Freedom of the Seas

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Freedom of the Seas
Auf Reede vor Coco Cay (Bahamas) am 24. September 2012

Auf Reede vor Coco Cay (Bahamas) am 24. September 2012

p1
Schiffsdaten
Flagge BahamasBahamas (Handelsflagge) Bahamas
Schiffstyp Kreuzfahrtschiff
Klasse Freedom-Klasse (Typschiff)
Rufzeichen C6UZ7
Heimathafen Nassau
Reederei Royal Caribbean International
Bauwerft Aker Yards ASA, Turku
Baunummer 1352
Bestellung September 2003
Kiellegung 8. November 2004
Taufe 12. Mai 2006
Stapellauf 19. August 2005
Indienststellung Juni 2006
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
338,77 m (Lüa), 303,21 m (LzdL) m (Lüa)
Breite 38,59 m (B), 56,00 m (Büa) m
Tiefgang max. 8,8 m m
Verdrängung 71.000 t
Vermessung 154407 BRZ, 127545 NRZ
 
Besatzung 1396
Maschine
Maschine sechs Wärtsilä-Vasa-12V46C-Dieselmotoren
Maschinen-
leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat
75.624 kW (102.820 PS)
Geschwindigkeit max. 21,6 kn (40 km/h)
Propeller drei 14 MW Azipod-Antriebe im Heck (einer starr und zwei beweglich)
Transportkapazitäten
Zugelassene Passagierzahl 4370
Sonstiges
Klassifizierungen

Det Norske Veritas

Registrier-
nummern

IMO-Nr. 9304033

Die Freedom of the Seas ist eines der größten Passagierschiffe der Welt. Das Kreuzfahrtschiff war das erste einer neuen Baureihe für die Royal Caribbean Cruises Ltd., das weltweit zweitgrößte Kreuzfahrtunternehmen. Die neue Baureihe basiert auf der so genannten Voyager-Klasse (daher auch die Entwicklungsbezeichnung „Ultra-Voyager“), ist jedoch einen Brandabschnitt länger (+ 9 %). Die Freedom of the Seas wurde bei den Aker Yards in Turku (Finnland) gebaut und am 20. August 2005 ausgedockt. Sie löste mit 154.407 BRZ und einer Passagierkabinenanzahl von rund 1800 die Queen Mary 2 (148.528 BRZ, 1200 Kabinen) als größtes Passagierschiff der Welt ab. Diesen Titel behielt sie bis zur Indienststellung der Oasis of the Seas im Jahr 2009. Sie ist das Typschiff einer Baureihe, zu welcher ihre Schwesterschiffe Liberty of the Seas (Ablieferung Frühjahr 2007) und Independence of the Seas (Ablieferung 2008) gehören.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Freedom of the Seas hat am 13. April 2006 Turku Richtung Hamburg verlassen. Auf Grund eines defekten Azipod wurden vom 17. bis 22. April im Trockendock (Dock 17) bei Blohm + Voss letzte Restarbeiten erledigt. Nach dem Ausdocken am 22. April um 23.07 Uhr und einer kurzen erfolgreichen Testfahrt auf der Nordsee legte sie bereits am 23. April um 13.30 Uhr in Hamburg am Kreuzfahrtterminal (Grasbrook) in der HafenCity an.

Am Montag, den 24. April 2006, wurde die Freedom of the Seas am Kreuzfahrtterminal im Rahmen einer großen Feier offiziell an die Reederei übergeben.

Am 25. April um 10 Uhr trat sie ihre Jungfernfahrt von Hamburg nach Oslo an, wo sie am 26. April gegen 14 Uhr einlief. Von dort aus trat die Freedom of the Seas am 27. April um 16 Uhr die Fahrt in das britische Southampton an, wo sie am 29. April um 9.30 Uhr ankam. Nach der Transatlantikfahrt kam die Freedom of the Seas am 10. Mai um 7.30 Uhr (Ortszeit) in New York an.

