Justin Amash

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Justin Amash

Justin Amash (* 18. April 1980 in Grand Rapids, Michigan) ist ein US-amerikanischer Politiker der Republikanischen Partei. Seit 2011 vertritt er den Bundesstaat Michigan im US-Repräsentantenhaus.

Werdegang[Bearbeiten]

Justin Amash besuchte die Grand Rapids Christian High School und studierte danach bis 2002 an der University of Michigan in Ann Arbor Wirtschaftslehre. Nach einem anschließenden Jurastudium an der gleichen Universität und seiner im Jahr 2005 erfolgten Zulassung als Rechtsanwalt begann er in seinem neuen Beruf zu arbeiten. Politisch schloss er sich der Republikanischen Partei an. Zwischen 2008 und 2010 saß er als Abgeordneter im Repräsentantenhaus von Michigan.

Bei den Kongresswahlen des Jahres 2010 wurde Amash im dritten Wahlbezirk von Michigan in das US-Repräsentantenhaus in Washington D.C. gewählt, wo er am 3. Januar 2011 die Nachfolge von Vern Ehlers antrat; dieser hatte nach 17 Jahren auf eine erneute Kandidatur verzichtet. Amash setzte sich bei der Wahl mit 60 Prozent der Stimmen gegen den Demokraten Pat Miles durch. Er ist Mitglied im Haushaltsausschuss und im Committee on Oversight and Government Reform sowie in drei von dessen Unterausschüssen. Sein Wahlsieg lag im Bundestrend zu Gunsten der Republikaner. Innerhalb seiner Partei steht er libertären Ideen und der Tea-Party-Bewegung nahe. Amash unterstützte den Kongressabgeordneten Ron Paul in den republikanischen Vorwahlen zur Präsidentschaftswahl 2012.[1]. Zum Zeitpunkt seines Amtsantritts im Kongress war er dort der zweitjüngste Abgeordnete nach Aaron Schock aus Illinois.

Justin Amash ist verheiratet und Vater dreier Kinder.

Amash Amendment gegen Vorratsdatenspeicherung[Bearbeiten]

Innerhalb seiner Partei steht er dem libertären Ron Paul nahe, daher legte er 2013 gegen die NSA-Vorratsdatenspeicherung das so genannte "Amash Amendment", einen Gesetzes-Zusatz, zur Abstimmung vor. Dabei wurde er von linken Demokraten wie John Conyers, aber auch von Konservativen wie Jim Sensenbrenner, einem Mitinitiator des USA PATRIOT Act, unterstützt. Der Sprecher des Repräsentantenhauses John Boehner, NSA-Direktor Keith Alexander und James L. Jones sprachen sich vehement gegen Amashs Entwurf aus. 94 Republikaner stimmten gegen ihren Sprecher Boehner und sogar eine Mehrheit der Demokraten, 111, gegen Obama, dennoch scheiterte der Antrag knapp mit 205 zu 217.[2][3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Justin Amash Endorses Ron Paul. Facebook. Abgerufen am 18. September 2011.
  2. [1]
  3. NY Times, 24.Juli 2013 "House Defeats Effort to Rein In N.S.A. Data Gathering"

Weblinks[Bearbeiten]