Joachim von Ribbentrop

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Joachim von Ribbentrop
Joachim von Ribbentrop als Angeklagter in Nürnberg

Ullrich Friedrich Willy Joachim von Ribbentrop (* 30. April 1893 in Wesel; † 16. Oktober 1946 in Nürnberg) war ein deutscher Politiker (NSDAP). Er war von 1938 bis 1945, während der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur, Reichsminister des Auswärtigen.

Ribbentrop gehörte zu den 24 im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen Militärgerichtshof angeklagten Personen. Er wurde am 1. Oktober 1946 in allen vier Anklagepunkten schuldig gesprochen, zum Tod durch den Strang verurteilt und am 16. Oktober 1946 hingerichtet.

Leben[Bearbeiten]

Herkunft[Bearbeiten]

Joachim von Ribbentrop war der Sohn von Oberstleutnant Richard Ullrich Friedrich Wilhelm Ribbentrop und Johanne Sophie Hertwig. Joachim hatte einen um ein Jahr älteren Bruder namens Lothar und eine 1896 geborene Schwester Ingeborg. Der Vater erzog seine Kinder streng, sie wurden oft verprügelt. Joachim fand ihn abschreckend und fürchtete sich vor ihm. Dagegen war seine Mutter in seiner Erinnerung herzlich und freundlich. Sie starb 1902 an Tuberkulose. Die Familie Ribbentrop wohnte seit 1902 in Metz, das seit dem Frieden von Frankfurt von 1871 zum Reichsland Elsaß-Lothringen und damit zum Deutschen Reich gehörte. Der Vater war Adjutant des kommandierenden Generals und heiratete erneut.

Joachim Ribbentrop lernte in Metz, das trotz der deutschen Garnison stark französisch geprägt war, die französische Sprache. Er war ein guter Sportler, ein guter Geigenspieler, aber ein schlechter Schüler. Er machte keinen höheren Schulabschluss und konnte kaum schreiben. 1908 quittierte der Vater den Dienst und zog mit seiner Familie nach Arosa in die Schweiz. Während der 18 Monate in Arosa erhielten die Kinder Privatunterricht von französischen und englischen Tutoren. Joachim Ribbentrops Hauptbeschäftigungen waren Bergsteigen, Ski- und Bobfahren. Die Ribbentrop-Kinder lernten in Arosa Touristen aus vielen Ländern kennen, darunter auch sehr reiche Leute. In Arosa wurde Ribbentrops Interesse geweckt, die Welt kennenzulernen. Nach anderthalb Jahren in Arosa schickte der Vater die Söhne für ein Jahr zum Englisch-Studium nach England. 1910 zogen Joachim Ribbentrop und sein Bruder Lothar nach Kanada. Hier lebten sie sich gut ein. Ribbentrop versuchte, sich mit Hilfe der Erbschaft seiner Mutter eine Existenz als Händler aufzubauen. Dabei handelte er mit Weinen aus Deutschland. Er wurde 1914 Mitglied einer Eishockey-Mannschaft.

Erster Weltkrieg[Bearbeiten]

Unmittelbar nach Beginn des Ersten Weltkrieges verließ Ribbentrop Kanada, um als Freiwilliger auf deutscher Seite zu kämpfen. Sein kränkelnder Bruder blieb erst in Kanada und zog später in die Schweiz, wo er 1918 verstarb. Ribbentrop reiste zunächst in die damals neutralen Vereinigten Staaten und fuhr von New York auf einem niederländischen Dampfer nach Rotterdam. Der Verhaftung durch die britische Marine, die alle Schiffe kontrollierte, die zu dieser Zeit das europäische Festland anliefen, konnte er sich entziehen, indem er sich im Kohlenbunker des Dampfers verborgen hielt. In Deutschland wurde er auf Vermittlung seines Vaters in ein Elite-Kavallerieregiment aufgenommen, die Torgauer Husaren. Im Verlauf des Krieges wurde er mit dem Eisernen Kreuz Erster Klasse ausgezeichnet und zum Oberleutnant befördert. Nach einer Verletzung an der Front wurde er in die deutsche Botschaft in Istanbul versetzt. Hier lernte er Franz von Papen kennen. Nach Kriegsende 1918 zog Ribbentrop nach Berlin, wo er für einige Zeit Mitarbeiter im Reichswehrministerium wurde. Ribbentrop sorgte dafür, dass er einen Eintrag im Who is Who 1919 bekam. Dort war verzeichnet, er sei Adjutant der deutschen Friedensdelegation in Versailles gewesen. Dies stellte sich später als falsch heraus.[1]

Weimarer Republik[Bearbeiten]

1919 nahm Ribbentrop seinen Abschied als Oberleutnant und betätigte sich als Vertreter für französische Weine und Liköre.

Ribbentrop heiratete am 5. Juli 1920 in Wiesbaden Anna Elisabeth (Annelies) Henkell (* 12. Januar 1896 in Mainz; †  5. Oktober 1973), die er 1919 kennengelernt hatte, Tochter des Sektfabrikanten Otto Henkell und seiner Frau Katharina (Käthe) Michel. Das Ehepaar hatte fünf Kinder:

  • Rudolf von Ribbentrop (* 11. Mai 1921 in Wiesbaden), von Rudolf-August Oetker beim Bankhaus Lampe beschäftigt[2], später Mitarbeiter der Sektkellerei Henkell
  • Bettina von Ribbentrop (* 20. Juli 1922 in Berlin)
  • Ursula von Ribbentrop (* 19. Dezember 1932 in Berlin)
  • Adolf Henkell-von Ribbentrop (* 2. September 1935 in Berlin), ehemaliger Mitinhaber von Henkell, verheiratet mit Christiane geb. Gräfin Eltz, der Mutter des ehemaligen deutschen Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg
  • Barthold von Ribbentrop (* 27. Dezember 1940 in Berlin), ehemaliger Chef der Börsenabteilung der Deutschen Bank.

Ribbentrop hoffte auf Aufnahme in die Familienfirma, aber Henkell gab ihm nur die Berliner Vertretung für Henkell. Außerdem verschaffte er ihm gute Beziehungen bei anderen Getränkeherstellern. Aus diesen guten Beziehungen ergab sich 1920 für Ribbentrop nach dem Tod des deutschen Vertreters der Whisky-Firma Johnnie Walker durch die Übernahme der Vertretung eine höchst profitable berufliche Chance.[3] Whisky entwickelte sich in der Weimarer Republik zu einem sehr gefragten Getränk.

Mitte der 1920er Jahre war Ribbentrops Import-/Exportgeschäft für Getränke eines der größten in Deutschland. 1924 legte Ribbentrop die Henkell-Vertretung nieder und widmete sich ausschließlich seiner eigenen Firma. Durch unternehmerisches Geschick, befördert durch seine Sprachkenntnisse, wurde er in kürzester Zeit sehr reich. Das renommierte Stuttgarter Architektenbüro Bonatz und Scholer baute 1922/23 für die Ribbentrops die elegante Villa Lentzeallee 7–9 in Berlin-Schmargendorf. Durch mehrere An- und Umbauten vergrößerte sich das Anwesen um einen Park mit Tennisplatz und Swimmingpool.

Im Hause Ribbentrop gab es damals Gesellschaften, Cocktailpartys und Bridgeabende. Hierzu traf sich die beste Berliner Gesellschaft (Adelige, Finanziers, Industrielle) in der Villa. Viele seiner Kunden waren Juden, einige wurden seine besten Freunde wie der Industrielle Ottmar Strauß und der Direktor der Dresdner Bank Herbert Gutmann. Die Ribbentrops betätigten sich auch als Sammler von Kunst und Wertgegenständen, darunter Gemälde von Gustave Courbet, Claude Monet und André Derain sowie alte Tapisserien und kostbare Teppiche.

Ribbentrop hatte eine Affinität zu Königshäusern und zum Adel, deren Mitglieder er bewunderte. Am 15. Mai 1925 ließ sich Ribbentrop von einer entfernten Verwandten, Gertrud von Ribbentrop (1863–1943), deren Vater Karl Ribbentrop im Jahr 1884 geadelt worden war, adoptieren und führte von da an den Namen „von Ribbentrop“. In einem Vertrag verpflichtete sich Ribbentrop, Gertrud für 15 Jahre eine Rente zu zahlen.[4] Unverzüglich änderte Ribbentrop auch den Namen seiner Firma in Schöneberg und von Ribbentrop um. Außerdem benutzte Ribbentrop Gertruds Familienwappen. Wenn ein Bekannter Ribbentrops Namensänderung nicht bemerkt hatte, kam es vor, dass er einen gedruckten Handzettel verschickte, in dem der Empfänger auf den Namen Joachim von Ribbentrops hingewiesen wurde. Darin wurde auch behauptet, dass Ribbentrop das Adelsprädikat „von“ für Verdienste im Ersten Weltkrieg erhalten habe. 1933 gab Ribbentrop auf einem SS-Fragebogen an, dass er adoptiert worden sei, um seine Adelslinie vor dem Aussterben zu bewahren, ohne allerdings das Jahr der Nobilitierung Karl Ribbentrops zu erwähnen.[5] Einige Zeit nach seiner Namensänderung versuchte Ribbentrop Mitglied im Union Club in Berlin zu werden, dessen Mitglieder überwiegend reich waren und dem Adel entstammten. Ribbentrops Aufnahmeantrag wurde trotz der Fürsprache seiner Freunde Helldorf und von Papen abgelehnt. Den dafür verantwortlichen Diplomaten Friedrich von Lieres und Wilkau versuchte Ribbentrop in Konzentrationslager zu bringen, als er 1938 das Auswärtige Amt übernommen hatte.

Bis 1932 hielt sich Ribbentrops Interesse für Politik in Grenzen. Den Aufstieg des Nationalsozialismus nahm er nur am Rande wahr. Wohl hatte er eine tiefe Abneigung gegen den Kommunismus. Erst als Adolf Hitlers Erfolge unübersehbar waren, ließ sich Ribbentrop im Sommer 1932 eine Audienz beim späteren Führer vermitteln.

