Brütten

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Brütten
Wappen von Brütten
Staat: Schweiz
Kanton: Zürich (ZH)
Bezirk: Winterthurw
BFS-Nr.: 0213i1f3f4
Postleitzahl: 8311
Koordinaten: 693160 / 25876547.4730568.674448610Koordinaten: 47° 28′ 23″ N, 8° 40′ 28″ O; CH1903: 693160 / 258765
Höhe: 610 m ü. M.
Fläche: 6.67 km²
Einwohner: 1989 (31. Dezember 2012)[1]
Einwohnerdichte: 282 Einw. pro km²
Website: www.bruetten.ch
Teilansicht des Dorfkerns von Südsüdwesten

Teilansicht des Dorfkerns von Südsüdwesten

Karte
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Brütten (im einheimischen Dialekt: [ˈbrytːə])[2] ist eine politische Gemeinde im Bezirk Winterthur des Kantons Zürich in der Schweiz.

Das Dorf gehört zur Agglomeration der Stadt Winterthur.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung

In Blau eine silberne Sichel mit goldenem Griff

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1467 70
1850 515
1900 462
1950 492
1970 671
2000 1774
2006 1888
2013 2008

Politik[Bearbeiten]

In Brütten sind die Freisinnig-Demokratische Partei (FDP), der politische Gemeindeverein (PGV) und die Schweizerische Volkspartei tätig. Gemeindepräsident ist derzeit Rudolf Bosshart (FDP, Stand 2014).

Geschichte[Bearbeiten]

Die Herkunft des Namens Brütten (876 als Pritta und 996 als Brittona belegt) ist nicht geklärt. Auf Grund der bereits für Altertum und Frühmittelalter nachgewiesenen Besiedlung wird eine Ableitung eines lateinischen Personennamens Brittus oder Britto ‚der Brite‘ in Erwägung gezogen.[2]

876 gelangte das Dorf in die Abhängigkeit vom Kloster St. Gallen, etwa vom Jahre 1000 an gehörte es dann dem Kloster Einsiedeln, zu dem bis 1832 Beziehungen bestanden. So wählte zum Beispiel bis zu diesem Jahr der Abt die reformierten Pfarrer von Brütten aus einem Dreiervorschlag der Stadt Zürich. 1798 wurde das Dorf nacheinander von französischen, österreichischen und russischen Truppen heimgesucht und schwer geschädigt. Damals soll der österreichische Erzherzog Karl auf dem Brüttemer Buck ausgerufen haben:

Wär' ich ein Schweizer, so baute ich mir hier ein Schloss

Geographie[Bearbeiten]

Brütten liegt zwischen Winterthur und Kloten im Zentrum des Kantons Zürich, so liegt der geodätische Mittelpunkt des Kantons Zürich in Brütten. Anlässlich der Feierlichkeiten zum 100-Jahr-Jubiläum der amtlichen Vermessung in der Schweiz wurde am 12. Mai 2012 durch Regierungsrat Markus Kägi der Aussichtspunkt mit dem neuen, vom Teufener Bildhauer Ueli Thalmann gestalteten Vermessungspfeiler der Bevölkerung übergeben.

Kunst, Kultur[Bearbeiten]

Schule[Bearbeiten]

Kirche Brütten
Pfarrhaus Brütten

Brütten verfügt über eine eigene Primarschule, in der zur Zeit ca. 170 Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden. Die Oberstufe besuchen die Schüler in Nürensdorf (Volksschule) bzw. in Winterthur (Gymnasium).

Sonstiges[Bearbeiten]

Da Brütten zum Bezirk Winterthur im Kanton Zürich gehört, ist das offizielle Publikationsorgan der Gemeinde Der Landbote. Nebenher gibt es noch ein Lokalblatt namens Dorf-BLITZ, das mit den Gemeinden Nürensdorf und Bassersdorf geteilt wird. Für kirchliche und kulturelle Informationen erscheint monatlich das Informationsblatt s'Chilefäischter.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Johann-Conrad Appenzeller (1775–1850), reformierter Pfarrer und Volksschriftsteller, 1809 bis 1817 Pfarrer in Brütten
  • Ettore Cella (1913-2004), Schweizer Schauspieler und Regisseur, lebte von 1963 bis zu seinem Tod im Jahr 2004 in Brütten.

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans Martin Gubler, Kunstdenkmäler der Schweiz Band 76 "Die Kunstdenkmäler des Kanton Zürich Band 7 Der Bezirk Winterthur Südlicher Teil" Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK Bern 1986 ISBN 3-7643-1786-8 S. 213–239.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Brütten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. a b Gabrielle Schmid/Andres Kristol, Brütten ZH (Winterthur) in: Dictionnaire toponymique des communes suisses – Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen – Dizionario toponomastico dei comuni svizzeri (DTS|LSG), Centre de dialectologie, Université de Neuchâtel, Verlag Huber, Frauenfeld/Stuttgart/Wien 2005, ISBN 3-7193-1308-5 und Éditions Payot, Lausanne 2005, ISBN 2-601-03336-3, p. 194f.