Thuin
| Thuin | ||
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| Staat | Belgien | |
| Region | Wallonien | |
| Provinz | Hennegau | |
| Bezirk | Thuin | |
| Koordinaten | 50° 20′ N, 4° 17′ O50.344.2880555555556Koordinaten: 50° 20′ N, 4° 17′ O | |
| Fläche | 76,17 km² | |
| Einwohner (Stand) | 14.613 Einw. (1. Jan. 2011) | |
| Bevölkerungsdichte | 192 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 6530, 6531, 6532, 6533, 6534, 6536 | |
| Vorwahl | 071 | |
| Bürgermeister | Paul Furlan (PS) | |
| Adresse der Stadtverwaltung |
Grand Rue, 36 6530 Thuin |
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| Webseite | www.thuin.be | |
Thuin ist eine Gemeinde der belgischen Provinz Hennegau in Wallonien. Sie ist Hauptstadt des Arrondissements Thuin.
Nach Thuin ist auch die umgebende Landschaft benannt, die Thudinie.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Die Stadt Thuin liegt auf einem Hügel über der Mündung der Biesmelle in die Sambre und gliedert sich in eine Ober- und eine Unterstadt.
Die Gemeinde Thuin umfasst die Orte Biercée, Biesme-sous-Thuin, Donstiennes, Gozée, Leers-et-Fosteau, Ragnies, Thuillies und die Stadt Thuin.
Geschichte [Bearbeiten]
Zum ersten Mal wurde Thuin als Tudinio in einem Güterverzeichnis des Klosters Lobbes 866 erwähnt. Seit 888 stand der Ort bis zur Französische Revolution, also 900 Jahre, unter die Herrschaft von Lüttich. 972 ließ Bischof Notger von Lüttich eine erste steinerne Stadtmauer bauen. Im 12. und im 15. Jahrhundert erforderte die Zunahme der Bevölkerung jeweils eine Erweiterung der Befestigungen.
1675 bis 1678 besetzten französische Truppen Thuin, aber im Frieden von Nimwegen kam die Stadt wieder an Österreich/Spanien. 1794 eroberte General François Séverin Marceau die Stadt, die damit wieder zu Frankreich gehörte. Die Abtei Aulne wurde bis auf die Grundmauern zerstört.
Während der Belgischen Revolution wurde Thuin Teil des belgischen Staates. Im Ersten Weltkrieg war die Stadt, wie viele belgische Städte, gleich zu Beginn des Krieges in Mitleidenschaft gezogen: Schon im August 1914 bekämpften sich in der Nähe die Gegner: die 5. Französische Armee wurde bei Charleroi von den deutschen Truppen eingekesselt und erlitt hohe Verluste.
Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
- Belfried: Der 1639 erbaute Belfried war ursprünglich der Kirchturm der Kirche Saint-Theobard, die 1811 abgebrochen wurde, um Raum für einen Platz zu erhalten. Der Turm zählt mit anderen Glockentürmen Flanderns und Walloniens zum Weltkulturerbe der UNESCO.
- Straßenbahnmuseum: Das Straßenbahnmuseum in der Unterstadt auf dem Gelände des ehemaligen Kleinbahnhofs Thuin-West zeigt historische Straßenbahnen der Linien, die in der Region, besonders in Charleroi, im Einsatz waren. Von hier gibt es auch Museumsfahrten nach Lobbes.
Verkehr [Bearbeiten]
Thuin liegt an der Nationalstraße 59, die von Seneffe kommt und bei Gozèe auf die N 53 (Charleroi–Chimay) trifft.
Thuin verfügt über einen Bahnhof an der Eisenbahnstrecke Charleroi-Erquelinnes, die vor dem Einsatz des Thalys Teil der Hauptstrecke zwischen Paris und Norddeutschland war.
Städtepartnerschaften [Bearbeiten]
Mit der italienischen Gemeinde Torgnon im Aostatal besteht eine Städtepartnerschaft.
Weblinks [Bearbeiten]
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