diese waren unbewaffnet, wurden jedoch später zur Selbstverteidigung mit Handfeuerwaffen ausgerüstet).

Das Schloss Biesdorf wurde von der Roten Armee beschlagnahmt, und es wurde in den Räumen eine Trauerhalle für gefallene oder verstorbene Sowjetsoldaten eingerichtet, zeitweise wurden die Räumlichkeiten aber auch für Feierlichkeiten anderer Art (Ordensverleihungen, 1. Mai) genutzt. Die toten Soldaten wurden im Schlosspark provisorisch beigesetzt, nach dem Auszug der Sowjetarmee wurden die Toten dann auf sowjetische Militärfriedhöfe umgebettet.

Das Biesdorf-Center

Im Jahr 1951 wurde die im Zweiten Weltkrieg zerstörte Kirche auf dem Anger nach dem Wiederaufbau in vereinfachter Form eingeweiht und erhielt den Namen Gnadenkirche. 1952 wurde das 1945 von der Roten Armee besetzte Biesdorfer Gut ein „Volkseigenes Gut“. 1953 beteiligten sich Bauarbeiter des Studentenwohnheims Biesdorf am Volksaufstand des 17. Juni gegen das totalitäre SED-Regime.

Schloss und Schlosspark, die seit 1955 für kulturelle Zwecke genutzt worden waren, wurden 1977 unter Denkmalschutz gestellt. 1979 wurde Biesdorf aus dem bisherigen Stadtbezirk Lichtenberg ausgegliedert und Teil des damals neuen Stadtbezirks Marzahn. Es erfolgten aber keine Proteste, sondern nur diplomatische Noten der drei westlichen Besatzungsmächte Berlins (USA, Großbritannien, Frankreich). Erst die Ausdehnung des Stadtbezirkes Marzahn über die Grenzen Berlins hinaus in den 1980er Jahren führte zu diplomatischen Spannungen im Ost-West-Konflikt.

Der Biesdorfer Schlosspark, einschließlich Parkbühne, Eiskeller und Teich, wurde 1993 nach einer Rekonstruktion wiedereröffnet. 1998 wurden ein Teehaus und ein Lesegarten übergeben. 1997 wurde das Unfallkrankenhaus Berlin eröffnet. 1999/2000 wurden in Biesdorf-Süd archäologische Grabungen durchgeführt. Die Funde reichten bis in die Zeit vor rund 9000 Jahren zurück. Ein Großteil der Funde ist heute im Märkischen Museum zu besichtigen.

Biesdorf im 21. Jahrhundert[Bearbeiten]

Biesdorf wurde 2001 im Rahmen der Bezirksfusion Teil des Bezirkes Marzahn-Hellersdorf. Seit 2002 entstand der Wohnpark „Erntedankweg“ direkt neben der S-Bahn. Im März 2003 eröffnete die BMW Niederlassung Berlin. Kurz darauf im April 2003 wurde das Biesdorf-Center eröffnet. 2004 wurde mit der Entmietung des Gewerbeparkes begonnen, auf dessen Gelände später Einfamilienhäuser gebaut wurden. Im Dezember 2004 wurde die Bibliothek im Schloss Biesdorf geschlossen.

Im Februar 2008 zog das ehemalige Bürgeramt Am Springpfuhl (Helene-Weigel-Platz) in das agapia Gesundheitszentrum Polimedica am Elsterwerdaer Platz. Damit hatte im Jahr 2008 der Bezirk Marzahn-Hellersdorf eine gleichmäßigere Standortverteilung der Bürgerämter erreicht.

Die drei großen Einfamilienhausgebiete: Champignonfeld, Habichtshorst Ost und Habichtshorst West wurden innerhalb von zehn Jahren mit mehreren 100 Häusern bebaut.

SED-Parteischule für DKP-Mitglieder in Biesdorf[Bearbeiten]

Das in Biesdorf befindliche ehemalige Wilhelm-Griesinger-Krankenhaus (heute das Vivantes Klinikum Hellersdorf Standort Brebacher Weg) wurde 1945 zum Teil von der Roten Armee besetzt. Als die Rote Armee 1970 diese Teile der Klinik freigab, wurde in einigen dieser Gebäude von der SED eine Parteischule für westdeutsche DKP-Mitglieder eingerichtet, die offiziell eine Außenstelle des Franz-Mehring-Instituts der Karl-Marx-Universität Leipzig war. Die Schule war bis 1989 in Betrieb.

Innerhalb der DKP und ihrer nahestehenden Jugendorganisation SDAJ war der Begriff „Biesdorf“ identisch mit „Parteischule“. In den 1970er und 1980er Jahren haben viele tausend Menschen diese Parteischule besucht und dort ein-, drei- oder zwölfmonatige Kurse absolviert.