Zeit des Nationalsozialismus[Bearbeiten]

Nachdem er 1932 Hitler kennengelernt hatte, trat er der NSDAP (Mitgliedsnr. 1.199.927) bei. Wegen seiner Bewunderung für Hitler setzte Ribbentrop seine gesellschaftlichen Beziehungen im Verlauf des Jahres 1932 ein, um Kontakte zwischen einflussreichen Persönlichkeiten Berlins und Hitler zu vermitteln. Diese Kontakte erleichterten es Hitler, die „Machtergreifung“ im Jahr 1933 ohne großen Widerstand durchzuführen. Dabei diente Ribbentrop vor allem „als Mittelsmann“ zwischen von Papen und Hitler.[6] Nachdem Heinrich Himmler bei der Zusammenkunft Hitlers mit Franz von Papen im Haus des Kölner Bankiers Kurt von Schröder am 4. Januar 1933 Ribbentrop begegnet war, fragte er bei diesem an, ob er ein Folgetreffen zwischen Hitler und von Papen arrangieren könne. Ribbentrop sagte zu und stellte seine Villa für diese Gespräche zur Verfügung:

„Am Abend des 10. Januar 1933 begannen dann in der Ribbentropschen Villa die entscheidenden Koalitionsverhandlungen, die schließlich am 30. Januar 1933 zur Bildung des Kabinetts Hitler führten.“[7]

Zwar habe von Papen in seinen Memoiren angegeben, Hitler zwischen dem 4. und 22. Januar nicht getroffen zu haben, aber „Frau Ribbentrops diktierte Notizen zeigen“, so der britische Historiker und Hitler-Biograph Ian Kershaw, dass es „in der Zwischenzeit zwei Unterredungen [gab], am 10. und am 18. Januar“.[8]

Ribbentrop wurde 1933 bei der Kabinettsbildung nicht, wie von ihm erhofft, Außenminister, da von Seiten der NSDAP der „alte KämpferAlfred Rosenberg für dieses Amt vorgesehen war, das dann jedoch die Konservativen für sich beanspruchten: Reichsaußenminister blieb der bereits unter den Reichskanzlern Franz von Papen und Kurt von Schleicher amtierende Konstantin Freiherr von Neurath. Ribbentrop erhielt aber 1934 als eine Art parteiamtlicher Sonderbotschafter den Titel „Außenpolitischer Berater und Beauftragter der Reichsregierung für Abrüstungsfragen”. Zudem wurde er Ende 1934 zum Beauftragten für außenpolitische Fragen im Stab des Stellvertreters des Führers, Rudolf Heß, ernannt.[9]

Im Juni 1935 wurde er dann zum „Außerordentlichen und Bevollmächtigten Botschafter des Deutschen Reiches” befördert; er schloss in dieser Position – als Außerordentlicher Botschafter – noch im selben Monat in London das deutsch-britische Flottenabkommen mit Großbritannien ab, das es dem Deutschen Reich, abweichend von den Bestimmungen des Versailler Vertrages, erlaubte, eine Flotte von 35 % der britischen Flotte zu bauen.

Dies ermöglichte 1936 auch offiziell die Kiellegung der bereits seit 1933 geplanten Schlachtschiffe Bismarck und Tirpitz. Die Entwürfe für beide Schiffe sahen mit jeweils über 41.000 Tonnen aber von Anfang an eine Verletzung des Versailler Vertrages (der nur Tonnagen bis maximal 10.000 Tonnen erlaubte) vor, wobei dann nach Fertigstellung 1940/41 die tatsächliche Standardverdrängung der Konstruktionen sogar jeweils fast 46.000 Tonnen betrug. Dagegen wies die offizielle Angabe gegenüber der britischen Regierung pro Schiff 35.560 Tonnen aus, um den Eindruck zu erwecken, die Reichsregierung habe sich an das Flottenabkommen gehalten. Im selben Jahr gründete Ribbentrop die Deutsch-Englische Gesellschaft.

Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop als SS-Gruppenführer, 1938

Im Juli 1935 unternahm Heß eine Neuverteilung von Zuständigkeiten, wobei Ribbentrop zusätzlich die Bearbeitung der „volksdeutschen Fragen in Europa und den USA“ im Stab des Stellvertreters des Führers übertragen wurde. Dieser Erlass stellte für die Auslandsorganisation der NSDAP (NSDAP/AO) und deren Leiter Ernst Wilhelm Bohle eine wesentliche Beschneidung des Einflussbereiches dar, da nunmehr nur noch „volksdeutsche Fragen“ in Mittel- und Südamerika bearbeitet werden durften. Für Heß, aber auch für Ribbentrop, der in Bohle einen direkten Konkurrenten sah, bedeutete dies einen deutlichen Machtzuwachs. Ribbentrop erhielt eine kleine Sonderbehörde, die Dienststelle Ribbentrop, die in Konkurrenz zum Auswärtigen Amt, zum Außenpolitischen Amt der NSDAP und zur NSDAP/AO stand. Dieser Konkurrenzkampf war für NS-Organisationen in dieser Zeit durchaus typisch. Das Auswärtige Amt unterstand Hitler direkt, die Dienststellen von Bohle und Ribbentrop unterstanden jedoch Heß.[10] Referent für die Ostpolitik im Büro von Ribbentrop wurde Peter Kleist.[11]

