Wachau

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Wachau (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wachau
Die Wachau bei Spitz an der Donau

Die Wachau bei Spitz an der Donau

Lage Niederösterreich
Gebirge Granit- und Gneishochland: Hochwaldviertel / Dunkelsteiner Wald
Geographische Lage 48° 23′ 36″ N, 15° 27′ 20″ O48.39333333333315.455555555556Koordinaten: 48° 23′ 36″ N, 15° 27′ 20″ O
Wachau (Niederösterreich)
Wachau
Länge 30 km
Gewässer Donau
Besonderheiten UNESCO-Welterbestätte

Die Wachau (Betonung auf der letzten Silbe: „Wacháu“), eine Landschaft in Niederösterreich, ist das Tal der Donau zwischen Melk und Krems an der Donau und liegt etwa 80 Kilometer westlich der Bundeshauptstadt Wien. Im Jahr 2000 wurde die Kulturlandschaft Wachau (englisch Wachau Cultural Landscape) mit den Stiften Melk und Göttweig und der Altstadt von Krems in die Liste des UNESCO-Weltkultur- und -naturerbes aufgenommen.

Name[Bearbeiten]

Die Bezeichnung Wachau (in der Schreibweise Vuachoua) findet sich bereits in einer Urkunde Kaiser Ottos I. aus dem Jahr 972.[1]

Geographie[Bearbeiten]

Wachau von der Donau (2008 / Video)

Die Wachau ist eine etwas über 30 km lange Flusslandschaft zwischen Krems an der Donau und Melk, und entsteht als Durchbruchstal der Donau durch die Böhmische Masse, rechnet sich also als Randzone zum österreichischen Granit- und Gneishochland. Die höchsten Erhebungen sind der Jauerling (960 m) und Sandl (723 m). Die Wachau liegt an der Grenze von zwei niederösterreichischen Viertelslandschaften, wobei der Süden zum Mostviertel und der Norden zum Waldviertel gehört. Zu ihr gehört auch das Donauseitental Spitzer Graben.

In Fliessrichtung der Donau folgt den Abschnitten Strudengau und Nibelungengau die Wachau, an die sich im Osten das Tullnerfeld anschließt.

Die Landschaft ist einerseits durch die Donau und die ufernahen, klimatisch begünstigten Bereiche und andererseits die angrenzenden Hügel des Dunkelsteinerwaldes und des Waldviertels mit kalten Wintern geprägt (Höhen bis über 900 m). Das südliche (rechte) Donauufer ist durch den Dunkelsteinerwald charakterisiert. Hier liegen donauabwärts die Gemeinden Melk, Schönbühel-Aggsbach, Rossatz-Arnsdorf, Bergern im Dunkelsteinerwald und Mautern. Weitere Gemeinden am nördlichen Donauufer sind Emmersdorf, Aggsbach Markt, Maria Laach, Mühldorf und Krems. Hauptorte sind Spitz, Weißenkirchen und Dürnstein.

Blick auf die östliche Wachau
Blick auf die westliche Wachau

Geschichte[Bearbeiten]

Kirche Dürnstein
Die Wachau bei Spitz
Die Wachau westlich der Burgruine Aggstein

Frühgeschichte[Bearbeiten]

Die bekanntesten Fundstellen ältester Spuren der Anwesenheit von Menschen in der Wachau befinden sich in Stratzing und Willendorf. Hierzu zählen auch die Fundorte der beiden ältesten österreichischen Kunstwerke, die figürlichen Frauendarstellungen der sogenannten Venus vom Galgenberg und der Venus von Willendorf. Sie werden dem Jungpaläolithikum, der Zeit der Einwanderung des modernen Menschen (homo sapiens) in das zuvor nur von Neandertalern bewohnte Europa, zugeordnet.

