Brandenburg an der Havel

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Brandenburg an der Havel
Brandenburg an der Havel
Deutschlandkarte, Position der Stadt Brandenburg an der Havel hervorgehoben
52.40888888888912.56305555555632Koordinaten: 52° 25′ N, 12° 34′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Höhe: 32 m ü. NHN
Fläche: 228,8 km²
Einwohner: 71.149 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 311 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 14770–14778
Vorwahl: 03381
Kfz-Kennzeichen: BRB
Gemeindeschlüssel: 12 0 51 000
Stadtgliederung: 6 Stadtteile, 8 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Altstädtischer Markt 10
14770 Brandenburg an der Havel
Webpräsenz: www.stadt-brandenburg.de
Oberbürgermeisterin: Dietlind Tiemann (CDU)
Lage der Stadt Brandenburg an der Havel in Brandenburg
Berlin Polen Freistaat Sachsen Freistaat Thüringen Sachsen-Anhalt Niedersachsen Mecklenburg-Vorpommern Frankfurt (Oder) Cottbus Potsdam Brandenburg an der Havel Landkreis Prignitz Landkreis Ostprignitz-Ruppin Landkreis Oberhavel Landkreis Uckermark Landkreis Barnim Landkreis Havelland Landkreis Potsdam-Mittelmark Landkreis Märkisch-Oderland Landkreis Teltow-Fläming Landkreis Dahme-Spreewald Landkreis Oder-Spree Landkreis Elbe-Elster Landkreis Oberspreewald-Lausitz Landkreis Spree-NeißeKarte
Über dieses Bild

Brandenburg an der Havel ist eine kreisfreie Stadt und eines der vier Oberzentren im Land Brandenburg (Deutschland). Sie ist eine Mittelstadt und gemessen an der Einwohnerzahl die drittgrößte und an der Fläche die größte kreisfreie Stadt im Land Brandenburg. Der Ort hat eine mehr als tausendjährige Geschichte. Erstmals erwähnt wurde er 928 beziehungsweise 929. In einer Urkunde aus dem Jahr 1170 wurde Brandenburg erstmals als deutschrechtliche Stadt erwähnt.

Geographie[Bearbeiten]

Blick über die Alt- und Neustadt mit St.-Gotthardt-Kirche, Dom St. Peter und Paul, dem Altstädtischen Rathaus, der St.-Katharinen-Kirche, dem Paulikloster, der Johanniskirche sowie Teilen des Stadtteils Nord mit der Vorstadtschleuse, dem Beetzsee, dem Silokanal sowie der Havel


Geographische Lage[Bearbeiten]

Brandenburg an der Havel liegt auf einer Fläche von 228,8 Quadratkilometern im Westen des Landes Brandenburg, etwa 70 km von Berlin entfernt, am für die Binnenschifffahrt wichtigen Fluss Havel zwischen Potsdam und der Einmündung in die Elbe bei Havelberg. Im Stadtgebiet verzweigt sich die Havel in mehrere Seitenarme und Kanäle, die einige Inseln bilden, die das Stadtbild prägen. Daneben gibt es zehn natürliche Seen, die meist von der Havel durchflossen werden oder mit ihr verbunden sind. Einzig der Gördensee und der Bohnenländer See besitzen keinen natürlichen Zu- und Abfluss zur Havel. Diese werden über künstliche Gräben, der Bohnenländer See über den Eisengraben aus der Butter Laake, der Gördensee über den Quenzgraben drainiert. Größte Seen im Stadtgebiet sind der Plauer See mit einer Fläche von etwa 640 Hektar und der Beetzsee. Die Havel trennt die historischen Landschaften Havelland im Norden und Zauche im Süden. Die Stadt besitzt Anteile an beiden Landschaften. Weitere natürliche Fließgewässer neben der Havel sind die im Fläming entspringenden Flüsse Plane und ihr Nebenfluss Temnitz beziehungsweise Sandfurthgraben und die Buckau und ihr Nebenfluss Verlorenwasser. Plane und Buckau münden jeweils in den Breitlingsee. Der zwischen den Ortsteilen Wust und Gollwitz in die Havel einmündende Fluss Emster wurde im 19. Jahrhundert kanalartig ausgebaut und verbreitert. Daneben gibt es einige Kanäle, die zu unterschiedlichen Zeiten angelegt wurden.

Die höchste Erhebung im Stadtgebiet mit über 70 Meter liegt am Südende der Stadtfläche südlich der Autobahn. In der Stadtmitte erreicht der Marienberg eine Höhe von fast 68 Meter. Er war bis zur Eingemeindung von Schmerzke 1993 die höchste Erhebung und gehört zu einer eiszeitlichen Hügelkette in der Eisrandlage 1 c der Brandenburg-Phase der Weichselkaltzeit. In der Randlage 2 entstand der später für den Weinbau genutzte und etwa 63 Meter hohe Weinberg bei Klein Kreutz. Im Südosten des Stadtgebietes hat Brandenburg zwischen Kirchmöser und Mahlenzien Anteil an der in der Haupteisrandlage gebildeten Hochfläche der Karower Platte. Auf dieser liegt beispielsweise der Mühlenberg, der wie der Marienberg historisch als Telegrafenberg genutzt worden war.

Die Böden sind gemeinhin eher sandig und wenig fruchtbar. Etwa 75 Prozent des Stadtgebiets sind landwirtschaftliche Nutzfläche, Sumpfgebiete oder Wasserfläche. Zu den landwirtschaftlich genutzten Flächen der Stadt gehören auch die Forste Gördenwald, Neustädter Heide und Neu-Plauer Forst, die mit kleineren Waldgebieten etwa 20 Prozent der kommunalen Fläche ausmachen. Bestimmende Bepflanzung in diesen Gebieten ist monokulturell die Kiefer, wobei in letzter Zeit verstärkt davon abgerückt und zum Pflanzen einer Mischvegetation übergegangen wird.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Brandenburg an der Havel gliedert sich in acht Stadtteile, wovon zwei als Stadt- beziehungsweise Ortsteile bezeichnet werden. Die drei mittelalterlichen Stadtkerne bilden heute die Stadtteile Altstadt, Neustadt, zu der seit 1993 die Ortsteile Göttin und Schmerzke gehören, und Dom mit seit 1993 Klein Kreutz und Saaringen und seit 2003 Gollwitz und Wust. Im 20. Jahrhundert wurden in der historischen Gemarkung der Altstadt drei neue Stadtteile planmäßig angelegt. Dies waren in den 1920er Jahren Görden, ab 1959 Nord und zuletzt ab 1972 das Plattenbaugebiet Hohenstücken. 1952 wurden die selbstständige Stadt Plaue und die Gemeinde Kirchmöser eingemeindet und wird heute sowohl als Stadt- beziehungsweise Ortsteil bezeichnet. Zu Kirchmöser gehört seit 1993 der Ortsteil Mahlenzien. Insgesamt ist die Stadt in etwa 50 Stadt- und Ortsteilen, Ortslagen und Wohnplätzen unterteilt. Im Norden zur Gemeinde Beetzsee liegt der Wohnplatz Brielower Ausbau.

Nachbarkreise, -städte und -gemeinden[Bearbeiten]

Die kreisfreie Stadt Brandenburg an der Havel ist fast vollständig vom Landkreis Potsdam-Mittelmark umgeben. Über wenige Kilometer im äußersten Nordwesten und Nordosten grenzt daneben auch der Landkreis Havelland an das Stadtgebiet. Die Nachbarstädte und -gemeinden sind im Uhrzeigersinn: Im Nordwesten die Gemeinde Milower Land im Landkreis Havelland, im Norden die Stadt Havelsee und die Gemeinden Beetzsee und Roskow in Potsdam-Mittelmark. Am den Ufern der zur Stadt gehörenden Seen Beetzsee und Riewendsee liegen im Norden beziehungsweise Nordosten Beetzseeheide, Päwesin in Potsdam-Mittelmark und die havelländische Stadt Nauen. Im Osten grenzt die Gemeinde Groß Kreutz an Brandenburg, im Süden liegen Kloster Lehnin, Wollin und Wenzlow und im Westen Rosenau, Wusterwitz und Bensdorf. Sie alle liegen wiederum im Landkreis Potsdam-Mittelmark.

Klima[Bearbeiten]

In der Stadt Brandenburg herrscht gemäßigtes Klima. Dieses wird von Osten vom Kontinentalklima und vom Westen vom atlantischen Seeklima beeinflusst. Die deutlichen Niederschläge verteilen sich über das ganze Jahr. Ausgesprochene Trockenmonate gibt es nicht. Der durchschnittliche jährliche Niederschlag für Havelsee liegt bei 539 mm. Trockenster Monat ist der Februar mit einer Niederschlagsmenge von 32 mm, wohingegen der meiste Niederschlag durchschnittlich im Juni mit 64 mm fällt. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei 9,1 °C. Der wärmste Monat im Vergleich ist der Juli mit durchschnittlichen 18,4 °C. Im Monat Januar, als kältesten Monat im Jahr beträgt die Durchschnittstemperatur -0,2 °C.[2]

Brandenburg an der Havel
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
38
 
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4
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19
10
 
 
36
 
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6
 
 
41
 
7
2
 
 
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4
-1
Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: Climate-Data.org
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Brandenburg an der Havel
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 2,3 3,5 7,9 13,2 18,8 22,2 23,5 23,2 19,1 13,4 7,2 3,6 Ø 13,2
Min. Temperatur (°C) −2,6 −2,3 0,0 3,6 7,9 11,6 13,3 12,9 9,7 6,1 2,1 −0,9 Ø 5,2
Temperatur (°C) -0,2 0,6 3,9 8,4 13,3 16,9 18,4 18,0 14,4 9,7 4,6 1,3 Ø 9,2
Niederschlag (mm) 38 32 34 40 52 64 56 59 43 36 41 44 Σ 539
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
2,3
−2,6
3,5
−2,3
7,9
0,0
13,2
3,6
18,8
7,9
22,2
11,6
23,5
13,3
23,2
12,9
19,1
9,7
13,4
6,1
7,2
2,1
3,6
−0,9
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
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e
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52
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59
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36
41
44
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Geschichte[Bearbeiten]

Etymologie des Stadtnamens[Bearbeiten]

Die älteste schriftliche Erwähnung des Namens Brandenburg befindet sich in der Stiftungsurkunde des Bistums Brandenburg. In ihr ist von der Gründung des Bischofssitzes in der civitate Brendanburg die Rede. Datiert ist sie auf das Jahr 948 (Historikerstreit dazu siehe Mittelalter). Die chronikalische Ersterwähnung des Namens befindet sich in den Chroniken von Widukind von Corvey aus dem Jahre 967. Hier wird von der Eroberung der Brennaburg gesprochen.[3] Mögliche Deutungen des Namens könnten nun sein: Slawische Herkunft des Namens von bran „Sumpf, Morast“ oder die germanische Herkunft von branda „Brand“. Gegen eine Ableitung des Namens vom heiligen Brendan spricht der fehlende Kult um diesen Heiligen im Brandenburger Bereich. Doch könnte der Name während der Karolingerzeit im Zuge der Frankonisierung der deutschen Ortsnamen aus dem westdeutschen Bereich übertragen worden sein und so auf einen andernorts verbreiteten Heiligenkult zurückgehen. Jüngere Deutungsversuche beziehen sich auch auf ein Wort indogermanischen Ursprungs: brendh für „quellen“ oder „schwellen“. Die Deutung geht in diesem Fall von einer Gewässerbezeichnung aus, unter Hinzufügung der Endung -burg.[4]

Aller Wahrscheinlichkeit nach frei erfunden ist der Name Brennabor. Der böhmische Jesuitenpater Bohuslaus Balbinus versuchte 1677 die Namen der Orte in den früheren slawischen Siedlungsgebieten zu rekonstruieren, um ihre slawische Herkunft nachzuweisen: „Brandenburg wurde in jener Zeit von den Slawen: Branny Bor, d. h. silvae custodia, Wache des Waldes, genannt.“ (Otto Tschirch[5] [6] [7]) Hintergrund: Aus ethnisch-politischen Gründen ersetzte der böhmische Slawe das missliebige deutsche „burg“ durch das slawische, ähnlich klingende, aber urkundlich nicht belegte „bor“. Wegen der „Burg“ im Ortsnamen ist mit Sicherheit davon auszugehen, dass die slawischen Bewohner Brandenburgs ihren Burgwall anders genannt haben, aber wie, das ist unbekannt. Das frei erfundene „Brennabor“ konnte sich nur deswegen so hartnäckig festsetzen, weil seit 1892 das gleichnamige Unternehmen Brennabor in der Stadt Brandenburg an der Havel mit großem Erfolg unter anderem seine Fahrräder unter diesem Namen produzierte.