Bei der Entwicklung dieser Dienststelle und dem weiteren Ausbau der NS-Außenpolitik kam ihm die Unterstützung der SS zugute, deren Mitglied er seit dem 30. Mai 1933 als SS-Ehrenführer, zuerst im Range eines SS-Standartenführers, war. 1938 erhielt er durch Heinrich Himmler die SS-Nr. 63.083 zugeteilt und wurde nun auch offiziell als Mitglied des „Stabes Reichsführer-SS“ geführt.

Ribbentrop war von 1936 bis 1938 deutscher Botschafter in London. Gleich zu Beginn verursachte er einen Eklat, als er bei seinem Antrittsbesuch am britischen Hof den König mit „Heil Hitler“ begrüßte. In Großbritannien wurde er entsprechend der Redewendung to drop a brick (sich taktlos benehmen) „Brickendrop“ genannt. Ribbentrop sollte für Hitler, der lange an einem Pakt mit Großbritannien interessiert war, ein Bündnis mit der britischen Regierung aushandeln, was von dieser jedoch abgelehnt wurde. Die während dieser Zeit erfahrene Ablehnung und vermutlich auch die Sticheleien der über ihn witzelnden britischen Presse machten ihn zu einem recht entschiedenen Gegner Großbritanniens. In dieser Zeit ließ er auch schon erkennen, dass er Hitlers Lebensraumideologie mit ihren mörderischen Konsequenzen kannte und guthieß. Als Churchill, schon damals ein entschiedener Gegner Hitlers, ihn einmal in der deutschen Botschaft in London besuchte, erklärte der Botschafter ihm, vor einer riesigen Landkarte stehend, dass die Deutschen Lebensraum in der Ukraine und in Weißrussland benötigten. Das Empire werde man unangetastet lassen, es müsse nur die deutsche Ostexpansion hinnehmen. Churchill fand das gar nicht akzeptabel, und Ribbentrop antwortete ganz undiplomatisch: „In diesem Fall ist der Krieg unvermeidlich.“ Ein wütender Hitler beschimpfte dagegen wenig später Churchill öffentlich als „Kriegshetzer“.[12]

Am 25. November 1936 schlossen das Deutsche Reich und Japan den von Ribbentrop arrangierten Antikominternpakt. Dieser sah eine Kooperation zwischen Japan und dem Deutschen Reich zur Bekämpfung der Kommunistischen Internationale (Komintern) vor. In einem geheimen Zusatzprotokoll verpflichteten sich beide Staaten, Neutralität für den Fall zu bewahren, dass die Sowjetunion einen nicht provozierten Angriff auf einen der beiden Vertragspartner ausführen sollte. Außerdem wurde vereinbart, keine Verträge mit der Sowjetunion abzuschließen, die den betont antikommunistischen Zielen des Antikominternpaktes zuwiderliefen. Diesem Pakt traten 1937 Italien, 1939 Mandschukuo, Ungarn und Spanien sowie 1941 Bulgarien, Kroatien, Dänemark, Finnland, Nanking-China, Rumänien und die Slowakei bei.

Im Zuge der Blomberg-Fritsch-Krise löste Ribbentrop am 4. Februar 1938 von Neurath als Reichsaußenminister ab: Neurath hatte in einer geheimen Sitzung (siehe Hoßbach-Niederschrift) gemeinsam mit Kriegsminister Werner von Blomberg und dem Oberbefehlshaber des Heeres, Werner von Fritsch, die Kriegspläne Hitlers kritisiert. In der Folge wurden alle drei Kritiker aus ihren Ämtern gedrängt und mit Ribbentrop schließlich ein bedingungsloser Gefolgsmann Hitlers Chef des Auswärtigen Amtes.

Ribbentrop bei der Unterzeichnung des deutsch-sowjetischen Nichtangriffspaktes (hinten stehend, dritter von links)

Nachdem im März 1939 deutsche Truppen in die Tschechoslowakei einmarschiert waren, versuchte die britische Diplomatie, ein Bündnis mit der Sowjetunion auszuhandeln. Als das Reichsaußenministerium im April davon erfuhr, begann für Ribbentrop ein wahrer Verhandlungsmarathon, den er am 23. August 1939, zum Erstaunen der Briten, mit der Unterzeichnung des Hitler-Stalin-Paktes durch den sowjetischen Außenminister Wjatscheslaw Molotow auch gewann. Dieser Pakt sah, auf Initiative der Sowjetunion, auch ein geheimes Zusatzprotokoll vor, auf dem die Aufteilung des besiegten Polen zwischen dem Deutschen Reich und der UdSSR und die Neutralität der UdSSR im Falle eines Krieges in Westeuropa festgelegt wurde. Zusätzlich wurde die Zuteilung der drei baltischen Staaten, von Bessarabien und Finnland zu den jeweiligen Interessensphären beschlossen.

