Tauer

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde in Brandenburg, weitere Begriffe siehe Tauer (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Tauer
Tauer
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Tauer hervorgehoben
51.89638888888914.45416666666761Koordinaten: 51° 54′ N, 14° 27′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Spree-Neiße
Amt: Peitz
Höhe: 61 m ü. NHN
Fläche: 41,91 km²
Einwohner: 739 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 18 Einwohner je km²
Postleitzahl: 03185
Vorwahl: 035601
Kfz-Kennzeichen: SPN, FOR, GUB, SPB
Gemeindeschlüssel: 12 0 71 384
Adresse der Amtsverwaltung: Schulstraße 6
03185 Peitz
Bürgermeister: Karin Kallauke
Lage der Gemeinde Tauer im Landkreis Spree-Neiße
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Über dieses Bild

Tauer, niedersorbisch Turjej, ist eine Gemeinde im Landkreis Spree-Neiße im Süden des Landes Brandenburg und ist Teil des Amtes Peitz.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im angestammten Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden am Übergang zum Vorspreewald. Das Gemeindegebiet umfasst die Gemeinde Tauer mit den Ortsteilen Schönhöhe (sorb. Šejnejda) und Teerofen. Auf dem Gebiet der Gemeinde liegt der aus einer eiszeitlichen Senke entstandene Großsee inmitten eines Landschaftsschutzgebietes und mit zahlreichen Wäldern.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Fund eines Urnengräberfeldes aus der Bronzezeit im 19. Jahrhundert lässt auf eine sehr frühe Besiedlung des Ortes schließen. 1632 wurde die Gemeinde erstmals nachweislich als "Tawern" erwähnt. Bereits 1652 wurde der Ort "Taurow" genannt. Der Ortsteil Schönhöhe bestand seit 1742 als Ackervorwerk. Im Rahmen der Siedlungspolitik Friedrich II. erfolgte ab 1752 hier die Anlage eines zweireihigen Straßendorfes, in dem seinerzeit Familien überwiegend aus Sachsen angesiedelt wurden. Die Kolonie Teerofen (heute Ortsteil Teerofen) am Großsee, die seit 1665 bestand, wurde durch die Teer- und Pechgewinnung bekannt. 1852 wurde die Teerbrennerei eingestellt. Viele Ortsbewohner wanderten Mitte des 19. Jahrhunderts nach Australien und Nordamerika aus. 1935 wurde Teerofen nach Schönhöhe und 1993 Schönhöhe nach Tauer eingemeindet.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung in den heutigen Grenzen seit 1875
Tauer:
Bevölkerungsentwicklung in den heutigen Grenzen (2013)
Jahr Einwohner
1875 948
1890 971
1910 1 043
1925 1 027
1933 986
1939 954
1946 1 316
1950 1 244
1964 964
1971 919
Jahr Einwohner
1981 817
1985 772
1989 740
1990 749
1991 739
1992 730
1993 734
1994 742
1995 758
1996 764
Jahr Einwohner
1997 787
1998 816
1999 830
2000 818
2001 820
2002 809
2003 797
2004 804
2005 805
2006 804
Jahr Einwohner
2007 792
2008 787
2009 762
2010 751
2011 745
2012 739
2013

Die Quellen der Daten finden sich detailliert in den Wikimedia Commons[2].

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Die Gemeindevertretung besteht aus 10 Gemeindevertretern.

  • SPD 1 Sitz
  • WG Bürgergemeinschaft Tauer e.V. 3 Sitze
  • WG SV 1920 Tauer e.V. 4 Sitze
  • FFw Tauer 1 Sitz
  • Einzelmandatsträger 1 Sitz

(Stand: Kommunalwahl am 28. September 2008)

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 9. Mai 2012 genehmigt.

Blasonierung: „In Grün über goldenem Schildfuß, belegt mit einem liegenden grünen Eschenzweig, ein schreitender, widersehender goldener Auerochse.“[3]

Das Wappen wurde von dem Heraldiker Uwe Reipert gestaltet.

Flagge[Bearbeiten]

Die Flagge ist Grün - Gelb - Grün (1:5:1) gestreift und im Mittelstreifen mit dem Gemeindewappen belegt.“

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Feuerwehrhaus in Tauer

In der Liste der Baudenkmale in Tauer stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale.

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Kirche, erbaut im Jahr 1790
  • Feuerwehrhaus mit einem Uhrenturm aus dem Jahre 1896
  • Heimatmuseum in einer ehemaligen Bäckerei

Sport[Bearbeiten]

  • SV 1920 Tauer (Fußball, Kegeln, Billard, Tischtennis, Volleyball)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2012 (XLS-Datei; 83 KB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Population Projection Brandenburg at Wikimedia Commons
  3. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg

Weblinks[Bearbeiten]