Carlsbad-Caverns-Nationalpark

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Carlsbad-Caverns-Nationalpark
Weg in der Höhle zwischen Felsformationen
Weg in der Höhle zwischen Felsformationen
Carlsbad-Caverns-Nationalpark (USA)
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32.175277777778-104.44194444444Koordinaten: 32° 10′ 31″ N, 104° 26′ 31″ W
Lage: Vereinigte Staaten
Nächste Stadt: Carlsbad (New Mexico)
Fläche: 189 km²
Gründung: 14. Mai 1930
Besucher: 419.599 (2004)
Map of Carlsbad Caverns National Park.png
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Stalaktiten, Stalagmiten und Stalagnaten im Carlsbad-Caverns-Nationalpark

Der Carlsbad-Caverns-Nationalpark (englisch Carlsbad Caverns National Park) ist ein Nationalpark in den USA. Er befindet sich im US-Bundesstaat New Mexico und ist weltweit berühmt für die Tropfsteinhöhlen – die „Carlsbad Caverns“ (Carlsbad-Höhlen) – und zahlreiche andere aus einem Riff aus der Perm-Periode entstandenen Felsformationen. Im Park gibt es 83 einzelne Höhlen, darunter die tiefste bekannte Kalksteinhöhle der USA mit einer Tiefe von 487 Metern unter der Erdoberfläche. Die Carlsbad-Höhle hat einen der weltweit größten unterirdischen Räume.

Das Gebiet wurde am 25. Oktober 1923 als „National Monument“ unter Schutz gestellt und am 14. Mai 1930 zu einem Nationalpark aufgewertet. Die Carlsbad Caverns wurden am 6. Dezember 1995 zum UNESCO-Weltnaturerbe ernannt. Der Nationalpark umspannt ein Areal von 189 km².

Die Höhle ist sehr gut ausgebaut; es gibt sowohl Touren, bei denen der Besucher mittels eines Audio Guides informiert wird, als auch eine große Anzahl von geführten Touren. Besucher können vom natürlichen Eingang her die Höhle erkunden oder sich mit dem Aufzug direkt ins Herz der Besucherhöhle bringen lassen. Dieser Aufzug ist gleichzeitig auch der Ausgang.

Weitere Höhlen im Nationalpark, die bei geführten Touren besichtigt werden können, sind Slaughter Canyon Cave und Spider Cave. Beide Höhlen sind nicht touristisch ausgebaut und sind über einen längeren Fußweg durch bergiges Gelände erreichbar. In Spider Cave muss der Besucher streckenweise kriechen und klettern. Wegen der stark limitierten Teilnehmerzahlen ist vorherige Reservierung erforderlich.

Der Park ist ganzjährig geöffnet, wobei die Hauptbesuchszeit zwischen Juni und August liegt.

Geologie und Entstehung[Bearbeiten]

Die Geschichte der Höhlen beginnt vor 250 Millionen Jahren mit der Entstehung eines 600 Kilometer langen Riffs innerhalb eines Inlandsees, der zu dieser Zeit die Gegend prägte. Das Riff hatte die Form eines Hufeisens und entstand aus den Überresten von Schwämmen, Algen und Muschelschalen. Mit der Zeit verdunstete der See und das Riff wurde unter Salz und Gipsablagerungen begraben.

Vor einigen Millionen Jahren begann sich die Gegend zu heben und Erosion begann das alte Riff freizulegen. Regenwasser, das durch Luft und Erde leicht sauer geworden war, sickerte in Spalten des alten Riffs und begann langsam den Kalkstein aufzulösen und Risse und Spalten zu vergrößern. So begann ein Prozess, der am Ende bis zu den heutigen großen Kammern geführt hat. Zur gleichen Zeit begann Schwefelwasserstoff-Gas aus riesigen Gas- und Öllagern unterhalb des alten Riffs auszugasen. Dieses verband sich mit dem Grundwasser zu Schwefelsäure und unterstützte den Lösungsprozess des Kalkes. Das jetzt freigelegte Riff ist heute ein Teil der Guadalupe Mountains und die riesigen Kammern wurden zu den Carlsbad Caverns.