Römerzeit[Bearbeiten]

Seit der Eingliederung des keltischen Königreichs Noricum in das Römische Reich 15 v. Chr. bildete die Donau in der Wachau die Nordgrenze des Imperiums. Zunächst behielt das Königreich eine eingeschränkte Autonomie als tributpflichtiges Fürstentum, doch unter Kaiser Claudius (41–54 n. Chr.) wurde es endgültig zur römischen Provinz Noricum. Entlang der Grenze verlief auch durch die Wachau der Donaulimes. Das Kastell Favianis (heute Mautern) sicherte den Ausgang der Wachau und entlang des Südufers entstanden mehrere Burgi, d.h. kleine wachturmartige Kastelle, deren Reste (zumeist als Teile neuerer Gebäude) noch erhalten sind, vor allem der Burgus Bacharnsdorf. Mit der zumindest teilweisen Evakuierung der romanischen Bevölkerung auf Anordnung von König Odoaker 488 endete die römische Herrschaft.

Mittelalter[Bearbeiten]

Im Mittelalter wurde die Wachau durch die Kuenringer beherrscht, die in Aggstein (südlich der Donau) und in Dürnstein (nördlich der Donau) Burgen besaßen. Die Zwettler „Bärenhaut“, die wichtigste Quelle der Geschichte der Kuenringer, berichtet von der tatkräftigen Regierung Hadmars II. über die „edle und fruchtbare Landschaft Wachau“ (nobili et fertili districtu qui Wachawe dicitur).[2] Seine Söhne Heinrich I. und Hadmar III. waren jedoch als „Hunde von Kuenring“ verrufen und galten als Raubritter, „deren Knechte die Donauschiffer grausam ausraubten“ (omnes in navigio Danubii descendentes vel ascendentes famuli eorum atrociter spoliaverunt).[3] Unter den Kuenringern entstand jedoch ein vergleichsweise hoch entwickeltes Gemeinwesen. Die Kuenringer wurden schließlich militärisch geschlagen und ihre Burgen zerstört.

Mit der Zeit der Kuenringer ist auch die Einkerkerung des englischen Königs Richard Löwenherz in Dürnstein verbunden. Richard Löwenherz wurde in einer Gaststätte in Erdberg bei Wien als solcher erkannt, als er auf dem Rückweg nach England war, gefangengenommen und nach Dürnstein überstellt.

Die älteste Kirche der Wachau ist die „Wehrkirche St. Michael“. Als Vorsichtsmaßnahme gegen die vordringenden Türkenheere wurde der Kirchbau befestigt.

Aufgrund des guten Ertrages und der hohen Qualität besaßen viele - auch weit entfernte - Klöster eigene Weingärten in der Wachau.

Neuzeit[Bearbeiten]

Am 11. November 1805 fand im Zuge des Dritten Koalitionskriegs mit der Schlacht von Dürnstein in der Wachau ein heftiges und verlustreiches Gefecht zwischen französischen und russisch-österreichischen Truppen statt.

Jahrhundertwende[Bearbeiten]

Ende des 19. Jahrhunderts begann infolge der Entdeckung der Landschaft durch Malerklassen der Wiener Kunstakademien und durch gezielte Förderung des Ausflugstourismus, etwa durch Augustin Weigl, der Aufschwung der Wachau als Ausflugsgebiet der Wiener. Der Tourismus erreichte in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg einen weiteren Höhepunkt, der sich auch in österreichischen Filmproduktionen niederschlug. Insbesondere Der Hofrat Geiger sowie dessen Neuinszenierung Mariandl mit der Fortsetzung Mariandls Heimkehr und dem populären Schlager Mariandl („… aus dem Wachauer Landl, Landl“) nach der Melodie von Hans Lang und dem Text von Kurt Nachmann machten die Gegend bekannt. Viele der in dieser Zeit genutzten Ausflugslokale sind in der Folgezeit verschwunden. Aber auch in den letzten Jahren wurde gezielt mit Fernsehserien wie der Donauprinzessin Tourismuswerbung betrieben.

