Wiesengrund

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Wiesengrund (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Wiesengrund führt kein Wappen
Wiesengrund
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wiesengrund hervorgehoben
51.714.56666666666787Koordinaten: 51° 42′ N, 14° 34′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Spree-Neiße
Amt: Döbern-Land
Höhe: 87 m ü. NHN
Fläche: 50,44 km²
Einwohner: 1419 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 28 Einwohner je km²
Postleitzahl: 03149
Vorwahlen: 035694, 035695
Kfz-Kennzeichen: SPN, FOR, GUB, SPB
Gemeindeschlüssel: 12 0 71 414
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Forster Straße 8
03159 Döbern
Bürgermeister: Egbert S. Piosik (FWW)
Lage der Gemeinde Wiesengrund im Landkreis Spree-Neiße
Burg Briesen Dissen-Striesow Döbern Drachhausen Drehnow Drebkau Felixsee Forst Groß Schacksdorf-Simmersdorf Guben Guhrow Heinersbrück Hornow-Wadelsdorf Jämlitz-Klein Düben Jänschwalde Kolkwitz Neiße-Malxetal Neuhausen Peitz Schenkendöbern Schmogrow-Fehrow Spremberg Tauer Teichland Tschernitz Turnow-Preilack Welzow Werben WiesengrundKarte
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Wiesengrund (niedersorbisch Łukojce) ist eine Gemeinde im Landkreis Spree-Neiße und liegt im südöstlichen Teil von Brandenburg. Sie gehört dem Amt Döbern-Land an, das seinen Verwaltungssitz in der Stadt Döbern hat.

Der Ortsteil Mattendorf (Matyjojce) zählt zum offiziellen sorbischen Siedlungsgebiet.

Geographie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Wiesengrund grenzt im Westen an die kreisfreie Stadt Cottbus und die Gemeinde Neuhausen/Spree, im Süden an die Gemeinden Hornow-Wadelsdorf und Felixsee, im Osten an die Gemeinden Neiße-Malxetal und Groß Schacksdorf-Simmersdorf und im Norden an die Kreisstadt Forst (Lausitz) und die Gemeinde Teichland. Auf dem Gemeindegebiet wird ein Restloch des Braunkohlebergbaues geflutet. Daraus soll bis 2020 der Klinger See entstehen.

Weiterhin gibt es im an den See grenzenden Ortsteil Klinge ein geologisch wertvolles Eem, welches besichtigt werden kann, und der Ortsteil Mattendorf grenzt im Süden an den Ausläufer des ebenfalls geologisch interessanten Muskauer Faltenbogens. Die längste Straßenverbindung von Nord nach Süd beträgt zwischen Mattendorf (Süd) und Gosda I (Nord) 12 km; die Gemeinde Wiesengrund nimmt eine Gesamtfläche von 50 km² ein.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung in den heutigen Grenzen (2013)
Wiesengrund:
Bevölkerungsentwicklung in den heutigen Grenzen (2013)
Jahr Einwohner
1875 2 046
1890 2 016
1910 2 135
1925 2 281
1933 2 245
1939 2 277
1946 2 848
1950 2 904
1964 2 522
1971 2 381
Jahr Einwohner
1981 1 658
1985 1 546
1989 1 521
1990 1 508
1991 1 493
1992 1 489
1993 1 489
1994 1 496
1995 1 548
1996 1 594
Jahr Einwohner
1997 1 637
1998 1 675
1999 1 688
2000 1 705
2001 1 696
2002 1 692
2003 1 675
2004 1 660
2005 1 686
2006 1 636
Jahr Einwohner
2007 1 609
2008 1 593
2009 1 566
2010 1 516
2011 1 461
2012 1 444
2013 1 419

Die Quellen der Daten finden sich detailliert in den Wikimedia Commons[2].

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gemeinde entstand im Rahmen der brandenburgischen Gemeindegebietsreform durch freiwilligen Zusammenschluss zum 31. Dezember 2001.[3] Ortsteile sind Gahry (niedersorbisch Gari), Gosda I (Gózdź) mit den Gemeindeteilen Dubrau (Dubrawa) und Klinge (Klinka), Jethe (Jaty) mit dem Gemeindeteil Smarso (Smaržow) sowie Trebendorf (Trjebejce) und Mattendorf (Matyjojce).

