Grüner Veltliner

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Grüner Veltliner

Der Grüne Veltliner ist eine weiße Rebsorte.

Die in Österreich, insbesondere in Niederösterreich, am weitesten verbreitete Traube ist außerhalb ihrer Heimat wenig verbreitet, abgesehen von einigen kleineren mitteleuropäischen Regionen (z. B. Tschechien, Ungarn). Sie gedeiht besonders gut auf Lössböden wie im nördlichen Weinviertel, wo die Rebe in Boden und Klima optimale Voraussetzungen findet, ebenso in der Wachau, im Kamptal, Kremstal und am Wagram. Im 20. Jahrhundert wiederentdeckt, ist sie heute die Traube in Österreich, wo sie mit mehr als 36% der bewirtschafteten Gesamtrebenfläche den ersten Platz belegt. [1] So wurde dem Grünen Veltliner der erste österreichische DAC-Wein, der Weinviertel DAC, gewidmet. Seit 2006 gibt es auch noch einen weiteren DAC aus dieser Rebsorte mit dem Traisental DAC, seit dem Jahrgang 2007 sogar einen dritten - den Kremstal DAC der am Weißweinsektor als erster DAC eine Reservelinie gestattet.

Ihre Weine bestechen durch ihr intensives Bouquet und durch ihre Frische. Typisch können angenehme Aromen nach weißem Pfeffer oder auch Tabak ausgemacht werden, hervorragend ist aber meist die intensivere Nase und der Geschmack nach Citrus und Frucht (Pfirsich). Ein guter Veltliner besticht durch seine Frische am Gaumen und ist, entgegen landläufiger Meinung, die auf vielen eher mäßigen Veltlinern beruht, durchaus lagerfähig. Bei Verkostungen älterer Weine beeindrucken hochwertige Veltliner immer wieder durch ihre erstaunliche Frische.

Zur Abstammung gibt es mittlerweile neue Erkenntnisse durch den Klosterneuburger Genetik-Experten Ferdinand Regner. Der (bisher unbekannte) nun aufgefundene zweite Elternteil wird von Regner nach dem Auffindungsort (vorläufig) als „St. Georgen“ bezeichnet.

Der Grüne Veltliner ist nicht näher verwandt mit dem Frühroten Veltliner.

Synonyme: Grüner Muskateller (bis in die 1930er Jahre gebräuchlich), Manhardsrebe, Weißgipfler, GrüVe, im englischen Sprachraum oft auch Greener.

Abstammung: Traminer x noch unbekannt, Roter Veltliner ist neuesten Erkenntnissen zu Folge kein Großelternteil

Siehe auch: Veltliner

[Bearbeiten] Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Grüner Veltliner – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Österreichische Weinmarketingserviceges.m.b.H. (ÖWM): Dokumentation Österreichischer Wein 2007, (PDF Datei). Wien 2008.

[Bearbeiten] Literatur

  • Pierre Galet: Dictionnaire encyclopédique des cépages. 1. Auflage. Hachette Livre, 2000, ISBN 2-0123-6331-8.
  • Klaus Egle: Der Österreichische Wein.. Verlag Pichler, Wien 2007, ISBN 978-3-85431-403-5.
  • Helmut Romé: Die großen Weine Österreichs.. Verlag Seewald, Stuttgart-Degerloch 1979, ISBN 3-512-00558-6.
  • Jancis Robinson (Hrsg.): Das Oxford Weinlexikon. Hallwag, Gräfe und Unzer, München 2006, ISBN 978-3-8338-0691-9.
  • Walter Hillebrand, Heinz Lott und Franz Pfaff, Taschenbuch der Rebsorten, Fachverlag Fraund, Mainz 13. Auflage 2003, ISBN 3-921156-53-x
  • Ferdinand Regner: Herkunft unserer Rebsorten: Grüner Veltliner, Blaufränkisch und St. Laurent. In: Der Winzer 04/2007
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