Sehenswürdigkeiten in Biesdorf[Bearbeiten]

Mit Biesdorf verbundene Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Kultur und Sport[Bearbeiten]

Kultur[Bearbeiten]

Theater am Park, vom Frankenholzer Weg aus gesehen

Im Schloss Biesdorf finden häufig verschiedene kulturelle Veranstaltungen, wie Lesungen und kleinere Theateraufführungen statt. Zusätzlich gibt es Veranstaltungen im Theater am Park sowie vereinzelt medizinhistorische Vorlesungen im Alten Kesselhaus des Wilhelm-Griesinger-Krankenhauses. Seit 2000 findet alljährlich im Mai wieder das traditionelle Biesdorfer Blütenfest am Schloss Biesdorf statt.

Sport[Bearbeiten]

Der älteste noch existierende Sportverein in Biesdorf ist der VfB Fortuna Biesdorf, der 1905 gegründet wurde. Darüber hinaus existieren noch weitere Sportvereine in Biesdorf:

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Blick auf den Elsterwerdaer Platz

Biesdorf wird in Ost-West-Richtung von den Bundesstraßen 1 und 5 entlang der Straße Alt-Biesdorf sowie in Nord-Süd-Richtung vom Straßenzug Blumberger Damm /Köpenicker Straße durchzogen. Eine weitere Nord-Süd-Verbindung ist die Oberfeldstraße, die bis zum Bau des Blumberger Damms in den 1980er Jahren als durchgehende Verbindung zwischen Biesdorf Nord und Biesdorf Süd bestand. Heute ist die Strecke an der Kreuzung mit der Ostbahn unterbrochen, der Bahnübergang der Straße ist lediglich für Fußgänger und Radfahrer noch geöffnet.

Hauptknotenpunkt im öffentlichen Nahverkehr ist der U-Bahnhof Elsterwerdaer Platz, an dem sich mehrere Buslinien der BVG treffen. Der U-Bahnhof wurde zusammen mit dem ebenfalls im Ortsteil gelegenen Bahnhof Biesdorf-Süd im Zuge der Verlängerung der heutigen Linie U5 am 1. Juli 1988 dem Verkehr übergeben. Nördlich des Dorfkerns von Biesdorf, an der Kreuzung der Oberfeldstraße mit der Ostbahn befindet sich zudem der am 1. August 1885 eröffnete S-Bahnhof Biesdorf. Dieser liegt an der S-Bahnlinie 5 und verfügt über zwei Seitenbahnsteige, die über eine Fußgängerbrücke miteinander verbunden sind. Bis Juni 2011 wurden drei Aufzüge mit Mitteln aus dem Konjunkturprogramm der Bundesregierung und des Landes Berlin installiert, die Bahnsteige sind nun barrierefrei erreichbar.[7] Der Bahnhof ist mit der Linie 192 ebenfalls an das Berliner Busnetz angeschlossen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Bezirksamt Marzahn von Berlin (Hrsg.): Biesdorf und Marzahn. Aus der Geschichte zweier Dörfer. Ein Lesebuch. Berlin 2000.
  • Hans-Jürgen Rach: Die Dörfer in Berlin. Ein Handbuch der ehemaligen Landgemeinden im Stadtgebiet von Berlin. 2. Auflage. Verlag für Bauwesen, Berlin 1990, ISBN 3-345002-43-4.
  • Günther Peters: Biesdorf – mitten in Berlin. In: Der historische Ort. Nr. 103. Kai Homilius Verlag, Berlin 2000, ISBN 3-89706-102-3 (Leseprobe).
  • Bernd Maether: Schloss Biesdorf. In: Der historische Ort. Nr. 42. Kai Homilius Verlag, Berlin 2002, ISBN 3-931121-41-0 (Leseprobe).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Berlin-Biesdorf – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 10 Vorurteile über Marzahn. Abgerufen am 2. September 2010.
  2. [1]
  3. berliner-verkehrsseiten.de, abgerufen am 29. Mai 2011
  4. berliner-verkehr.de, abgerufen am 29. Mai 2011
  5. fredriks.de, abgerufen am 29. Mai 2011
  6. Europäisches Friedensforum: Zeitzeugen berichten über das Kriegsende 1945 und den 8. Mai 1945 als Tag der Befreiung vom Faschismus, Seite 4 PDF)
  7. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatDritter Aufzug am S-Bahnhof Biesdorf geht in Betrieb. DB Mobility Logistics AG, 20. Juni 2011, abgerufen am 10. Juni 2012.