Hellboy (Film)
| Filmdaten | |
|---|---|
| Deutscher Titel | Hellboy |
| Originaltitel | Hellboy |
| Produktionsland | USA |
| Originalsprache | Englisch, Russisch |
| Erscheinungsjahr | 2004 |
| Länge | Kinofassung: 117 Minuten Director’s Cut: 127 Minuten |
| Altersfreigabe | FSK 12 (Kinofassung)[1] FSK 16 (Director’s Cut)[2] |
| Stab | |
| Regie | Guillermo del Toro |
| Drehbuch | Guillermo del Toro Peter Briggs Mike Mignola |
| Produktion | Lawrence Gordon Lloyd Levin Mike Richardson |
| Musik | Marco Beltrami |
| Kamera | Guillermo Navarro |
| Schnitt | Peter Amundson |
| Besetzung | |
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Hellboy ist eine US-amerikanische Comicverfilmung von Guillermo del Toro aus dem Jahr 2004, beruhend auf dem gleichnamigen Dark Horse-Comic von Mike Mignola. Der Titelheld wird von Ron Perlman gespielt. Der Film wurde 2008 mit Hellboy – Die goldene Armee fortgesetzt. Zusammen mit einem noch titellosen dritten Teil soll er eine Trilogie bilden.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Inhalt
Hellboy ist ein Dämon, den die Nazis im Jahre 1944 mit Unterstützung der Thule-Gesellschaft und Grigori Rasputin, einem scheinbar unsterblichen Berater des letzten russischen Zaren, durch Öffnung eines Dimensionsportals heraufbeschworen hatten, um den Krieg mit Hilfe überirdischer Mächte zu gewinnen. Die Alliierten, unter ihnen Professor Trevor „Broom“ Bruttenholm, unterbrachen jedoch die Zeremonie und fanden den kleinen, roten Dämonen, den sie Hellboy nannten. Danach nahm Bruttenholm Hellboy unter seine Fittiche.
Etwa 60 Jahre später ist Hellboy immer noch nicht ganz erwachsen, dafür zu einem riesengroßen und schwer kontrollierbaren Dämon geworden, der für die Behörde zur Untersuchung und Abwehr paranormaler Erscheinungen (einer Unterabteilung des FBI) auf Dämonenjagd geht. Er verfügt über außergewöhnliche Kraft und ist mit einem Revolver („Der Samariter“ genannt) bewaffnet, dessen Munition mit Weihwasser, Knoblauch, Silber und allerlei anderen Dingen gefüllt ist, die gegen übernatürliche Gegner helfen sollen. Hellboy hat aber auch menschliche Schwächen: Er raucht Zigarren, isst gerne Schokolade und Nachos und kümmert sich um kleine Kätzchen.
Schließlich wird Rasputin von seinen Gehilfen Ilsa und Karl Ruprecht Kroenen wiederbelebt und plant, mit Hellboys Hilfe die Apokalypse herbeizuführen. Er tötet Hellboys Ziehvater Bruttenholm und lockt den Dämon zusammen mit seinen Mitstreitern – der Feuer erschaffenden Liz, dem jungen FBI-Agenten John und dem Leiter für Spezialoperationen Tom Manning – nach Russland.
Rasputin provoziert Hellboy, unter anderem dadurch, dass er Liz, in die der Dämon verliebt ist, die Seele raubt. Um sie dennoch zu retten, beginnt Hellboy das Tor zur Höllendimension zu öffnen. Doch John gelingt es im letzten Moment, Hellboy zu besänftigen. John erinnert den Dämon daran, dass dieser selbst Herr seines Schicksals ist und kein Dämon sein muss. Hellboy entscheidet sich für die Menschheit und vernichtet Rasputin. Danach gelingt es Hellboy, auch Liz wiederzubeleben und die beiden werden ein Paar.
[Bearbeiten] Hintergrund
- Das Zitat zu Beginn des Films stammt aus dem De Vermis Mysteriis,[3] einem fiktiven Zauberbuch schwarzer Magie.
- Die Abkürzung B.P.R.D. steht für Bureau for Paranormal Research and Defense (deutsch: Behörde zur Untersuchung und Abwehr paranormaler Erscheinungen). Die geheime Behörde firmiert im Film unter dem Decknamen Squeaky Clean Up Waste Management Services.
