Genthin

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Genthin
Genthin
Deutschlandkarte, Position der Stadt Genthin hervorgehoben
52.412.16666666666749Koordinaten: 52° 24′ N, 12° 10′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Jerichower Land
Höhe: 49 m ü. NHN
Fläche: 230,72 km²
Einwohner: 14.808 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 64 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 39307,
39291 (Ringelsdorf, Schopsdorf)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 03933, 039342, 039346
Kfz-Kennzeichen: JL, BRG, GNT
Gemeindeschlüssel: 15 0 86 040
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 3
39307 Genthin
Webpräsenz: www.genthin.de
Bürgermeister: Thomas Barz (parteilos)
Lage der Stadt Genthin im Landkreis Jerichower Land
Biederitz Burg Elbe-Parey Genthin Gommern Jerichow Möckern Möser Möckern Möckern Sachsen-AnhaltKarte
Über dieses Bild
Rathaus am Marktplatz

Genthin ist eine Stadt im Landkreis Jerichower Land in Sachsen-Anhalt.

Geographie[Bearbeiten]

Genthin liegt östlich der Elbe, zwischen Berlin und Magdeburg am Elbe-Havel-Kanal. Natürliches Fließgewässer ist beispielsweise der Geuenbach im Südosten des Stadtgebietes.

Ortsteile[Bearbeiten]

Ortsteil[2] Einwohner
Altenplathow ~ 3000
Fienerode 71
Hüttermühle 73
Mützel 540
Parchen 789
Wiechenberg 34
Tucheim 1179
Ringelsdorf 69
Wülpen 12
Holzhaus 22
Gladau 309
Dretzel 280
Schattberge 58
Paplitz 318
Schopsdorf 285
Genthin-Wald keine Angabe
Mollenberg keine Angabe

Wohnplätze[Bearbeiten]

  • Hagen

Klima[Bearbeiten]

Klimadiagramm von Genthin[3]

Die durchschnittlich Lufttemperatur in Genthin beträgt 8,6 °C, der jährliche Niederschlag 524 Millimeter.

Geschichte[Bearbeiten]

Mittelalter[Bearbeiten]

Im Jahr 1144 wurde erstmals eine Burg urkundlich erwähnt. Von dieser Burg aus verwaltete die Adelsfamilie von Plotho das umliegende Gebiet. 1171 wurde Genthin erstmals urkundlich genannt, war aber in der Folge ein unbedeutender Ort, denn erst für 1459 lässt sich eine Nennung als Oppidum (stadtartige Siedlung) nachweisen.

Neuzeit[Bearbeiten]

Das Marktrecht erlangte die Stadt im Jahr 1539. Die Stadt erhob an ihren vier Toren, dem Brandenburger-, Mühlen-, Parchen- und Bergtor einen Zoll. Nachdem der Administrator des Erzbistums Magdeburg, August von Sachsen-Weißenfels 1680 gestorben war, trat eine Bestimmung des Westfälischen Friedens von 1648 ein und das Gebiet fiel an den Kurfürsten von Brandenburg. Damit gehörte die Stadt zum Herzogtum Magdeburg und lag im damaligen Jerichower Kreis.

In den Jahren 1682 und 1683 wütete eine Pestepidemie in der Stadt, bei der 147 Einwohner starben, 1704 zerstörte ein Feuer große Teile Genthins. Von 1707 bis 1722 wurde die dreischiffige, barocke Pfarrkirche nach Entwürfen des Magdeburgers Georg Preußer gebaut, 1720 öffnete das Postamt mit der Inbetriebnahme der Postverbindung Magdeburg-Genthin. 1727 wurde Genthin mit dem Einzug einer Kompanie der Gelben Reiter unter dem Kommando des Rittmeisters von Schmeling Garnisonsstadt.