Tschirch erwähnt noch eine zweite Annahme, die er ebenfalls als irrig und haltlos zurückweist: Brandenburg sei nur die deutsche Übersetzung für das slawische Sgorzelica. Die Herkunft dieses Namens leitet sich aus einer polnischen Chronik des Bischofs von Posen, Boguphals II. (gest. 1253), her, deren Überarbeiter sich von denselben Intentionen leiten ließen wie der oben erwähnte Balbinus. Auch sie wollten mit slawischen Ortsnamen eine „[…] weite Ausdehnung des polnischen Reiches nach Westen beweisen.“[5]

Die Bezeichnung der Stadt selbst schwankte in ihrer jüngeren Geschichte zwischen Brandenburg (älter Brendanburg), Brandenburg a./Havel, Brandenburg (Havel) und – so die Bezeichnung seit 1993[8] – Brandenburg an der Havel.

Vorzeit[Bearbeiten]

Die altsteinzeitliche Befundlage ist als äußerst dünn anzusprechen, da die glaziale Überformung des Geländes während der Weichseleiszeit sämtliche vorhandenen Artefakte in unzugänglich tiefe Bodenschichten exportiert hat. Aus der germanischen Besiedlungsphase gibt es nur spärliche archäologische Befunde. So werden Schädelbestattungen, „[…] deren Fundumstände zum Teil Kult oder Opfer (?) vermuten lassen […]“,[9] in der Gemarkung Brandenburg-Neuendorf erwähnt. Im 4. bis 3. vorchristlichen Jahrhundert bildete das Areal der heutigen Stadt Brandenburg an der Havel „[…] die Grenze des massenhaften Auftretens sowohl späthallstädtischer als auch keltischer Importgüter.“[9] Daraus kann man die berechtigte Schlussfolgerung ziehen, dass der Havelübergang nördlich des Marienberges schon sehr lange Zeit Kreuzungspunkt bedeutender Handelsrouten war.

Tacitus siedelt in seiner Schrift De origine et situ Germanorum (Germania) im Elbe-Havel-Raum den suebischen Stamm der Semnonen an, deren Bevölkerungsmehrheit jedoch bereits zum Ende des zweiten nachchristlichen Jahrhunderts während der frühen Völkerwanderungsperiode die alte Heimat verlassen haben dürfte. Vermutungen, die das Vorhandensein eines Frigga- oder Freyja-Heiligtums auf dem Marienberge suggerieren, sind rein spekulativer Natur und können sich seit der Anlage des Wasserkessels auf der Spitze des Marienberges in den 1960er Jahren archäologisch nicht mehr belegen oder ausschließen lassen.

Für die Zeit zwischen der Abwanderung der germanischen Bevölkerung und dem massiven Zuzug der Slawen aus dem Süden und Osten wird für etwa 150 Jahre ein siedlungsfreier Raum angenommen. Zwischen dem 5. und dem 7. Jahrhundert ist durch Grabungsbefunde unter anderem im Brandenburger Raum in bescheidenem Umfang noch germanische Besiedlung nachgewiesen, was der Theorie einer völligen Siedlungsleere widerspricht.[10] Ab dem 6. Jahrhundert n. Chr. kommt es dann zur Landnahme durch slawische Stämme aus dem schlesischen und böhmischen Raum. Die verbliebenen Reste der germanischen Bevölkerung werden von den Slawen überschichtet, assimiliert und gehen letztendlich in den Zuzüglern auf. Es erhalten sich vor allem Gewässernamen wie der der Havel, Spree, Elbe und andere aus der germanischen Sprachschicht, während Flur- und Siedlungsnamen von den Slawen neu vergeben werden.

Mittelalter[Bearbeiten]

Rathenower Torturm

Auf der Dominsel lag die zentrale Brandenburg der slawischen Heveller, die 928/929 von König Heinrich I. erobert wurde. Otto I. errichtete hier 948 das Bistum Brandenburg. Seit dem Ende der 1990er Jahre gibt es einzelne Historiker wie Dietrich Kurze oder Helmut Assing, die bezweifeln, dass das Bistum tatsächlich bereits 948 gegründet wurde, und vermuten, dass das Bistum erst im Jahr 949 oder erst 965 gestiftet wurde. Im Slawenaufstand 983 wurde die Burg wieder zurückerobert. Das Bistum bestand formal mit kontinuierlicher Bischofsbesetzung im Exil in Magdeburg weiter und kehrte nach der Wiedereroberung zurück.

Der letzte Hevellerfürst Pribislaw-Heinrich herrschte von der auf der Dominsel gelegenen Burg mit Petrikirche. Nach seinem Tode 1150 fiel das Land durch Erbvertrag an Markgraf Albrecht den Bären, der nach einem kurzen Aufstandsversuch des Jaxa von Köpenick 1157 die Burg zurückeroberte und die Mark Brandenburg begründete. Die beiden Domkietze sowie der Altstädter und der Neustädter Kietz dürften bald darauf entstanden sein. In der Kaufmannssiedlung Parduin[11] ließen sich bei der St.-Gotthardt-Kirche vor 1147 Prämonstratenser nieder, die 1165 auf die Dominsel übersiedelten, wo das Domstift und ab 1165 der Dom errichtet wurde.

Die Siedlung um die Gotthardtkirche weitete sich nach 1160 zur Altstadt an der Straße von Magdeburg nach Berlin aus. 1170 wurde Brandenburg in einer von Markgraf Otto I. ausgestellten Urkunde als Stadt erwähnt.[12] Westlich vor der Altstadt deutet die vor 1173 entstandene Nikolaikirche im Dorf Luckenberg auf eine alte Kaufmannssiedlung hin. Südlich der Altstadt wurde am Ende des 12. Jahrhunderts die Neustadt mit der Katharinenkirche planmäßig angelegt (erstmalige urkundliche Erwähnung 1196).[5] Beide Städte wurden getrennt mit Mauern versehen und bildeten zwei völlig eigenständige Kommunen.

Ruine der Franziskanerkirche St. Johannis am Salzhofufer

In der Altstadt gründeten die Franziskaner nach 1234 ein Kloster, in der Neustadt wurde der markgräfliche Hof 1286 den Dominikanern zum Klosterbau überlassen. Ein wohl in der Mitte des 12. Jahrhunderts eingesetztes Burggrafengeschlecht verschwindet seit 1243 aus der Überlieferung. Als Hauptstadt der Markgrafschaft Brandenburg, als Bischofssitz, als Ort eines von weither angerufenen, seit 1326 bezeugten Schöppenstuhls und als Fernhandelsstadt bildeten die beiden Städte Brandenburg im Mittelalter zusammen das unbestrittene Zentrum zwischen Elbe und Oder.

Die auf Fernhandel hinweisende Judengemeinde wurde um 1350, 1446 und 1510 auf das schwerste verfolgt. Der 1402 erwähnte erste Roland auf dem Neustädtischen Markt drückte die städtischen Freiheiten aus, seit 1230 lagen die Obergerichte in der Hand bürgerlicher Schulzen und Schöppen. Gegen Beeinträchtigen durch die neuen hohenzollerschen Landesherren schlossen beide Brandenburg-Städte 1431 einen Städtebund mit Berlin, Cölln und Frankfurt (Oder), bis 1518 gehörten sie der Hanse an.

Im Anschluss an das Domkapitel und die bürgerliche Führungsschicht von Brandenburg Neustadt entfaltete sich im späten Mittelalter ein reges geistiges Leben.

1521 bestätigt Kurfürst Joachim I. offiziell den Titel Chur- und Hauptstadt für Brandenburg an der Havel. Außerdem legte er die Reihenfolge der märkischen Städte bei Huldigungen und im Felde fest. Die Reihenfolge hierbei war: Brandenburg Alt- und Neustadt, Berlin, Cölln, Stendal, Prenzlau, Perleberg, Ruppin, Frankfurt (Oder) und Cüstrin. In der Folge kam es später bei Erbhuldigungen deshalb noch bis ins 19. Jahrhundert zu Rangstreitigkeiten mit Berlin.

Zwischen 1536 und 1555 setzte sich die Reformation in Stadt und Domkapitel durch, das Bistum wurde 1598 säkularisiert und dem Kurfürstentum Brandenburg eingegliedert. Gleichzeitig verloren die Städte infolge des Aufstiegs Berlins zur kurfürstlichen Residenzstadt ihre führende Stellung.

Neuzeit[Bearbeiten]

Brandenburg an der Havel um 1700
Brandenburg an der Havel, 1838

1619 wurde die freie Ratswahl abgeschafft, die Münzverschlechterung löste 1622 Tumulte bei der städtischen Bevölkerung aus. Die Zerstörungen und der Niedergang im Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) konnten erst nach 1800 aufgeholt werden. Von den 10.000 Einwohnern vor dem Krieg lebten 1648 nur noch 3.000. Die Ansiedlung von Hugenotten 1685 brachte mit der Gerberei und Lederverarbeitung eine wirtschaftliche Belebung; eine reformierte Gemeinde entstand. Der Aufbau des brandenburgischen Heeres seit dem späten 17. Jahrhundert machte beide Brandenburgs zu Garnisonstädten (siehe auch Geschichte Brandenburgs). 1717 wurde die Ritterakademie als Ausbildungsstätte des Adels für den Staats- und Militärdienst gegründet. Auf Befehl des preußischen Königs Friedrich Wilhelm I. wurde die Stadtverwaltung beider Städte zusammengelegt, wobei jede Stadt ihre Ratsmannen behielt. Das Zusammenwachsen beider vorher eigenständiger Städte war ein langwieriger Prozess.

Nach der Niederlage der preußischen Armee in der Schlacht bei Jena und Auerstedt besetzten französische Truppen die Stadt von 1806 bis 1808. Napoleon zwang besetzte Städte, sich hoch zu verschulden; so auch Brandenburg. Es kam zu einer Neuorganisation der Kreisgliederung im preußischen Staat nach dem Wiener Kongress: Eingliederung ab 1816 in den Landkreis Westhavelland, Regierungsbezirk Potsdam, preußische Provinz Brandenburg (seit 1939 „Mark Brandenburg“). Erst mit der Industrialisierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts (Gründerzeit) konnten die Schulden getilgt werden. Am 1. April 1881 schied die Stadt Brandenburg aus dem Kreis Westhavelland aus und bildete fortan einen eigenen Stadtkreis.

Während der Revolution 1848 tagte vom 8. November bis zu ihrer Auflösung am 5. Dezember 1848 die vom König aus Berlin vertriebene Preußische Nationalversammlung im Brandenburger Dom.

1830 hatte Brandenburg 13.538 Einwohner, 1846 erhielt es eine Bahnverbindung nach Berlin und Magdeburg, 1904 nach Rathenow und Belzig, drei weitere Kleinbahnen entstanden 1901/1912. Die erste Pferdestraßenbahn fuhr 1897. Die Industrialisierung setzte nach 1870 ein, die Brennabor-Werke (Gründung 1871 durch die Gebrüder Reichstein) erzeugten Fahrräder, Kinderwagen und Autos, um 1900 folgten zwei weitere Fahrradwerke, eine Schiffswerft, eine Eisengießerei, Fabriken für Blechspielwaren, Textilien und Möbel. 1913 entstand ein Stahl- und Walzwerk, während die alte Tuch- und Seidenweberei einging.

Mit dem industriellen Aufstieg verdoppelte sich in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts die Bevölkerungszahl durch Zuzug aus der Umgebung der Stadt, aber auch aus dem Ruhrgebiet, aus Ost- und Westpreußen, aus Danzig, Pommern und Schlesien. 1905 hatte die Stadt 51.000 Einwohner. Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Brandenburg durch Stahl-, Metall-, Textil- und Spielwarenindustrie geprägt.

Zur Herstellung von Flugzeugen des Typs Etrich Taube eröffnete kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs die neu gegründete Brandenburgische Flugzeugwerke GmbH ihr Werk am späteren Flugplatz Brandenburg-Briest. Das 1914 zu Hansa-Brandenburg fusionierte Unternehmen musste nach Kriegsende den Flugzeugbau aufgeben.

Die 1929 ausgebrochene Weltwirtschaftskrise traf die Stadt schwer. Durch die verkehrsgünstige Lage und die Stahlproduktion wurde Brandenburg nach der Machtergreifung Adolf Hitlers und der NSDAP 1933 zu einem wichtigen Standort der Flugzeug- und Lkw-Produktion ausgebaut. Im Zuge der Aufrüstung der Wehrmacht errichtete der Flugzeugbauer Arado ab 1934 Zweigwerke am Flugplatz Briest und – für Wasserflugzeuge – im Ortsteil Neuendorf. Zur Herstellung von „Blitz“-Lkw für die Wehrmacht folgte 1935 das Opelwerk Brandenburg am Silokanal.

In der Zeit des Nationalsozialismus war 1933/34 im Alten Zuchthaus Brandenburg eines der ersten Konzentrationslager untergebracht. Das Zuchthaus Brandenburg-Görden war bis zur Befreiung durch sowjetische Truppen am 27. April 1945 ein Gefängnis und Hinrichtungsort für zahlreiche Widerstandskämpfer. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden im Zuchthaus zwischen 1940 und 1945 1.772 Menschen hingerichtet. Es beherbergt heute eine Dokumentationsstelle für die Opfer der NS-Justiz. In Brandenburg befindet sich an der Anton-Saefkow-Allee eine Landesklinik für Psychiatrie (ehemals „Landesirrenanstalt“ dann „Brandenburgische Psychiatrische Landesanstalt Görden“, später nur noch kurz „Landesanstalt Görden“). Ihr damaliger Direktor, Professor Hans Heinze, war einer der zentralen Handelnden der verschiedenen Formen des nationalsozialistischen Krankenmordes. Die Klinik war Herkunfts- und Zwischenanstalt der Euthanasie-Aktion T4. Die Morde wurden zum größten Teil in der nahe gelegenen Tötungsanstalt ausgeführt, zum Teil in der Nachfolgeeinrichtung in Bernburg. In der brandenburger Tötungsanstalt wurden 9.772 Patienten ermordet. Aber auch in der in der Landesanstalt Görden eingerichteten Kinderfachabteilung wurde systematisch gemordet.[13]

Die Spezialeinheit des Heeres „Baulehrkompanie z. b. V. 800“ hatte seit dem 25. Oktober 1939 ihren Sitz in Brandenburg a. d. Havel. Am 1. Juni 1940 erreichte die Größe des Verbandes einen Umfang, der eine Umbenennung in „Lehrregiment Brandenburg z. b. V. 800“ sinnvoll machte. Nun erst, nach zahlreichen Einsätzen, wurde die Bezeichnung Brandenburger auch zum Synonym für deutsche Kommandoeinheiten.

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges richteten Luftangriffe 1944/1945 und die Bodenkämpfe im April 1945 erhebliche Zerstörungen im Stadtgebiet Brandenburgs an. Rund 70 Prozent der Industriebetriebe wurden zerstört. Praktisch alle größeren Industriebetriebe (vornehmlich stahlverarbeitende) dienten während des Zweiten Weltkrieges der Rüstungsproduktion; ihnen galten die Luftangriffe.[14]

Brandenburg wurde Teil der SBZ. An vielen Orten demontierten Truppen der Rote Armee in großem Stil Industrieanlagen und schafften sie als Reparationen in die Sowjetunion. In Brandenburg wurde unter anderem das Opel-LKW-Werk demontiert bzw. abgerissen.

Die 1950er Jahre waren Jahre des Neuanfangs. Der Bau des Walzwerkes in Kirchmöser ab 1949 und des Stahl- und Walzwerkes Brandenburg ab 1950 gab der Stadt ihre Schwerindustrie wieder. Stahl-, Maschinenbau- und Bauindustrie sowie Betriebe der Deutschen Reichsbahn in Kirchmöser wurden Symbole der Stadt. Die Einwohnerzahl stieg bis zum Jahr 1989 kontinuierlich. Nach der Wiedervereinigung übernahm die Treuhandanstalt die Privatisierung, Verkleinerung oder Schließung der Volkseigenen Betriebe (VEB). Die Einwohnerzahl sank; bis heute ist die Arbeitslosenquote relativ hoch.

Am 25. Mai 2009 erhielt die Stadt den von der Bundesregierung verliehenen Titel „Ort der Vielfalt“.

Konfessionen[Bearbeiten]

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Wie in weiten Teilen des Bundeslandes ist auch in Brandenburg an der Havel die Mehrheit der Bevölkerung konfessionslos.

Christentum[Bearbeiten]

Dom St. Peter und Paul

Es gibt insgesamt acht evangelische Kirchengemeinden in der Stadt, die zur Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und ihrem Kirchenkreis Mittelmark-Brandenburg gehören, von der jedoch eine ihr Pfarramt außerhalb der Stadtgrenzen besitzt. Diese Gemeinden sind die Domgemeinde (Brandenburger Dom), die St. Gotthardtgemeinde in der Altstadt, die St. Katharinengemeinde in der Neustadt sowie die Gemeinden in den Ortsteilen Gollwitz, Plaue, Kirchmöser und für Göttin die Gemeinde Krahne. Weiterhin besitzt die evangelische Kirche ein Kreisjugendpfarramt. Auf Initiative des Domstifts Brandenburg wurden eine evangelische Grundschule, die in Gebäuden des Domstifts untergebracht ist, und ein evangelisches Gymnasium eingerichtet. Träger dieser Einrichtungen ist die Schulstiftung der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Das Domstift besitzt einen Forst mit zugehörigem Forstamt in Seelensdorf und ein Domstiftsgut in Mötzow. Ebenfalls in einem Gebäude des Domstifts befindet sich auch ein evangelisches Jugendhaus.

Zur römisch-katholischen Kirche gehören zwei Gemeinden in Brandenburg an der Havel. Hier ist die Besonderheit zu beachten, dass durch die Stadt die Bistumsgrenze zwischen Magdeburg und Berlin verläuft. Der Ortsteil Kirchmöser gehört zum Bistum Magdeburg. Hier befindet sich die Familienferienstätte St. Ursula und die Kirche der Gemeinde Hl. Geist, welche zum Dekanat Stendal gehört. Die weiteren Gebiete der Stadt gehören zum Erzbistum Berlin und dem Dekanat Brandenburg. Dort befindet sich die Gemeinde Hl. Dreifaltigkeit, welche neben der Pfarrkirche weitere Kirchen im Stadtgebiet und außerhalb besitzt. In katholischer Trägerschaft sind außerdem ein Seniorenzentrum, ein Jugendhaus und ein Krankenhaus.

Zur deutschen Eparchie der Russisch-orthodoxen Kirche gehört in Brandenburg an der Havel die Gemeinde Gottesmutter-Freude aller Betrübten. Mangels eigenem Gotteshaus wird die St.-Bernhard-Kirche in der Thüringer Straße genutzt.

Die Neuapostolische Kirche Berlin-Brandenburg besitzt in der Stadt eine Gemeinde mit etwa 500 Mitgliedern, die sich nach der Weihe ihrer neu gebauten Kirche am 1. Oktober 2011 aus den bisherigen zwei Gemeinden in der Stadt vereinigte.

In der Stadt gibt es außerdem zwei Gemeinden des Bundes der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinden, eine Adventgemeinde, die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, die Zeugen Jehovas und weitere.

Judentum[Bearbeiten]

Gedenktafel auf dem jüdischen Friedhof

Seit einigen Jahren gibt es in Brandenburg an der Havel wieder eine jüdische Gemeinde. Ihre Mitglieder stammen überwiegend aus dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion. Die Stadt besitzt zwei jüdische Friedhöfe. Der 1747 angelegte Friedhof befindet sich in der Nähe des Hauptbahnhofes in der Geschwister-Scholl-Straße. Die Nationalsozialisten verwüsteten diesen jedoch im Jahre 1938. Die Brennabor-Werke planten auf dem Gelände des Friedhofes eine Betriebssportstätte zu errichten. Zu dieser Entweihung kam es des Kriegsendes wegen dann nicht mehr. Auf diesem Friedhof befinden sich heute Gedenktafeln umgekommener Juden aus Brandenburg an der Havel sowie die Namen der auf dem Friedhof bestatteten Personen.[15]

Der zweite, kleinere jüdische Friedhof befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen Landesirrenanstalt Brandenburg Görden, dem heutigen Asklepios-Klinikum. Durch die Reichspogromnacht am 9. November 1938 wurde die Synagoge total zerstört. Den Juden blieb nur das der Synagoge vorgelagerte Gemeindehaus in der Großen Münzenstraße. Die Zahl der Gemeindemitglieder vor dem Zweiten Weltkrieg betrug etwa 200. In annähernd gleicher Stärke ist das Judentum wieder in der Stadt vertreten.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Die Orte Göttin, Klein Kreutz und Schmerzke wurden am 1. Juli 1950 eingemeindet. Am 25. Juli 1952 wurden sie wieder selbständige Gemeinden. Am 6. Dezember 1993 wurden die Orte wiederum eingemeindet.[16]

Die Orte Kirchmöser und Plaue an der Havel wurden am 25. Juli 1952 eingemeindet.[16]

Der Ort Saaringen wurde am 1. Januar 1957 nach Klein Kreutz eingemeindet. Am 6. Dezember 1993 wurde er zusammen mit Klein Kreutz in die Stadt Brandenburg an der Havel eingegliedert.[16]

Die Orte Gollwitz und Wust wurden am 26. Oktober 2003 eingemeindet.[17]

Wüstungen im Stadtgebiet und der näheren Umgebung[Bearbeiten]

Auf dem gegenwärtigen Stadtgebiet finden sich mehrere Ortslagen, die im Verlauf der Geschichte aus verschiedenen Gründen wüst fielen, aufgelassen oder vom expandierenden urbanen Raum vereinnahmt wurden. Solche Wüstungen sind teilweise quellenbezogen nachgewiesen, teils sind sie unsicher erwähnt, wie beispielsweise der Weiler Harlungate am Westhang des Marienbergs.

Bei einigen Wüstungen ist die Dorflage ungefähr zu lokalisieren, wie zum Beispiel Luckenberg, dessen Kirche, die Basilika Nikolaikirche noch immer davon zeugt, dass Luckenberg möglicherweise perspektivisch mit Markt- und Stadtrecht versehen werden, also zu einer mittelalterlichen Stadtgründung führen sollte. Das Vorwerk Silo hingegen ist topografisch präzise zu bestimmen. Andere Dorflagen sind nur vage zu verorten, wie beispielsweise Wendgräben an der Buckau, Derenthin in der Nähe des Gränert, Görne auf dem Gebiet des heutigen Stadtteils Görden, Schmölln im Bereich der alten Planemündung, Blosendorp in der Gemarkung Neuendorf, Steenow auf dem Mühlenfeld zwischen Brandenburg an der Havel und dem Ortsteil Klein Kreutz, der Krug Krakow im Zuge der Alten Heerstraße nordöstlich der Krakower Vorstadt.

