Filmfestival Max Ophüls Preis

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Das Filmfestival Max Ophüls Preis ist ein jährliches Filmfestival in Saarbrücken für Nachwuchsfilmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Es wurde 1980 von Albrecht Stuby gegründet. Damals besuchten 700 Zuschauer die Veranstaltung, seither stiegen die Publikumszahlen und die Anzahl der eingereichten Filme stetig an. Unter Experten wird es als eines der wichtigsten Foren für den deutschsprachigen Nachwuchsfilm angesehen.[1]

Das 34. Filmfestival fand vom 21. bis 27. Januar 2013 statt.[2]

Inhaltsverzeichnis

Preise und Preisträger [Bearbeiten]

Am Wettbewerb können deutschsprachige Nachwuchs-Regisseure bis zum dritten abendfüllenden Spiel- bzw. Dokumentarfilm teilnehmen. Zur Auswahl der Preisträger werden jährlich unabhängige Jurys von Sachverständigen berufen. Die Hauptjury entscheidet unter anderem über die Gewinner des Max-Ophüls-Preises und des Filmpreises der saarländischen Ministerpräsidentin. Weitere Jurys beurteilen Kurzfilme, Dokumentarfilme und Drehbücher oder vergeben den Interfilmpreis und den Preis der Jugendjury. Daneben gibt es Publikumspreise für lange, mittellange und Kurzfilme.

Max-Ophüls-Preis [Bearbeiten]

Mit dem namensgebenden Hauptpreis des Festivals, benannt nach dem aus Saarbrücken stammenden Regisseur Max Ophüls, zeichnet die Landeshauptstadt die Regiearbeit an einem Spiel- oder Dokumentarfilme mit einer Länge ab ca. 60 Minuten aus. Der Preisträger wird durch die Wettbewerbsjury bestimmt. 2008 war der Preis mit 18.000 Euro (inkl. 3000 Euro Kopienwert) und weiteren 18.000 Euro Verleihförderung dotiert.[3] Nominiert werden konnten Spiel- und Dokumentarfilme mit einer Länge ab ca. 60 Minuten. Der Preis wird von dem Hauptsponsor des Festivals, der Saarbrücker Versicherung CosmosDirekt, ausgestattet.

Preisträger

Preis für mittellange Filme [Bearbeiten]

Der Preis für die Regie mittellanger Filme (Spiel- und Dokumentarfilme zwischen ca. 30 und ca. 60 Minuten) aus dem Wettbewerb wurde 2008 erstmals unter dem Namen BMW-Group-Förderpreis Film vergeben, war mit 7500 Euro dotiert und wurde von BMW gefördert.[4] Zunächst wurde er von einer eigens berufenen Jury vergeben, dann als Publikumspreis. Ab 2009 ist er mit 5000 Euro dotiert.

Preisträger

Kurzfilmpreis [Bearbeiten]

Der Preis für die Regie kurzer Filme (bis ca. 30 Minuten) wird von einer eigenen Jury vergeben. 2013 betrug das Preisgeld 5000 Euro, es wird von der Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft Saarbrücken mbH (VVS) entrichtet.

Preisträger

Zusätzlich ist ein Publikumspreis für Kurzfilme aus dem Wettbewerb von Energie SaarLorLux mit 5.000 Euro ausgestattet.

Darstellerpreise [Bearbeiten]

Zwei Preise, dotiert mit je 3000 Euro, werden für herausragende Leistungen im Bereich Schauspiel vergeben an eine Nachwuchs-Darstellerin und an einen Nachwuchs-Darsteller. Beide Preise werden wie der Hauptpreis von CosmosDirekt gesponsert.

Preisträger

Filmpreis des saarländischen Ministerpräsidenten [Bearbeiten]

Der Ministerpräsident des Saarlandes vergibt einen zusätzlichen Regie-Preis für einen Film, dessen bundesdeutsche Erstaufführung im Rahmen des Festivals stattfindet. Das Preisgeld hatte 2013 die Höhe von 5500 Euro, dazu kamen 5500 Euro Verleihförderung.

Preisträger

Dokumentarfilmpreis [Bearbeiten]

Eine Jury zeichnet einen Dokumentarfilm aus dem Wettbewerb mit dem Dokumentarfilmpreis des Festivals aus. Er war 2013 verbunden mit einem Preisgeld von 7500 Euro, das von der Saarland Medien GmbH zur Verfügung gestellt wurde.

Preisträger

  • 2006: Manana al mar von Ines Thomsen
  • 2007: Exile family movie von Arash T. Riahi
  • 2008: Allein in vier Wänden von Alexandra Westmeier
  • 2009: Alias von Jens Junker
  • 2010: Nirgendwo.Kosovo von Silvana Santamaria; sowie: My globe is broken in Rwanda von Katharina von Schroeder
  • 2011: The Other Chelsea – A story from Donetsk von Jakob Preuss; Lobende Erwähnung: Hüllen
  • 2012: Der Papst ist kein Jeansboy von Sobo Swobodnik
  • 2013: Dragan Wende – West Berlin von Dragan von Petrovic und Lena Müller

Publikumspreis [Bearbeiten]

Der Regisseur oder die Regisseurin des Films mit den meisten Zuschauerstimmen erhält den Publikumspreis. Dieser war 2008 mit 3000 Euro dotiert, ausgestattet durch die Saarland Sporttoto GmbH.

Preisträger

Preis der Jugendjury [Bearbeiten]

Eine eigens einberufene Jury aus Schülern zeichnet einen Film aus den Wettbewerbsfilmen mit dem Preis der Jugendjury aus. Der Preis der Schülerjury war 2013 mit 2500 Euro dotiert. Das Preisgeld tragen die Bundeszentrale für politische Bildung und die Landeszentrale für politische Bildung Saarland.

Preisträger

Fritz-Raff-Drehbuchpreis [Bearbeiten]

Der Saarländische Rundfunk und das ZDF vergeben einen Preis für das Drehbuch eines Wettbewerbsfilmes an deren Autor oder Autorin. Dieser war 2013 mit 13.000 Euro dotiert.

Preisträger

Förderpreis der DEFA-Stiftung [Bearbeiten]

Die DEFA-Stiftung vergibt einen Förderpreis an einen Film aus der Reihe Spektrum als Stipendium in Höhe von 4000 Euro, das „besonders innovativen filmkünstlerischen Vorhaben“[5] erhöht werden kann.

Preisträger

  • 2005: Am seidenen Faden von Katarina Peters
  • 2006: Vater und Feind von Susanne Jäger
  • 2007: Die Gedanken sind frei von Saara Aila Waasner
  • 2008: Nur ein Sommer von Tamara Staudt
  • 2009: Ein Teil von mir von Christoph Röhl
  • 2010: Lourdes von Jessica Hausner
  • 2011: Anduni – Fremde Heimat von Samira Radsi
  • 2012: Das Ding am Deich – Vom Widerstand gegen ein Atomkraftwerk von Antje Hubert
  • 2013: Der Kapitän und sein Pirat von Andy Wolff

Interfilmpreis [Bearbeiten]

Der Interfilmpreis geht an einen Film, „der in besonderer Weise existentielle und gesellschaftliche Fragen und Probleme artikuliert und diese filmästhetisch anspruchsvoll umsetzt.“[5] Der Preis war 2008 mit 2000 Euro dotiert.

Preisträger

Sonderpreis der Jury [Bearbeiten]

Nicht mehr vergebene Preise [Bearbeiten]

Filmmusikpreis [Bearbeiten]

Für „die beste kompositorische Leistung, die Integration von Sounddesign und Filmmusik und auch die Originalität von Songwriting und Interpretation“[5] wurde der Filmmusikpreis der Saarland Medien GmbH vergeben. Dieser war verbunden mit einer Förderpreissumme, über die der Regisseur des Films einvernehmlich mit dem Komponisten oder Soundartisten entscheiden konnte, sei es für das Marketing des gewürdigten Films oder für ein neues Filmprojekt. 2008 betrug die Fördersumme 3000 Euro.

Preisträger

Förderpreis Langfilm [Bearbeiten]

Förderpreis Kurzfilm [Bearbeiten]

Femina-Filmpreis [Bearbeiten]

Produzentenpreis [Bearbeiten]

  • 1996: DOR-Film Produktions GmbH, Wien
  • 1997: Ö-Film, Berlin
  • 1998: Schramm Film Koerner & Weber, Berlin
  • 1999: Zero Film, Berlin
  • 2000: Maran Film, Stuttgart

Unifilm-Preis [Bearbeiten]

  • 1983: Tscherwonez von Gábor Altorjay
  • 1984: Transatlantique von Hans-Ulrich Schlumpf
  • 1985: Akropolis Now von Hans Lichtig
  • 1986: Walkman Blues von Alfred Behrens
  • 1997: Shahrzadeh Scampolo & Jimmy Jenseits von Romeo Grünfelder

Künstlerische Leiter [Bearbeiten]

  • Albrecht Stuby (1979–1990)
  • Martin Rabius (1991–1992)
  • Christel Drawer (1993–2002)
  • Boris Penth (2003–2005)
  • Birgit Johnson (2006–2007)
  • Gabriella Bandel und Philipp Bräuer (seit 2008)[6]

Weblinks [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Max-Ophüls-Preis geht an Regisseur Thomas Woschitz. In: Internet-Seiten der Tagesschau. 31. Januar 2009, archiviert vom Original am 1. Februar 2009, abgerufen am 1. Februar 2009.
  2. 34. Filmfestival Max Ophüls Preis: 21.–27.01.2013. In: Internetseiten des Festivals. Abgerufen am 23. Januar 2013.
  3. News aktuell: Max-Ophüls-Preis 2008 für Regisseur André Erkau und seinen Film „Selbstgespräche“/Kleines Fernsehspiel im ZDF erhält zudem Auszeichnungen für Filmmusik und Schauspieler. 21. Januar 2008, abgerufen am 4. Juli 2008.
  4. Stefan Schaller gewinnt den BMW Group Förderpreis Film (mittellange Filme) für "Böse Bilder" Pressemitteilung vom 22. Januar 2008
  5. a b c Beschreibung der einzelnen Preise. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Internet-Seiten des Filmfestivals Max Ophüls Preis. Ehemals im Original, abgerufen am 4. Juli 2008. (Seite nicht mehr abrufbar; Suche im Webarchiv) [1] [2] Vorlage:Toter Link/www.max-ophuels-preis.de
  6. Artikel zum 30-jährigen Bestehen des Festivals, Saarbrücker Zeitung, abgerufen am 20. März 2010