Neuere Geschichte[Bearbeiten]

Anfangs der 1970ern bestanden Pläne, an der Donau ein Wasserkraftwerk (Donaukraftwerk) mit dem Ziel der Energienutzung und der Verbesserung der Schifffahrtsverhältnisse zu errichten. Der Staudamm sollte bei Rührsdorf gegenüber von Dürnstein liegen und in trockener Bauweise errichtet werden. Diese Vorhaben wurden nach heftigem Widerstand der Bevölkerung nicht umgesetzt und 1982 endgültig von der Regierung aus dem Programm gestrichen, die Donau in der Wachau ist daher noch eine verbliebene freie Fließstrecke.

Im Jahr 2006 wurde jener Altarm, der als Kanal für das Kraftwerk gedient hätte, wieder an die Donau angebunden, diesmal aber für Umweltschutzzwecke und mit Unterstützung von 80 Grundeigentümern aus Rührsdorf und Rossatz.

Regionalentwicklung[Bearbeiten]

Schon 1955 wurde die Wachau zum Landschaftsschutzgebiet erklärt.

Seit 1994 besitzt die Region das Europäische Diplom für geschützte Gebiete des Europarates, das alle fünf Jahre überprüft wird, zuletzt 2008.

Mit dem Jahr 2000 ist das Tal der Donau, mit den Stiften Melk und Göttweig und der Altstadt von Krems als Kulturlandschaft Wachau (engl. Wachau Cultural Landscape) in die Liste des UNESCO-Weltkultur- und -naturerbes aufgenommen.

Die Wachau betreibt seit 2002 unter Zuhilfenahme europäischer und nationaler Programme wie LEADER+ und LIFE Natur aktive Regionalentwicklung und Regionalpolitik mit Schwerpunkt auf Ökologie und Nachhaltigkeit. Der Arbeitskreis Wachau – geschichtlich gesehen die Bürgerplattform im Kampf gegen das Donaukraftwerk – koordiniert heute von seinem Büro in Spitz aus die Interessen der 13 Wachaugemeinden sowie einer Reihe von weiteren Institutionen und NGOs sowie vieler privater Freunde der Region.

Seit Ende 2007 ist die Wachau erneut als LEADER-Region anerkannt, diesmal mit der Kleinregion Dunkelsteinerwald als Partner. Vorangegangen ist dem der größte Beteiligungsprozess in der Geschichte der Region. An den Vorbereitungsarbeiten nahmen mehr als 1.000 Bürgerinnen und Bürger der Wachau, aber auch von außerhalb, teil.

Landwirtschaft[Bearbeiten]

Das vergleichsweise milde Klima des Talgrundes führte auch zu intensivem Wein- und Obstbau, der an den Hängen in Steinterrassen betrieben wird. Für die Weinqualität sind die häufigen Sonnentage und die kühlen Nächte von Bedeutung. Als Weinspezialitäten gelten der Riesling, der Grüne Veltliner und der Neuburger. Der Weinausschank erfolgt in zahlreichen Heurigenbetrieben durch Winzer, die für einige Wochen im Jahr Wein und einfache Speisen anbieten. Beim Obst ist vor allem die Wachauer Marille zu nennen. Die beiden Hauptsäulen der Wirtschaft in der Wachau sind daher der Wein- und Obstbau sowie der Fremdenverkehr. Um dabei die traditionellen Anbaumethoden zu schützen und verstärkt anzuwenden wurde die Region auch als Wachauer Marille g.U. registriert.[4]

Weinbau[Bearbeiten]

Weinstöcke in St.Michael

Vinea Wachau Nobilis Districtus“ bezeichnete Leuthold I. von Kuenring / Dürnstein „Oberster Schenk in Österreich“ (1260–1312) das Kernstück seiner Besitzungen, deckungsgleich mit dem heutigen gesetzlich abgegrenzten Weinbaugebiet „Wachau“ der Vereinigung „Vinea Wachau“. Die Mitglieder erklären verbindlich, der Wachauer Weinkultur zu dienen und ausschließlich Wein aus der Wachau zu führen. Um die Einzigartigkeit der Weine aus der Wachau zu betonen, klassifizierte die Vereinigungen sie in drei Kategorien:

