Billy Talent

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Dieser Artikel behandelt die Band Billy Talent. Für ihr zweites Album siehe Billy Talent (Album).
Billy Talent
Billy Talent
Billy Talent
Allgemeine Informationen
Genre(s) Post-Hardcore, Punkrock, Alternative Rock
Gründung 1993 als Pezz
Website http://www.billytalent.com/
Gründungsmitglieder
Benjamin Kowalewicz
Ian D'Sa
Jonathan Gallant
Aaron Solowoniuk

Billy Talent ist eine Rockband aus Mississauga, Kanada. Die Band spielte Anfangs Punk, ehe sie sich mehr dem Alternative Rock zuwendete.

Bandgeschichte[Bearbeiten]

Benjamin Kowalewicz

Anfänge[Bearbeiten]

Der Leadsänger Benjamin Kowalewicz (* 16. Dezember 1975 in Montreal) lernte in der Schule Jonathan Gallant (* 23. Juli 1975) kennen, mit dem er in der Band To Each His Own spielte. Bei einem Bandwettbewerb trafen sich die heutigen Bandmitglieder, die damals noch in verschiedenen Bands spielten, und beschlossen, in Zukunft zusammen zu spielen. Die neue Band nannte sich Pezz, und die Musikrichtung war zu dieser Zeit noch Punk. Neben einigen lokalen Auftritten nahmen sie 1998 das Album Watoosh! auf.[1]

1999 erfolgte eine Umorientierung in Richtung Alternative Rock und aufgrund von Unstimmigkeiten mit einer gleichnamigen Band eine Änderung des Namens in „Billy Talent“, einer Figur aus dem Film Hard Core Logo. Mit dem neuen Image und Stil weckten sie Interesse bei Torontos größter Radio-Rock-Show, und die Produzentin verschaffte ihnen einen Plattenvertrag bei Warner Records.

Billy Talent[Bearbeiten]

Im Winter 2002/2003 nahm die Band das erste Album unter dem neuen Namen im Studio The Factory in Vancouver auf.[2] Billy Talent erschien am 23. September 2003 auf Atlantic Records. Als Singles wurden die Titel Try Honesty, The Ex, River Below und Nothing to Lose veröffentlicht.

Billy Talent II[Bearbeiten]

Siehe auch: Billy Talent II

Das zweite Album unter dem neuen Bandnamen wurde am 23. Juni 2006 veröffentlicht und erreichte in Kanada Doppelplatinstatus.[3] Am 19. Februar 2007 erreichte die Band mit ihrem Zweitwerk auch in Deutschland Platinstatus.[4]. Als Singles wurden Devil in a Midnight Mass, Red Flag, Fallen Leaves, Surrender und This Suffering ausgekoppelt. In den USA konnte die Band einen nicht so großen Erfolg verbuchen. Das Emblem des Albums ist ein schreiender Mund.

Im März 2006 wurde bekannt, dass der Schlagzeuger der Band, Aaron Solowoniuk, seit zehn Jahren an Multipler Sklerose erkrankt ist. Mittlerweile konnte Solowoniuk die Krankheit soweit unter Kontrolle bringen, dass er weiterhin als Musiker arbeiten kann. 2007 erschien das Live-Album 666 Live, das auf DVD und CD Konzertmitschnitte aus Brixton, Düsseldorf und von Rock am Ring beinhaltet.

Billy Talent III[Bearbeiten]

Siehe auch: Billy Talent III

Im August 2008 präsentierten Billy Talent einen Song mit dem Titel Turn Your Back zusammen mit Anti-Flag aus dem Album Billy Talent III, das von Brendan O’Brien produziert wurde.[5] Ein weiterer Song, Rusted from the Rain, erschien als zweite Single. Das Album Billy Talent III erschien am 10. Juli 2009 in Deutschland. Am ersten Tag wurde es über 300.000 Mal verkauft. Als erste Single wurde Devil on My Shoulder veröffentlicht. Der Song Saint Veronika ist am 26. Februar 2010 als dritte Single erschienen. Die vierte und letzte Single, Diamond on a Landmine, erschien am 22. Juni 2010.

Dead Silence[Bearbeiten]

Am 11. Juli 2012 wurde über die Website der Band offiziell bekannt gegeben, dass das neue Album Dead Silence heißen und ab dem 11. September 2012 weltweit zu kaufen sein würde. Für die Arbeit am neuen Album kaufte sich die Band ein eigenes Tonstudio, John Gallant beschrieb diesen Schritt als erste große Investition der Band.[6] Besonderen Wert legten sie bei den Aufnahmen auf den Gesang. Die Songs seien größtenteils in einer hohen Tonlage, sagte Ian D'Sa, der neben den Gitarren- und Gesangseinlagen für dieses Album auch die Produktion übernahm.

