Congénies

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Congénies
Congénies (Frankreich)
Congénies
Region Languedoc-Roussillon
Département Gard
Arrondissement Nîmes
Kanton Sommières
Koordinaten 43° 47′ N, 4° 10′ O43.7783333333334.1675Koordinaten: 43° 47′ N, 4° 10′ O
Höhe 49–145 m
Fläche 8,64 km²
Einwohner 1.565 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 181 Einw./km²
Postleitzahl 30111
INSEE-Code

Der historische Ortskern

Congénies ist eine französische Gemeinde mit 1565 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Gard in der Region Languedoc-Roussillon. Sie gehört zum Kanton Sommières und zum Kommunalverband Pays de Sommières.

Geografie[Bearbeiten]

Congénies liegt im Westen der Ebene Vaunage und im Osten des Pays de Sommières, 29 Kilometer nordöstlich von Montpellier, 19 Kilometer südwestlich von Nîmes, 11 Kilometer nordöstlich von Lunel und 5,7 Kilometer östlich des Kantonshauptorts Sommières, zwischen den Nachbargemeinden Calvisson im Nordosten und Aubais im Südwesten.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ortsname ist gallischen Ursprungs und hat sich aus Congenna entwickelt.[2]

Um 1769 konvertierte ein Bewohner von Congénies in Großbritannien zum Quäkertum und gründete eine Quäkergemeinde in Congénies. Der letzte Quäker im Ort verstarb 1928.[3]

1793 erhielt Congénies (als Congenies) im Zuge der Französischen Revolution (1789-1799) den Status einer Gemeinde und 1801 das Recht auf kommunale Selbstverwaltung.[4]

Bevölkerungsentwicklung
1962 1968 1975 1982 1990 1999 2008
441 473 496 596 903 1072 1542


Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die mittelalterliche Struktur des Ortskerns ist erhalten geblieben. Die zusammengedrängte Gruppe von Häusern war mit Befestigungsanlagen umgeben.[3]

Eine ursprüngliche Kirche Sainte-Marie wurde erstmals 1156 in einer Bulle des Papstes Hadrian IV. († 1159) erwähnt. Jenes Gebäude wurde im 14. Jahrhundert in das Befestigungssystem der Ortschaft integriert. Die Kirche wurde während der Hugenottenkriege (1562-1598) geplündert und im 17. Jahrhundert repariert. 1703 wurde sie durch die Kamisarden unter der Führung von Jean Cavalier (1681 - 1740) geplündert und angezündet. 1759 wurde ein neuer Glockenturm errichtet. Während der Französischen Revolution fanden keine Gottesdienste statt, die Kirche wurde am 6. August 1800 der Römisch-katholischen Kirche zurückgegeben. Regelmäßige Gottesdienste fanden wieder ab 1807 statt. 1949 wurde die Kirche in das Zusatzverzeichnis der Monuments historiques (historische Denkmale) eingetragen.[5]

Quäkerfriedhof

Das Versammlungshaus der Quäker wurde 1822 im Stil des Klassizismus erbaut und bis 1907 genutzt. Der Friedhof der Quäker wurde im Garten des Gebäudes eingerichtet und von 1830 bis 1890 genutzt. Im Ersten Weltkrieg (1914-1918) wurde das Gebäude in ein Militärhospital umgewandelt. Seit 1954 dient es als Wohnhaus.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Congénies auf annuaire-mairie.fr (französisch) Abgerufen am 17. Februar 2010
  2.  Paul Fabre: Noms de lieux du Languedoc. Christine Bonneton, Paris 1995, ISBN 9782862531748, S. 52 (in Google Books, abgerufen am 17. Februar 2010). (französisch)
  3. a b Le Pays de Sommières - Les Villages, auf der Webseite des Tourismusbüros des Pays de Sommières (französisch) Abgerufen am 17. Februar 2010
  4. Congénies auf Cassini.ehess.fr (französisch) Abgerufen am 17. Februar 2010
  5. Congénies in der Base Mérimée (französisch) Abgerufen am 17. Februar 2010