In den Jahren von 1743 bis 1745 wurde der Plauer Kanal gebaut. Dieser war der erste Teil des heutigen Elbe-Havel-Kanals und verband zunächst die untere Havel bei Plaue über eine Strecke von 15 km mit der Stremme und Ihle. Beide Flussläufe wurden zusätzlich für die Schifffahrt ausgebaut. Dieses Bauvorhaben brachte für die Stadt einen Entwicklungsschub. Der Kanal verkürzte den Weg von Berlin nach Magdeburg um 150 Kilometer. Zusätzlich zum Bau des Kanals wurden weitere umfangreiche Arbeiten zur Erschließung durchgeführt, wodurch eine Besiedlung des Umfeldes der Stadt vorgenommen werden konnte. Es entstand ein sieben Kilometer langer Kanal, auf dem Torf aus den Torfstichen Genthins zum Plauer Kanal gebracht werden konnte. Dieser Kanal geriet später in Vergessenheit. Reste davon kann man heute im Mühlgraben erkennen.

Bis 1808 unterstand Genthin dem königlichen Amt Altenplathow. Erst nach Reformen in Preußen wurde Genthin als Stadt eigenständig und wählte 1809 erstmals einen Stadtrat. 1816 wurde Genthin Verwaltungssitz des Landkreises Jerichow II. 1853 erschien erstmals das „Genthiner Wochenblatt“. Im Jahr 1854 wurde die Stadt Berg-Genthin eingemeindet.

Industrialisierung[Bearbeiten]

Das Zeitalter der Industrialisierung setzte in Genthin mit der Gründung einer Fabrik zur Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte durch den Magdeburger Kaufmann Pieschel ein. Dieser baute seine Fabrik 1808 auf einem Gelände in Altenplathow und ließ einen 14 Hektar großen Gutspark nach Anregungen von Peter Joseph Lenné anlegen. Er wurde durch König Friedrich Wilhelm III. für seine Verdienste später in den Adelsstand erhoben. Die Infrastruktur wurde durch die Anlage von Verkehrswegen den wirtschaftlichen Erfordernissen angepasst. Es entstanden Chausseen und Landstraßen. 1837-1846 wurde die Eisenbahnstrecke Berlin – Potsdam – Magdeburg gebaut, die später bis Hannover erweitert wurde. 1898 erfolgte die Gründung der „Kleinbahn AG“. Es entstanden zahlreiche Industriebetriebe, wie Ziegeleien, holzverarbeitende Fabriken und Werften, die Schiffbau oder Schiffsreparaturen betrieben. Großbetriebe waren die 1902 in Betrieb genommene Zuckerraffinerie und das Waschmittelwerk des Henkel Konzerns, das auf Initiative des ehemaligen Bürgermeisters Struss von 1921 bis 1923 gebaut wurde. Im Jahr 1923 wurde Altenplathow eingemeindet, 1928 wurde Hagen ein Vorort von Genthin.

Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten]

Am 22. Dezember 1939 kam es im Bereich des Bahnhofs zum Eisenbahnunfall von Genthin, dem bis heute schwersten Eisenbahnunglück in Deutschland. Dabei starben 278 Menschen, 453 weitere wurden verletzt.

1943 wurde in Genthin ein KZ-Außenlager des KZ Ravensbrück errichtet. Diese weiblichen Häftlinge sowie Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter (insgesamt 1.000) wurden zur Arbeit in der Munitionsfabrik Silva-Metallwerke GmbH eingesetzt und mussten Flak-Munition herstellen. 68 Frauen, die gegen ihre miserablen Arbeitsbedingungen revoltiert haben sollen, wurden von der SS erschossen. Weitere 1.000 nach Deutschland Verschleppte einschließlich zahlreicher polnischer Kinder mussten in einer Zweigstelle der Henkel-Werke unter besonders gesundheitsschädigenden Bedingungen schuften. Im April 1945 wurde im Wald von Genthin auch ein SS-Arbeits- und Erziehungslager errichtet. In den letzten Kriegstagen des Jahres 1945 kam es in der Umgebung der Stadt zu vereinzelten Kampfhandlungen. Die Elbe war dabei das Ziel der deutschen, von Berlin kommenden Armee. Durch das Queren des Flusses wollte man die Gefangennahme durch die US-Armee erreichen.

Nach dem Krieg wuchs die Einwohnerzahl der Stadt durch den Zuzug vieler Vertriebener.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Im Jahr 1923 wurde Altenplathow zwangsweise eingemeindet. Fienerode, Mützel, Brettin und Roßdorf wurden am 1. Juli 1950 nach Genthin eingemeindet.[4] Am 1. Januar 1957 erlangten Mützel, Brettin und Roßdorf ihre Selbständigkeit wieder.[4] Parchen wurde am 30. April 2002 eingegliedert.[5] Am 1. Juli 2009 wurden die bis dahin eigenständigen Gemeinden Gladau, Paplitz und Tucheim nach Genthin eingemeindet.[6] Damit verbunden war die Auflösung der Verwaltungsgemeinschaft Genthin. Genthin ist seither eine Einheitsgemeinde. Am 1. Juli 2012 wurde Schopsdorf mit den Ortsteilen Gottesforth und Sandforth eingemeindet.

Politik[Bearbeiten]

Am 27. Januar 2013 wurde Thomas Barz zum Bürgermeister gewählt.[7]

Wappen[Bearbeiten]

Wappen von Genthin

Das Wappen wurde am 15. September 1995 durch das Regierungspräsidium Magdeburg genehmigt.

Blasonierung: „Im roten goldbordierten Schild die goldgekrönte Gottesmutter im goldenen Gewand mit dem Kind auf dem rechten Arm.“

Die älteste bisher bekannte Darstellung des Wappens befindet sich im Siegel an einem Schriftstück des Jahres 1690 und zeigt ohne Heiligenschein die Jungfrau Maria mit Kind in einem tunikaähnlichen Gewand. Das Wappen ist mittelalterlich-religiösen Ursprungs. Vermutlich wurden die ältesten Siegel und damit die Wappensymbole vom Erzbischof in Magdeburg festgelegt, denn alle vormals zum Erzbistum Magdeburg gehörenden Städte zeigen Heilige im Wappen. Das Wappen wurde in seiner jetzigen Form am 29. Juli 1971 von der Stadtverordnetenversammlung bestätigt.

Historisches Wappenbild[Bearbeiten]

Die ehemalige Gemeinde Mützel führte in ihrem Gemeindesiegel schon einmal ein wappenähnliches Siegelbild. Dieses wurde spätestens ab 1882 bis ca. zur Einführung der Bezirke und Kreise in der DDR (1945–1952) benutzt. Eine weitere Quelle ist das Kreisheimatmuseum in Genthin.

altes Siegel der Gemeinde Mützel

Flagge[Bearbeiten]

Die Flagge wurde am 23. März 1998 durch das Regierungspräsidium Magdeburg genehmigt.

Die Flagge der Stadt ist rot-gelb gestreift mit dem aufgelegten Stadtwappen.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Seit 1990 ist die Stadt Datteln (NRW) Partnerstadt der Stadt Genthin. Der Stadtrat der Stadt Genthin hat am 18. September 2008 beschlossen, der schlesischen Stadt Radlin das Angebot zu unterbreiten, einen Städtepartnerschaftsvertrag zu vereinbaren, nachdem das Genthiner Bismarck-Gymnasium und ein Radliner Lyzeum bereits seit längerer Zeit partnerschaftlich zusammenarbeiten.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

Das Kreismuseum Jerichower Land in Genthin ist ein heimatkundliches Museum mit mehr als 25.000 Exponaten und einer großen ur- und frühgeschichtlichen Sammlung vor allem von Stücken aus der Region zwischen Havel und Elbe. Kernstück dieser Sammlung ist eine 1929 aufgekaufte Privatsammlung des Wusterwitzer Arztes Richard Stimming.

Bauwerke[Bearbeiten]

Stadtkirche St. Trinitatis
Denkmal für das Eisenbahnunglück

Die evangelische Stadtkirche St. Trinitatis wurde von 1707 bis 1722 anstelle eines romanischen Vorgängerbaus nach Plänen von Georg Preußer als dreischiffige Hallenkirche im barocken Stil errichtet. Der Westturm mit geschweifter Haube nach Entwurf von Gottfried Meinicke wurde wegen Geldmangels erst 1772 fertiggestellt. Die Orgel wurde 1798 eingebaut.

Der 1934/35 erbaute, 48 m hohe, achteckige Wasserturm Genthin ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Etwas südlich des Wasserturms befindet sich die 1902/03 erbaute katholische Sankt-Marien-Kirche.

