Hysteria (Def-Leppard-Album)

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Hysteria
Studioalbum von Def Leppard
Veröffentlichung 3. August 1987
Aufnahme Februar 1984–Januar 1987
Label Mercury Records
Format CD, LP, MC
Genre Hard Rock, Heavy Metal
Anzahl der Titel 12
Laufzeit 61:52

Besetzung

Produktion Robert John „Mutt“ Lange

Studios

  • Wisseloord Studios, Hilversum (Niederlande)
  • Windmill Lane 2, Dublin (Irland)
  • Studio Des Dames, Paris (Frankreich)
Chronologie
Pyromania
(1983)
Hysteria Adrenalize
(1992)

Hysteria (engl. für: „Hysterie“) ist das vierte Studioalbum der britischen Hard-Rock-Band Def Leppard. Hierbei handelt es sich mit über 20 Millionen verkauften Exemplaren um das weltweit erfolgreichste Album der Band. Es wurden insgesamt sieben Singles ausgekoppelt, die erfolgreichsten waren Pour Some Sugar on Me und Love Bites. Das Album war seinerzeit eines der längsten Einzelalben, die bis dato veröffentlicht wurden.

Hintergrund[Bearbeiten]

Mit dem vorangegangenen Studioalbum Pyromania war der Band 1983 der kommerzielle Durchbruch gelungen. Aus steuerlichen Gründen beschlossen die Musiker, nach Irland umzusiedeln.[1] Als die Arbeiten zum Nachfolgealbum beginnen sollten, war Wunschproduzent Mutt Lange ausgebucht, auch der weitere Kandidat Jim Steinman stand nicht zur Verfügung. Die Band beschloss, das Album selber zu produzieren und begann im Frühjahr 1984 in den Wisseloord Studios im niederländischen Hilversum mit den Aufnahmen. Die Stücke des Albums schrieb die Band gemeinsam. Nachdem Mutt Lange wieder zur Verfügung stand, wurden die geplanten Aufnahmen am 31. Dezember 1984 durch einen Autounfall von Schlagzeuger Rick Allen gestoppt, bei dem er seinen linken Arm verlor. Mit Hilfe der NASA wurde eigens für Allen ein Schlagzeug entwickelt, bei dem er die wichtigsten Funktionen mit den Füßen bedienen konnte.[1] Die Aufnahmen konnten allerdings erst 1986 beendet werden, weil Sänger Joe Elliott zwischenzeitlich an Mumps erkrankt war.

Nach dem Mix im Frühjahr 1987 erschien das Album im August 1987. Die Band, deren Popularität gesunken war, weil seit ihrem letzten Album rund vier Jahre vergangen waren, begann eine Tournee mit insgesamt 227 Shows, um das Album zu promoten.[2] Es erhielt dauerhaft Airplay beim Musiksender MTV. Joe Elliott bezeichnete das Album als das am meisten überproduzierte Album der Band und äußerte sich überrascht vom Erfolg von Hysteria.[3]

Titelliste[Bearbeiten]

Alle Titel wurden von Steve Clark, Phil Collen, Joe Elliott, Robert John „Mutt“ Lange und Rick Savage geschrieben.

  1. Women – 5:41
  2. Rocket – 6:34
  3. Animal – 4:02
  4. Love Bites – 5:46
  5. Pour Some Sugar on Me – 4:25
  6. Armageddon It – 5:21
  7. Gods of War – 6:33
  8. Don't Shoot Shotgun – 4:19
  9. Run Riot – 4:39
  10. Hysteria – 5:49
  11. Excitable – 4:10
  12. Love and Affection – 4:35

Rezeption[Bearbeiten]

Das Musikmagazin Rolling Stone führt das Album auf Platz 464 seiner Liste der 500 besten Alben aller Zeiten,[4] weltweit verkaufte das Album sich bislang über 20 Millionen mal.[5] Das Album erreichte Platz 1 der Albumcharts in den USA, Großbritannien, Norwegen, Australien und Neuseeland.

Hysteria erhielt überwiegend sehr gute Kritiken. In einem zeitgenössischen Review des Rock Hard wird dem Album ein „erstklassiges Niveau“ bescheinigt, wenngleich die Band gegenüber dem Vorgänger etwas softer geworden ist, sei es ein „großer Wurf“.[6] Das Rolling Stone bezeichnete es als den „schmackhaftesten Pop-Metal-Bonbon der 1980er“.[7] Für Steve Huey von Allmusic setzte die Band ihrem eingängigen Pop-Metal mit dem Album die Krone auf und er hält es für das beste Album dieses Genres, das je aufgenommen wurde.

Chartplatzierungen[Bearbeiten]

Album[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen [8] Anmerkungen
DE AT CH UK US
1987 Hysteria 10
(… Wo.)
2
(16 Wo.)
1
(101 Wo.)
1
(131 Wo.)
Verkäufe: + 12.650.000

Singles[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen [8] Anmerkungen
DE AT CH UK US
1987 Women 80
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1987
1987 Animal 17
(7 Wo.)
6
(9 Wo.)
19
(19 Wo.)
Erstveröffentlichung: 17. Juli 1987
1987 Pour Some Sugar on Me 50
(7 Wo.)
18
(6 Wo.)
2
(24 Wo.)
Erstveröffentlichung: 5. September 1987
Verkäufe: + 500.000
1987 Hysteria 26
(7 Wo.)
10
(15 Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. November 1987
1988 Armageddon It 20
(5 Wo.)
3
(18 Wo.)
Erstveröffentlichung: 26. März 1988
1988 Love Bites 11
(8 Wo.)
1
(23 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2. Juli 1988
1989 Rocket 15
(7 Wo.)
12
(13 Wo.)
Erstveröffentlichung: 28. Januar 1989

Auszeichnungen für Musikverkäufe[Bearbeiten]

Goldene Schallplatte [9]

  • USA
    • 2005: für die Single „Pour Some Sugar on Me“

Platin-Schallplatte [9]

  • Schweiz
    • 1990: für das Album „Hysteria“

2x Platin-Schallplatte [9]

  • Großbritannien
    • 1989: für das Album „Hysteria“

12x Platin-Schallplatte [9]

  • USA
    • 1998: für das Album „Hysteria“

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b  Holger Stratmann (Hrsg.): Rock Hard Enzyklopädie. 700 der interessantesten Rockbands aus den letzten 30 Jahren. Rock Hard GmbH, Dortmund 1998, ISBN 978-3-980517-10-2, S. 87f.
  2.  Bob Batchelor, Scott Stoddart: The 1980s. Greenwood Publishing Group, 2007, ISBN 978-0-313330-00-1, S. 121.
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatPhil Anderson: Interview with Joe Elliott. KAOS2000 Magazine, abgerufen am 10. Februar 2010 (englisch).
  4. 500 Greatest Albums of all Time: Def Leppard, 'Hysteria'. Rolling Stone Magazine, abgerufen am 2. April 2014 (englisch).
  5.  Götz Kühnemund: Def Leppard: Hysteria. In: Rock Hard (Hrsg.): Best of Rock & Metal. Die 500 stärksten Scheiben aller Zeiten. Heel Verlag, Königswinter 2007, ISBN 978-3-898805-17-9, S. 23f.
  6.  Holger Stratmann: Review zu Hysteria. In: Rock Hard. Nr. 23, Oktober 1987.
  7. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatGavin Edwards: Hysteria : Def Leppard : Review. Rolling Stone Magazine, 1. November 1996, abgerufen am 10. Februar 2010 (englisch).
  8. a b Chartquellen: DE AT CH UK US
  9. a b c d Auszeichnungen für Musikverkäufe: CH UK US