Die Schiffstaufe fand am 12. Mai 2006 in Cape Liberty (New York) statt. Die Taufpatin war Katherine Louise Calder aus Oregon, die als Pflegemutter in den letzten 27 Jahren mehr als 400 Kinder aufgezogen hat. Sie wurde von den Zuschauern der NBC Today Morning Show America gewählt. Es standen diesmal keine prominenten Frauen zur Debatte, sondern nur Frauen mit großem sozialem Engagement.

Seit Juni 2006 war das Schiff mit seinen bis zu 4.370 Passagieren auf einer einwöchigen Route durch die westliche Karibik im Einsatz. Mit der Indienststellung der Liberty of the Seas übernahm diese die bisherige Route der Freedom of the Seas. Seit dem 6. Mai 2007 wird die Freedom of the Seas auf zwei einwöchigen Routen eingesetzt, die abwechselnd in die westliche und östliche Karibik führen. Ausgangshafen der Kreuzfahrten ist Port Canaveral in Florida.

Nach der Sovereign of the Seas, der Voyager of the Seas und der Explorer of the Seas ist die Freedom of the Seas der vierte Neubau der Reederei, sie konnte bis zum Stapellauf der Oasis of the Seas den Titel „weltgrößtes Kreuzfahrtschiff“ für sich beanspruchen.

Ausstattung[Bearbeiten]

Achterdeck der Freedom of the Seas, im Dock bei Blohm + Voss, Hamburg
Royal Promenade (Einkaufsmeile) an Bord der Freedom of the Seas
Flowrider

Das Schiff verfügt über 18 Decks, von denen 15 für Passagiere zugänglich sind. Die Passagierkapazität beträgt nominal 3.600 Personen. Bei voller Belegung finden bis zu 4.370 Passagiere an Bord Platz. Die Passagiere werden in 1.817 Kabinen untergebracht, davon 242 Außenkabinen ohne Balkon (circa 15 m²), 842 Kabinen mit Balkon (circa 19 m²) und 733 Innenkabinen (davon 172 mit Blick auf die Promenade).

Das Schiff verfügt über eine vier Deck hohe, 9 m breite und 135 m lange Einkaufspromenade. Weiterhin befinden sich an Bord ein Theater mit 1350 Sitzplätzen, eine Eislaufbahn mit 800 Sitzplätzen im Zuschauerrang, eine Kletterwand (circa 169 m²), ein sog. „Flowrider“ (Surfsimulator mit „stehender Welle“ zum Wellenreiten), eine 2200 m² große Bade- und Erlebnislandschaft, ein Boxring, ein Basketballfeld in Originalgröße und ein Neun-Loch-Minigolfplatz

Besondere Vorkommnisse[Bearbeiten]

Bei einer Kreuzfahrt (26. November – 3. Dezember 2006) kam es zum Ausbruch eines Norovirus. Es erkrankten 338 Passagiere und 46 Besatzungsmitglieder an dem Virus, das zu Übelkeit, Durchfall und Erbrechen führt. Laut Reederei hatte ein einziger Passagier das Virus an Bord gebracht. Bis zur Rückkehr der Freedom of the Seas wurden nicht nur die Patienten behandelt, sondern auch Türgriffe, Balkongeländer etc. regelmäßig desinfiziert, um ein weiteres Ausbreiten der Krankheit zu verhindern. Auch auf der folgenden Kreuzfahrt (3. – 10. Dezember 2006) kam es wider Erwarten zu erneuten Erkrankungen bei 97 Passagieren. Aus diesem Grund wurde das Schiff im Hafen von Miami zwei Tage intensiv gereinigt und desinfiziert.[1]

Am 9. Oktober 2011 geriet die Freedom of the Seas in ein Unwetter. Dabei schaukelte sich das Schiff derart auf, dass Gegenstände aus den Regalen fielen sowie öffentliche Bereiche und Kabinen beschädigt wurden. Die Reederei gab Verletzungen von Menschen an, die aber nicht schwerwiegend gewesen sein sollen. Die Kreuzfahrten konnten weitergeführt werden, ein Dockaufenthalt war für die Reparaturen nicht notwendig.[2]

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Investigation Update on the Freedom of the Seas – Untersuchungsbericht des CDC (engl.)
  2. Freedom of the Seas durch Unwetter beschädigt

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Freedom of the Seas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien