Conrad Albrecht

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Conrad Albrecht

Conrad Albrecht (* 7. Oktober 1880 in Bremen; † 18. August 1969 in Hamburg) war ein deutscher Marineoffizier, zuletzt Generaladmiral im Zweiten Weltkrieg.

Militärische Laufbahn[Bearbeiten]

Albrecht trat am 10. April 1899 als Seekadett in die Kaiserliche Marine ein. Seine Grundausbildung absolvierte er auf der Kreuzerfregatte SMS Stosch. Nach weiteren Verwendungen wurde Albrecht als Kapitänleutnant (seit 27. März 1909) mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs am 1. September 1914 zum Chef der 1. Torpedobootshalbflottille ernannt. Am 12. Oktober 1916 erfolgte seine Beförderung zum Korvettenkapitän und am 16. Januar 1917 ernannte man Albrecht zum Chef der Zerstörer-Flottille Flandern. Dieses Kommando behielt er bis Kriegsende bei.

Nach Kriegsende war er bis 12. März 1920 zunächst im Stab der Marinestation der Ostsee tätig. Anschließend übernahm er bis September 1920 als Chef die I. Ostsee-Minensuchflottille und darauf bis 27. März 1923 die I. Flottille. Dort erfolgte am 1. März 1923 seine Beförderung zum Fregattenkapitän. Am 28. März 1923 ernannte man ihn zum Kommandanten des Marinearsenals Kiel und am 12. September 1925 wechselte Albrecht, der am 1. Mai zum Kapitän zur See befördert worden war, in den Stab der Marinestation der Ostsee als deren Chef. Am 1. Dezember 1928 wechselte er als Chef der Marineoffizierspersonalabteilung in die Marineleitung. Dort wurde er am 1. April 1930 zum Konteradmiral befördert und am 29. September 1930 zum Befehlshaber der Aufklärungsstreitkräfte der Marine ernannt. Am 1. Oktober 1932 erfolgte unter gleichzeitiger Beförderung zum Vizeadmiral seine Ernennung zum Chef der Marinestation der Ostsee. Dieses Kommando behielt er bis zu seiner Umbenennung zum Kommandierenden Admiral der Marinestation der Ostsee am 4. Juli 1935 bei. Als solcher wurde er am 1. Dezember des Jahres zum Admiral befördert und am 1. November 1938 zum Marinegruppenbefehlshaber Ost ernannt.

Am 1. April 1939 als zweiter Marineoffizier nach Erich Raeder zum Generaladmiral befördert, leitete Albrecht zu Beginn des Zweiten Weltkriegs die Operationen der deutschen Kriegsmarine während des Polenfeldzugs.

Am 31. Dezember 1939 erfolgte seine Verabschiedung, bereits am Folgetag wurde er zur Verfügung der Kriegsmarine gestellt, zum aktiven Dienst aber nicht mehr herangezogen.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans H. Hildebrand, Ernest Henriot: Deutschlands Admirale 1849-1945. Band 1: A-G. Biblio Verlag, Osnabrück 1988, ISBN 3-7648-1499-3, S. 18 f.
  • Conrad Albrecht, in: Internationales Biographisches Archiv 07/1954 vom 8. Februar 1954, im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Rangliste der Kaiserlich Deutschen Marine, Hrsg.: Marinekabinett, Mittler & Sohn, Berlin 1914, S.132
  2. a b c d e f Rangliste der Deutschen Reichsmarine, Hrsg.: Reichswehrministerium, Mittler & Sohn, Berlin 1929, S.39