Am Hauptbahnhof von Genthin befindet sich ein Denkmal für das Eisenbahnunglück vom 22. Dezember 1939.

Die Kirche in Altenplathow wurde 1903/04 an Stelle einer romanischen Kirche erbaut, mit Jugendstil-Ornamentik ausgemalt. Im Inneren der Kirche befindet sich die Grabplatte des Hermann von Plote, eines Vorfahren der Elisabeth von Plotho. Die 1170 gesetzte Grabplatte wurde beim Abbruch der alten Kirche gefunden. Daher ist die Kirche heute eine Sehenswürdigkeit an der Straße der Romanik.

In Parchen befindet sich mit der Dorfkirche Parchen eine Ende der 1820er Jahre aus Feldsteinen gebaute evangelische Kirche. Sie steht auf den Grundmauern einer ursprünglich aus dem 12. Jahrhundert stammenden und abgebrannten Kirche. Darüber hinaus ist in Parchen mit dem Schloss Parchen das 1830/31 zum Schloss umgebaute Gutshaus des Dorfes sehenswert.

Gedenkorte an die Zeit des Nationalsozialismus[Bearbeiten]

  • Grabstätten auf dem Friedhof A für 68 ermordete weibliche KZ-Häftlinge
  • Sowjetischer Ehrenhain für 88 namentlich genannte Opfer von Zwangsarbeit sowie zwölf bei einem Todesmarsch ermordete KZ-Häftlinge
  • VVN-Mahnmal von der Bildhauerin Ursula Schneider-Schulz aus dem Jahr 1971 im Linsenwald. Diese über eine Tonne schwere Bronzestatue wurde im Februar 2013 von unbekannten Metalldieben vom Sockel getrennt und abtransportiert. Auch Teile des sowjetischen Ehrenmals wurden gestohlen.
  • Gedenkecke auf dem Schulhof der Diesterweg-Schule in der Jägerstraße zur Erinnerung an die Frauen des KZ Ravensbrück
  • Gedenkanlage mit Gedenktafel auf dem ehemaligen Jüdischen Friedhof, der unter der NS-Herrschaft beseitigt wurde

Sport[Bearbeiten]

  • Jedes Jahr wird in Genthin der Spee-Cup im Radsport ausgetragen. Die Strecke führt von Genthin über die B 1 Richtung Bensdorf (bei Brandenburg an der Havel) und zurück.
  • Der Genthiner Volleyballverein (kurz GVV) ist durch seine überregionalen Titelgewinne einer der erfolgreichsten Sportvereine der Stadt. Er ist Ausrichter des jährlich stattfindenden Quattro-Mix-Beachturniers.

Musik[Bearbeiten]

  • Die wohl bekanntesten Musikgruppen aus Genthin waren die inzwischen aufgelöste Metalcore-Formation Fall Of A Season und die Band Sa.vita.
  • Andere bekannte Genthiner Bands sind und waren u. a. Sense never Came, A Tear as Memory, The Pax,Black Flame und Himmelfahrtskommando.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Elbe-Havel-Kanal in Genthin gen Osten
Hauptgebäude des früheren Henkel-Werkes in Genthin

In Genthin kreuzen sich die B 1 Magdeburg – Brandenburg (Havel) – Berlin und die B 107 PritzwalkHavelbergWiesenburg/MarkCoswig (Anhalt). Die nächsten Autobahnanschlüsse bestehen mit den Anschlussstellen "Burg-Zentrum", "Ziesar" und "Brandenburg" an der A2 Berlin – Magdeburg – Hannover.

Die Stadt liegt an der Bahnstrecke von Magdeburg über Brandenburg (Havel) und Potsdam nach Berlin. Über diese wird Genthin von Regional-Express-Zügen auf der Strecke Magdeburg – Brandenburg (Havel) – Potsdam – Berlin – Frankfurt (Oder) – (EisenhüttenstadtCottbus) im Stundentakt bedient. Hinzu kommen einige wenige Regionalbahnen am Tag von und nach Magdeburg. Genthin ist außerdem Halt des Harz-Berlin-Expresses Ilsenburg / ThaleHalberstadt – Magdeburg – Potsdam – Berlin, der zwischen Genthin und Berlin als Fernzug gilt.

