Altikon

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Altikon
Wappen von Altikon
Staat: Schweiz
Kanton: Zürich (ZH)
Bezirk: Winterthurw
BFS-Nr.: 0211i1f3f4
Postleitzahl: 8479
Koordinaten: 701009 / 27004547.5733348.781108393Koordinaten: 47° 34′ 24″ N, 8° 46′ 52″ O; CH1903: 701009 / 270045
Höhe: 393 m ü. M.
Fläche: 7.68 km²
Einwohner: 638 (31. Dezember 2013)[1]
Einwohnerdichte: 81 Einw. pro km²
Website: www.altikon.ch
Altikon

Altikon

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Kirche von Altikon
Dorfzentrum von Altikon

Altikon (in einheimischer Mundart Altike [ˈɑltikχə])[2][3] ist ein Dorf und eine politische Gemeinde im Bezirk Winterthur des Schweizer Kantons Zürich. Zu Altikon gehören die Weiler Schneit, Feldi und Herten.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung

In Silber ein schwarzer Flug

Das Wappen geht auf das Familienwappen der kyburgischen Ministerialen von Altikon um 1243 zurück, weisse abwärtsgerichtete Flügel im schwarzen Feld. Bei der Übernahme für die zürcherische Obervogtei wurden 1696 die Farben und Richtung vertauscht. Der Gemeinderat bestimmte am 18. April 1928 dies als das amtliche Wappen.

Geographie[Bearbeiten]

Die Weinländer Gemeinde Altikon liegt nördlich von Winterthur im Thurtal. 20 % der Gemeindefläche ist von Wald bedeckt und rund 70 % sind Landwirtschaftsfläche.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1467 62
1836 400
1900 415
1990 543

Geschichte[Bearbeiten]

Als Herkunftsangabe erscheint der Ortsname in Abschriften von Urkunden aus den Jahren 1122 Werner von Altinchoven' und 1243 E. de Alticon, in Original-Dokumenten ab 1244 (Cůnrado de Altrinchoven)/1246 Berchtoldus miles de Altlinkon.[3] Es handelt sich um eine Zusammensetzung eines um das Zugehörikeitssuffix „-ing-“ erweiterten althochdeutschen Personennamens mit dem Grundworte hof und bedeutet etwa ‚bei den Höfen der Sippe des Altilo‘.[2]

Die Stadt Zürich erwarb im 1452 zunächst das österreichische Lehen über die Burg, später von den Grafen von Lupfen auch die Gerichtsherrschaft über Altikon und übertrug 1696 die Verwaltung einem Obervogt.

Zeitweise (ab 1604) war Altikon unter Gerichtsherrschaft der Im Thurn. Benedikt im Thurn erwarb 1615 Altikon von seinem Bruder, dem Gerichtsherr Joachim im Thurn. Zuvor kaufte er den Anteil des Seidenindustriellen David Werdmüller (1548-1612) zurück. 1618 verkaufte er Schloss und Gericht Altikon an Graf Maximilian von Pappenheim und Stühlingen für 17'000 Gulden. Nach 1641 betrieben der Gerichtsherr, der Zürcher Bürgermeister Salomon Hirzel, und seine Söhne in Altikon eine Baumwollmanufaktur.

Politik[Bearbeiten]

Gemeindepräsident ist Jörg Schönenberger (Stand 2009).

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans Martin Gubler: Kunstdenkmäler der Schweiz Band 79 „Die Kunstdenkmäler des Kanton Zürich Band 8: Der Bezirk Winterthur Nördlicher Teil“ Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK Bern 1986 ISBN 3-7643-1812-0 S. 200–226.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Altikon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. a b Gabrielle Schmid/Andres Kristol: Altikon ZH (Winterthur) in: Dictionnaire toponymique des communes suisses – Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen – Dizionario toponomastico dei comuni svizzeri (DTS|LSG). Centre de dialectologie, Université de Neuchâtel, Verlag Huber, Frauenfeld/Stuttgart/Wien 2005, ISBN 3-7193-1308-5 und Éditions Payot, Lausanne 2005, ISBN 2-601-03336-3, p. 86.
  3. a b Altikon unter ortsnamen.ch; angegebene Lautschrift: altikχə.