Entstehung der Kalkformationen[Bearbeiten]

Die Entstehung der Stalaktiten und Stalagmiten und vieler anderer Kalkformationen innerhalb der Höhle begann vor rund 500.000 Jahren, also sehr viel später als die Entstehung der Höhle selbst. Jeder Regentropfen, der bis in die Höhle durchsickert, löst auf seinem Weg ein bisschen Kalk. Wenn er in der Höhle der Luft ausgesetzt ist und etwas Wasser verdunstet, so kann er wieder Kalk abscheiden. Es läuft also ein ständiger Prozess von Kalkauf- und Abbau, der die wunderbarsten Formationen hervorbringt.

Fledermäuse[Bearbeiten]

Fledermäuse der Art Tadarida brasiliensis verlassen die Carlsbad Caverns

Die Höhlen sind die Heimat von maximal rund einer Million Faltlippenfledermäusen der Art „Mexican Free-tailed Bat“ (Tadarida brasiliensis). Bei der letzten Zählung (2005) wurden rund 400.000 bis 500.000 gezählt. Aufgrund einer über eine Dekade anhaltenden Trockenheit in der Region gibt es weniger Insekten, von welchen sich die Mexican Freetails ernähren. Bei knappem Nahrungsangebot suchen die Fledermäuse andere Sommerreviere auf.

Tagsüber hängen sie dicht gedrängt an der Decke der so genannten Bat Cave, einer Seitenhöhle in der Nähe des natürlichen Eingangs. Dieser Teil der Höhle ist für den Publikumsverkehr gesperrt und nur Forschern zugänglich. Bei Einbruch der Nacht machen sich gigantische Fledermausschwärme auf, um nach Nahrung zu suchen. Dieses Schauspiel kann von dem Amphitheater am Eingang aus beobachtet werden.

Die Bat Cave dient den Fledermäusen als wettersichere Unterkunft und noch wichtiger als Aufzuchtsort für Ihre Jungen. Die Fledermäuse wandern jedes Jahr von Mexiko aus zu den Höhlen, um im Juni hier ihre Jungen zu bekommen. Nachts werden die Jungen in der Höhle zurückgelassen, während die Mütter auf Nahrungssuche gehen. Im Juli oder August starten die Jungen normalerweise zu ihren ersten Flugversuchen, und im Oktober oder November beginnt die Rückreise zu den Winterquartieren in Mexiko.

Die Geschichte des Landstrichs[Bearbeiten]

Eingang der Höhle

Vor über tausend Jahren wurde die Höhle bereits von den Indianern aufgesucht, um Schutz vor der Witterung zu suchen. Aus dieser Zeit stammen viele Wandzeichnungen in der Nähe des natürlichen Eingangs.

Um 1900 entdeckten Siedler die Höhle, nachdem sie auf die riesigen Schwärme von Fledermäusen aufmerksam geworden waren. Einige begannen die Vorräte an Guano abzubauen, um ihn als natürlichen Dünger zu verkaufen. Die erste Erforschung der Höhle nahm ein Cowboy namens Jim White vor, der von der Höhle fasziniert war und viel Zeit damit verbrachte, sie zu erkunden. Seinen Erzählungen von riesigen unterirdischen Räumen wurde aber erst Glauben geschenkt, als er sie mit Fotos belegen konnte.

Im Jahr 1923 wurde dann eine offizielle Sichtung durch das Innenministerium durchgeführt. In der Folge wurde die Höhle zunächst zum National Monument, und später zum Nationalpark erklärt.

Die Erforschung der Höhle geht bis in die heutigen Tage weiter. So wurde der zweitgrößte Raum der Höhle, der Guadalupe-Raum, erst 1966 entdeckt. Noch neuere Entdeckungen sind der Bifrost-Raum im Jahr 1982 und die Chocolate High (1993).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Carlsbad-Caverns-Nationalpark – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien