G7-Gipfel in München 1992

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der G7-Gipfel in München fand vom 6. bis zum 8. Juli 1992 erstmals in München und zum dritten Mal in Deutschland statt und war die 18. Konferenz der Gruppe der Sieben.

Teilnehmer[Bearbeiten]

Staats- bzw. Regierungschefs der G7 und Vertreter der Europäischen Gemeinschaft
DeutschlandDeutschland Deutschland Helmut Kohl
FrankreichFrankreich Frankreich François Mitterrand
ItalienItalien Italien Giuliano Amato
JapanJapan Japan Miyazawa Kiichi
KanadaKanada Kanada Brian Mulroney
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten George H. W. Bush
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich John Major
EuropaEuropa Europäische Gemeinschaft Jacques Delors[1]

Themen[Bearbeiten]

  • Weltwirtschaft
  • Lage in den Entwicklungsländern
  • Themen zu Zentral- und Osteuropa
  • Nachfolgestaaten der Sowjetunion uvm.

Harte Vorgehensweise der Polizei gegen Demonstranten[Bearbeiten]

Die Vorgänge rund um Demonstrationen gegen den G7-Gipfel in München gingen als so genannten Münchner Kessel in die Polizeigeschichte ein. Unter den Augen der Öffentlichkeit kesselten am 6. Juli 1992 bis zu tausend Polizisten die friedlich demonstrierenden G7-Gegner vor dem Kaffeehaus Dallmayr am Marienhof ein. Über mehrere Stunden wurden die Demonstranten dort festgehalten.

Später zog die Münchner Polizei einzelne Demonstranten gewaltsam aus dem Kessel. Es wurde von Fußtritten und Nierenschlägen berichtet. 480 Personen wurden festgenommen und in Handschellen abgeführt. Der damalige Bayerische Ministerpräsident Max Streibl kommentierte den Vorgang mit den Worten „Wenn einer glaubt, sich mit Bayern anlegen zu müssen, dann muss er wissen, dass hartes Hinlangen bayerische Art ist“.[2][3][4]

Weblinks[Bearbeiten]

Nachweise[Bearbeiten]

  1. Delegationen beim G7-Gipfel in München 1992 (Universität Toronto)
  2. Prügeln auf bayerische Art; in: Süddeutsche Zeitung Online vom 6. Juni 2007
  3. Hexenkessel beim Gipfel
  4. 20 Jahre Münchner Kessel: Hinlangen ist bayerische Art