Andere Ortslagen wie beispielsweise das mutmaßliche Stutzdorf, was früher als slawischer Fischerkietz am Rande der Neustadt angesehen wurde, durch neuere archäologische Grabungen jedoch als deutscher Siedlungskern bestimmt werden konnte, sind durch komplette Überbauung kaum noch präzise fassbar und überlebten bestenfalls als Straßenname. Über die Siedlungsfläche des alten Stutzdorf führt nunmehr die den südöstlichen Zug der Brandenburger Stadtmauer der Neustadt begleitende Straße Deutsches Dorf. Die Archäologie konnte vorerst somit die Berechtigung des Straßennamens untermauern. Allerdings weist Fischer dem Namen Stutzdorf einen slawischen Ursprung zu und übersetzt ihn mit „Ort, wo es Hechte gibt“[18] (vgl. das polnische Wort für Hecht Szczupak pospolity oder russisch Щука, Schtschuka). Die Topographie Stutzdorfs in Ufernähe zur Havel widerspricht Fischers Deutung nicht. Ein ähnliches Schicksal widerfuhr der Siedlung Parduin, aus der die spätere Altstadt hervorging.

Weitere Wüstungen im Bereich der nähren Umgebung der Stadt Brandenburg an der Havel sind das Dorf Beetz, das dem Beetzsee den Namen gab und an dessen westlichem Ufer zwischen Brielow und Radewege lag, Deutsch Briest am westlichen Havelufer, Planow, Duster Reckahn, Borsdorf (Gemarkung Prützke), Ludekendorf (ebenfalls Gemarkung Prützke), Rokitz/Rotscherlinde.

Ein Grund für die schwierige Verortung vieler Wüstungen ist darin zu suchen, dass geografische Angaben in den oft spätmittelalterlichen Quellen nicht vordringlich behandelt wurden. Meistens wurden diese Ortschaften im Kontext wirtschaftlicher Belange erwähnt. Alternativ dazu konnten auch Amtspersonen aus den jeweiligen Ortschaften im Zusammenhang mit der Erstellung von Urkunden als Zeugen genannt werden. Auch der Umstand, dass zu den Zeiten des Wüstfallens in aller Regel nur die Gotteshäuser massiv gebaut wurden, alle anderen Bauten jedoch aus vergänglichem Material ausgeführt wurden, erschwert die genaue Lokalisation, da man während archäologischer Flächengrabungen und Grabungsschnitte im Allgemeinen aus finanziellen Gründen nicht zielgerichtet nach solchen Befunden suchen kann. Die Archäologie ist in diesen Fällen eher auf Befundungen angewiesen, die im Zielgebiet im Vorfeld geplanter Bau-, Erschließungs- oder sonstiger Maßnahmen erfolgen.[19][18][20]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung 1600–2008

Die beiden Städte Brandenburg (Altstadt und Neustadt) hatten im Mittelalter nur einige tausend Einwohner. Die Bevölkerungszahl wuchs nur langsam und ging durch die zahlreichen Kriege, Seuchen und Hungersnöte immer wieder zurück. Bis 1600 stieg sie auf rund 10.000, sank durch die Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges bis 1648 auf nur noch 3.000. Erst 1715 wurde der Vorkriegsstand wieder erreicht. Mit dem Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert wuchs die Bevölkerung der Stadt sehr schnell. Lebten 1818 erst 12.800 Menschen in der Stadt, so waren es 1900 bereits 50.000. Deutlich sichtbar sind die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges. Die Stadt verlor 18 Prozent ihrer Bewohner (15.000 Personen). Die Einwohnerzahl sank von 84.000 im Jahre 1939 auf 69.000 im Dezember 1945. Im Jahre 1952 lebten in der Stadt wieder so viele Menschen, wie vor dem Krieg.

Bis 1988 stieg die Bevölkerungszahl der Stadt Brandenburg auf ihren historischen Höchststand von rund 95.000. Inzwischen ist die Einwohnerzahl jedoch wieder stark gesunken. Seit der Wende in der DDR im Jahre 1989 hat die Stadt durch Abwanderung und Geburtenrückgang bis 2008 etwa 19,4 Prozent ihrer Bewohner (17.400 Personen) verloren. Am 31. Dezember 2008 betrug die Einwohnerzahl von Brandenburg an der Havel 72.516 Einwohner (Quelle ist das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg). Mit einem weiteren Absinken der Bevölkerungszahl wird gerechnet. Aktuelle Studien gehen davon aus, dass die Stadt im Jahre 2025 unter 60.000 Einwohner haben wird.[21]

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1830 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der Staatlichen Zentralverwaltung für Statistik der DDR (bis 1990), des Landesamtes (1991–2000) bzw. Landesbetriebes für Statistik und Datenverarbeitung Brandenburg (2001–2006) und des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg (ab 2006). Die Angaben beziehen sich ab 1871 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1966 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1871 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Jahr/Datum Einwohner
1600 10.000
1648 3.000
1715 11.000
1818 12.800
1830 13.538
1. Dez. 1840[22] 14.395
3. Dez. 1855[22] 21.058
3. Dez. 1858[22] 21.619
3. Dez. 1864[22] 26.100
3. Dez. 1867[22] 25.500
1. Dez. 1871[22] 25.828
1. Dez. 1875[22] 27.776
Datum Einwohner
1. Dez. 1880[22] 29.066
1. Dez. 1885[22] 33.129
1. Dez. 1890[22] 38.212
2. Dez. 1895[22] 42.690
1. Dez. 1900[22] 49.250
1. Dez. 1905[22] 51.239
1. Dez. 1910[22] 54.002
1. Dez. 1916[22] 48.039
5. Dez. 1917[22] 49.565
8. Okt. 1919[22] 52.972
16. Juni 1925[22] 59.748
16. Juni 1933[22] 64.190
Datum Einwohner
17. Mai 1939[22] 79.052
1. Dez. 1945[22] 68.927
29. Okt. 1946[22] 70.632
31. Aug. 1950[22] 71.618
31. Dez. 1955 87.143
31. Dez. 1960 86.722
31. Dez. 1964[22] 89.697
1. Jan. 1971[22] 93.983
31. Dez. 1975 93.765
31. Dez. 1981[22] 94.680
31. Dez. 1985 94.862
31. Dez. 1988 94.872
Datum Einwohner
31. Dez. 1990 89.889
31. Dez. 1995 85.994
31. Dez. 2000 77.516
31. Dez. 2005 74.129
31. Dez. 2006 73.475
31. Dez. 2007 72.954
31. Dez. 2008 72.516
31. Dez. 2009 72.264
31. Dez. 2010 71.778
31. Dez. 2011 71.381
31. Dez. 2012 71.149

Quellen: Die detaillierten Quellen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg und des brandenburgischen Landesamtes für Bauen und Verkehr sowie der Bertelsmann-Stiftung finden sich unter Population Projection Brandenburg in den Wikimedia Commons

Politik[Bearbeiten]

Flagge der Stadt Brandenburg an der Havel

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten]

Die Stadtverordnetenversammlung hat neben der Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU) 46 Mitglieder.

Sitzaufteilung (Kommunalwahl vom 25. Mai 2014, Konstituierung am 23. Juni 2014)
Partei oder Wahlbündnis Sitze
2014
Fraktionen
aktuell
CDU 17+1 17+1
SPD 12 12
DIE LINKE 08 09
BVB/Freie Wähler/Gartenfreunde 01
Bündnis 90/Die Grünen 03 04
Bürgerverein „pro Kirchmöser“ e.V. 01
Alternative für Deutschland 03 03
FDP 01 0-
Gesamt 47 47

Bürgermeister[Bearbeiten]

Oberbürgermeisterin ist seit dem 17. Dezember 2003 Dietlind Tiemann (CDU).

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Brandenburg unterhält vier Städtepartnerschaften:

Wappen[Bearbeiten]

Wappen zwischen 1950 und 1990

1990 wählte die Stadt wieder das historische Doppelwappen,[23] das am 13. März 1995 offiziell genehmigt wurde. Es handelt sich dabei um ein Doppelwappen aus den historischen Wappen der Altstadt und der Neustadt. Das Altstadtwappen befindet sich dabei in der Draufsicht links, heraldisch rechts. Das Wappen der Altstadt zeigt dabei auf weißem, in der Blasonierung silbernem Grund eine rote Burg. Das Burgtor ist mit aufgezogenem goldenen Fallgitter schwarz. Die vier bezinnten Türme der Burg sind mit grünen spitzen Dächern versehen. Die Spitzen der Dächer sind goldbeknauft. Die beide mittleren Türme sind jeweils mit einem silbernen Schild belegt. Im rechten, in der Draufsicht linken Schild befindet sich ein schwarzer, im linken Schild ein roter Adler. Im Wappen der Neustadt befindet sich auf silbernem Grund ebenfalls eine rote Burg. Diese besitzt eine Zinnenmauer und fünf bezinnte Türme unterschiedlicher Größe. Die Spitzdächer sind blau gedeckt und auf den Spitzen ebenfalls goldbeknauft. Im offenen Torbogen steht auf schwarzem Hintergrund ein silberner Bewaffneter mit einem geschultertem Schwert in der Rechten und einen aufgestellten silbernen Spitzschild mit der Linken haltend. Im Schild befindet sich ein roter Adler.[24] Das Wappen ist ein Allianzwappen und soll die Vereinigung der Alt- und der Neustadt im Jahr 1715 verdeutlichen.

Von 1950 bis 1990 hatte die Stadt ein Wappen, das über einer vereinfacht dargestellten roten Stadtsilhouette bis zum Schildhaupt zwei Paare roter Schornsteine zeigt, aus denen nach heraldisch links, in der Draufsicht rechts schwarzer Rauch zieht. Der Schildfuß war blau-weiß-grün gewellt.

Tourismus, Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Brandenburger Symphoniker[Bearbeiten]

Die Brandenburger Symphoniker sind mit ihren Veranstaltungen ein wichtiger Bestandteil des Brandenburger Kulturlebens. In Brandenburg an der Havel sind die regelmäßig ausverkauften Sinfoniekonzerte und beliebten Sonderkonzerte u.a. im Industriemuseum, Brandenburger Dom, St. Pauli-Kloster oder das Open-Air am Beetzsee feste Programmpunkte im Kulturleben der Stadt.

Das Orchester wirkt nicht nur als Sinfonieorchester, sondern auch bei Opernaufführungen in Brandenburg an der Havel und spielt seit Jahren bei den Opernproduktionen der Kammeroper Schloss Rheinsberg. Regelmäßig treten die Brandenburger Symphoniker in Berlin (Konzerthaus, Philharmonie), Potsdam (Nikolaisaal), Frankfurt/ Oder (Kleistforum), Stendal (Theater der Altmark) sowie in anderen Städten des Landes Brandenburg auf, gastieren aber auch im ganzen Bundesgebiet und im Ausland. So führten Gastspiele das Orchester in die USA, nach Japan, Südafrika, Spanien und China. Die Brandenburger Symphoniker sind regelmäßiger Gast beim Festival MúsicaMallorca in Palma de Mallorca.

Das Jacaranda Ensemble (gegründet 1997) ist ein deutsches Instrumentalensemble, das sich aus fünf Musikern und Solisten der Brandenburger Symphoniker zusammensetzt. Das Ensemble möchte mit seiner Musik eine Brücke zwischen den Kulturen der Welt bauen. Konzertreisen führten das Jacaranda Ensemble durch ganz Europa, die USA und Asien.