Am Genthiner Kleinbahnhof, welcher unmittelbar nördlich des heutigen Hauptbahnhofes lag und im Jahre 2012 abgerissen wurde,[8] begann die Bahnstrecke Genthin–Schönhausen, die Bestandteil des Netzes der Kleinbahn-AG in Genthin war. Am Abzweig Zuckerfabrik zweigte von dieser Strecke die Bahnstrecke nach Milow ab. Diese Strecken sind jedoch mittlerweile stillgelegt, wobei die ehemalige Kleinbahnstrecke nach Jerichow noch bis zum Henkel-Waschmittelwerk als Bahnhofsgleis des Bahnhofs Genthin betrieben und für den Güterverkehr genutzt wird.

Der Personennahverkehr nach Jerichow wird durch den Landesbus 742, der von der Nahverkehrsgesellschaft Jerichower Land betrieben wird, aufrecht gehalten.

Durch die Stadt verläuft der Elbe-Havel-Kanal, der momentan (Stand 2011) im Rahmen des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit für die Nutzung durch Großmotorschiffe ausgebaut wird.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Ein Genthiner Traditionsbetrieb ist das bis 2009 zum Henkel-Konzern gehörende Waschmittelwerk („Spee“), das in den frühen 1950er-Jahren unter dem Namen VEB Persil-Werk firmierte. Ende 2009 wurde das Genthiner Henkel-Werk aufgrund eines Restrukturierungsplans des Unternehmens geschlossen. Weite Teile wurden von der zur Hansa Group gehörenden Waschmittelwerk Genthin GmbH übernommen.[9]

Daneben gibt es in der Stadt neben Handwerksfirmen verschiedener Branchen kleine und mittlere Firmen im Maschinen- und Vorrichtungsbau, der Gebäudekommunikation, Nachrichtentechnik, Hausklimatechnik und für die Fertigung von Fenstern. Auch eine Niederlassung einer nordrhein-westfälischen Abrechnungsfirma befindet sich in Genthin, im früheren Verwaltungsgebäude der Zuckerfabrik, die – nachdem sie 1990 von der Südzucker AG übernommen worden war – 1992 geschlossen wurde.

Weitere nennenswerte Unternehmen sind die Tierkörperverwertung – Secanim GmbH und die Feuerverzinkung Genthin GmbH & Co. KG (Teil der Seppeler Gruppe).

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Kurt Ahland u. a.: Ein nicht alltägliches Geschichtsbuch. Aus der Geschichte der Stadt Genthin. Selbstverlag der Stadt Genthin, Genthin 1995.
  • Johann August Christoph von Einem: Kurzgefasste Beschreibung der Stadt Genthin. Franzen und Grosse, Stendal 1803.
  • Antje Kreutzmann u. a.: Widerstand junger Liberaler an der Oberschule Genthin 1947–1949. Beitrag zum Schülerwettbewerb „Deutsche Geschichte“ um den Preis des Bundespräsidenten zum Thema „Aufbegehren, handeln, verändern. Protest in der Geschichte“. Landesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der Ehemaligen DDR Sachsen-Anhalt. Magdeburg 1999.
  • John Kreutzmann: Genthin wie es früher war. Wartberg-Verlag, Gudensberg-Gleichen 1998. ISBN 3-86134-522-6.
  • John Kreutzmann: Genthin. Sutton Verlag, Erfurt 2004. ISBN 3-89702-774-7.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Bevölkerung der Gemeinden – Stand: 31.12.2012 (PDF) (Fortschreibung auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Informationen auf stadt-genthin.de
  3. Deutscher Wetterdienst, Normalperiode 1961-1990
  4. a b Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  5. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2002
  6. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2009, 2. Liste
  7. Landeswahlleiter: Bürgermeisterwahl am 27.01.2013 in der Stadt Genthin. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, 14. März 2013, abgerufen am 21. Mai 2013.
  8.  Simone Pötschke: Alter Kleinbahnhof schafft zukünftig Platz für einen erweiterten Busbahnhof. In: Volksstimme. 15. Dezember 2012.
  9. Waschmittelwerk Genthin GmbH – Über uns

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Genthin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Genthin – Reiseführer