Religionen[Bearbeiten]

Die alten Dörfer Gahry, Trebendorf und Mattendorf sind schon vor 1906 zum evangelischen Kirchsprengel Komptendorf eingepfarrt worden, da sie keine eigene Kirche besitzen, während Klinge eine eigene Kirche besaß, welche zu DDR-Zeiten dem Braunkohleabbau geopfert wurde. Jetzt gehen die Klinger, Gosdaer und Dubrauer in die Fachwerkkirche in den Ortsteil Dubrau.

Politik[Bearbeiten]

Die Gemeindevertretung setzt sich aus dem Bürgermeister und 10 Gemeindevertretern zusammen:

(Stand: Kommunalwahl am 25. Mai 2014)

Als erster Bürgermeister der Gemeinde Wiesengrund wurde 2002 der letzte Bürgermeister (1995 bis 2001) der vormals eigenständigen Gemeinde Mattendorf, Egbert S. Piosik, gewählt (Wiederwahl 2003, 2008 und 2014). Egbert S. Piosik ist am 28. September 2008 (Wiederwahl 2014) ebenfalls in den Kreistag des Landkreises Spree-Neiße gewählt worden und seitdem Fraktionsvorsitzender der Fraktion FREIE BÜRGER.

Erste Ortsbürgermeister von 2002 bis 2003 (ehemalige Bürgermeister, gewählt 1998–2003)[Bearbeiten]

  • Gosda I (mit Dubrau und Klinge): Axel Woidtow
  • Jethe (mit Smarso): Klaus Holzbecher
  • Gahry: Holger Baierl
  • Mattendorf: Egbert S. Piosik
  • Trebendorf: Reiner Brauer

Ortsvorsteher (2014 bis 2019)[Bearbeiten]

  • Gosda I (mit Dubrau und Klinge): Dieter Stodian (seit 2003)
  • Jethe (mit Smarso): Dietmar Zech (seit 01.01.2013)
  • Gahry: Klaus Vatter (seit 02.11.2011)
  • Mattendorf: seit 2014 ohne Ortsvorsteher
  • Trebendorf: Reiner Brauer (seit 2002)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Wiesengrund stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale.

  • Freilichtmuseum Zeitsprung bei Klinge am Klinger See
  • Bahnhofsgebäude Klinge (Aufnahmeverfahren)

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Tiefkirche im Ortsteil Gosda
  • Alter Schafstall im Ortsteil Gosda
  • Gutshaus im Ortsteil Gahry
  • Schloss im Ortsteil Trebendorf
  • Fachwerkkirche im Ortsteil Dubrau
  • Alte Schule (1907/08 erbaut) im Ortsteil Mattendorf

Parks[Bearbeiten]

Der alte Park (mit der Begräbnisstätte der früheren Eigentümer des Trebendorfer Schlosses) zwischen Trebendorf, Mattendorf und Gahry stellt die Verbindung zwischen dem Gutshaus Gahry und dem Schloss in Trebendorf her.

Sonstiges[Bearbeiten]

Im Ortsteil Mattendorf existiert eine Wetterstation. Der Verein Wetter-Ost begann im Jahr 2006 mit dem Aufbau eines „Wetterlehrpfades“, der Interessierten, insbesondere aber auch Kindern und Jugendlichen, das Entstehen des Wetters nahebringen soll (z.B. Blitzmaschine, Windmaschine aber auch Energiegewinnung mit einem neuen Windrad). Am 5. Mai 2007 wurde im Beisein des Ministers (und heutigem Ministerpräsidenten) Dr. Dietmar Woidke der Prototyp eines neuartigen (quer liegenden) Windrades eingeweiht. Dieses erhebt sich am Rande des Muskauer Faltenbogens über Mattendorf.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wiesengrund – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Wiesengrund – Reiseführer

Quellenangaben[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Population Projection Brandenburg at Wikimedia Commons
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2001