Im Februar 2012 musste sich Schlagzeuger Solowoniuk einer Operation unterziehen, und während seiner Genesungsphase arbeitete der Rest der Band weiter am neuen Album. Sie nahmen die Operation zum Anlass, den Slogan der Stiftung „F.U.M.S. (Fuck You Multiple Sclerosis)“ des Schlagzeugers, Turn Anger Into Hope (Verwandle Wut in Hoffnung), in ihren Song Don't Count on the Wicked einzubauen.[6] Nach This Is How It Goes ist dies nun der zweite Song, der Bezug auf Solowoniuks Krankheit nimmt.[7] Trotz einiger Komplikationen konnte die Band ihre planmäßigen Veröffentlichungstermine einhalten.[7]

Am 25. Mai 2012 veröffentlichten sie die Single Viking Death March aus dem Album Dead Silence als Download. Am 7. August folgte Surprise Surprise, welches sich in den deutschen Charts platzieren konnte. Das Musikvideo zu Viking Death March besteht aus Ausschnitten des Auftritts der Band bei Rock am Ring 2012.[6] Am 7. September 2012 wurde Dead Silence in Deutschland und Österreich veröffentlicht.

Im April/Mai 2013 ging die Band auf Europatournee - auf den beiden deutschen Konzerten in Fürth und Bochum mit den Donots als Vorgruppe. Im Juni 2013 hatten sie einen Auftritt auf den Festivals Southside und Hurricane. Für den Echo 2013 wurden sie mit dem Album 'Dead Silence' nominiert. Am 31. Oktober 2014 erschien ein Best-of-Album der Band mit dem Titel Hits. Das Album enthält auch zwei neue Songs. Eines trägt den Titel Kingdom of Zod und ist seit dem 25. September 2014 als Download erhältlich.[8]

Wohltätigkeit[Bearbeiten]

Jedes Jahr wird in Kanada ein Benefiz-Konzert veranstaltet, das sich für MS-Erkrankte engagiert. Da die Band aufgrund der Arbeiten am neuen Album nicht dabei sein konnte, ließen sie sich eine Alternativ-Veranstaltung mit dem Titel „Cut to the Drummer“ einfallen. 50 Künstler haben Portraits von 50 Schlagzeugern angefertigt. Die Bilder wurden in einer Auktion verkauft und die Erlöse dem MS Society of Canada Scholarship Fund gespendet.

Diskografie[Bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chart-Positionen Anmerkungen
DE [9] AT [10] CH [11] UK [12] US [13] CA
1999 Watoosh! als „Pezz“
2003 Billy Talent 97 38 194 6[14] 29. September 2003
Auszeichnungen: CA – 3x Platin[3]; DE – 1x Platin[4]
Verkäufe: 650.000
2006 Billy Talent II 1 4 31 46 134 1[15] 23. Juni 2006
Auszeichnungen: CA – 2x Platin[3]; DE – 3x Gold[4]
Verkäufe: 1.200.000[16]
2009 Billy Talent III 2 2 3 35 - 1 10. Juli 2009
Auszeichnungen: CA – 1x Platin[17]; DE – 1x Platin[4]
Verkäufe: 600.000[18]
2012 Dead Silence 1 2 3 23 135 1 7. September 2012
Auszeichnungen: DE - 1x Gold[4]
2014 Hits 69 - 79 - - - 31. Oktober 2014
Auszeichnungen:

Singles[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen Anmerkungen Album
DE [19] AT [10] CH [11] UK [12] CA
2003 Try Honesty 68 22. September 2003 Billy Talent
2004 The Ex 61 29. März 2004
River Below 70 5. Juli 2004
Nothing to Lose Radio-Single
2006 Devil in a Midnight Mass 66 12. Juni 2006 Billy Talent II
Red Flag 34 19 49 15. September 2006
Fallen Leaves 35 34 91 73 [20] 19. November 2006
2007 Surrender 46 45 22 [21] 15. Juni 2007
This Suffering 93 [22] 26. November 2007; Radiosingle
2008 Turn Your Back (feat. Anti-Flag) 50 23 16. September 2008 Billy Talent III
2009 Rusted from the Rain 14 19 53 9 19. Mai 2009
Devil on My Shoulder 46 [23] 11. September 2009[24]
2010 Saint Veronika 62 26. Februar 2010
Diamond on a Landmine 88 22. Juni 2010
2012 Viking Death March 69 25. Mai 2012 Dead Silence
Surprise, Surprise 77 78 7. August 2012
2014 Kingdom of Zod 25. September 2014 Hits
Chasing the Sun 31. Oktober 2014

Anmerkung: Die Platzierungen in Kanada beziehen sich auf die inoffiziellen Top-100 von Billboard (Airplay und Verkäufe). In den offiziellen Single-Verkaufscharts waren Billy Talent nicht aufgenommen.

