Bientina

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Bientina
Wappen
Bientina (Italien)
Bientina
Staat: Italien
Region: Toskana
Provinz: Pisa (PI)
Koordinaten: 43° 43′ N, 10° 37′ O43.71666666666710.61666666666710Koordinaten: 43° 43′ 0″ N, 10° 37′ 0″ O
Höhe: 10 m s.l.m.
Fläche: 29 km²
Einwohner: 7709 (31. Dez. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte: 266 Einw./km²
Postleitzahl: 56031
Vorwahl: 0587
ISTAT-Nummer: 050001
Demonym: Bientinesi
Schutzpatron: Valentin von Rom
Website: http://www.comune.bientina.pi.it

Bientina ist eine Gemeinde mit 7709 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2010) in der italienischen Region Toskana. Sie gehört zur Provinz Pisa.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Lage von Bientina in der Provinz Pisa

Die Gemeinde erstreckt sich über ca. 29 km², die Einwohnerdichte beträgt etwa 254 Einwohner/km². Sie liegt ca. 60 km westlich von Florenz und 15 km östlich von Pisa.

Zu den Ortsteilen zählen Caccialupi, Puntone, Quattro Strade und Santa Colomba.

Die Nachbargemeinden sind Altopascio (LU), Buti, Calcinaia, Capannori (LU), Castelfranco di Sotto, Santa Maria a Monte, Vicopisano

Bientina liegt an der Ostseite der Bergkette des Monte Pisano, an dem weiten, urbar gemachten Bett des ehemaligen Sees von Bientina.

[Bearbeiten] Naturschutzgebiete

  • WWF-Naturschutzgebiet Bosco di Bottaccio, auf dem Gebiet der Gemeinden Bientina (Feuchtgebiet) und Capannori (Provinz Lucca, Wald)
  • Bosco di Tanali (160 ha) an den Hängen des Monte Pisano

[Bearbeiten] Geschichte

Der Ort Bientina wurde im Jahre 793 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, und stand danach lange unter der Herrschaft des Erzbischofs von Pisa. Vom 13. bis zum 15. Jh. gehörte Bientina abwechselnd zu den Stadtrepubliken Lucca und Pisa, bis es sich im Jahre 1402 endgültig Florenz unterwarf.

Bekannt wurde Bientina durch die Trockenlegung des gleichnamigen Sees. Dieses ehemals größte toskanische Binnengewässer befand sich an der Grenze des Machtbereichs der Staaten Florenz und Lucca, und wurde ausgiebig zur Fischerei genutzt. Da die Hochwasser des Arno zu regelmäßigen Überschwemmungen führten, wurden unter Cosimo I. de’ Medici erste Arbeiten zur Trockenlegung des Sees und des angrenzenden Sumpflandes unternommen. Erfolgreich beendet wurden diese jedoch erst in der 2. Hälfte des 19. Jh. unter der Regierung von Leopoldo II.

In den Jahren 1965–1966 wurden im Rahmen von Sanierungsarbeiten größere Teile des historischen Stadtzentrums von Bientina abgerissen. Heute ist das Gebiet der Gemeinde wirtschaftlich von Kleinunternehmen geprägt (Möbel, Lederwaren).

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Kirchen

  • Chiesa di Santa Maria Assunta (im 17. Jh. im Barockstil umgebaut), dem Heiligen Valentin von Rom geweiht.
  • Chiesa di San Domenico (17. Jh.)

[Bearbeiten] Museen

  • Museo della Pieve (religiöse Kultgegenstände vom 16. - 19. Jahrhundert).
  • Museo degli Etruschi (Etruskermuseum) in der profanierten Kirche San Girolamo. Die Sammlung umfasst Funde aus dem Gebiet der Gemeinde, die zum Teil bei den Trockenlegungsarbeiten entdeckt wurden.

[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen

  • Carnevale Bientinese (Karnevalsumzüge, im Frühjahr)
  • Festa patronale di San Valentino - Fest des Schutzpatrons (Pfingsten)
  • Palio delle Contrade im Juli. Pferderennen nach dem Vorbild des Palio von Siena.

[Bearbeiten] Städtepartnerschaften

Bientina unterhält mit folgenden Städten Städtepartnerschaften:

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Gemeinde

[Bearbeiten] Bilder

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Bientina – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica vom 31. Dezember 2010.
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