Florian Bartholomäi

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Florian Bartholomäi (* 10. Januar 1987 in Frankfurt am Main) ist ein deutscher Schauspieler.

Leben[Bearbeiten]

Florian Bartholomäi wuchs in Frankfurt am Main auf und besuchte dort das Gymnasium Musterschule.

Nach ersten Statistenrollen an der Oper Frankfurt (in der Kinderoper Cinderella von Peter Maxwell Davies und in Giacomo Puccinis Tosca) wurde er 2003 bei einem Casting für seine erste Hauptrolle in Mirko Borschts Spielfilm Kombat Sechzehn entdeckt. Für diese Rolle wurde er 2005 als bester Filmdebütant für den Undine Award nominiert.

Seine zweite Hauptrolle in einem Kinofilm spielte er 2006 in Ingo Raspers Reine Geschmacksache. Die Komödie erhielt 2007 auf dem Filmfestival Max Ophüls Preis den Publikumspreis; Bartholomäi wurde als bester Nachwuchsdarsteller ausgezeichnet.

Florian Bartholomäi wirkte bereits in mehreren Filmen der Fernsehreihe Tatort mit, wo er häufig den Mörder spielte. 2005 war er erstmals in der Fernsehreihe zu sehen. In dem Tatort-Krimi Freischwimmer verkörperte er Ralf Salchow, der einen behinderten Jungen im Schwimmbad ertränkt. Auf gleiche Weise bringt er als Maximillian von Stein im Konstanzer Tatort Herz aus Eis (2009) einen seiner Mitschüler um. Im Tatort Hilflos (2009) schubst er sein Opfer in die Tiefe, im Tatort Die Unsichtbare (2010) erwürgt er seine eigene Mutter, als geistig zurückgebliebener Aaaron stößt er in Ein ganz normaler Fall (2011) sein Opfer die Treppe herunter und im Auf ewig Dein (2014) stranguliert er zwei junge Mädchen mit einem Lederriemen und behauptet etwas am Tod der Familie des Dortmunder Hauptkommissars Peter Faber zu tun gehabt zu haben. Im Tatort Kalter Engel (Erstausstrahlung: November 2013) übernahm er erneut eine Gastrolle. Er spielte den Studenten Michael Danckert, der seine Freundin Lisa Kranz mit seiner Mitstudentin Anna Siebert betrügt. Mit seiner Darstellung „riss er, gemeinsam mit Henriette Confurius, Kalter Engel aus der totalen Durchschnittlichkeit“.[1] Im letzten Tatort von Felix Stark, Vielleicht (2014), war er in der Rolle des Studenten Florian Patke, der von einer in Berlin lebenden norwegischen Psychologiestudentin erfährt, dass seine Freundin Lisa Steiger in ihrer Wohnung von einem Mann in blauer Latzhose ermordet wird, zu sehen.

2009 wurde Bartholomäi für seine Doppelrolle als Zwillingspaar Lukas und Lasse Hilversum in Bloch: Schattenkind als bester Nebendarsteller mit dem Deutschen Fernsehpreis und dem Hessischen Fernsehpreis ausgezeichnet.

2011 verkörperte Bartholomäi den Prinzen Viktor in dem Märchenfilm Aschenputtel.[2] In den Verfilmungen der Romane Rubinrot (2013) und Saphirblau (2014) aus der Buchreihe Liebe geht durch alle Zeiten von Kerstin Gier übernahm er die Rolle des Paul de Villiers.

Florian Bartholomäi lebt seit 2006 in Berlin-Friedrichshain[3], wo er seitdem Schauspielunterricht bei Sigrid Andersson nimmt (Stand 2009).[4]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Kino[Bearbeiten]

Fernsehen[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Generation Praktikum erreicht den „Tatort“. Kritik: in: Die Welt vom 26. Februar 2013.
  2. Aschenputtel (BRD 2011) bei maerchenfilm.pytalhost.com. Abgerufen am 29. November 2014.
  3. Der stille Star aus Friedrichshain. Berliner Morgenpost vom 30. Oktober 2009
  4. Immer hoch hinaus: Florian Bartholomäi. Berliner Morgenpost vom 4. Oktober 2009