Drachhausen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Drachhausen
Drachhausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Drachhausen hervorgehoben
51.89972222222214.31666666666761Koordinaten: 51° 54′ N, 14° 19′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Spree-Neiße
Amt: Peitz
Höhe: 61 m ü. NHN
Fläche: 38,37 km²
Einwohner: 838 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 22 Einwohner je km²
Postleitzahl: 03185
Vorwahl: 035609
Kfz-Kennzeichen: SPN, FOR, GUB, SPB
Gemeindeschlüssel: 12 0 71 052
Adresse der Amtsverwaltung: Schulstraße 6
03185 Peitz
Bürgermeister: Fritz Woitow (UWD)
Lage der Gemeinde Drachhausen im Landkreis Spree-Neiße
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Über dieses Bild

Drachhausen, niedersorbisch Hochoza, ist eine Gemeinde im Landkreis Spree-Neiße im Süden des Landes Brandenburg und ist Teil des Amtes Peitz.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im angestammten Siedlungsgebiet der Sorben. Das Gemeindegebiet besteht aus den Ortslagen Dorf (einschließlich Vorwerk), Aue (einschließlich Grys), Sand und Heide. Im Süden der Gemeinde fließt die Malxe.[2]


Der Drache in Drachhausen

Geschichte[Bearbeiten]

Drachhausen wurde erstmals 1504 unter der Bezeichnung „Hoen Drußow“ schriftlich erwähnt. Der folgten als weitere Namen 1506 „Drochoßen“, 1641 „Drachausen“, 1652 „Drachhaußen“, 1765 „Trachhausen“ und danach der heutige Name Drachhausen. Der sorbische Name ist abgeleitet von ochoz und bedeutet „Umgang um ein zur Siedlungsrodung bestimmtes Waldstück“. Der Ort wurde von Anfang an durch Sorben besiedelt, deren Sprache und Kultur über die Jahrhunderte weit verbreitet war und bis heute gepflegt wird. Vom 16. Jahrhundert bis 1874 unterstand Drachhausen den Ämtern Cottbus beziehungsweise Peitz. 1759, während des Siebenjährigen Krieges, brannte der Ort bis auf das Vorwerk und einige Scheunen ab. Die alte Struktur des Ortes blieb durch seine besondere Lage weitgehend erhalten, da erst 1960 eine feste Straßenverbindung von Cottbus hergestellt wurde. Drachhausen lag von 1973–1992 im „Kohleschutzgebiet“ und sollte teilweise einem Braunkohlentagebau weichen.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung in den heutigen Grenzen seit 1875
Drachhausen:
Bevölkerungsentwicklung in den heutigen Grenzen (2013)
Jahr Einwohner
1875 1 116
1890 1 171
1910 1 238
1925 1 245
1933 1 220
1939 1 161
1946 1 480
1950 1 414
1964 1 168
1971 1 150
Jahr Einwohner
1981 990
1985 953
1989 912
1990 902
1991 888
1992 873
1993 867
1994 877
1995 877
1996 884
Jahr Einwohner
1997 897
1998 902
1999 889
2000 889
2001 893
2002 887
2003 861
2004 840
2005 854
2006 856
Jahr Einwohner
2007 848
2008 855
2009 836
2010 843
2011 846
2012 838
2013

Die Quellen der Daten finden sich detailliert in den Wikimedia Commons[3].

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Der Gemeindevertretung gehören 10 Gemeindevertreter an:

  • SPD: 4 Sitze
  • Unabhängige WG Drachhausen: 3 Sitze
  • Die Linke: 2 Sitze
  • FDP: 1 Sitz

(Stand: Kommunalwahl am 28. September 2008)

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 16. November 1998 genehmigt.

Blasonierung: „In Silber ein steigender, vierbeiniger, rotgezungter schwarzer Drache (Lindwurm) mit einem grünen Lindenblatt in der linken Vorderkralle.“[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Das Wappentier von Drachhausen, ein Drache aus Beton, wurde 1998 anlässlich der Wendischen Festtage auf dem Dorfanger aufgestellt. Die 1895 errichtete evangelische St. Laurentius Kirche ist eine der größten Dorfkirchen der Region. Alle zwei Jahre ist Drachhausen neben Crostwitz und Bautzen Veranstaltungsort des Internationalen Folklore-Festivals Lausitz/Łužica.

In der Liste der Baudenkmale in Drachhausen und in der Liste der Bodendenkmale in Drachhausen stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale.

Museum[Bearbeiten]

  • kleines Flachsmuseum im Gemeindekulturzentrum

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Drachhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Drachhausen – Reiseführer

Quellenangaben[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2012 (XLS-Datei; 83 KB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Bundesamt für Naturschutz: Lage von Drachhausen gem. Geodienste. Schutzgebiete in Deutschland. Abgerufen am 5. Mai 2013.
  3. Population Projection Brandenburg at Wikimedia Commons
  4. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg