Ellsworth Johnson

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Polizeifoto von Johnson als Häftling Nr. 1117 auf Alcatraz

Ellsworth Raymond „Bumpy“ Johnson (* 31. Oktober 1905 in Charleston, South Carolina; † 7. Juli 1968 in Harlem, New York City) war ein Afro-Amerikanischer Mobster.

Leben[Bearbeiten]

Johnson zog zusammen mit seinen Eltern als Jugendlicher in den New Yorker Stadtteil Harlem. Seinen Spitznamen bekam er wegen einer großen Beule (englisch bump) an seinem Hinterkopf.

Zunächst arbeitete er für die Bandenführerin Stephanie St. Clair, welche die Strassenlotterie in ihrem Stadtteil beherrschte. Auf dieses Geschäft hatte auch der Gangster Dutch Schultz eine Auge geworfen und die mit ihm assoziierte La Cosa Nostra unter Lucky Luciano ebenfalls.

Letztendlich wurde das Geschäft von den Italienern übernommen und Johnson selbst arbeitete später als Schläger für die Genovese-Familie und verteidigte insbesondere deren Interessen in schwarzen Nachbarschaften Harlems gegen ortsansässige Kriminelle.

Johnson wurde 40-mal festgenommen. Kurz bevor er 1968 während eines Restaurantbesuchs in Harlem an einem Herzanfall starb, hatte er eine längere Gefängnisstrafe wegen Drogenhandels verbüßt.

Der spätere Gangsterboss Frank Lucas arbeitete am Anfang seiner Verbrecherlaufbahn als Fahrer und Schläger für Johnson. Lucas besonders enges Verhältnis zu „Bumpy“, das im Kinofilm American Gangster eine wichtige Rolle spielt, wurde von Johnsons Witwe aber bestritten.

Während seiner Haftstrafen studierte Johnson Philosophie und Geschichte. Zudem verfasste er auch Gedichte. Im Dezember 1965 protestierte Johnson in einer Polizeiwache mit einem Sitzstreik gegen seine fortgesetzte Personenüberwachung.

Bumpy Johnson im Kriminalfilm[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]