  • Steinfeder ist der Name der leichten, duftigen Weine des Weinbaugebietes Wachau. Die Steinfeder (Stipa pennata) – das federleichte Gras der steilen Weinberge der Tallandschaft, gab diesen Weinen seinen Namen. Der Alkoholgehalt dieser Weine beträgt maximal 11,5 Vol.%, ist also niedrig. Die Wachau ist das Weinbaugebiet, indem es aufgrund der naturgegebenen Klimatik und Bodenbeschaffenheit möglich ist, Weine mit so geringem Alkoholgehalt zu keltern.
  • Federspiel heißen Wachauer Weine im Kabinettbereich mit einem Mostgewicht ab 17° KMW und einem Alkoholgehalt zwischen 11,5 und 12,5 Vol.%.
  • Smaragd ist die erstmals für Weine des Jahrgangs 1986 verwendete Bezeichnung für die besten und wertvollsten Weine der Wachau, die nur in den sonnigsten Rieden reifen. Sie sind nach den Smaragdeidechsen benannt, die sich in den Wachauer Weinbergterrassen besonders wohlfühlen.Diese besonders kostbaren Weine mit einem Alkoholgehalt ab 12,5 Vol.% werden bis zum natürlichen Gärstillstand vergoren und sind immer trocken.

Siehe hierzu auch den Artikel Weinbau in Österreich.

Marillenblüte in der Wachau (Oberloiben, März 2014)

Obstbau[Bearbeiten]

Obwohl die Wachau vor allem für ihren Wein bekannt ist, werden am Talgrund bei der Donau, und im zur Wachau gehörenden Spitzer Graben, sowie auch am rechten Donauufer (insbesondere Arnsdorf), eine besondere Sorte der Marille (Aprikose) gezogen. Die Herkunftsbezeichnung Wachauer Marille ist auch innerhalb der EU geschützt. Aber auch andere Obstsorten, wie Äpfel, werden kultiviert.

Fremdenverkehr[Bearbeiten]

Marillenmarmelade aus der Wachau (inkl. japanischer Beschilderung)

Seit dem Ende des 20. Jahrhunderts erlebt die Wachau einen neuen Aufschwung durch die qualitativ hochstehende Weinkultur und Kochkunst, aber auch vermehrt im Massensegment infolge des Radtourismus. Die Wachau verzeichnete 2008 knapp 680.000 Nächtigungen pro Jahr, mit nur 450 Nächtigungsbetrieben, und einer zurückhaltenden Tourismusinfrastruktur.

Das angesehene Reisemagazin National Geographic Traveller der National Geographic Society stufte in seinem letzten Rating (November 2008) von 110 historischen Plätzen weltweit die Wachau an erster Stelle.[5][6][7] Kriterien der Beurteilung der Destinationen durch Ökologen, Geographen und Tourismusforscher war „die Bewahrung des historischen Charakters und […] ihre Unversehrtheit trotz Massentourismus“[8]

Bevorzugte Tourismuszeit ist zwischen Ostern und Allerheiligen – zu dieser Zeit haben die meisten maßgeblichen Betriebe geöffnet. Diese Einsaisonalität im Tourismus hat sich aufgrund der Vorlieben der meisten Touristen in den letzten Jahrzehnten herauskristallisiert. Grundsätzlich hat die Wachau aber zu allen Jahreszeiten viel zu bieten:

  • Frühjahr: Marillenblüte, Weinfrühling
  • Sommer: Heiße Jahreszeit, Schwimmen in der Donau, schöne Strände (z. B. gegenüberliegend von Dürnstein, in Rührsdorf und in Aggsbach-Markt)
  • Herbst: Verfärbung des Weinlaubs, Weinlese
  • Winter: Nebensaison, bei (seltener) Schneebedeckung verwandelt sich die Landschaft mit den Weinterrassen in schwarz-weiße Scherenschnitte, erster Jungwein