Rund eine Woche später begann dann am 1. September 1939 der Zweite Weltkrieg mit dem Angriff auf Polen, in dessen Verlauf Polen zwischen dem Deutschen Reich und der UdSSR aufgeteilt wurde. Ein weiterer am 28. September 1939 unterzeichneter und von Ribbentrop verhandelter Grenz- und Freundschaftsvertrag sah, ebenfalls per geheime Zusätze, die Übergabe von ursprünglich der UdSSR zugeschlagenen mittelpolnischen Gebieten an Deutschland vor – im Austausch mit Litauen, das ursprünglich von Deutschland besetzt werden sollte. Ferner wurde die Umsiedlung deutschstämmiger Bewohner aus dem sowjetischen Einflussbereich in die nun von Deutschland besetzten Gebiete beschlossen.

Joachim von Ribbentrop (vorn, Bildmitte) auf einer Reichstagssitzung 1941

Am 27. September 1940 schlossen Deutschland, Italien und Japan den Dreimächtepakt, der von Ribbentrop offiziell verkündet wurde und der den Antikominternpakt um die militärische Komponente ergänzen sollte. Die Balkan-Staaten sowie Ungarn und Bulgarien schlossen sich diesem Pakt 1940/41 zwar ebenfalls an; Ribbentrop und Hitler scheiterten aber mit dem Versuch, Spanien und Vichy-Frankreich ebenfalls zum Beitritt zu bewegen (Kontinentalblock-Politik).

Da das Außenministerium nach dem Westfeldzug 1940 für die Juden in den vom Reich besetzten westeuropäischen Gebieten zuständig war, konnte die SS ohne Widerstand aus dem Auswärtigen Amt die Vernichtung der europäischen Juden fortsetzen, Ministerialbeamte des Auswärtigen Amtes waren mitunter sogar aktiv an Deportationen beteiligt, z. B. durch Erstellen von Deportationsbefehlen für französische Juden (siehe z. B. Wilhelmstraßen-Prozess). Die Kooperation Ribbentrops mit Himmlers SS bei der Judenvernichtung erfolgte in erster Linie über die Referatsgruppe „Inland II“ des Auswärtigen Amtes mit dessen Leiter Horst Wagner, der als Verbindungsmann zwischen Ribbentrop und Himmler fungierte, sowie dem Judenreferenten des Auswärtigen Amtes, den promovierten Juristen Eberhard von Thadden, während die propagandistische Absicherung und die Verschleierungs- und Rechtfertigungsmaßnahmen der Judenverfolgungen durch Ribbentrops Pressechef Paul Karl Schmidt alias Nachkriegsbestsellerautor Paul Carell durchgeführt wurden.

In einem Telegramm an die deutsche Botschaft in Rom vom 13. Januar 1943 prangerte Ribbentrop Italiens passive Rolle bei der Judenverfolgung an: „Während wir das Judentum als eine Krankheit erkannt haben … glaubt die italienische Regierung, die Juden individuell behandeln zu können.“[13] Im selben Jahr erhielt Ribbentrop eine Dotation Hitlers von 1 Million Reichsmark.[14][15]

In Hitlers politischem Testament vom 29. April 1945, in dem er eine Nachfolgeregierung bestimmt hatte, war Ribbentrop nicht mehr vorgesehen. Seine Rolle als Außenminister sollte Arthur Seyß-Inquart übernehmen.[14] Noch in einem am 2. Mai 1945 an Dönitz geschriebenen, aber wahrscheinlich nicht mehr versandten Brief versuchte Ribbentrop, „vermutlich in der Hoffnung, man werde ihn auffordern, der neuen Regierung beizutreten“, so der Historiker Ian Kershaw, „Einfluss auf die neue Regierung zu nehmen“.[16] Danach sollte die neue Regierung Eisenhower und Montgomery den Rückzug deutscher Truppen aus den skandinavischen Ländern anbieten, um im Gegenzug die Reichsregierung in Schleswig-Holstein halten zu können. Dabei solle man, so gibt Kershaw den Inhalt von Ribbentrops Schreiben wieder, „durchblicken lassen, dass die britische Armee die Deutschen eines Tages brauchen werde, um an ihrer Seite gegen die Sowjetunion zu kämpfen“.[17]

Verhaftung, Prozess und Hinrichtung (1945 bis 1946)[Bearbeiten]

Joachim von Ribbentrop in seiner Nürnberger Zelle November 1945

Am Ende des Krieges tauchte Ribbentrop in Hamburg unter, wo er sich ein Zimmer mietete. Er nannte sich „Reiser“. Nach seiner Verhaftung am 14. Juni 1945 fand man bei der Durchsuchung im britischen Hauptquartier bei ihm eine versteckte Zyankali-Ampulle, ferner drei von ihm geschriebene Briefe (an Feldmarschall Montgomery, an Außenminister Eden, an „Vincent“ [von ihm falsch geschrieben, gemeint ist Winston] Churchill). Gedacht waren sie für später, wenn sich die allgemeine Lage wieder beruhigt habe.[18] Bis zu seiner Überstellung nach Nürnberg im August 1945 war er mit anderen NSDAP-Größen und hohen Militärs der Wehrmacht im Kriegsgefangenenlager Nr. 32 Camp Ashcan im luxemburgischen Bad Mondorf interniert.

Nach Kriegsende wurde Ribbentrop vor dem Nürnberger Tribunal angeklagt. Ihm wurden Verschwörung, Verbrechen gegen den Frieden, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zur Last gelegt. Während der 218 Verhandlungstage in Nürnberg zeigte Ribbentrop auf der Anklagebank keinerlei Reue. Er wurde schließlich am 1. Oktober 1946 in allen Anklagepunkten für schuldig befunden, zum Tod durch den Strang verurteilt und als erster der zehn zum Tode Verurteilten am 16. Oktober 1946 um 1:12 Uhr im Nürnberger Justizgefängnis hingerichtet.

Die Leiche Ribbentrops wurde wie die Leichen der anderen Hingerichteten am 17. Oktober 1946 im Krematorium des Münchner Ostfriedhofs eingeäschert, die Asche anschließend in einen Zufluss zur Isar gestreut.

Rezeption[Bearbeiten]

Schon zu seinen Lebzeiten war Joachim von Ribbentrop eine höchst umstrittene Figur. Hitler selbst hielt große Stücke auf „seinen“ Diplomaten, den er als „Genie“ und – nach dem erfolgreichen Abschluss des deutsch-britischen Flottenvertrages – als „meinen eigenen Eisernen Kanzler, ein zweiter Bismarck“ bezeichnete.

Im Gegensatz dazu fällten viele andere führende NS-Politiker dezidiert negative Urteile über Ribbentrop. Joseph Goebbels meinte beispielsweise, wie er seinem Tagebuch anvertraute, Ribbentrop habe seinen Namen gekauft, sein Geld geheiratet und seinen Weg in Amt und Würden durch Schwindelei erreicht. Außerdem, so der Propagandaminister, könnten fast alle Spitzenvertreter des Reiches wenigstens eine lobenswerte Eigenschaft vorweisen – Ribbentrop hingegen besitze gar keine.

Der französische Botschafter Robert Coulondre beschrieb Ribbentrop als einen Mann mit „kalten, leeren, mondähnlichen Augen“, der zwar auf den ersten Blick gut aussehe, bei genauerem Hinsehen jedoch „nichts Menschliches“ an sich habe, außer „den niederen Instinkten“.[19] Hans-Otto Meissner, der als Attaché im Auswärtigen Amt und als Sohn von Hindenburgs Staatssekretär Otto Meissner Gelegenheit hatte, Ribbentrop aus der Nähe zu beobachten, erinnerte sich an ihn als einen „überaus eitle[n] und, wenn man von seinem arroganten Gesichtsausdruck absieht, auch gutaussehenden Mann“.[20]

Der US-amerikanische Historiker, Journalist und Publizist William L. Shirer, der von 1925 bis zum Ende des Krieges in Europa als Journalist und Berichterstatter arbeitete, beschreibt Ribbentrop in seinem Berliner Tagebuch als blasiert und überheblich anhand seiner Beschreibung einer Pressekonferenz, zu der Ribbentrop erschien, „um sich blickend, als gehöre ihm die Welt“.[21]

Auch andere Zeitgenossen betonten den Eindruck von Arroganz und Parvenühaftigkeit, den Ribbentrop auf sie machte und der in eigentümlichem Kontrast zu seinen als wenig beeindruckend empfundenen Leistungen stand. Der Diplomat von Ribbentrop wurde dementsprechend, in Anspielung auf seinen früheren Beruf, von vielen als „Sektreisender“ verspottet. Im Volksmund machten seit den späten 1930er Jahren verschiedene Wendungen die Runde, die Ribbentrop in ein wenig respektvolles Licht rückten, zum Beispiel der Vergleich, jemand sei „dumm wie Ribbentrop“. Noch in den 1950er Jahren sah ein deutscher Journalist Ribbentrop als den Prototyp des „aufgeblasenen“ Diplomaten.[22]

Nevile Henderson, der als britischer Botschafter in den 1930er Jahren in engem Kontakt zu Ribbentrop stand, erblickte in diesem eine rare „Verbindung aus Eitelkeit, Dumpfheit und Oberflächlichkeit“. Des Weiteren meinte er, dass die Ressentiments und Fehleinschätzungen, die der deutsche Diplomat Großbritannien entgegengebracht habe, ein schwerwiegendes Hindernis gewesen seien, das einem besseren Verständnis beider Länder im Wege gestanden habe.

Die Gewohnheit Ribbentrops, Hitlers rhetorischen Stil, seine Gesten und Posen nachzuahmen, veranlasste Göring zufolge viele NS-Funktionäre, den Außenminister als „Papagei“ zu verspotten.

Fritz Günther von Tschirschky, der als Adjutant von Hitlers Vizekanzler Franz von Papen die politischen Ereignisse in Berlin in den Jahren 1933/34 aus nächster Nähe beobachten konnte, erblickte in Ribbentrop einen Mann, der keine Qualitäten mitbrachte, die ihn für ein hohes Amt qualifiziert hätten, außer den Ehrgeiz, den er besessen habe: „Ribbentrop war farblos, ohne Geist, er wollte ein Herr sein und eine Rolle spielen.“[23]

Ribbentrops langjähriger Staatssekretär Ernst von Weizsäcker wertete rückblickend den Umstand, dass „eine Erscheinung [von Ribbentrops] Art“ im nationalsozialistischen Staat ein so hohes Amt wie das des Außenministers erreichen konnte, als einen schlagenden Beweis dafür, dass das System, in dem dies möglich war, einen Fehler in sich barg.[24]

Schriften[Bearbeiten]

  • Anneliese von Ribbentrop: Die Kriegsschuld des Widerstandes. Aus britischen Geheimdokumenten 1938/39. Aus dem Nachlass herausgegeben von Rudolf von Ribbentrop. Druffel-Verlag, Leoni am Starnberger See 1974.
  • Joachim von Ribbentrop: Zwischen London und Moskau. Erinnerungen und letzte Aufzeichnungen. Aus dem Nachlass herausgegeben von Annelies von Ribbentrop. Druffel-Verlag, Leoni am Starnberger See 1954.

Literatur[Bearbeiten]

  • Michael Bloch: Ribbentrop. Bantam, London 1992, ISBN 0-593-03635-2 (Standardbiographie; in Englisch).
  • Eckart Conze, Norbert Frei, Peter Hayes und Moshe Zimmermann: Das Amt und die Vergangenheit. Deutsche Diplomaten im Dritten Reich und in der Bundesrepublik. Karl Blessing Verlag, München 2010, ISBN 3-89667-430-7, ISBN 978-3-89667-430-2
  • Christopher R. Browning: Die "Endlösung" und das Auswärtige Amt. Das Referat D III der Abteilung Deutschland 1940-1943. Aus dem Amerikanischen von Claudia Kotte. Vorwort von Jürgen Matthäus. WBG, Darmstadt 2010. ISBN 3-534-22870-7. Im englischen Original erschienen bei Holmes & Meier, New York 1978, ISBN 0-8419-0403-0.
  • Hans-Jürgen Döscher: SS und Auswärtiges Amt im Dritten Reich. Diplomatie im Schatten der „Endlösung”. Ullstein, Frankfurt 1991, ISBN 3-548-33149-1.
  • Joachim Fest: Das Gesicht des Dritten Reiches. Profile einer totalitären Herrschaft. Piper, zahlr. Auflagen, u. a. München, 11. Auflage 1994, ISBN 3-492-11842-9. (Der Band enthält auch ein Profil Ribbentrops.)
  • Milan Hauner: The Professionals and the Amateurs in National Socialist Foreign Policy. Revolution and Subversion in the Islamic and Indian World. In: Gerhard Hirschfeld und Lothar Kettenacker: Der „Führerstaat“: Mythos und Realität. Klett-Cotta, Stuttgart 1981, S. 305–328.
  • Joe J. Heydecker & Johannes Leeb: Der Nürnberger Prozess. Reihe: KiWi 761. Kiepenheuer, Köln 2003
  • Jörg Hiltscher: Die deutsch-türkischen Beziehungen 1940–1942 in der Perzeption Hitlers, Ribbentrops und Papens. Eine Studie unter besonderer Berücksichtigung ihrer nachrichtendienstlichen Perzeption. Ludwigsfelder Verlagshaus, Ludwigsfelde 2011, ISBN 978-3-933022-63-9
  • Guido Knopp, Matthias von Hellfeld: Hitlers Helfer. Goldmann, München 1999, ISBN 3-442-15017-5, S. 231 ff.
  • Lars Lüdicke: Griff nach der Weltherrschaft. Die Außenpolitik des Dritten Reiches 1933–1945. Bebra, Berlin 2009, ISBN 978-3-89809-408-5.
  • Wolfgang Michalka: Ribbentrop und die deutsche Weltpolitik. Außenpolitische Konzeptionen und Entscheidungsprozesse im Dritten Reich. Fink, München 1980.
  • Wolfgang Michalka: Ribbentrop, Ulrich Friedrich Willy Joachim von. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 21, Duncker & Humblot, Berlin 2003, ISBN 3-428-11202-4, S. 500–502 (Digitalisat).
  • Paul Schwarz: This man Ribbentrop. His life and times. J. Messner, New York 1943 (zwei Aufl.; keine dt. Übers.). (Paul Schwarz war bis Ende Januar 1933 deutscher Generalkonsul in New York. 1933 trat Schwarz aus Protest gegen die Ernennung Hitlers zum Reichskanzler zurück und blieb – bis an sein Lebensende – in den USA.)
  • Paul Seabury: Die Wilhelmstraße - Die Geschichte der deutschen Diplomatie 1930 - 1945. Nest Verlag, Frankfurt 1956 (engl. 1954).
  • Sebastian Weitkamp: Braune Diplomaten. Horst Wagner und Eberhard von Thadden als Funktionäre der „Endlösung“. Dietz, Bonn 2008, ISBN 978-3-8012-4178-0.
Belletristisches:

