Großkorbetha

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51.2612.03111111111196Koordinaten: 51° 15′ 36″ N, 12° 1′ 52″ O

Großkorbetha
Höhe: 96 m
Fläche: 12,68 km²
Einwohner: 1923 (31. Dez. 2009)
Postleitzahl: 06688
Vorwahl: 034446
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Über dieses Bild

Lage von Großkorbetha in Weißenfels

Kirche in Großkorbetha
Wasserturm
Wasserturm am Bahnhof
Kirche Kleinkorbetha

Großkorbetha ist eine Ortschaft der Stadt Weißenfels im Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt (Deutschland). Sie umfasst die Weißenfelser Ortsteile Großkorbetha und Kleinkorbetha.[1]

Geografie[Bearbeiten]

Großkorbetha liegt zwischen Weißenfels und Bad Dürrenberg, nordwestlich des Autobahnkreuzes Rippachtal am linken Saaleufer. Rechts der Saale liegt der Ortsteil Kleinkorbetha. In der Gemeinde befand sich bis zum 1. September 2010 der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Saaletal, der weitere acht Gemeinden angehörten.

Geschichte[Bearbeiten]

In einem zwischen 881 und 899 entstandenen Verzeichnis des Zehnten des Klosters Hersfeld werden Groß- und Kleinkorbetha als zehntpflichtige Orte Curuvadi und Curuuuati im Friesenfeld erstmals urkundlich erwähnt.[2] Über die Jahrhunderte hinweg änderte sich die Schreibweise mehrfach. So ist 1458 von Korwetha die Rede (noch heute umgangssprachlich „Korweete“), 1545 Groß Corbetha. Aus dem Jahr 1593 findet sich in der Kirchenglocke die Inschrift Grosscorbetha; seit 1933 schließlich trägt das Dorf den noch heute gültigen Namen Großkorbetha.

1293 wurde mit dem Bau der Kirche in honorem sancti Martini (zu Ehren des heiligen St. Martin) begonnen. 1433 wurden weite Teile des Ortes von der Saale überflutet und hierdurch vierzig Häuser zerstört. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde der Ort durch schwedische Truppen wegen nicht gezahlter Kontribution in Brand gesteckt. Im Jahre 1804 zerstörte eine Feuersbrunst einen großen Teil des Dorfes. 1856 wurde der Bahnhof Großkorbetha in Betrieb genommen, der aufgrund seiner Lage zu einem Knotenpunkt des Personen- und des Güterverkehrs und für die weitere Entwicklung des Ortes von entscheidender Bedeutung wurde. 1981 feierten die Bewohner des Ortes das 1100-jährige Jubiläum der Ersterwähnung. Zwanzig Jahre später, am 7. Dezember, wurde die Saalebrücke zwischen Groß- und Kleinkorbetha eingeweiht.

Am 1. September 2010 wurde Großkorbetha mit seinen Ortsteilen Kleinkorbetha und Gniebendorf nach Weißenfels eingemeindet.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1995 Stichtag 31. Dezember):

Jahr Einwohner
1840 581
1931 1.798
1990 2.358 *
1995 2.235
2000 2.204
2005 2.031
2006 2.008
2007 1.965

* 3. Oktober


Politik[Bearbeiten]

Die bis zu ihrer Zwangseingemeindung im Jahr 2010 selbständige Gemeinde Großkorbetha ist eine Ortschaft der Stadt Weißenfels im Sinne des § 86 GO LSA. Sie verfügt damit über einen Ortschaftsrat und einen Ortsbürgermeister.

Ortschaftsrat[Bearbeiten]

Der Ortschaftsrat besteht aus 12 gewählten Ortschaftsräten. Der Ortsbürgermeister gehört dem Ortschaftsrat ex officio an und hat den Vorsitz inne.

Ortschaftsrat Großkorbetha
Wahlvorschlag Sitze
EB Einzelbewerber 3
WG TSV WG TSV Großkorbetha 3
CDU logo.svg CDU 2
Die Linke logo.svg Die Linke 2
Freie Demokratische Partei, Deutschland (logo - 2005).svg FDP 1
SPD-Cube.svg SPD 1
Stand: 11. Oktober 2011[4]

Ortsbürgermeister[Bearbeiten]

Ortsbürgermeister ist seit der Zwangseingemeindung 2010 Johannes Drewitz. Er gehört ebenfalls dem Stadtrat der Stadt Weißenfels an und ist dort Mitglied der Fraktion „Landgemeinden“.

Sehenswürdigkeiten / Tourismus[Bearbeiten]

Gniebendorfer Mühle
Saalebrücke
  • Dorfkirche aus dem Jahr 1293
  • In der Kirche von Kleinkorbetha befindet sich die 1800 eingebaute Orgel von Johann Gottlob Trampeli.
  • Wasserturm (stillgelegt)
  • Wasserturm am Bahnhof
  • Gniebendorfer Mühle
  • Gedenkstein aus dem Jahre 1952 auf dem Harnackplatz für die Opfer des Faschismus
  • Der Saale-Radweg überquert die Saale zwischen Groß- und Kleinkorbetha.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Schienenverkehr[Bearbeiten]

Großkorbetha besitzt seit 1856 einen Bahnhof, hinter dem sich die Bahnstrecke Halle–Bebra und Leipzig–Großkorbetha, auf denen stündlich ICE- und IC-Züge verkehren, trennen. Hier halten Regionalbahnen auf den Strecken EisenachErfurtWeimarNaumburg (Saale)WeißenfelsHalle (Saale) und Weißenfels – MarkranstädtLeipzig jeweils im Stunden-Takt in beide Richtungen. Die nächsten Fernverkehrshalte sind Weißenfels (IC) und Naumburg (Saale) Hbf (ICE und IC).

Hier beginnt die Bahnstrecke Großkorbetha–Deuben, auf der seit 1999 nur noch Kohlezüge zwischen Wählitz (kurz vor Hohenmölsen) und Großkorbetha verkehren.

Bahnhof

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Großkorbetha ist über die A 38-Abfahrt Leuna und den Abzweig Bäumchen an der B 91 zu erreichen. Direkt durch den Ort führt die Landstraße von Merseburg nach Weißenfels.

Privates Allgemeinbildendes Schulzentrum

Bildung[Bearbeiten]

  • Kindergarten „Sonnenschein“
  • Grundschule Großkorbetha
  • Freie Sekundarschule (Privates Allgemeinbildendes Schulzentrum)
  • Freies Gymnasium (Privates Allgemeinbildendes Schulzentrum)

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Großkorbetha – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.weissenfels.de/bas_b_gemeindestruktur.html
  2. Reg. Thur. Nr. 287
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2010
  4. http://www.weissenfels.de/bas_b_stadtrat_ortschaftsrat_grosskorbetha.html