Burgen und Ruinen[Bearbeiten]

Zu wichtigen touristischen Zielen, neben den beiden randliegenden historischen städtischen Regionen Melk und Krems mit ihren Stiften gehören Burgruinen:

  • Die Ruine Aggstein wurde 2005 bei ihrem größten Umbau seit 1620 attraktiviert. Sie bietet heute neben modernen Vermittlungsmethoden (Hörführungen) auch die Möglichkeit für Hochzeiten in der wieder geweihten Burgkapelle.
  • Ohne hohen Eintritt zu bezahlen, kann man die Ruine Hinterhaus in Spitz und die Ruine Dürnstein besichtigen.
  • Besichtigt werden kann auch die Burg Oberranna in Mühldorf.

Nicht zu besichtigen sind das Schloss Dürnstein und die Burg Nieder Ranna in Mühldorf.

gesellige Ereignisse[Bearbeiten]

Herbststimmung in der Wachau bei Weißenkirchen
  • Wachauer Weinfrühling – weit verbreitete, kostenlose Weinverkostung am ersten Wochenende im Mai
  • Marillenkirtag
  • Rieslingfest
  • Feuerwerk zur Sommersonnenwende
  • Weinlese
  • Weinherbst
  • Weintaufe
  • Wachau-Marathon

sind starke Publikumsmagneten.

Kulturelle Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Wachaufestival in Weissenkirchen: Theateraufführen im Teisenhoferhof [1]
  • Sommerspiele Melk

Tourismusschifffahrt[Bearbeiten]

In der Tourismusschifffahrt zählt die Wachau zu den stärkst befahrenen Donauabschnitten (siehe DDSG Blue Danube und Brandner Schiffahrt). Kleinere Schiffe bieten individuelle Fahrten für Events, Meetings, Familienfeste, speziell die standesamtliche Hochzeit an Bord oder die „Weinriedenfahrt“ der Nostalgie-Tours Wachau.

Wachau Volunteer[Bearbeiten]

Im Jahr 2011 begann der Alpenverein ein Projekt mit Freiwilligen aus verschiedenen Ländern der Welt, wobei diese bei der Naturschutzarbeit in Spitz an der Donau und Mühldorf halfen.[9] In diesem Jahr kamen ebenso in dem für drei Jahre geplante Projekt Jugendliche im Naturpark Jauerling-Wachau zur Erhaltung der wertvollen und gefährdetsten Biotope und Naturräume.[10] Das Projekt wurde im zweiten Jahr seines Bestehens von der UNESCO als Freiwilligenprojekt des Jahres ausgezeichnet.[11]

Verkehr[Bearbeiten]

DDSG-Ausflugsschiff „Wachau“ vor St. Michael
DDSG-Ausflugsschiff „Wachau“ vor Aggsbach Markt

Die Verkehrserschließung erfolgt durch:

Siehe auch: Liste der Donaubrücken

Filme[Bearbeiten]

Donauufer mit vorgelagerter Insel nahe Dürnstein

Die Wachau war immer wieder eine beliebte Filmkulisse. Einige Filme auszugsweise:

Kulturgeschichte[Bearbeiten]

Sagen[Bearbeiten]

Aus der Wachau sind zahlreiche Sagen überliefert, die sich zum Teil mit mythischen Ereignissen (z. B. die Teufelsmauer) oder mit historischen Ereignissen (z. B. Kriegsereignisse wie den Napoleonischen Kriegen) befassen. Aufgezeichnet wurden die Sagen unter anderem von Hans Plöckinger[12] und Josef Wichner.

„Wachovia“ in Nordamerika[Bearbeiten]

Namentlich verwandt mit der donauischen Wachau ist eine Gegend mit dem Namen „Wachovia“ – lateinische Abwandlung von „Wachau“ – im Nordwesten des Bundesstaates North Carolina in den Vereinigten Staaten.

