Hans von Salmuth

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Hans Eberhard Kurt von Salmuth (* 29. November 1888 in Metz; † 1. Januar 1962 in Heidelberg) war ein deutscher Offizier, zuletzt Generaloberst während des Zweiten Weltkrieges.

Werdegang[Bearbeiten]

Hans von Salmuth trat am 19. September 1907 in das Königin Elisabeth Garde-Grenadier-Regiment Nr. 3 in Berlin-Charlottenburg ein. Im Ersten Weltkrieg war er an der West- und Ostfront eingesetzt und zuletzt als Hauptmann im Generalstab tätig.

Nach Kriegsende wurde er in die Reichswehr übernommen und dort am 1. Januar 1928 im Stab der 1. Division zum Major befördert. Am 1. Mai 1934 wurde er zum Oberst befördert und am 1. August 1937, mittlerweile in die Wehrmacht überführt, zum Generalmajor ernannt.

Nachdem er am 1. August 1939 zum Generalleutnant befördert worden war, nahm er als Generalstabschef der Heeresgruppe Nord an der Besetzung Polens und ebenfalls als Generalstabschef der Heeresgruppe B am Westfeldzug im Jahr 1940 teil. Salmuth wurde am 1. August 1940 zum General der Infanterie und am 10. Mai 1941 zum Kommandierenden General des XXX. Armeekorps ernannt. Er erhielt am 20. April 1942 den Oberbefehl über die 17. Armee, die er bis zum 6. Juni 1942 führte. Er übernahm im Juni/Juli 1943 wieder den Oberbefehl über die 17. Armee, nachdem er zwischendurch der Oberbefehlshaber der 2. und 4. Armee gewesen und am 1. Januar 1943 zum Generaloberst befördert worden war. Salmuth wurde am 1. August 1943 zum Oberbefehlshaber der 15. Armee im Westen. Nach dem Zusammenbruch der Invasionsfront am 25. August 1944 wurde er von Adolf Hitler seines Kommandos enthoben. Bis Kriegsende erhielt er keine weitere Verwendung.

Im Juli 1945 geriet er in US-amerikanische Kriegsgefangenschaft und wurde wegen Kriegsverbrechen im Prozess gegen das Oberkommando der Wehrmacht angeklagt. Ihm wurden seine Befehle zur Partisanenbekämpfung in der Sowjetunion zur Last gelegt und am 28. Oktober 1948 erfolgte seine Verurteilung zu zwanzig Jahren Haft. Bereits im Juli 1953 wurde er vorzeitig aus der Haftanstalt Landsberg entlassen.

Er war mit Liselotte von Meßling verheiratet und hatte zwei Söhne.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Rangliste des Deutschen Reichsheeres, Mittler & Sohn Verlag, Berlin, S.123
  2. Veit Scherzer: Die Ritterkreuzträger 1939-1945, Scherzers Militaer-Verlag, Ranis/Jena 2007, ISBN 978-3-938845-17-2, S.649