Grabenwahlsystem

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Das Grabenwahlsystem ist ein Wahlsystem, bei dem mehrere Wahlverfahren nebeneinander und ohne Verrechnung miteinander angewandt werden (Parallelwahl ohne Ausgleich, daher im Englischen parallel voting). Meistens wird beim Grabenwahlsystem ein Teil der Sitze in Einpersonenwahlkreisen vergeben und der andere nach dem Prinzip des Verhältniswahlrechts. Dabei müssen nicht notwendigerweise zwei Stimmen abgegeben werden, entscheidend ist lediglich, dass es zwei völlig getrennte Sitzzuteilungsmethoden gibt.

Der Begriff kommt daher, dass beim Grabenwahlsystem die Direktmandate nicht mehr auf die Listenmandate angerechnet werden würden,[1] anders als beim heutigen bundesdeutschen Wahlsystem. Zwischen beiden Arten, ins Parlament zu kommen, besteht so gesehen ein Graben.

Anwendung[Bearbeiten]

Staaten, in denen ein Grabenwahlsystem auf nationaler Ebene zur Anwendung kommt.

Das System findet in einer Reihe von Ländern Anwendung (wo nicht anders vermerkt in einer Kombination aus Mehrheitswahl in Einpersonenwahlkreisen und Verhältniswahl).

Europa[Bearbeiten]

Afrika[Bearbeiten]

Amerika[Bearbeiten]

Asien[Bearbeiten]

Belege[Bearbeiten]

  1. Uwe Backes und Eckhard Jesse: Entwicklung des Parteiensystems. In: Informationen zur politischen Bildung (Heft 207), zitiert nach: Site der BPB, zuletzt gesehen am 16. Januar 2009.
  2. Fida Nasrallah: How the electoral system works. In: UNMIN Newspaper: Issue 5 Feb/March 2008, S.3.

Literatur[Bearbeiten]