Heinrich Fink

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Heinrich Fink (rechts) bei der Mahnwache vor dem Berliner Dom, 6. August 1990

Heinrich Fink (* 31. März 1935 in Korntal, Bessarabien) ist ein deutscher Theologe, Universitätsprofessor und Politiker der Partei Die Linke.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Fink stammt aus einer verarmten Bauernfamilie Bessarabiens, die aufgrund von Himmlers Siedlungspolitik nach Polen ausgesiedelt wurde und die es schließlich nach Brandenburg verschlagen hat. Er trat der Freien Deutschen Jugend bei. Von 1954 bis 1960 studierte Heinrich Fink evangelische Theologie an der Berliner Humboldt-Universität und legte dort seine A- und B-Promotion ab. Seit 1979 war er Professor für Praktische Theologie an der Humboldt-Universität zu Berlin, deren Rektor er von 1990 bis 1992 war. Gesellschaftlich engagierte er sich in der Christlichen Friedenskonferenz, deren DDR-Regionalausschuss-Vorsitzender er zeitweise war. Fink ist Vorsitzender der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten. Von 1998 bis 2001 war Fink für die PDS Mitglied des Deutschen Bundestages.

[Bearbeiten] IM-Tätigkeit

Gerichte bis zum Bundesgerichtshof bestätigten die Einschätzung der Gauck-Behörde, dass Fink schon auf Grund der bis 1991 aufgefundenen Stasi-Akten als IM „Heiner“ „wissentlich für das MfS tätig gewesen“ ist. Der damalige Dozent an der theologischen Fakultät Fink soll danach für die Stasi-Hauptabteilung XX/4 tätig gewesen sein, die für die Bespitzelung der Kirchen zuständig war. Fink meldete unter anderem den Inhalt vertraulicher seelsorgerischer Gespräche mit seinen Studenten an die Staatssicherheit der DDR weiter.[1] 2005 wurde die 1989 zerrissene IM-Akte wieder zusammengesetzt. Sie dokumentiert das Anwerbegespräch am 11. Juni 1968, Spitzelberichte, darunter auch einen handschriftlich in Ich-Form verfassten, Beurteilungen, Belege für Orden, Geldprämien, Geschenke und den letzten Treffbericht vom 7. Oktober 1989.

[Bearbeiten] Quellen

  1. Bundesministerium des Innern (Hrsg.): Verfassungsschutzbericht 2005. Berlin 2006, S. 172.

[Bearbeiten] Weblinks

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