- Im Film wird das Datum 14. April 1865 als Tag genannt, an dem Abraham Lincoln starb und damit auch der Vorname von Abe Sapien erklärt (Abe ist die Kurzform für Abraham). Tatsächlich wurde auf Lincoln an diesem Tag geschossen, er starb allerdings erst am 15. April.
- Die im Film gezeigte Heilige Lanze ist eine Nachbildung der Lanze, mit welcher man der Legende nach Jesus am Kreuz in die Seite gestochen haben soll. Das Original befindet sich in der Schatzkammer der Wiener Hofburg.
- Laut Film wurde Karl Ruprecht Kroenen 1897 in München geboren und leidet an einer körperdysmorphen Störung, durch die er einen masochistischen Zwang zur Selbstverstümmelung besitzt.
- Der aus zwei alten Papierfetzen zusammengesetzte Text ist in kyrillischer Schrift geschrieben und bedeutet tatsächlich übersetzt Friedhof Nr. 16. Im Film wird angegeben, es würde Sebastian Plaskba Nr. 16 bedeuten.
- Hellboys eigentlicher Name lautet Anung un Rama, was übersetzt das Biest der Apokalypse bedeuten soll.
- Die Produzenten wollten die Titelrolle ursprünglich mit Vin Diesel besetzen. Regisseur Guillermo del Toro bestand jedoch auf Ron Perlman als Hellboy und setzte sich damit durch.
- Auf DVD erschienen sowohl die im Kino gezeigte Version als auch ein rund zehn Minuten längerer Director’s Cut, der eine höhere Altersfreigabe (FSK ab 16) hat.
[Bearbeiten] Kritiken
„Atmosphärisch stimmige Comic-Verfilmung mit perfekt besetzten Darstellern, ausgezeichnetem Make-Up- und Set-Design sowie einer konsequenten morbid-sarkastischen Grundstimmung.“
[Bearbeiten] Auszeichnungen
- 2005: DVD Champion in der Kategorie Special Edition für den Director’s Cut.
[Bearbeiten] Fortsetzung
Die Fortsetzung Hellboy – Die goldene Armee (Hellboy II: The Golden Army) kam am 16. Oktober 2008 in die Kinos. Regie führte wieder Guillermo del Toro. Ron Perlman, Selma Blair und Doug Jones übernahmen erneut die Rollen Hellboy, Liz und Abe Sapien.[4] Ursprünglich sollte die Fortsetzung bereits im Sommer 2007 in die Kinos kommen, da die Produktionsfirma Revolution Studios jedoch Konkurs anmelden musste, übernahm Universal Pictures die Rechte und produzierte Hellboy II.[5]
Zwischen den beiden Realfilmen wurde unter der Beteiligung von Guillermo del Toro, Ron Perlman, Selma Blair und Doug Jones zwei Hellboy-Zeichentrickfilme produziert, Hellboy – Schwert der Stürme (2006) und Hellboy – Blut und Eisen (2007), die mit den Realfilmen in Kontinuität stehen.
[Bearbeiten] Weblinks
- Hellboy in der deutschen und englischen Version der Internet Movie Database
- Sammlung von Kritiken zu Hellboy bei Rotten Tomatoes (englisch)
- Hellboy in der Online-Filmdatenbank
- Offizielle Seite zum Film
[Bearbeiten] Einzelnachweise und Anmerkungen
- ↑ Freigabebescheinigung der FSK zur Kinofassung (FSK 12, PDF, 69,9 KB) auf spio.de
- ↑ Freigabebescheinigung der FSK zum Director’s Cut (FSK 16, PDF, 71,2 KB) auf spio.de
- ↑ De Vermis Mysteriis in der englischsprachigen Wikipedia
- ↑ Hellboy (Film) in der deutschen und englischen Version der Internet Movie Database
- ↑ „Hellboy 2“ kommt.
Realfilme
Hellboy (Film), 2004 | Hellboy – Die goldene Armee, 2008
Zeichentrickfilme
Hellboy – Schwert der Stürme, 2006 | Hellboy – Blut und Eisen, 2007
Cronos (1992) | Mimic – Angriff der Killerinsekten (1997) | The Devil’s Backbone (2001) | Blade II (2002) | Hellboy (2004) | Pans Labyrinth (2006) | Hellboy – Die goldene Armee (2008)