Museen[Bearbeiten]

In Brandenburg sind einige Museen beheimatet. So wurde am 24. September 2008 das Archäologische Landesmuseum im Paulikloster im eröffnet und präsentiert rund 40.000 Jahre Geschichte der brandenburgischen Region. Im Dommuseum im Domstift befinden sich unter anderem die Urkunden der Ersterwähnung der Städte Cölln und Berlin und sakrale Kunst, wie Kelche und liturgische Gewänder. Im ehemaligen Stahl- und Walzwerk am Silokanal befindet sich das Industriemuseum Brandenburg. Das Stahlwerk war das letzte in Westeuropa, in dem bis 1993 Stahl im Siemens-Martin-Verfahren hergestellt wurde. Neben der alten Technik zum Siemens-Martin-Verfahren beherbergt das Industriemuseum die Ausstellung „Brennabor in Brandenburg“, welche einen Einblick in die Firmengeschichte dieses traditionsreichen Unternehmens bietet. Mit dem Museum ist die Stadt auch Teil der Europäischen Route der Industriekultur.

Das Museum im Frey-Haus beherbergt das Stadthistorische Museum. Das Museum befindet sich im ehemaligen Stadtpalais Frey-Haus des Obersten Ewald Weding von Massow in der Ritterstraße 96 der Brandenburger Altstadt. Es entstand, nachdem der Industrielle Ernst Paul Lehmann das Gebäude des Frey-Hauses 1922 zur Verfügung stellte.[25] Es beherbergt, unter anderem, das sogenannte Katte-Schwert.

Das Museum im Steintorturm bietet eine ständige Ausstellung zur Brandenburger Havelschifffahrt und einen Ausblick über die Stadt von der Turmspitze. Ein Paul Kaiser-Reka-Museum befindet sich in der Kurstraße und stellt eine Hommage an den großen Musikartisten mit skurrilen Instrumenten, Ausschnitten aus Varieté-Nummern und biografische Informationen dar. In der Bauhofstraße wird die über 100-jährige Geschichte der Straßenbahn in Brandenburg an der Havel in einem Straßenbahnmuseum in einem ehemaligen Betriebshof gewürdigt. Ebenfalls in der Bauhofstraße (2 bis 4) befindet sich eine Luftfahrtausstellung. Sie bietet einen Überblick zur Luftfahrtgeschichte der Stadt Brandenburg, die mit Namen wie Hansa-Brandenburg, den Arado Flugzeugwerken oder dem Briester Flugplatz verbunden ist.

Bauwerke[Bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Brandenburg an der Havel, in der Liste der Baudenkmale in Brandenburg an der Havel (Außenbereiche) sowie in der Liste der Bodendenkmale in Brandenburg an der Havel stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmale.

Sakralbauwerke[Bearbeiten]

St. Gotthardtkirche in der Altstadt

Auf der Dominsel befinden sich das Domstift Brandenburg mit der Domkirche St. Peter und Paul, die Domklausur, deren Westflügel die ehemalige Ritterakademie beherbergt. Weiterhin befinden sich auf dem Gelände die Domkurien oder Domherrenhäuser, die St. Petri-Kapelle und die ehemalige, fußläufig nicht mehr erkennbare Burg Brandenburg.

Die St. Katharinenkirche ist die evangelische Pfarrkirche der Neustadt und ein herausragendes Beispiel der Backsteingotik aus dem 15. Jahrhundert. Das Dominikanerkloster und Kirche St. Pauli befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen markgräflichen Hofes im Südwesten der Neustadt (nach abgeschlossener Rekonstruktion der im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigten Klosteranlage beherbergt der Komplex ab November 2007 das Archäologische Landesmuseum). Die evangelische Stadtpfarrkirche St. Gotthardt zählt zu den ältesten Kirchenbauten der Stadt und beherrscht den altstädtischen Siedlungskern Parduin. Sie beinhaltet drei Baustile. Das Portal wurde im romanischen Stil errichtet, das Kirchenschiff ist gotisch, der Turm barock. Die Franziskanerkirche St. Johannis befindet sich am südwestlichen Rand der Altstadt, am Nordufer der Havel, dem sogenannten Salzhof und wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt. Sie war die Kirche des dazugehörigen Franziskanerklosters und ist heute nur noch als wenn auch erstaunlich gut erhaltende und durchaus restaurierbare Ruine zu bewundern. In der Walzwerksiedlung befindet sich die Christuskirche, die im Stil der Neuen Sachlichkeit erbaut wurde. Auf dem Görden gibt es die evangelische Auferstehungskirche und die katholische Kirche St. Elisabeth.

Der Steintorturm

Die Nikolaikirche befindet sich etwa 300 m westlich des Plauer Tores der Altstadt. Sie ist die einzige vollromanische Kirche in der Stadt und wurde als Kirche des Dorfs Luckenberg vor den Toren der mittelalterlichen Stadt errichtet. Die noch heute katholische Pfarrkirche Heilige Dreifaltigkeit in der Neustadt wurde mit moderner Glaskunst, dem Zyklus des Londoner Künstlers Graham Jones creation. from dark to light (2005/06) ausgestattet. Eine dritte katholische Kirche neben St. Nikolai und Heilige Dreifaltigkeit ist die Bernhardkapelle in der denkmalgeschützten Walzwerksiedling. Die Kapelle Jakobskapelle, etwa 400 m westlich vor dem Steintor der Neustadt gelegen, wird im Volksmund auch „Verrückte Kapelle“ genannt, weil das ganze Bauwerk im Zuge einer Straßenerweiterung im Jahre 1892 um 11 m nach Westen verschoben wurde. Im Januar 2005 wurde die Jakobskapelle von der Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“ als „Denkmal des Monats“ ausgezeichnet.[26] Auf dem Harlunger- oder Marienberg befand sich von 1220 bis zum 20. April 1722 die viertürmige Marienkirche, eine europaweit berühmte Wallfahrtskirche mit angeschlossenem Prämonstratenser-Chorherrenstift. Der modernste Kirchenbau in Brandenburg ist die 2011 geweihte Neuapostolische Kirche am Mühlengraben.

Profanbauwerke[Bearbeiten]

Jugendstilfassade der Villa Lehmann (im Frühjahr 2007)
Haus in Brandenburg um 1925 (Potsdamer Straße)

Die mittelalterliche Brandenburger Stadtmauer der Altstadt und der Neustadt ist weitgehend erhalten. Es existieren auch noch vier Stadttortürme. Der größte dieser Türme ist der Steintorturm in der Neustadt, der den Verkehr in Richtung Südwesten schützte, während vom Neustädtischen Mühlentorturm die Ausfahrt zum Dom und weiter nach Nordosten überwacht wurde. Von den altstädtischen Türmen existieren noch der Rathenower Torturm und der Plauer Torturm, deren Namen auf die überwachten Verkehrsverbindungen hinweisen.

Das Altstädtische Rathaus ist ein herausragendes Beispiel der Backsteingotik des 15. Jahrhunderts. Es blieb im Zweiten Weltkrieg im Gegensatz zum neustädtischen Gegenstück unbeschädigt und beheimatet heute die Stadtverordnetenversammlung und das Büro der Oberbürgermeisterin. Das sogenannte Ordonnanzhaus am Altstädtischen Rathaus in der Schusterstraße 6 ist ein gotischer Bau, dessen älteste Teile aus dem 14. Jahrhundert stammen. Er gilt als ältester bürgerlicher Profanbau der Mittel- und Neumark Brandenburg. Das Gotische Haus in der Ritterstraße Ecke Johanneskirchgasse (Altstadt Brandenburg) zählt in seiner beinahe vollständig original erhaltenen, spätmittelalterlichen Kubatur und Bausubstanz zu den wichtigsten Zeugnissen märkischer Profanbauweise innerhalb der norddeutschen Backsteingotik. Die Friedenswarte auf dem Marienberg ist ein 32 m hoher Aussichtsturm, der 1974 auf dem Fundament der in DDR-Zeiten gesprengten Bismarckwarte errichtet wurde.

Aussichtsturm Friedenswarte, Marienberg

Das Carpzovhaus in der Steinstraße 57 in der Neustadt ist der Stammsitz der Gelehrtenfamilie Carpzov. Das Haus ist ein schöner giebelständiger Renaissancebau aus dem Jahr 1563. Das Portal wurde umgesetzt und befindet sich heute im Gebäude des ehemaligen altstädtischen Gymnasiums am ehemaligen Kreisgarten (heute Walter-Rathenau-Platz). Der Neustadt vorgelagert befindet sich in der Packhofstraße ein ehemaliger Tattersall, der 1939 von der neuapostolischen Gemeinde erworben und bis 2008 als Kirche genutzt wurde. Die von Bruno Möhring für den Fabrikanten Ernst Paul Lehmann entworfene Villa in der Plauer Straße ist ein besonderes Denkmal für den Jugendstil.

Denkmale für im Zusammenhang mit Nationalsozialismus und im Zweiten Weltkrieg Umgekommene sind der Gedenkstein für die Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus (Hermann Friedrich und Karl Miethe) im Ortsteil Plaue, der sowjetische Ehrenfriedhof auf der Halbinsel Wusterau, die Gedenkstätte für die Opfer der nationalsozialistischen Euthanasie auf dem Gelände des Alten Zuchthauses, das VVN-Mahnmal von Bildhauer Hans Klakow am Gertrud-Piter-Platz, die Gedenkstätte für die jüdischen Opfer des NS-Regimes am Standort des ehemaligen Jüdischen Friedhofs in der Geschwister-Scholl-Straße, die Gedenkstätte für ermordete evangelische Christen in der Krypta des Doms St. Peter und Paul auf der Dominsel. Weiterhin existiert eine Gedenkstätte für die Opfer der sowjetisch-stalinistischen Geheimpolizei nach dem Entwurf und der Ausführung von T. Fischer in der Neuendorfer Straße.

Die Stadt ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“ sowie Teil der Europäischen Route der Backsteingotik.

Roland[Bearbeiten]

Roland in Brandenburg an der Havel

Der Roland von Brandenburg wurde 1474 auf dem Marktplatz der Neustadt aufgestellt und hat eine Höhe von 5,35 Meter. 1716 wurde die Sandsteinfigur zum Rathaus umgesetzt, da sie die preußischen Garnisonstruppen beim Exerzieren störte. Da der Roland während des Zweiten Weltkrieges seit 1941 in ein außen gelegenes Gut der Stadt ausgelagert und vergraben war, wurde er nicht von der Zerstörung des Neustädtischen Rathauses bei der Bombardierung 1945 betroffen und fand 1946 seinen jetzigen Platz neben dem Portal des Altstädtischen Rathauses. Neben der Betonung der städtischen Eigenständigkeit galt die Errichtung des Brandenburger Rolands auch als Ausdruck der wirtschaftlichen Prosperität der Stadt. Dieser Roland von 1474 hatte einen vermutlich hölzernen Vorgänger aus dem Jahre 1402. Eine Kopie des Brandenburger Rolands wurde 1905 für das Märkische Museum Berlin hergestellt und vor dem Eingangsportal errichtet.

Parks[Bearbeiten]

Denkmal für Johann Gottfried Bröse im Krugpark

Der Humboldthain ist ein anlässlich des 100. Geburtstags Alexander von Humboldts von Johannispromenade umbenannter Park, der entlang der mittelalterlichen Stadtmauer vom Plauer Torturm zum Salzhofufer führt. Es handelt sich hierbei um den ehemaligen doppelläufigen Stadtgraben im Südwesten der Altstadt Brandenburg, der auf dem Verlauf des heutigen Humboldthaines beinahe eingeebnet und im Volksmund bis ins 19. Jahrhundert hinein Ratzenwall genannt wurde. Er bietet viele dendrologische Besonderheiten, welche mit Schrifttafeln versehen sind, u. a. den Ginkgo biloba. Der gegenüberliegende Teil des trocken gelegten Doppelbefestigungsgrabens ist zwischen Plauer und Rathenower Torturm als Wallpromenade erhalten geblieben. Dieser Wallabschnitt trug auch den Namen Kurfürstenwall. Der folgende und letzte Abschnitt der die Stadtmauer begleitenden Wehranlage ist bis zum Ausfluss des ehemaligen Doppelgrabens in die Brandenburger Niederhavel etwa einhundert Meter nördlich der Homeyenbrücke zur Parkanlage Kreisgarten (jetzt Walther-Rathenau-Platz) umgestaltet worden. Der Leue-Park auf dem Marienberg ist ein in den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts umgestalteter Volkspark auf der höchsten Erhebung der Stadt. Auf ihm befindet sich der Aussichtsturm Friedenswarte und eine Ausflugsgaststätte aus der Kaiserzeit in ihrer unmittelbaren Nähe. Von der Straße Am Rosenhag führt ein terrassenförmiger Aufgang hinauf, auf dessen Etagen sich Wasserspiele befinden, wie z. B. die Muschelgrotte. Auf dem Berg selbst ist der Park weitläufig. Es befindet sich die 1956 erbaute und 2007 rekonstruierte Freilichtbühne auf ihm. Auf der westlichen Seite befindet sich weiterhin das Marienbad und am Fuße des Berges auf der nördlichen Seite auch das Ehrenmal für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft im Zuchthaus Brandenburg mit einer Bronzeplastik eines gefesselten Kämpfers von Albert Treyne. Der Krugpark ist ein 1825 auf Initiative des Stadtrates Johann Gottfried Bröse angelegter Park im Stadtteil Wilhelmsdorf, benannt nach der nahegelegenen Gaststätte Zum Neuen Krug. Der Park zeichnet sich besonders durch seine Naturnähe aus. Er ähnelt einem Laub-Mischwald. Es befindet sich außerdem ein Naturschutzzentrum auf seinem Gelände.

Natur- und Bodendenkmale[Bearbeiten]

Die Stadt besitzt mit einer Sumpfzypressenallee am Grillendamm ein botanisches Wahrzeichen. Bereits 1841 wurden die ersten Zypressen gepflanzt. Diese Pflanzenart kommt heutzutage in der Natur nur noch in Nordamerika vor. Durch Stürme erheblich beschädigt, mussten einige der Sumpfzypressen Anfang des Jahrtausends gefällt werden. Unter erheblichem Kostenaufwand wurden wieder Bäume nachgepflanzt. Die Allee ist als Naturdenkmal ausgewiesen.

An der Stadtgrenze zur Gemeinde Beetzsee befinden sich die als Bodendenkmal geschützten Schwedenwälle beziehungsweise Schwedenschanzen. Diese sind eine spätmittelalterliche beziehungsweise frühneuzeitliche Verteidigungsanlage zwischen dem nördlichen Bohnenländer See und dem Grönschen Bruch Brielow. Die beiden Wälle und drei Gräben wurden von der Altstadt Brandenburg als Landwehr angelegt und später im Zuge des Dreißigjährigen Krieges vom Volksmund mit ihrem heutigen Namen benannt.[27]

In der Nähe der Schwedenwälle ebenfalls in der Gemarkung Bohnenland steht eine der dicksten Eichen Deutschlands, die Bohnenländer Eiche. Sie ist eine als Naturdenkmal geschützte Stieleiche (Quercus robur L.) und besitzt einen Umfang von 8,42 Meter.

Bundesgartenschau 2015[Bearbeiten]

Die Stadt Brandenburg soll wesentliche Ausrichtungsstätte der Bundesgartenschau 2015 Havelregion werden.[28]

Sport[Bearbeiten]

In der geographischen Lage in direkter Nachbarschaft zu vielen Seen und Flüssen ist es begründet, dass in der Stadt eine Reihe von Wassersportvereinen angesiedelt ist. Neben den Wassersportarten Rudern und Kanu sind in Brandenburg vor allem Fußball, Rugby, Handball, Wasserball, Judo und auch Hockey populär.

Bekannteste Sportlerin und Ehrenbürgerin der Stadt ist die Kanutin Birgit Fischer, die bei Olympischen Spielen insgesamt achtmal Gold und viermal Silber gewann, womit sie die erfolgreichste deutsche Olympionikin der Geschichte ist. Größter Verein der Stadt ist die SG Stahl Brandenburg mit den Abteilungen Behindertensport, Bowling, Billard, Tischtennis, Kraftsport, Flossenschwimmen, Boxen, Gymnastik und Rugby dem Verein angegliedert.[29] Die frühere Abteilung Fußball, die lange in der DDR-Oberliga spielte und 1986 am UEFA-Pokal teilnahm, gliederte sich in den 1990er Jahren aus dem Verein aus und bildet heute den selbstständigen Verein FC Stahl Brandenburg. Die in den 1980er und 1990er Jahren zeitweise in der Oberliga der DDR und der 1. Bundesliga spielende Sektion Handball ist heute aufgelöst.

Neben Stahl Brandenburg erfolgreichster und bekanntester Fußballverein der Stadt ist der Brandenburger SC Süd 05. Die PSG Dynamo Brandenburg Mitte ist vor allem für seine Sektion Judo bekannt. So kämpft die Damenmannschaft in der 1. Bundesliga und wurde bereits mehrfach Deutscher Meister. Das Herrenteam der Wasserballer des ASC Brandenburg spielte unter anderem in der Deutsche Wasserball-Liga. Der nach dem Niedergang der Mannschaft Stahl Brandenburgs erfolgreichste Handballverein der Stadt ist der SV 63 Brandenburg-West.

Die wichtigste Wettkampfstätte von internationaler Bedeutung ist die Regattastrecke Beetzsee, auf der die 2005 die U19-Weltmeisterschaften im Rudern, 2008 die U23-Weltmeisterschaften im Rudern und 2009 die Europameisterschaften im Kanurennsport sowie zahlreiche Deutsche Meisterschaften in verschiedenen Wassersportarten ausgetragen wurden beziehungsweise werden. Nationale und internationale Wettkampfstätten im Stadtgebiet sind darüber hinaus als Leichtathletik- und Fußballstadion das Stadion am Quenz, in dem bereits Fußball- und Rugbyländerspiele, ein nationales Pokalendspiel und UEFA-Pokalspiele ausgetragen wurden und das die Heimspielstätte des FC Stahl ist, das Fußballstadion des Brandenburger SC Süd 05 Werner-Seelenbinder-Stadion, eine Mehrzweckhalle an der Anton-Saefkowallee, in der vorrangig Handballspiele des SV 63 Brandenburg-West und Judowettkämpfe der PSG Dynamo Brandenburg Mitte ausgetragen werden, die Schwimmhalle Marienbad, in der der ASC Brandenburg seine Punktspiele austrägt und in der 1979 die DDR-Meisterschaften im Schwimmen ausgetragen wurden und der Segelflugplatz Brandenburg-Mühlenfeld. Der heutige Stahlpalast, eine kommunale Veranstaltungs- und frühere Sporthalle, war bis in die 1990er Jahren Spielstätte der Handballmannschaft Stahl Brandenburgs. In jüngerer Vergangenheit wurden in ihr beispielsweise Europameisterschaften im Poolbillard ausgetragen.

Regelmäßige Veranstaltungen und Volksfeste[Bearbeiten]

Das Havelfest ist ein seit über 40 Jahren stattfindendes großes Volksfest mit mehreren Bühnen an beiden Seiten der Havel in der Neustadt inklusive der Wahl zur Havelkönigin. In den letzten Jahren erreichte das Havelfest einen der Höhepunkte mit ca. 200.000 Besuchern in drei Tagen im Jahr 2005. Weitere bedeutende Volksfeste in Brandenburg sind das Rolandfest als mittelalterliches Spektakel im Slawendorf, die Fischerjakobi in Plaue in der letzten Juli-Woche um den Gedenktag Jakobus des Älteren, das historische Hafenfest im August mit vielen historischen Schiffen zur Erinnerung an die Geschichte des Schiffbaus in Brandenburg an der Havel und der Mitgliedschaft in der Hanse. Weiterhin findet jährlich der Brandenburger Klostersommer in den Monaten Juni und Juli statt. Dabei handelt es sich um ein Theaterfestival im St. Pauli-Kloster und an anderen historischen Spielstätten der Stadt. Die Weihnachtsmannparade im Advent als eine Parade mit einer Vielzahl von weihnachtlich geschmückten Themenwagen rund um den Weihnachtsmann. Dabei ziehen etwa 100 Schaubilder mit 2000 Mitwirkenden durch die Innenstadt. Die am ersten Sonnabend im Dezember stattfindende Parade wird jährlich von Zehntausenden Gästen besucht.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Brandenburg an der Havel wird von der Bundesautobahn 2 südlich tangiert. Die Entfernung zur Autobahn beträgt etwa zehn Kilometer. In der Stadt ist der Schnittpunkt der Bundesstraßen 1 und 102. Außerdem führt die Deutsche Alleenstraße durch die Stadt.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Bahnhof südlich der Neustadt erbaut, worauf es zu einer städtebaulichen Ausweitung Brandenburgs in Richtung Süden kam. Über die Große Gartenstraße wurde vom Steintor aus der Bahnhof erreicht. Fast parallel dazu führte die Bauhofstraße, die bis 1891 als Sackgasse an der Havel endete. Da sich die Stadt auch nach Westen ausgedehnt hatte, war der Bau einer zweiten Havelbrücke notwendig geworden, die den Schleusenkanal und die Havel überspannte und auf der Altstädtischen Seite in die Luckenberger Straße mündet. Dadurch war seit dem Ende des 19. Jahrhunderts der Verkehr über die Lange Brücke, die zunehmend zum Nadelöhr wurde, entlastet worden. Ende der 1980er Jahre wurde dann zur weiteren Umgehung des Brandenburger Stadtzentrums der Bau einer neuen Havelbrücke in der Fortsetzung der Zanderstraße beschlossen. Sie führte zur Otto-Sidow-Straße und über diese zum Hauptbahnhof.

Eisenbahn[Bearbeiten]

1846 erfolgte der Anschluss Brandenburgs an das Eisenbahnnetz durch die Berlin-Potsdam-Magdeburger Eisenbahngesellschaft mit der Bahnstrecke Berlin–Magdeburg. 1901 erhielt die Stadt zusätzlich Anschluss an das Westhavelländische Kleinbahnsystem. Vom Bahnhof Brandenburg Krakauer Tor führte eine Strecke nach Nauen-Röthehof, eine andere von Brandenburg-Altstadt nach Roskow. Letztere Strecke erforderte eine Eisenbahnbrücke über die Unterhavel außerhalb des damaligen Stadtgebietes. Diese Brücke wurde auch von der Brandenburgischen Städtebahn benutzt, die 1904 eröffnet wurde und deren Bahnhof Neustadt sich unmittelbar neben dem Hauptbahnhof befand und heute mit ihm verschmolzen ist. Die Städtebahn führte von Treuenbrietzen über Belzig, Brandenburg (Havel), Rathenow nach Neustadt (Dosse). Während die Kleinbahnen nach 1945 abgebaut worden sind, ist letztgenannte Strecke zwischen Brandenburg und Rathenow heute noch in Betrieb.

Brandenburg Hauptbahnhof wird heute vom Regional-Express der Berlin-Brandenburger Linie 1 auf der Strecke (Eisenhüttenstadt)–Frankfurt (Oder)–Berlin–Potsdam–Brandenburg bedient, der ca. alle 30 Minuten verkehrt, von dem jedoch nur jeder zweite an allen Unterwegsbahnhöfen hält. Jeder zweite Zug fährt über Brandenburg hinaus weiter in Richtung GenthinBurg–Magdeburg. Einmal täglich hält ein Intercity auf der Strecke Cottbus–Berlin–Potsdam–Magdeburg–HannoverEmden Außenhafen in Brandenburg. Die Verbindung nach Rathenow wird seit Dezember 2011 von der ODEG bedient.

Bahnhöfe[Bearbeiten]

In Brandenburg gibt es vier Bahnhöfe. Der größte und einzige Fernbahnhof ist Hauptbahnhof Brandenburg im Süden der Neustadt an der Strecke Berlin-Magdeburg. In ihm zweigt eine Regionalbahnverbindung nach Rathenow ab. Diese Regionalbahnverbindung war ursprünglich in einem separaten Kopfbahnhof, dem Neustadt-Bahnhof untergebracht, der in den Hauptbahnhof integriert wurde. Frühere Bezeichnungen waren Staatsbahnhof und Reichsbahnhof.

Der Bahnhof Altstadt war ein bedeutender Güter- und Rangierbahnhof auf der Städtebahn. An ihm zweigten unter anderem die Züge zur Westhavelländische Kreisbahnen, zum Stahl- und Walzwerk und zum Hafen der Stadt ab. Mit dem Ende der Kreisbahnen und einer weitgehenden Deindustrialisierung der Stadt ging das Verkehrsaufkommen stark zurück. Seit der Sanierung der Regionalbahnstrecke nach Rathenow ist er in erster Linie Haltepunkt auf dieser Verbindung, besitzt als Güterbahnhof jedoch noch immer Bedeutung für die Häfen am Silokanal und das Elektrostahlwerk. Ein weiterer Haltepunkt nach Rathenow ist der Bahnhof Görden. Der regionale Bahnhof Kirchmöser liegt an der Strecke nach Magdeburg.

Ehemalige Bahnhöfe im Stadtgebiet waren der Bahnhof Krakauer Tor beziehungsweise Dom Brandenburg als Kopfbahnhof der Westhavelländischen Kreisbahnen, der Bahnhof Brandenburg Silokanalbrücke ebenfalls an der Kreisbahn, der Bahnhof Bohnenland auf der Strecke nach Rathenow und der Haltepunkt Göttin auf der stillgelegten Strecke nach Bad Belzig.

Wasserstraßen[Bearbeiten]

Blick auf den Schleusenkanal in Brandenburg

Über die Havel, den Silokanal und den Elbe-Havel-Kanal ist die Stadt für die Berufsschifffahrt an das Europäische Wasserstraßennetz angebunden. Sie verfügt über einige Häfen im Stadtgebiet am Silokanal sowie über einen weiteren Industriehafen im Ortsteil Kirchmöser (Plauer See (Brandenburg)). Der größte Hafen ist der Öffentliche Hafen am Silokanal auf dem Areal des SWB-Gewerbeparks mit 36.000 Quadratmetern, einem Tiefgang von 3,80 Metern, einer Kailänge von 400 Metern, einer Kranlast von 50 Tonnen und Liegeplätzen für sechs Gütermotorschiffe sowie einer Pier mit sieben Elektro- und drei Frischwasseranschlüssen. Daneben gibt es noch einige Wasserstraßen wie den Stadtkanal, der bis zur Fertigstellung des Silokanals von der Berufsschifffahrt genutzt wurde, die nur dem Freizeit- und Sportverkehr zur Verfügung stehen. Im Stadtgebiet gibt es drei Schleusenbauwerke. Die Stadtschleuse Brandenburg im Bereich des Stadtkanals heute als Sportbootschleuse und die Vorstadtschleuse Brandenburg in erster Linie für die Berufsschifffahrt schleusen Schiffe über die im Mittelalter angelegten Mühlenstaue in der Stadt. Die Schleuse Plaue im Woltersdorfer Altarm des Plauer Kanals wurde mit dem Ausbau des Elbe-Havel-Kanals und der Errichtung des Schleuse Wusterwitz außer Betrieb genommen. Die Schleusenkammern sind noch gut erhalten, sodass eine Sanierung und Wiederinbetriebnahme für die Freizeitschifffahrt möglich wäre.

Fähre Neuendorf[Bearbeiten]

Die Fähre Neuendorf ist eine Fährverbindung in der Stadt Brandenburg. Sie verbindet das zur Stadt gehörende Dorf Neuendorf und den Wohnplatz Buhnenhaus über die Havel. Es handelt sich bei der Fähre um eine nicht frei fahrende Autofähre, die an einem Stahlseil geführt ist.

Luftverkehr[Bearbeiten]

Rettungshubschrauber Christoph 35

Im Nordosten der Stadt, auf der Gemarkung der Wüstung Stenow, östlich der Krakower Vorstadt befindet sich der Sonderlandeplatz Brandenburg-Mühlenfeld EDBE. Er dient vorrangig der Segelfliegerei.

Im Westen zwischen dem Stadtteil Görden und dem Ortsteil Plaue nördlich der Bundesstraße 1 lag der Sonderlandeplatz Brandenburg-Briest EDUB, der das Potential zum Regionalflughafen hatte. Es handelt sich hierbei um einen seit 1914 genutzten Militärflugplatz, dessen militärische Nutzung jedoch Anfang der 1990er Jahre aufgegeben wurde. Bis 2009 stand er als Sonderlandeplatz der zivilen Luftfahrt zur Verfügung. 2009 erfolgte die Entwidmung. Eine Revitalisierung ist nicht mehr vorgesehen.

Auf der Kuppe des Marienberges wurde auf dem Areal einer ehemaligen Rollschuhbahn im September 1994 ein Hubschrauberlandeplatz eingerichtet. Auf ihm ist ein Eurocopter EC 135 als Rettungshubschrauber Christoph 35, amtliche Kennung D-HZSK, stationiert. Der Rettungshubschrauber wird vom Bundesministerium des Innern betrieben.

Innerstädtischer Nahverkehr[Bearbeiten]

Straßenbahn in der Hauptstraße

Die Brandenburger Straßenbahn wurde 1897 als Pferdebahn eröffnet und 1911 auf elektrischen Betrieb umgestellt. Heute gibt es drei Straßenbahnlinien, acht Omnibuslinien sowie fünf Nachtlinien.

Zwei Drittel der Fahrgäste nutzen die Straßenbahn, die eine Streckenlänge von 18,9 Kilometer aufweist und in Meterspur betrieben wird. Die drei Linien der Straßenbahn 1, 2 und 6 beginnen alle am Hauptbahnhof. An Sonn- und Feiertagen werden die Linien 1 und 2 miteinander verbunden, so dass dann nur die Linie 6 zum Hauptbahnhof fährt.

Derzeit wird um die Zukunft der Straßenbahn in der Stadt diskutiert. Die Stadt Brandenburg plant den Erhalt bis 2020 bei ungewisser Zukunft danach.

Brücken[Bearbeiten]

Brandenburg hat derzeit 58 Brücken.[30] Nur einen Teil davon kann man mit einem Boot unterqueren. Die größten sind die Jahrtausendbrücke, die bis 1928 Lange Brücke hieß und die Hauptverbindung zwischen der Alt- und der Neustadt Brandenburgs gewährleistete, die Luckenberger Brücke und die Seegartenbrücke in Kirchmöser. Besondere Bekanntheit hat die halbrund sich über den Pumpergraben wölbende Gottfried-Krüger-Brücke längs zum Südufer der Havel erlangt, die ihrer Form wegen im Volksmund „Bauchschmerzenbrücke“ genannt wird. Fabrikant Krüger wählte diese Brückenform, um den einstigen Lieferverkehr zu Wasser zwischen der Havel und der dem Pumpergraben anliegenden Mostrichmühle zu gewährleisten. Ebenfalls von Bedeutung ist die Homeyenbrücke, die mit ihrer Lage eine alte, dem Stadttor vorgelagerte Wehranlage des Altstädtischen Mühlentores bezeichnet. Ein schönes Beispiel einer genieteten Stahlträgerkonstruktion ist die alte Plauer Brücke, die einst die Bundesstraße 1 bei Plaue über die Havel führte. Diese Brücke ist wegen ihres desolaten Zustands für den Kraftverkehr gesperrt, darf aber von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden.

Wirtschaft und Unternehmen[Bearbeiten]

Die Stadt war bis zum Ende der DDR 1990 in erster Linie ein Standort der Schwerindustrie. Das Stahl- und Walzwerk war wichtigster und größter Arbeitgeber. Weitere große Betriebe waren das Getriebewerk und die Werke der Reichsbahn in Kirchmöser.

Infolge der weitgehenden Deindustrialisierung ab 1990 sind nur ein Elektrostahlwerk und das Getriebewerk (s. u.) erhalten geblieben. Die ehemaligen Werke der Reichsbahn in Kirchmöser sind heute Unternehmen der Bahntechnik. Aus dem Stahlwerk wurde der SWB Gewerbe- und Industriepark. Im dortigen Industriemuseum Brandenburg wird die Stahlerzeugung nach dem Siemens-Martin-Verfahren dokumentiert. Der Wirtschaftsstandort ist einer von 15 Regionalen Wachstumskernen im Land Brandenburg. Dadurch werden ausgewählte zukunftsorientierte Branchen gefördert.

Heute noch wichtige Wirtschaftszweige und Arbeitgeber in der Stadt sind die Stahlindustrie mit dem Brandenburger Elektrostahlwerk des Riva-Konzerns, der Maschinenbau unter anderem mit der ZF Friedrichshafen und der Heidelberger Druckmaschinen AG, Eisenbahnausrüstungen unter anderem durch die RAIL.ONE GmbH Pfleiderer track systems im Ortsteil Kirchmöser, die Solartechnik und die Energieversorgung durch die Stadtwerke Brandenburg und e.on.

Behörden[Bearbeiten]

Die Stadt ist Dienstsitz der Generalstaatsanwaltschaft des Landes Brandenburg, der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) der Deutschen Rentenversicherung Bund und Sitz des Brandenburgischen Oberlandes- und des Brandenburgischen Arbeitsgerichtes. Die Justizvollzugsanstalt ist im Stadtteil Görden.

Medien[Bearbeiten]

Einzige lokale Tageszeitung ist die in Potsdam erscheinende Märkische Allgemeine Zeitung mit einem Lokalteil für Brandenburg, deren Redaktion ihren Sitz in der Stadt hat. Seit 1991 existiert Der PreußenSpiegel, ein Anzeigenblatt, das mittwochs und sonntags erscheint. Weiterhin existiert seit 1995 das Brandenburger Wochenblatt, ein Anzeigenblatt, das ebenfalls auflagengeprüft ist und mittwochs und sonntags erscheint. Vom Stadtmarketing wird vierteljährlich das Stadtmagazin mit Programmheft ZACHARIAS herausgegeben.

Daneben gibt es mit dem SKB Stadtfernsehen einen lokalen Fernsehsender, der über Kabel und Internet verbreitet wird. Dabei handelt es sich um einen unabhängigen, werbefinanzierten Privatsender mit tagesaktueller Berichterstattung.

Bildung[Bearbeiten]

Hochschulen[Bearbeiten]

Die Fachhochschule Brandenburg als erste Hochschule in der Stadt Brandenburg wurde im Jahr 1992 gegründet. Sie liegt mit ihrem Campus im Westen der Altstadt auf einem über 100 Jahre alten ehemaligen Kasernenkomplex. Das Studienangebot ist vorrangig auf Betriebswirtschaftslehre, Ingenieurs- und Informatikstudiengänge ausgerichtet.

In Gründung befindet sich die Medizinische Hochschule Brandenburg mit den beiden Hochschulstandorten Neuruppin und Brandenburg. Ein für das Wintersemester 2013/14 geplanter Start des Hochschulbetriebs im Fach Humanmedizin musste nach Intervention des Hochschulrates abgesagt werden.[31] Ein neuer Anlauf ist für das Wintersemester 2014/15 im Fach Psychologie und ein Jahr später in der Humanmedizin geplant.[32]

Bibliotheken[Bearbeiten]

Bibliotheken in der Stadt Brandenburg sind die Domstiftsbibliothek, die Fouqué-Bibliothek als Stadtbibliothek, die Hochschulbibliothek der Fachhochschule Brandenburg, die Bibliothek des Brandenburgischen Oberlandesgerichtes (gegründet 1994), die Bibliothek im Von Saldern-Gymnasium und die Bibliothek des Stadtmuseums im Frey-Haus in der Ritterstraße. Eine etwa 3.000 Bände auf 48 lfm umfassende Spezialbibliothek mit metallurgischer Schwerpunktausrichtung befindet sich im Industriemuseum Brandenburg. Ehemals bedeutende und durch den Zweiten Weltkrieg ausgelagerte Bibliotheken sind die Franziskaner-Bibliothek, die sich jetzt im polnischen Krakau befindet und die Schöppenstuhl-Bibliothek, die nach Berlin verbracht wurde.

Medizinische Einrichtungen[Bearbeiten]

In Brandenburg existieren vier Krankenhäuser. Das Asklepios Fachklinikum Brandenburg ist eine neurologische und psychiatrische Fachklinik im Stadtteil Görden. Errichtet wurde sie 1911 bis 1915 abseits der Stadt im Altstädtischen Forst gelegen unter dem Namen Landesirrenanstalt. Später hieß sie Brandenburgische Psychiatrische Landesanstalt Görden, Bezirksnervenklinik und Landesklinik Brandenburg. In der Zeit des Nationalsozialismus hatte das Krankenhaus Anteil an der Aktion T4 genannten Euthanasie von geistig behinderten Kindern. Heute befindet sich in Fachklinikum unter anderem die Klinik für Forensische Psychiatrie, der sogenannte Maßregelvollzug Brandenburg/Havel, in dem psychisch kranke Straftäter behandelt werden.

Das Städtische Klinikum Brandenburg[33] als größte medizinische Einrichtung der Region ist ein Krankenhaus der Regelversorgung. Es wurde am 1. Juli 1901 am Fuße des Marienbergs in der Altstadt eröffnet. Das Hauptgebäude wurde vom Berliner Baurat Heino Schmieden im Stile der norddeutschen Neo-Renaissance errichtet. Es soll eines der Hochschulkrankenhäuser der in der Gründung befindlichen Medizinischen Hochschule Brandenburg werden.

Das katholisch-konfessionelle Sankt Marienkrankenhaus, ebenfalls unterhalb des Marienbergs gelegen, ist ein geriatrisches Spezialkrankenhaus. Jüngste Krankenhauseinrichtung ist die Helios Klinik Hohenstücken als neurologisches Rehabilitationszentrum für Kinder und Jugendliche.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Siehe unter:

Literatur[Bearbeiten]

  • Joachim Müller, Klaus Neitmann, Franz Schopper (Hrsg.): Wie die Mark entstand. 850 Jahre Mark Brandenburg (= Forschungen zur Archäologie im Land Brandenburg, Band 11; = Einzelveröffentlichung des Brandenburgischen Landeshauptarchivs, Band 9). Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum, Wünsdorf 2009, ISBN 978-3-910011-56-4.
  • Sebastian Kinder, Haik Thomas Porada (Hrsg.): Brandenburg an der Havel und Umgebung. Eine landeskundliche Bestandsaufnahme im Raum Brandenburg an der Havel, Pritzerbe, Reckahn und Wusterwitz. (= Landschaften in Deutschland. Werte der deutschen Heimat; 69). Köln/Weimar/Wien 2006. ISBN 3-412-09103-0.
  • Udo Geiseler, Klaus Heß (Hrsg.): Brandenburg an der Havel. Lexikon zur Stadtgeschichte. (= Einzelveröffentlichungen der Brandenburgischen Historischen Kommission; XIII). Lukas Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-86732-001-6.
  • Chronik der Stadt Brandenburg. Hrsg. Arbeitskreis Stadtgeschichte im Brandenburgischen Kulturbund e. V. B. Neddermeyer, Berlin 2003, ISBN 3-933254-40-X.
  • Lutz Partenheimer: Die Entstehung der Mark Brandenburg. Mit einem lateinisch-deutschen Quellenanhang. 1. und 2. Auflage Köln/Weimar/Wien 2007, ISBN 3-412-17106-9. (bezieht sich hauptsächlich auf Vorgänge in und um die Stadt Brandenburg).
    • als Sonderausgabe: Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung, Potsdam 2007.
  • Otto Tschirch: Geschichte der Chur- und Hauptstadt Brandenburg an der Havel. Festschrift zur Tausendjahrfeier der Stadt 1928/29 2 Bände. Buch- und Kunstdruckerei J. Wiesike, Brandenburg (Havel) 1928; 3. Auflage 1941, Reprint Potsdam 2012, ISBN 978-3-88372-044-9 und ISBN 978-3-88372-045-6.
  • Otto Tschirch: Im Schutze des Rolands. Kulturgeschichtliche Streifzüge durch Alt-Brandenburg. 4 Bände. J. Wiesike, Brandenburg (Havel) 1922–1929; 2. Auflage in einem Band, 1938.
  • Marcus Cante u.a. (Bearb.): Stadt Brandenburg an der Havel, Teil 1: Dominsel – Altstadt – Neustadt. (= Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Denkmale in Brandenburg, Band 1.1). Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms am Rhein 1994, ISBN 3-88462-105-X.
  • Marie-Luise Buchinger u.a. (Bearb.): Stadt Brandenburg an der Havel. Teil 2: Äußere Stadtteile und eingemeindete Orte. (= Denkmaltopographie der Bundesrepublik Deutschland. Denkmale in Brandenburg, Band 1.2). Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms am Rhein 1995, ISBN 3-88462-115-7.
  • Friedrich Grasow: Brandenburg die tausendjährige Stadt, Ein Gang durch Kultur und Baukunst vergangener Jahrhunderte. Stadt Brandenburg, Brandenburg 1928; Schmidt-Römhild, Brandenburg 1992 (Reprint), ISBN 3-7950-1503-0.
  • Wolfgang Kusior: Die Stadt Brandenburg im Jahrhundertrückblick. Streiflichter durch eine bewegte Zeit. B. Neddermeyer, Berlin 2000, ISBN 3-933254-28-0.
  • Wolfgang Kusior, Thomas Reichel (Hrsg.): Erinnerungen an eine Rote Hochburg. Zur Geschichte der Sozialdemokratie in Brandenburg an der Havel. Friedrich Ebert Stiftung, Landesbüro Brandenburg, Potsdam 2012.
  • Hermann Breckow: Vom Bauerndorf zur Industriegemeinde – Eine Chronik von Kirchmöser. Erster Teil. Von den Anfängen bis 1. Weltkrieg. Hrsg. Helmut Borstel. Brandenburg (Havel) 2007.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Brandenburg an der Havel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2012 (XLS-Datei; 83 KB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://de.climate-data.org/location/22648/
  3. Chronik der Stadt Brandenburg, hrsg. vom Arbeitskreis Stadtgeschichte im Brandenburgischen Kulturbund e. V., B. Neddermeyer, Berlin 2003, ISBN 3-933254-40-X.
  4. 1050 Jahre Brandenburg, hrsg. von Domstift und Historischer Verein Brandenburg (Havel), Seite 21.
  5. a b c Otto Tschirch: Geschichte der Chur- und Hauptstadt Brandenburg an der Havel. 2 Bde., Buch- und Kunstdruckerei J. Wiesike, Brandenburg (Havel) 1928,
  6. Bohuslaus Balbinus: epitomae historica rerum Bohemicarum. Lib. I, Prag 1677, pag. 23
  7. Otto Tschirch: Im Schutze des Rolands – Kulturgeschichtliche Streifzüge durch Alt-Brandenburg. 2. Aufl., J. Wiesike, Brandenburg an der Havel 1938
  8. Die Chronik der „Wiege der Mark Brandenburg“ auf Stadt-Brandenburg.de
  9. a b Die Germanen – Geschichte und Kultur der germanischen Stämme in Mitteleuropa, Ein Handbuch in zwei Bänden, Teil 1, aus der Reihe: Veröffentlichungen des Zentralinstitutes für Alte Geschichte und Archäologie der Akademie der Wissenschaften der DDR, Autorenkollektiv, Akademie-Verlag Berlin, 3. unveränd. Aufl. 1979
  10. Ingo Materna, Wolfgang Ribbe (Hrsg.): Brandenburgische Geschichte. Akademie Verlag, Berlin 1995, ISBN 3-05-002508-5
  11. Winfried Schich (PDF; 292 kB) auf edoc.hu-berlin.de. Parduin kommt aus dem Niederländischen und wird „Parduhn“ gesprochen.
  12. Heinrich Gottfried Philipp Gengler: Regesten und Urkunden zur Verfassungs- und Rechtsgeschichte der deutschen Städte im Mittelalter, Erlangen 1863, S. 271.
  13. Beatrice Falk: Brandenburg-Görden. Geschichte eines psychiatrischen Krankenhauses. 2007, ISBN 3-937233-33-4
  14. Frank Brekow (Redaktion): Brandenburg an der Havel – Stadtführer 2011, herausgegeben von der Brandenburg an der Havel Arbeitsförderungs- und Strukturentwicklungsgesellschaft mbH (BAS).
  15. Jüdische Friedhöfe in Berlin und Brandenburg
  16. a b c Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  17. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003
  18. a b Reinhard E. Fischer: Die Ortsnamen der Länder Brandenburg und Berlin, Band 13 der Brandenburgischen Historischen Studien im Auftrag der Brandenburgischen Historischen Kommission, be.bra wissenschaft verlag, Berlin-Brandenburg 2005 ISBN 3-937233-30-X, ISSN 1860-2436.
  19. Brandenburg an der Havel und Umgebung – eine landschaftliche Bestandsaufnahme im Raum Brandenburg an der Havel, Pritzerbe, Reckahn und Wusterwitz, Hrsg. Sebastian Kinder und Haik Thomas Porada, in der Reihe Landschaften in Deutschland – Werte der deutschen Heimat des Leibniz-Institutes für Länderkunde und der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, Band 69, ersch. im Böhlau Verlag Köln Weimar Wien, 2006, ISBN 978-3-412-09103-3
  20. http://www.ruralia.cz/2009_Biermann_Theune%20Zentralort-Umland-Beziehungen%20red.pdf
  21. tagesspiegel.de
  22. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z Volkszählungsergebnis
  23. Konrad Gappa: Wappen – Technik – Wirtschaft. Bergbau und Hüttenwesen, Mineral- und Energiegewinnung sowie deren Produktverwertung in Emblemen öffentlicher Wappen. Band 1: Deutschland. Hrsg. Deutsches Bergbau-Museum, Bochum 1999
  24. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  25. http://www.stadt-brandenburg.de/kultur/museen/stadtmuseum/museumsgeschichte/ Geschichte des Museums im Frey-Haus
  26. Preußischer Landbote, Ausgabe vom 19. Januar 2005, 4. Volumen
  27. Sebastian Kinder und Haik Thomas Porada (Hrsg.): Brandenburg an der Havel und Umgebung. 2006, S. 154.
  28. Bundesgartenschau 2015
  29. Die Abteilungen der SG. Eingesehen am 3. Januar 2014
  30. Fotogalerie mit den Brücken
  31. Vorerst keine medizinische Hochschule in Brandenburg. Eingesehen am 8. April 2014.
  32. Hochschule nimmt im Oktober Betrieb auf. Eingesehen am 8. April 2014.
  33. Städtisches Klinikum Brandenburg