Casares (Málaga)

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Gemeinde Casares
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Casares
Casares (Málaga) (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Andalusien
Provinz: Málaga
Koordinaten 36° 27′ N, 5° 16′ W36.44431-5.27269435Koordinaten: 36° 27′ N, 5° 16′ W
Höhe: 435 msnm
Fläche: 160 km²
Einwohner: 5.754 (1. Jan. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 35,96 Einw./km²
Postleitzahl: 29690
Gemeindenummer (INE): 29041 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Bürgermeister: Antonia Morera (Izquierda Unida)
Website: www.casares.es
Lage der Gemeinde
Casares.svg
Ansicht von Casares

Casares ist ein Dorf und eine Gemeinde in der Provinz Málaga (Spanien).

Geografische Lage[Bearbeiten]

Casares liegt an der Grenze der Provinzen Málaga und Cádiz in der Sierra Bermeja (Serranía de Ronda). Nächstgrößere Orte sind Manilva, Estepona und Gaucín.

Namensherkunft[Bearbeiten]

Die Herkunft des Namens ist umstritten: er geht wahrscheinlich zurück auf arabisch caxara (Festung). Einer Legende zufolge geht der Name jedoch auf Julius Caesar zurück, der als römischer Prätor 61. v. Chr. eine Hautkrankheit in den nahegelegenen Schwefelbädern von Hedionda kurieren ließ.

Geschichte[Bearbeiten]

Enge Gasse in Casares

Die Geschichte Casares reicht archäologischen Funden zufolge ca. bis ins Jahr 1000 v. Chr. zurück, als das Gebiet um das heutige Casares einer ibero-phönizischen Bevölkerung Raum bot. Nach der Eroberung Spaniens durch die Römer im 2. Jh. v. Chr. gründeten diese ca. 4 km vom heutigen Casares entfernt die Stadt Lacipo, die in der Herstellung von Olivenöl ihre ökonomische Basis hatte. Schon vor dem Zerfall des römischen Reiches aber verlor Lacipo zusehends an Bedeutung.

Die eigentliche Entwicklung Casares als eigenständiges Dorf begann dagegen erst zwischen 450 und 650. Mit der Eroberung Andalusiens durch die Mauren ab 711 geriet Casares unter arabische Herrschaft und wurde tributpflichtig. Im Gegenzug dazu wurde es zu einer weitestgehend autonomen „Schutzzone“. Die maurischen Herrscher bauten Casares zu einem regional bedeutenden Verwaltungszentrum aus und versahen es mit einer Festungsanlage, dem Alcázar. Im „Pakt von Casares“ schlossen sich der kastilische König Pedro I. (Pedro der Grausame) und der Nasriden-Herrscher Muhammed V. zu einer Allianz zusammen, die die Wiedereinsetzung Muhammeds als obersten Herrscher verfolgte.

Bis zur Eroberung durch die christlichen Truppen im Rahmen der Reconquista im Jahre 1484 blieb Casares Teil des nasridischen Taifa Granada. Die Vertreibung der jetzt Morisken genannten Mauren aus Andalusien gelang in den unzugänglichen Sierras Andalusiens weniger gut als in den großen Städten, und Reste der ehemals maurischen Bevölkerung schlossen sich 1570 zu einer Rebellion gegen die christlichen Herrscher zusammen. Vor allem in den Alpujarras und in der Serranía de Ronda wurde diese schnell zu einer ernsthaften Bedrohung. Die blutige Niederschlagung der Rebellion durch die Herzöge von Arcos resultierte nicht nur in der Vertreibung der letzten Mauren, sondern führte auch zum allgemeinen Niedergang der Region.

Im Jahre 1885 wurde der spätere Rechtsanwalt Gil Blas Infante geboren. Der „Vater des andalusischen Nationalismus“ wurde am 11. August 1936 zu Beginn des spanischen Bürgerkrieges von nationalistischen Truppen ermordet. Die Casareños gedenken des berühmtesten Sohnes ihres Dorfes mit einer Statue auf der Plaza de España.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Lacipo
  • Iglesia Parroquial de La Encarnación
  • Ermita de Santa Cruz
  • Baños de la Hedionda

Literatur[Bearbeiten]

  • Christopher Warn, Wood, David: In Search of Andalucia: a historical geographical observation of the Malaga sea board. Durham, Edinburgh, Cambridge 2000. ISBN 1-85821-690-7

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero de 2013. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Casares – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien