Christine Kaufmann

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Dieser Artikel bezieht sich auf die Schauspielerin Christine Kaufmann. Für die Rechtswissenschaftlerin siehe Christine Kaufmann (Rechtswissenschafterin).
Christine Kaufmann, 2014

Christine Maria Kaufmann (* 11. Januar 1945 in Lengdorf, Steiermark, Österreich) ist eine deutsche Schauspielerin und Autorin.

Leben[Bearbeiten]

Christine Kaufmann ist die Tochter der französischen Maskenbildnerin[1][2] Geneviève Gavaert und des deutschen Luftwaffenoffiziers Johannes Kaufmann. Ihre Mutter war kriegsbedingt umquartiert worden, weshalb Christine Kaufmann in Lengdorf (Gemeinde Sankt Martin am Grimming) zur Welt kam. Sie wuchs in München auf und nahm schon im Kindesalter Ballettunterricht u. a. am Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz, anschließend beim Staatsopernballett.

Mit acht Jahren traf sie den Regisseur Harald Reinl, der mit ihr Rosen-Resli (1954) drehte, einen der ersten großen westdeutschen Kinoerfolge nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Film machte Christine zum Kinderstar. Auch mit Nachfolgern wie Ein Herz schlägt für Erika, Wenn die Alpenrosen blüh’n oder Die singenden Engel von Tirol konnte sie weitere große Erfolge feiern.

Nach eigenen Angaben hat Kaufmann nie eine Schule besucht, sondern in den Drehpausen Unterricht von wechselnden Privatlehrern erhalten.[3]

In Gottfried Reinhardts Film Stadt ohne Mitleid (1961) erlangte sie an der Seite von Kirk Douglas internationale Bekanntheit und gewann einen Golden Globe Award als beste Nachwuchsdarstellerin. Bei den Dreharbeiten zu Taras Bulba lernte sie 1961 in Argentinien Tony Curtis kennen, der sich daraufhin für sie von seiner Ehefrau Janet Leigh trennte. 1963 heirateten Kaufmann und Curtis. Aus der Ehe gingen zwei Töchter, Alexandra und Allegra, hervor.

Ihr beruflicher Erfolg in Hollywood war nicht von Dauer, sodass sie sich für das Privatleben entschied. Für die Liebeskomödie Monsieur Cognac –  mit Curtis als Partner – und die deutsch-amerikanische Produktion Tunnel 28 erhielt sie nur mäßige bis schlechte Kritiken. In ihrer Autobiografie äußerte sich Kaufmann selbst negativ über diese Filme. 1968 wurde die Ehe mit Toni Curtis geschieden. Curtis heiratete kurz danach das Fotomodell Leslie Allen.

Kaufmann ging zurück nach Deutschland und drehte den von Rolf von Sydow inszenierten Fernsehfilm Wie ein Blitz, der ein großer Erfolg wurde. Nach mehreren TV-Rollen in Serien wie Der Kommissar oder Derrick begann sie mit Regisseur Werner Schroeter zu arbeiten. Es entstanden Der Tod der Maria Malibran (1971), Willow Springs (1973), Goldflocken (1976) und Tag der Idioten (1981). Als Bühnenstar ging sie gemeinsam mit Udo Kier und Salome auf Tournee.

In den Jahren 1974 und 1999 posierte sie nackt für den Playboy und wurde zuletzt als „schönste Großmutter Deutschlands“ betitelt. Von 1999 bis 2012 präsentierte Christine Kaufmann eine eigene Kosmetik- und Wellness-Produktreihe beim Teleshoppingsender HSE24.[4][5] Im Jahr 2011 nahm Christine Kaufmann an der ORF-Show Dancing Stars teil, musste sich jedoch in der zweiten Show schon wieder verabschieden.

Nach ihrer Ehe mit Curtis war sie noch dreimal verheiratet – mit dem Fernsehregisseur Achim Lenz (1974–1976), mit dem Musiker und Schauspieler Reno Eckstein (1979–1982) sowie mit dem Zeichner Klaus Zey (1997–2011, Trennung 2010).[1][6][7] Christine Kaufmann lebt in München und Hamburg.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Bibliografie[Bearbeiten]

  • 1985: Körperharmonie
  • 1989: Normal müßte man sein
  • 1990: Lebenslust – Die Pflege der erwachsenen Schönheit
  • 1992: Frauenblicke
  • 1995: Liebesgefecht – Erotische Geschichten
  • 1997: Meine Schönheitsgeheimnisse
  • 1998: Zeitlos schön
  • 2000: Wellness care
  • 2001: Der Himmel über Tanger
  • 2002: Beauty guide
  • 2005: Christine Kaufmann und ich
  • 2006: Liebestöter auf vier Pfoten. Lübbe, Bergisch Gladbach 2006, ISBN 978-3-431-03689-3
  • 2007: Verführung zur Lebenslust – Zen und Sinnlichkeit
  • 2010: In Schönheit altern – Eros, Weisheit und Humor
  • 2013: Scheinweltfieber. Langen Müller, ISBN 978-3784432885

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Das Doppelleben der Christine Kaufmann. In: rp-online.de. 10. Januar 2005.
  2. Christine Kaufmann. In: steffi-line.de.
  3. halloRTL. Heft 6/1981, S. 12.
  4. Warum ich nicht da war… ein Statement. In: christinekaufmann.eu. 10. Februar 2012.
  5. Christine Kaufmann setzt auf Phyto Power. (Version vom 30. Dezember 2012 im Internet Archive) In: hse24.net. 5. Mai 2009.
  6. Christine Kaufmann. In: HairWeb.de.
  7. Kristina Poehls: Schauspielerin Christine Kaufmann – 4. Scheidung! In: bild.de. 19. Mai 2011.