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Joachim von Ribbentrop – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Michael Bloch: Ribbentrop. Bantam, London 1992, ISBN 0-593-03635-2, S. 9.
  2. Jürgen Finger, Sven Keller, Andreas Wirsching: Dr. Oetker und der Nationalsozialismus. Geschichte eines Familienunternehmens 1933 - 1945. Beck, München 2013
  3. Michael Bloch: Ribbentrop. Bantam, London 1992, ISBN 0-593-03635-2, S. 12  ff.
  4. Michael Bloch: Ribbentrop. Bantam, London 1992, ISBN 0-593-03635-2, S. 18.
  5. Michael Bloch: Ribbentrop. Bantam, London 1992, ISBN 0-593-03635-2, S. 17 ff.
  6. Ian Kershaw: Hitler 1889–1936. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1998, ISBN 3-421-05131-3, S. 517 ff.
  7. Hans-Jürgen Döscher: Das Auswärtige Amt im Dritten Reich. Diplomatie im Schatten der Endlösung. Siedler Verlag, Berlin 1987 ISBN 3-88680-256-6, S. 148.
  8. Ian Kershaw: Hitler 1889–1936. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1998, ISBN 3-421-05131-3, S. 517 u. S. 878, Anmerkung S. 215.
  9. Tammo Luther: Volkstumspolitik des Deutschen Reiches 1933–1938: Die Auslandsdeutschen im Spannungsfeld zwischen Traditionalisten und Nationalsozialisten. Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2004, ISBN 3-515-08535-1, S. 126 (zugl. Univ., Diss., Kiel 2002).
  10. Tammo Luther: Volkstumspolitik des Deutschen Reiches 1933–1938: die Auslandsdeutschen im Spannungsfeld zwischen Traditionalisten und Nationalsozialisten. Franz Steiner Verlag Taschenbuch Verlag, 2004, ISBN 3-515-08535-1. Diagramm „Versuche zur Zentralisierung der Volkstumspolitik (Volksdeutscher Rat) / Stufe II (15. Oktober 1934)“, Organigramm Stab Rudolf Heß/Bormann↔Hitler↔Auswärtiges Amt, S. 113.
  11. Andreas Zellhuber: „Unsere Verwaltung treibt einer Katastrophe zu …“. Das Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete und die deutsche Besatzungsherrschaft in der Sowjetunion 1941–1945. Vögel, München 2006, S. 74. (Quelle: Kleist: Auch du warst dabei. Kriegstagebuch von Otto Bräutigam, S. 171.)
  12. Vgl. Klaus Wiegrefe: Allein gegen Hitler. Wie Churchill die Nazis stoppte. Spiegel, Nr. 33/16. August 2010, S. 56–67, hier S. 61.
  13. Zitat bei Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. Fischer Taschenbuch Verlag, zweite aktualisierte Auflage, Frankfurt am Main 2005, ISBN 978-3-596-16048-8, S. 494.
  14. a b Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. Fischer Taschenbuch Verlag, zweite aktualisierte Auflage, Frankfurt am Main 2005, S. 494.
  15. Gerd R. Ueberschär, Winfried Vogel: Dienen und Verdienen. Hitlers Geschenke an seine Eliten. Frankfurt 1999, ISBN 3-10-086002-0.
  16. Ian Kershaw: Das Ende. Kampf bis in den Untergang. NS-Deutschland 1944/45. Deutsche Verlags-Anstalt, München 2011, ISBN 978-3-421-05807-2, S. 492.
  17. Ian Kershaw: Das Ende. Kampf bis in den Untergang. NS-Deutschland 1944/45. Deutsche Verlags-Anstalt, München 2011, S. 492.
  18. Joe J. Heydecker, Johannes Leeb: Der Nürnberger Prozess [= KiWi 761]. Kiepenheuer und Witsch, Köln 2003, ISBN 3-462-02466-3, S. 65 f.
  19. Joachim C. Fest: The Face of the Third Reich, Weidenfeld and Nicolson Ltd., New York 1970, S. 178.
  20. Hans-Otto Meissner: Junge Jahre im Reichspräsidentenpalais. Bechtle, München 1988, ISBN 3-7628-0469-9, S. 339.
  21. William L. Shirer: Berliner Tagebuch, Kiepenheuer, Köln 1994, ISBN 3-378-00559-9, S. 203.
  22. Der Spiegel, Nr. 8, 1950, S. 15.
  23. Fritz Günther von Tschirschky: Erinnerungen eines Hochverräters, Deutsche Verlags-Anstalt, München, 1973, ISBN 3-421-01602-X, S. 140.
  24. Fritz Karl Michael Hillenbrand: Underground Humour in Nazi Germany. Routledge, London/New York 1995, S. 47. Hier lautet die Passage in englischer Sprache: “The fault was in the system as such which made it possible that an apparition of this kind could become foreign secretary and in that capacity serve a nation of seventy million for seven years.”