Terricciola

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Terricciola
Wappen
Terricciola (Italien)
Terricciola
Staat: Italien
Region: Toskana
Provinz: Pisa (PI)
Koordinaten: 43° 32′ N, 10° 41′ O43.52555555555610.680833333333180Koordinaten: 43° 31′ 32″ N, 10° 40′ 51″ O
Höhe: 180 m s.l.m.
Fläche: 43 km²
Einwohner: 4.546 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 106 Einw./km²
Postleitzahl: 56030
Vorwahl: 0587
ISTAT-Nummer: 050036
Volksbezeichnung: Terricciolesi
Schutzpatron: San Donato (7. August)
Website: www.comune.terricciola.pi.it
Panorama von Terricciola
Panorama von Terricciola

Terricciola ist eine Gemeinde mit 4546 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2012) in der Provinz Pisa in der italienischen Region Toskana.

Geographie[Bearbeiten]

Lage von Capannoli in der Provinz Pisa

Terricciola liegt ca. 35 km südöstlich der Provinzhauptstadt Pisa in der Hügellandschaft der Colline Pisane, zwischen den Tälern der Flüsse Cascina und Era. Der Ort liegt in der klimatischen Einordnung italienischer Gemeinden in der Zone D, 1819 GR/G[2].

Ortsteile (frazioni) sind, neben dem Hauptort Terricciola, die Ansiedlungen Selvatelle, Morrona, Soiana, Soianella, La Chientina und La Rosa.

Nachbargemeinden sind Capannoli, Casciana Terme Lari, Chianni, Lajatico und Peccioli.

Geschichte[Bearbeiten]

Das heutige Gemeindegebiet von Terricciola war in etruskischer und römischer Zeit besiedelt, was durch mehrere Gräberfunde bezeugt ist (Tomba di Nantia, Tomba di Scannicci, Tomba del Cherubino). Im Mittelalter wurde das Dorf, wie auch einige der anderen heutigen Ortsteile (Morrona und Soiana) befestigt, und gehörte im 12. Jahrhundert zum Territorium der Bischöfe von Volterra. Der Name Terricciola leitet sich von den Befestigungstürmen (lateinisch turris) ab. Im Jahre 1284 kam das Gebiet in den Einflussbereich von Florenz, blieb jedoch bis zur endgültigen Unterwerfung Pisas im Jahre 1406 zwischen den beiden Republiken umstritten. Als Erinnerung daran zeigt das Wappen von Terricciola zur Hälfte eine Florentinische Lilie, zur anderen Hälfte das Pisaner Kreuz.

Wirtschaft[Bearbeiten]

In der Vergangenheit lebte Terricciola ausschließlich von der Landwirtschaft. Heute gibt es zusätzlich Kleinindustrie (Holzgewerbe), wichtigster Wirtschaftszweig ist jedoch der Weinbau (Rotweine der Herkunftsbezeichnungen DOCG Chianti und Chianti Colline Pisane, sowie Weißweine der DOC Bianco Pisano di San Torpè).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Terricciola zeigt noch Reste der mittelalterlichen Befestigungsanlage, darunter einen Turmrest am nordwestlichen Teil der ehemaligen Stadtmauer. Die Parochialkirche Chiesa di San Donato liegt auf dem höchsten Punkt des Dorfes, wahrscheinlich auf Resten des ehemaligen Bergfrieds. Ihre heutige Form erhielt die Kirche im 19. Jahrhundert. Die Villa Gherardi del Testa am Ortseingang wurde in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts als Landwohnsitz für eine adelige Pisaner Familie errichtet.

Weitere Kirche außerhalb des Dorfes sind:

  • Badia di Santa Maria – Die ursprünglich romanische Klosterkirche aus dem 12. Jahrhundert im Ortsteil Morrona wurde im 18. Jahrhundert umgebaut.
  • Santuario della Madonna di Monterosso – Die Wallfahrtskirche liegt in der Hügellandschaft bei Castelvecchio. Die Kirche erhielt ihr heutiges Aussehen nach Restaurierungen des 18. Jahrhunderts. Im Inneren ist sie mit Fresken aus dem 19. Jahrhundert geschmückt.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Fiera di San Donato – Dorffest um den 7. August
  • Festa dell’Uva e del Vino – Weinfest im September

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Terricciola – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2012.
  2. Webseite der Agenzia nazionale per le nuove tecnologie, l’energia e lo sviluppo economico sostenibile (ENEA), abgerufen am 14. November 2012 (ital.) (PDF; 330 kB)