Grebenau

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Dieser Artikel beschreibt die Stadt Grebenau im Vogelsbergkreis. Für den Ortsteil von Guxhagen im Schwalm-Eder-Kreis siehe Grebenau (Guxhagen)
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Grebenau
Grebenau
Deutschlandkarte, Position der Stadt Grebenau hervorgehoben
50.759.4666666666667286Koordinaten: 50° 45′ N, 9° 28′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Gießen
Landkreis: Vogelsbergkreis
Höhe: 286 m ü. NHN
Fläche: 55,37 km²
Einwohner: 2489 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 45 Einwohner je km²
Postleitzahl: 36323
Vorwahl: 06646
Kfz-Kennzeichen: VB
Gemeindeschlüssel: 06 5 35 006
Stadtgliederung: 7 Stadtbezirke
Adresse der
Stadtverwaltung:
Amthof 2
36323 Grebenau
Webpräsenz: www.grebenau.de
Bürgermeister: Lars Wicke (seit 02.02.2014) (Freie Wähler)
Lage der Stadt Grebenau im Vogelsbergkreis
Antrifttal Alsfeld Grebenau Schlitz (Vogelsbergkreis) Kirtorf Homberg (Ohm) Mücke (Hessen) Gemünden (Felda) Romrod Schwalmtal (Hessen) Lauterbach (Hessen) Wartenberg (Hessen) Feldatal Lautertal (Vogelsberg) Ulrichstein Herbstein Schotten (Stadt) Grebenhain Freiensteinau Landkreis Marburg-Biedenkopf Schwalm-Eder-Kreis Landkreis Hersfeld-Rotenburg Landkreis Fulda Wetteraukreis Main-Kinzig-KreisKarte
Über dieses Bild

Grebenau ist eine Stadt im Vogelsbergkreis in Osthessen (Deutschland).

Geografie[Bearbeiten]

Grebenau liegt in 220 bis 500 Meter Höhe nordöstlich des Vogelsbergs etwa 26 km nordwestlich von Fulda im sogenannten Gründchen, an der Einmündung der Schwarza in die Jossa.

Seit 1972, als mit der hessischen Gebietsreform die Landkreise Alsfeld und Lauterbach im Vogelsbergkreis aufgingen, lässt sich der Begriff Gründchen als Synonym für die durch Eingemeindungen erweiterte Stadt Grebenau mit ihren nunmehr acht Stadtteilen räumlich exakt zuordnen.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Grebenau grenzt im Norden an die Stadt Alsfeld und die Gemeinde Breitenbach am Herzberg (Landkreis Hersfeld-Rotenburg), im Osten an die Stadt Schlitz, im Süden an die Stadt Lauterbach, sowie im Westen an die Gemeinde Schwalmtal.

Geschichte[Bearbeiten]

Hauptartikel: Geschichte Grebenaus und des Gründchens

Die ältesten Spuren der Besiedlung des Gebietes um Grebenau liefern Bodenfunde aus der Hügelgräberzeit des 2. Jahrtausends vor Christus (Hügelgräber). Die Geschichte von Grebenau ist eng mit der "Straße durch die kurzen Hessen" verbunden. Grebenau war wahrscheinlich um 800 eine karolingische Straßenfeste. Mit der politischen Gliederung wurde auch die Gegend von Hersfeld und Fulda aus um diese Zeit missioniert. Um 1270 wurde von Nidda aus eine Niederlassung der Johanniter gegründet. 1372 kam Grebenau unter landgräflich-hessischen Einfluss, als der Johanniterorden sein Haus in Grebenau für 3000 Schillinge an den Landgrafen verkaufte. Der Orden erhielt es als Pfand aber wieder zurück, und erst nach der Reformation wurde es im Jahre 1571 endgültig hessisch. Mit der Zusammenlegung der beiden Gerichte des sogenannten "hainischen Dorf" (Wallersdorf, Hof Merlos und Bieben) mit dem Gericht Grebenau zum "Amt Grebenau" erhielt Grebenau am 10. Juni 1605 die Stadtrechte.

Mit Einführung der Deutschen Gemeindeordnung von 1935 verlor Grebenau seine Stadt- und Marktrechtel erst am 1. September 1958 erhierlt sie diese zurück, gemeinsam mit Romrod und Kirtorf.

Großes Wappen Grebenau

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 31. Dezember 1971 wurden die bis dahin eigenständigen Gemeinden Eulersdorf, Reimenrod, Schwarz, Udenhausen und Wallersdorf in die Stadt Grebenau eingegliedert. Am 1. August 1972 kam auch Bieben mit Merlos hinzu.[2]

Jüdische Gemeinde[Bearbeiten]

Hauptartikel: Jüdische Gemeinde Grebenau

Im 19. Jahrhundert war Grebenau die Stadt mit dem höchsten jüdischen Bevölkerungsanteil in Hessen.

Politik[Bearbeiten]

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis: [3]

Gemeindewahl in Grebenau
2011
 %
40
30
20
10
0
32,0 %
25,3 %
25,2 %
17,5 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
 30
 25
 20
 15
 10
   5
   0
  -5
-10
-15
-9,6 %p
+25,3 %p
-11,3 %p
-4,3 %p
Parteien und Wählergemeinschaften  %
2011
Sitze
2011
 %
2006
Sitze
2006
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 32,0 5 41,6 6
GL Gründchen-Liste 25,3 4
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 25,2 4 36,5 6
Freie Wähler Freie Wähler Gründchen 17,5 2 21,8 3
Gesamt 100,0 15 100,0 15
Wahlbeteiligung in % 68,2 63,6

Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung ist Herbert Appel (SPD), Ortsvorsteherin des Stadtteils Grebenau ist Renate Herrmann (Freie Wähler) (Stand Februar 2012).

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 346 und 347.
  3. Endgültiges Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011, Grebenau, Hessisches Statistisches Landesamt. Abgerufen am 11. April 2011.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Grebenau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien