Feldatal

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Feldatal in Hessen.
Für die Naturräume Mittleres und Unteres Feldatal in Thüringen siehe Felda (Werra)#Naturräume
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Feldatal
Feldatal
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Feldatal hervorgehoben
50.659.1666666666667385Koordinaten: 50° 39′ N, 9° 10′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Gießen
Landkreis: Vogelsbergkreis
Höhe: 385 m ü. NHN
Fläche: 55,69 km²
Einwohner: 2534 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 46 Einwohner je km²
Postleitzahl: 36325
Vorwahlen: 06637, 06645 (Köddingen, Stumpertenrod)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: VB
Gemeindeschlüssel: 06 5 35 003
Gemeindegliederung: 7 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulstraße 2
36325 Feldatal
Webpräsenz: www.feldatal.de
Bürgermeister: Dietmar Schlosser (FWG)
Lage der Gemeinde Feldatal im Vogelsbergkreis
Antrifttal Alsfeld Grebenau Schlitz (Vogelsbergkreis) Kirtorf Homberg (Ohm) Mücke (Hessen) Gemünden (Felda) Romrod Schwalmtal (Hessen) Lauterbach (Hessen) Wartenberg (Hessen) Feldatal Lautertal (Vogelsberg) Ulrichstein Herbstein Schotten (Stadt) Grebenhain Freiensteinau Landkreis Marburg-Biedenkopf Schwalm-Eder-Kreis Landkreis Hersfeld-Rotenburg Landkreis Fulda Wetteraukreis Main-Kinzig-KreisKarte
Über dieses Bild

Feldatal ist eine Gemeinde im Vogelsbergkreis in Hessen.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in 285 bis 598 Meter Höhe am Nordhang des Vogelsbergs. Durch die Gemeinde fließt die Felda, die bei Gemünden in die Ohm mündet.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Feldatal grenzt im Norden an die Stadt Romrod, im Nordosten an die Gemeinde Schwalmtal, im Osten an die Gemeinde Lautertal, im Süden an die Stadt Ulrichstein, im Südwesten an die Gemeinde Mücke, sowie im Nordwesten an die Gemeinde Gemünden.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Ermenrod, Groß-Felda mit Ortsteil Schellnhausen, Kestrich, Köddingen, Stumpertenrod, Windhausen und Zeilbach.

Geschichte[Bearbeiten]

Feldatal entstand am 31. Dezember 1971 im Rahmen der Gemeindegebietsreform, als die Gemeinden Ermenrod, Groß-Felda, Kestrich, Köddingen, Stumpertenrod, Windhausen und Zeilbach zur neuen Großgemeinde zusammengeschlossen wurden.[2]

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis:[3]

Gemeindewahl in Feldatal 2011
 %
40
30
20
10
0
39,5 %
23,7 %
18,9 %
17,9 %
n. k.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
 20
 18
 16
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
+2,9 %p
-4,0 %p
+18,9 %p
-9,5 %p
-8,3 %p
Parteien und Wählergemeinschaften %
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
FWG Freie Wählergemeinschaft Feldatal 39,5 6 36,6 6
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 23,7 3 27,7 4
AUF Alternative Unabhängige Feldataler 18,9 3
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 17,9 3 27,4 4
A.L.F. Andere Liste Feldatal 8,3 1
gesamt 100 15 100 15
Wahlbeteiligung in % 62,6 60,2

Der Gemeindevorstand besteht aus 7 Mitgliedern und dem Bürgermeister. Davon entfallen 2 Sitze auf die SPD, 2 Sitze auf die CDU, 3 Sitze auf die FWG.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der Bürgermeister Dietmar Schlosser (FWG) wurde am 16. Mai 2010 mit einem Stimmenanteil von 67,1 % gewählt.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Gold ein roter blaugekrönter Jungfrauenadler, belegt mit einem Herzschild, darin in Silber ein schräggestellter blauer Schlägel, oben und unten schräglinks begleitet mit je zwei blauen Nägeln.“

Wappenerklärung: Der Herzschild verweist auf das einstige Handwerk des Nagelschmiedes in der Gemeinde, das noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts ausgeübt wurde, der blaugekrönte Jungfrauenadler stammt aus dem Wappen der erloschenen Adelsfamilie von Mörlau (Merlau), die im Mittelalter hier begütert war.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Fachwerkkirche in Ermenrod
  • In Stumpertenrod steht die größte Fachwerk-Kirche Hessens. Die Kirche wurde 1696 im barocken Stil erbaut. Die Kirche besitzt einen Dachreiter, in dem drei Glocken hängen. Die Orgel im Inneren der Kirche stammt aus dem Jahr 1840.[4]
  • Zeilbacher Kirche erbaut 1668 - verschindelt
  • Fachwerkkirche Kestrich und direkt daneben die ehemalige Synagoge und Judenschule (in Kestrich)
  • Jüdischer Friedhof (in Kestrich)
  • noch funktionsfähige Mühlen, z. B. Wolfenmühle in Groß-Felda, Burgsmühle in Zeilbach und Herrenmühle in Ermenrod.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Feldataler Mühlenfest
  • Ostermarkt
  • Weihnachtsmarkt
  • Traditionelle Kirmes (immer am 1. Novemberwochenende)
  • Goldwing-Treffen in Groß-Felda (alle 2 Jahre)
  • Sternenwelt Vogelsberg – die Sternwarte in Hessen
  • Schmiedefest – Feldatal (alle 2 Jahre)
  • Fasnacht mit Sitzungen und Kinderfasching
  • Kulturnacht Feldatal
  • Vorträge, Lesungen und Konzerte in der Alten Synagoge
  • 60 Vereine laden ein zu vielfältigen Veranstaltungen im ganzen Jahr

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Durch die Gemeinde führt die B 49.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Persönlichkeiten mit Bezug zur Gemeinde[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 347.
  3. Endgültiges Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011, Feldatal, Hessisches Statistisches Landesamt. Abgerufen am 11. April 2011.
  4. Randolf Fügen: Highlights in Mittelhessen. 1. Auflage. Wartenberg Verlag, Gudersberg-Gleichen 2003, ISBN 3-8313-1044-0

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Feldatal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien