Fleurus

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Fleurus
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Fleurus (Hennegau)
Fleurus
Fleurus
Staat Belgien
Region Wallonien
Provinz Hennegau
Bezirk Charleroi
Koordinaten 50° 29′ N, 4° 33′ O50.4830555555564.5497222222222Koordinaten: 50° 29′ N, 4° 33′ O
Fläche 59,28 km²
Einwohner (Stand) 22.594 Einw. (1. Jan. 2012)
Bevölkerungsdichte 381 Einw./km²
Postleitzahl 6220, 6221, 6222, 6223, 6224
Vorwahl 071
Bürgermeister Jean-Luc Borremans
Adresse der
Stadtverwaltung
Chemin de Mons, 61
6220 Fleurus
Webseite www.fleurus.be

lflblelslh

Fleurus [flœˈʀʏs], wallonisch Fleuru, ist eine Gemeinde in der belgischen Provinz Hennegau, Arrondissement Charleroi. Die Stadt liegt an der Sambre und ist ein Knotenpunkt an der Eisenbahnlinie Tamines - Landen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte[Bearbeiten]

Archäologische Funde belegen Landwirtschaft seit der Jungsteinzeit. Aus der Römerzeit sind Reste von Straßen erhalten, die Chaussée Brunhaut.

Erstmal erwähnt wurde Fleurus 868, damals als Fledelciolum / Flederciolum. Der heutige Name des Ortes wurde erstmals im 17. Jahrhundert gebraucht. Möglicherweise geht er letztendlich auf den keltischen Namen für den Wasserlauf durch die Gemeinde zurück.

Fleurus war seit der frühen Neuzeit Schauplatz mehrerer wichtiger militärischer Auseinandersetzungen.

Auch in den beiden Weltkriegen des 20. Jahrhunderts waren Fleurus und Umgebung Austragungsstätte schwerer Gefechte.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zu Fleurus gehören seit der Gemeindereform 1977 folgende Orte:

  • Brye (wallonisch Briye)
  • Heppignies (Epniye)
  • Lambusart (Lambussåt)
  • Saint-Amand (Sint-Amand)
  • Wagnelée (Wagnlêye)
  • Wanfercée-Baulet (Wanfercêye-Bålet)
  • Wangenies (Wanjniye)

Radiochemische Industrieanlage[Bearbeiten]

Fleurus geriet in den letzten Jahren in die Schlagzeilen wegen zwei schwereren Unfällen im Institut national des RadioElements (IRE), einer Anlage zur Herstellung von radiopharmazeutischen Präparaten.

2006[Bearbeiten]

Ein Hydraulik-Versagen hob eine Kobalt-Quelle aus einem strahlen-abschirmenden Wasserbecken, obwohl kein Bestrahlungs-Vorgang stattfand und die Tür zum Raum offen stand. Aufgrund des ausgelösten Alarms betrat ein Techniker das Lokal. Während des Aufenthaltes von nur 20 Sekunden erhielt er eine Strahlen-Dosis von rund 4,6 Sievert, die mittelfristig lebensbedrohlich sein kann (INES 4).

2008[Bearbeiten]

Nach Abschluss eines Produktions-Vorgangs wurden drei kleinere Sammeltanks in einen größeren Abwasser-Tank umgefüllt. Dabei kam es zu einer unerwarteten chemischen Reaktion mit Entstehung von radioaktivem Jod-131. Dieses konnte aufgrund eines defekten Messcomputers während einigen Tagen langsam und unbemerkt über einen Kamin in die Umgebung austreten. Als das Problem bemerkt wurde, wurde die Produktion auf Anweisung der belgischen Aufsichtsbehörde in der ganzen Anlage gestoppt und ein Kreis-Sektor von 5 Kilometern in nordöstlicher Richtung für einige Tage mit einem Verzehr-Verbot für landwirtschaftliche Produkte belegt (INES 3).

Literatur[Bearbeiten]

  • ENSI-Jahresberichte, Kapitel Lehrreiche Vorkommnisse
  • fr.wikipedia, Artikel über das IRE Fleurus

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fleurus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien