Dudelange

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Wappen Karte
Blason ville lu Dudelange (EschAlzette).svg Gemeinde dudelange lux.png
Basisdaten
Distrikt: Luxemburg
Kanton: Esch-sur-Alzette
Fläche: 2137 ha
Einwohner: 18.295
Ausländeranteil: 36,62 %
Website: www.dudelange.lu
Politik
Wahlsystem: Proporzwahl
Bürgermeister: Alex Bodry (LSAP)
1. Schöffe: Daniel Biancalana (LSAP)
2. Schöffe: René Manderscheid (LSAP)
3. Schöffe: Loris Spina (LSAP)
Gemeindehaus von Dudelange
Park Émile Mayrisch

Dudelange (lux. Diddeleng, dt. Düdelingen) ist eine Stadt im Großherzogtum Luxemburg. Sie gehört zum Kanton Esch-sur-Alzette und ist mit ungefähr 19.000 Einwohnern neben Esch-sur-Alzette der wichtigste Industriestandort des Landes.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographische Lage

Dudelange liegt unmittelbar an der Grenze zu Frankreich, auf halbem Weg etwa zwischen der Stadt Luxemburg und dem lothringischen Thionville. Die französischen Nachbarorte sind Zoufftgen und Volmerange-les-Mines.

[Bearbeiten] Die Stadtviertel

  • Buringen (luxemburgisch: Bireng)
  • Budersberg (luxemburgisch: Butschebuerg)
  • Brill. Die Siedlung wurde ab 1898 auf Initiative des technischen Direktors des Stahlwerks Émile Mayrisch gebaut und bot 126 Arbeiterwohnungen.[1]
  • Gaffelt
  • Quartier italien. Das hoch auf dem Hügel gelegene Wohnviertel nahe dem Werksbahnhof ist geprägt durch das Herkunftsland seiner Bewohner.
  • Ribeschpont
  • Wolkeschdahl
  • Schmelz
  • Deich
  • Strutzbierg

[Bearbeiten] Verkehr

Dudelange verfügt auf der CFL-Linie 60a, die von Bettembourg nach Vollmerange führt, über einen Bahnhof sowie drei weitere Haltestellen: Dudelange-Usines, Dudelange-Centre, Dudelange-Ville und Dudelange-Burange.[2]

Die regionale Buslinie 5 verbindet Dudelange mit Esch-sur-Alzette, und zwar über RumelangeTétangeKayl – Budersberg (Stadtteil von Düdelingen) und verkehrt im Viertelstundentakt. Endstation ist der Haltepunkt "Gemeng". Seit 1999 ist für die innerstädtische Personenbeförderung zusätzlich ein „Citybus“ eingesetzt, der alle 250 Meter halten kann.[3]

Die Stadt liegt südwestlich des Autobahnkreuzes der Collectrice du Sud oder Saarautobahn mit der E 25. Sie ist sowohl an die Autobahn A 13 (Pétange - Saarbrücken) als auch an die Autobahn A 3 von Thionville nach Luxemburg (Stadt) über eine eigene Auf- und Abfahrt angeschlossen.

[Bearbeiten] Sehenswertes, Museen und Bibliotheken

  • Naturschutzgebiet Haard
  • Johannisberg mit den Ruinen der Burg Johannisberg. Hier war ein mittelalterlicher Marktort, der vermutlich auf keltische Ursprünge zurückgeht.[4]
  • die alten Fabrikhallen der Arbed
  • Neugotische Kirche St. Martin von 1904 mit restaurierter Georg Stahlhuth Orgel von 1912
  • Museum der Zwangsrekrutierten (Musée des Enrôlés de Force)
  • Stadtpark Lé'h mit dem Kletterpark „Park Lé’h Adventures“ und einem Parcours für Kinder
  • Regionales Kulturzentrum (CCRD) Opderschmelz [5] und das Nationale audiovisuelle Zentrum (CNA) im selben Gebäude
  • im ehemaligen Wasserturm die permanente Fotoausstellung „The bitter years“ von Edward Steichen
  • Stadtmuseum (Musée municipal)
  • Dokumentationszentrum für Migrationsgeschichte (Centre de Documentation sur les Migrations Humaines)
  • Kunstgalerien (Centre d‘art Dominique Lang, Centre d‘art Nei licht, Galerie d‘Art Armand Gaasch, Adam’s Art Gallery)
  • RTL-Sendeturm
Centre national de l'audiovisuel (CNA)

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeinderat

Sitze Dudelange.png

Der Geneinderat wird auf sechs Jahre gewählt.

Bei den Kommunalwahlen am 9. Oktober 2005 ergab sich folgende Sitzverteilung im Gemeinderat:

Partei Sitze
LSAP 11
CSV 4
Déi Gréng 2

Nach den Wahlen vom 9. Oktober 2011 setzt sich der neue Gemeinderat, der am 22. November 2011 zum ersten Male zusammengetreten ist, wie folgt zusammen:[6]

LSAP 10 Sitze
CSV 3 Sitze
Déi Gréng 2 Sitze
Dei Lenk 1 Sitz
ADR 1 Sitz

[Bearbeiten] Der Sendeturm von Dudelange

In der Nähe der Stadt befindet sich der 285 m hohe Sendeturm Dudelange für UKW und TV, der als freistehender Stahlfachwerkturm ausgeführt ist. Am 31. Juli 1981 wurde dieser Sendeturm von RTL von einem belgischen Militärflugzeug ungefähr in der Mitte getroffen und brach daraufhin zusammen. Die herabstürzenden Trümmerteile zerschlugen ein in der Nähe stehendes Haus und töteten das in diesem Haus lebende Ehepaar. Der Pilot der Unglücksmaschine starb ebenfalls. Der Sendeturm wurde danach wieder aufgebaut, allerdings nicht mehr ganz so hoch wie vor dem Unglück.

Sendeturm Dudelange

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt

[Bearbeiten] Literatur

  • François Hendrickx: Bevölkerungsbewegungen in Düdelingen zu Beginn der Industrialisierung. Ein Beitrag zur Geschichte der Migration im Bassin Minier. In: Héritages culturels dans la Grande Région : Saar-Lor-Lux-Rhénanie-Palatinat. - Luxembourg, 1996. - (Cahiers I.S.I.S. : fasc. IV / Centre universitaire de Luxembourg), S. 211-229.
  • Denis Scuto: 5 notices sur l’histoire de la nationalité, la grève des ouvriers italiens de Differdange de 1912, le résistant Henri Adam, l’antifasciste Guido Bagnoli, le couple Domenico Cancellieri (maçon) et Rosa Tancini (domestique), dans: Retour de Babel : itinéraires, mémoires et citoyenneté. (Catalogue de l’exposition tenue dans les halles de l’ancienne aciérie à Dudelange du 28 avril au 27 octobre 2007), dir. Antoinette Reuter et Jean-Philippe Ruiz, 3 volumes, Luxembourg, 2007.

[Bearbeiten] Einzelbelege

  1. Antoine Lorang: Arbeitersiedlungen – Eine Wohnform schafft Stadt. In: Der Luxemburg Atlas – Atlas du Luxembourg. Herausgeber: Universität Luxemburg, Emons, Köln 2009, ISBN 978-3-89705-692-3. (Karten, Fotos, deutsch/französische Texte). S. 78
  2. CFL Linie 60a
  3. Bus
  4. Michel pauly: Marktorte im alten Herzogtum. In: Der Luxemburg Atlas – Atlas du Luxembourg. Herausgeber: Universität Luxemburg, Emons, Köln 2009, ISBN 978-3-89705-692-3. (Karten, Fotos, deutsch/französische Texte). S. 22.
  5. Jazz-Lokomotive im Süden pav, Lëtzebuerger Journal, 12. Januar 2012.
  6. Le Collège des Bourgmestre et Échevins et le Conseil Communal

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Dudelange – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


49.4810027777786.0834916666667Koordinaten: 49° 29′ N, 6° 5′ O

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