Ellwanger Berge

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Die Ellwanger Berge sind ein bis 569 m ü. NN hoher Bergrücken im Landkreis Schwäbisch Hall und im Ostalbkreis in Baden-Württemberg (Deutschland).

Der Name der Ellwanger Berge leitet sich von der Stadt Ellwangen ab. Überregional bekannt wurden die Ellwanger Berge vor allem durch die gleichnamige Autobahnraststätte an der Bundesautobahn 7.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

Die zum Keuperbergland gehörenden und somit aus Keuper bestehenden Ellwanger Berge liegen etwa 65 km nordöstlich von Stuttgart und rund 67 km (jeweils Luftlinie) ostsüdöstlich von Heilbronn zwischen der Haller Ebene im Norden, der Frankenhöhe und dem Virngrund im Osten, dem Härtsfeld im Süden, der Frickenhofer Höhe im Südwesten und den Limpurger Bergen im Westen. Sie befinden sich südlich von Frankenhardt, westlich von Rosenberg und Ellwangen, nordwestlich von Hüttlingen, östlich von Adelmannsfelden, Bühlerzell und Bühlertann und südöstlich von Obersontheim und Vellberg.

[Bearbeiten] Geologie

Der Stubensandstein hat im Bereich der Ellwanger Berge eine Mächtigkeit von über 100 Metern und dominiert somit den Höhenzug. Im Norden wechseln sich zur Hohenloher Ebene hin die Schichten schnell ab: Bunte Mergel, Schilfsandstein und Gipskeuper. Im Süden, zum Albvorland hin, überdeckt der Knollenmergel mit deutlich geringerer Mächtigkeit den Stubensandstein und darüber bereits die untersten Schichten des Lias.

[Bearbeiten] Berge

Die höchsten Berge der Ellwanger Berge sind mit jeweils 569 m ü. NN der Hohenberg (0,45 km westlich von Rosenberg-Hohenberg; mit der Jakobuskirche) und der Schönberg (1,7 km nordnordöstlich von Neuler-Gaishardt; je Luftlinie).

Auf dem höchsten Punkt des Ortsteils Tannenburg-Halden der Gemeinde Bühlertann befindet sich die Tannenburg.

[Bearbeiten] Flora

Die Ellwanger Berge zeigen auch in ihrer Pflanzenwelt typischen Mittelgebirgscharakter. Weite Flächen sind von Wald bedeckt. Die wichtigste Baumart ist die Fichte. Allerdings gedeiht auch die Weißtanne auf den wasserhaltigen Böden gut. Ursprünglich war sie neben der Buche die vorherrschende Baumart. Fichtenkulturen wurden erst im Zuge der intensiven forstwirtschaftlichen Nutzung angelegt.

Die Pflanzenwelt spiegelt weitgehend die geologischen Verhältnisse wider. Die sauren Böden des Stubensandstein beherbergen Pflanzen mit entsprechenden Ansprüchen: Vorwiegend in den Nadelwäldern ist die Blaubeere (Vaccinium myrtillus) nahezu auf dem gesamten Höhenzug zu finden. Die Ellwanger Berge bilden zusammen mit den Limpurger Bergen, Mainhardter Wald, Virngrund und den unmittelbar angrenzenden Regionen einen Verbreitungsschwerpunkt des Sprossenden Bärlapp (Lycopodium annotinum) in Baden-Württemberg. Nur wenige Vorkommen des Gewöhnlichen Flachbärlapp (Diphasiastrum complanatum) waren bekannt und Nachweise fehlen seit längerer Zeit. Vom Blattlosen Widerbart (Epipogium aphyllum), einer für den Stubensandstein eher untypischen Pflanze, war nur ein Standort bekannt; er ist dort seit den 1980er Jahren nicht mehr beobachtet worden.

[Bearbeiten] Gewässer

Fließgewässer der Ellwanger Berge sind die Bühler, die südlich der Waldlandschaft entspringt, diese westlich passiert und über Bühlertann nach Vellberg fließt und weiter nördlich in den Kocher mündet, und die Blinde Rot, die im Nordteil der Ellwanger Berge entspringt, über Adelmannsfelden in Richtung Süden fließt und einige Kilometer weiter südlich in den Kocher mündet. Etwas östlich der Waldlandschaft verläuft die Jagst, die überwiegend nach Nordwesten verläuft und bei Jagstfeld in den Neckar mündet.

Zu den Stillgewässern gehört der Treibsee östlich von Bühlerzell-Kammerstatt.

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