Ein 1879 in Winston (jetzt Winston-Salem) gegründetes Geldinstitut erhielt den Namen Wachovia.

Literatur[Bearbeiten]

  • Mella Waldstein (Text), Gregor Semrad (Fotografien): Wachau: Landschaft am Strom. St. Pölten; Wien; Linz: NP-Buchverl., 2004, ISBN 3-85326-336-4
  • Walter M. Weiss (Text), Gregor Semrad (Fotografien): Wachau: Krems Und Stein. Stadtjuwel zwischen gestern und morgen. St. Pölten; Wien; Linz: NP-Buchverl., 2004, ISBN 3-85326-358-5
  • Elfriede Maria Klepoch: Archivbilder. Die Wachau. Sutton Verlag, Erfurt 2007, ISBN 978-3-86680-126-4
  • Franz Eppel: Die Wachau, Nibelungengau und Strudengau. Salzburg 1975 ISBN 3-900173-02-8
  • Hans Plöckinger: Sagen der Wachau. Verlag Österreicher, Krems 1926
  • Werner Gamerith: "Wachau und Umgebung - Lebensräume einer Kulturlandschaft", Tyrolia-Verlag, Innsbruck-Wien 2003, ISBN 3-7022-2514-5
  • Thomas Hofmann, Clemens Hofmann: "Wachau - Wunderbares, Sagenhaftes, Unbekanntes" Pichler Verlag, Wien 2005, ISBN 3-85431-369-1
  • Hannes Gans: Die Wachau mit Strudengau und Nibelungengau, Falter Verlag, Wien 2006, ISBN 3-85439-364-4

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wachau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Wachau – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Urkunde Nr. 423 in: Theodor Sickel (Hrsg.): Diplomata 12: Die Urkunden Konrad I., Heinrich I. und Otto I. (Conradi I., Heinrici I. et Ottonis I. Diplomata). Hannover 1879, S. 577–578 (Monumenta Germaniae Historica, Digitalisat)
  2. Johann von Frast (Hrsg.): Das „Stiftungen-Buch“ des Cistercienser-Kloster Zwetl. In: Fontes rerum Austriacarum – Österreichische Geschichts-Quellen. Herausgegeben von der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien. Zweite Abtheilung. Diplomata et acta. III. Band'. Wien 1851, Digitalisat im Internet Archive, S. 67
  3. Frast, S. 125
  4. Wachauer Marille. Eintrag Nr. 7 im Register der Traditionellen Lebensmittel des österreichischen Lebensministeriums.
  5.  National Geographic Society (Hrsg.): 2008 Destinations Rated. In: National Geographic Traveller. Nov./Dec., 2008 (Historic Places Rated: Introduction, Historic Places Rated: Europe. traveler.nationalgeographic.com).
  6. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatDas National Geographic Traveler Magazine kürt die Wachau als „Best Historic Destination“. In: Tourismuswirtschaft. Tiscover Niederösterreich, abgerufen am 16. Mai 2009.
  7. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatJohannes Pernsteiner (Red.): National Geographic: Wachau ist "bester historischer Ort". Wahl aufgrund nachhaltiger Entwicklung der Tourismusregion. In: Tourismus/Reisen, Kultur/Lifestyle. Pressetext Austria (pte), 23.10.2008/12:15, abgerufen am 16. Mai 2009.
  8. Zitat  Ronald Escher: Goldstück Melk, Perle Wachau. In: Salzburger Nachrichten. 6. Mai 2009, Österreich, S. 8 Sp. 2 (SN-Artikelarchiv).
  9. Wachau Volunteer auf der Seite des ÖAV abgerufen am 15. Juli 2011
  10. WachauVolunteer: Youth for Nature abgerufen am 15. Juli 2011
  11. "Wachau-Volunteer": UNESCO ehrt Freiwillige auf ORF vom 15. Juli 2011 abgerufen am 15. Juli 2011
  12. Hans Plöckinger: Sagen aus der Wachau. Sagen.at