Livealben[Bearbeiten]

  • 2006: Try Honesty Live
  • 2007: Billy Talent 666 Live

EPs[Bearbeiten]

  • 1993: Demoluca (als „Pezz“)
  • 1994: Dudebox (als „Pezz“)
  • 2003: Try Honesty (1. September)
  • 2010: Live Session EP (exklusiv als Download bei iTunes)

DVDs[Bearbeiten]

  • 2005: Scandalous Travelers (4. Januar 2005, Tour-Dokumentation und diverse Videos)
  • 2007: Billy Talent 666 Live (23. November 2007, Live-DVD mit verschiedenen Konzertmitschnitten)
  • 2014: Billy Talent Hits (31. Oktober 2014, Live-DVD mit verschiedenen Konzertmitschnitten)

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • Juno Awards:
    • 2005 Gruppe des Jahres und Album des Jahres (Billy Talent)
    • 2007 Gruppe des Jahres und Rockalbum des Jahres (Billy Talent II)
  • ECHO:
    • 2007 Newcomer International und Gruppe Rock/Metal/Alternative International
  • MuchMusic-Video-Awards:
    • 2005 Bestes Video (River Below) und Bestes Rock-Video (River Below)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Billy Talent – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. muchmusic.comBiografie (abgerufen am 24. Mai 2008)
  2. Karen Bliss: Billy Talent auf accessmag.com (abgerufen am 10. Juni 2008)
  3. a b c CRIA: Gold- und Platinauszeichnungen Januar 2007 (abgerufen am 24. Mai 2008)
  4. a b c d e ipfi.de: Gold- und Platindatenbank (abgerufen am 5. November 2014)
  5. Information zu Billy Talent III auf der offiziellen Website
  6. a b c [1], Biographie der Band auf der offiziellen Website (abgerufen am 9. September 2012, 13:06)
  7. a b [2], VISIONS, Ausgabe 234, 23. Jahrgang (September 2012)
  8. Billy Talent Best-Of-Album :http://www.billytalent.de/news
  9. musicline.de: Chartverfolgung / Billy Talent / Longplay (abgerufen am 24. Mai 2008); Charts-Surfer (abgerufen am 24. Mai 2008)
  10. a b austriancharts.at: Billy Talent in der österreichischen Hitparade (abgerufen am 24. Mai 2008)
  11. a b hitparade.ch: Billy Talent in der Schweizer Hitparade (abgerufen am 24. Mai 2008)
  12. a b Chart-Stats (abgerufen am 24. Mai 2008)
  13. billboard.com: Artist Chart History Albums (Memento vom 14. Februar 2009 im Internet Archive) (abgerufen am 24. Mai 2008)
  14. Canadian Albums Chart: Charts vom 25. Juli 2004 (Zugriff über Internet Archive) Die Daten der von Nielsen SoundScan veröffentlichten kanadischen Alben-Charts sind nur mit Hilfe der Wayback Machine zu rekonstruieren und dadurch entsprechend lückenhaft. Ein drei Mal mit Platin ausgezeichnetes Album war höchstwahrscheinlich irgendwann auf Platz 1 der Charts, der Nachweis dafür steht jedoch aus.
  15. Canadian Albums Chart: Charts vom 13. Juli 2006 (Zugriff über Internet Archive)
  16. http://www.worldwidealbums.net/
  17. cria.com: Gold & Platinum – October 2009 Abgerufen am 1. März 2010.
  18. http://www.worldwidealbums.net/
  19. musicline.de: Chartverfolgung / Billy Talent / Single (abgerufen am 24. Mai 2008); Charts-Surfer (abgerufen am 24. Mai 2008)
  20. acharts.us: Fallen Leaves (abgerufen am 24. Mai 2008)
  21. acharts.us: Surrender (abgerufen am 24. Mai 2008)
  22. acharts.us: This Suffering (abgerufen am 24. Mai 2008)
  23. acharts.us: Devil on My Shoulder
  24. chart-king.de: [3]